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Die Lage der Jesuiten im Deutschen Reich während der Zeit des Kulturkampfes. Das Jesuitengesetz von 1872 und seine Folgen

Título: Die Lage der Jesuiten im Deutschen Reich während der Zeit des Kulturkampfes. Das Jesuitengesetz von 1872 und seine Folgen

Trabajo Escrito , 2015 , 20 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Julia T. (Autor)

Teología - Teología histórica, historia eclesiástica
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Thema der Hausarbeit ist die Lage der Jesuiten im Deutschen Reich während der Zeit des Kulturkampfes. Vor allem das Jesuitengesetz von 1872 soll dabei in den Blick genommen werden.

Die Zeit des Kulturkampfes ist eine der prägendsten Zeiten für den Katholizismus in Deutschland. Otto von Bismarck und der Papst rangen um die Neuordnung von Kirche und Staat. Das Ergebnis waren Gesetzesbestimmungen im Deutschen Reich, die den Umgang mit der kirchlichen Sphäre regeln sollten. Bismarcks größtes Anliegen war es, den Einflussbereich der katholischen Kirche weitestgehend zu begrenzen.

Besondere Leitragende von Bismarcks Entscheidung waren die Mitglieder der Gesellschaft Jesu, dem Jesuitenorden. Dieser Orden wurde 1872 gesetzlich verboten. Es war nur eine von vielen politischen Maßnahmen, die gegen die katholische Kirche im Zuge des Kulturkampfes ergriffen wurde, um deren Einfluss auf den Staat zu verkleinern.

Diese Hausarbeit soll sich mit diesem Verbot auseinander setzen. So ist es wichtig zu verstehen wie der Jesuitenorden nach der Gründung des deutschen Reiches wahrgenommen wurde. Tatsächlich gab es schon während des deutsch-französischen Krieges und danach einen gewissen Argwohn gegenüber den Jesuiten.

Dieser Argwohn gipfelte schließlich in der Verabschiedung des Jesuitengesetzes durch den Reichstag 1872. Dem folgte schließlich die Vertreibung der Jesuiten aus dem deutschen Reichsgebiet.

In dieser Arbeit sollen verschiedene Aspekte, die zu diesem Verbot geführt haben, betrachtet werden. Dazu gehören die Lage der Jesuiten nach der Reichsgründung 1871 und die damit verbundenen ersten öffentlichen Kontroversen gegen den Orden. Zuvor soll das allgemeine Wirken der Jesuiten im deutschen Reich betrachtet werden, um zu verstehen, welche Aufgaben und Ziele der Orden verfolgte.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Lage des Jesuitenordens nach der Reichsgründung 1871

2.1 Das Wirken der Jesuiten im deutschen Reich

2.2 Erste Kontroversen um die Jesuiten im Deutschen Reich

3. Beginn des Kulturkampfes unter Otto von Bismarck

3.1 Gründe für den Kulturkampf

3.2 Die Canossa – Rede 1872

4. Maßnahmen gegen den Jesuitenorden

4.1 Das Jesuitengesetz von 1872

4.2 Die Durchsetzung des Jesuitengesetzes

5. Versuch der Aufhebung des Jesuitengesetzes im Jahr 1890

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die politische und gesellschaftliche Stellung des Jesuitenordens im Deutschen Reich nach der Reichsgründung 1871, mit besonderem Fokus auf die Ursachen und Auswirkungen des Jesuitengesetzes von 1872 im Kontext des Kulturkampfes. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Gründen für das Verbot sowie der Frage, wie der Orden trotz politischer Unterstützung durch die Zentrumspartei bis 1917 von einer Rückkehr ausgeschlossen blieb.

  • Die Wahrnehmung des Jesuitenordens in der deutschen Öffentlichkeit nach 1871.
  • Die Rolle des Kulturkampfes als Instrument zur Begrenzung katholischer Einflussnahme.
  • Der Einfluss der Canossa-Rede auf die diplomatischen Beziehungen zwischen Staat und Vatikan.
  • Die juristische Ausgestaltung und die praktische Durchsetzung des Jesuitengesetzes.
  • Die politische Dynamik um den erfolglosen Aufhebungsversuch des Verbots im Jahr 1890.

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Wirken der Jesuiten im deutschen Reich

Gegründet durch Ignatius von Loyola 1534, hatte der Orden immer ein schwieriges Verhältnis zum deutschen Staat gehabt. Die Lehre des Gründers, seine Exerzitien, bildet die spirituelle Grundlage für das Handeln des Ordens und seiner Mitglieder. Kernpunkt ist dabei die Meditation über das Leben und Wirken von Jesus Christus. Der Orden orientierte sich stark an der Papstkirche und vertrat die „ultramontane Richtung kirchlicher Erneuerung“ die vor allem durch Papst Pius IX. etabliert wurde. Grund dafür war ein politischer Liberalismus, der durchaus kirchenfeindlich eingestellt war und auch oft Kritik an den Jesuiten übte.

Oft waren die Jesuiten ein Opfer von Verfolgung geworden und das nicht erst mit dem Beginn des Kulturkampfes. Schon im 18. Jahrhundert war der Orden der Jesuiten in verschiedenen europäischen Ländern aufgehoben worden, wie beispielsweise in Russland und Frankreich. Der Wirkungsbereich der Jesuiten ist noch bis heute der Bereich der Seelsorge. Durch die Gründung von Schulen und Universitäten versuchten die Jesuiten ihren Nachwuchs heranzubilden. Vor allem ging es ihnen um die Ausbildung von Theologen, die in der Lage waren nach einer abgeschlossenen Ausbildung, diese Seelsorge zu leisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die konfliktreiche Beziehung zwischen Kirche und Staat während des Kulturkampfes ein und skizziert das Ziel, das Verbot des Jesuitenordens 1872 zu analysieren.

2. Die Lage des Jesuitenordens nach der Reichsgründung 1871: Es wird dargelegt, wie der Jesuitenorden spirituell und pädagogisch wirkte, während er zugleich unter dem Argwohn der liberalen Politik litt.

3. Beginn des Kulturkampfes unter Otto von Bismarck: Das Kapitel erläutert die ideologischen Differenzen und die Bedeutung der Canossa-Rede als Katalysator für den Abbruch der Beziehungen zum Vatikan.

4. Maßnahmen gegen den Jesuitenorden: Hier werden die juristischen Details des Jesuitengesetzes von 1872 sowie deren konsequente Umsetzung, inklusive der Vertreibung von Ordensmitgliedern, untersucht.

5. Versuch der Aufhebung des Jesuitengesetzes im Jahr 1890: Das Kapitel beschreibt das veränderte politische Klima nach dem Ende des Kulturkampfes, das trotz parlamentarischer Bemühungen nicht zur Aufhebung des Verbots führte.

6. Schlussbemerkung: Der Autor resümiert, dass das Jesuitengesetz ein symbolisches Instrument der Staatspolitik war, das den Katholizismus schwächen sollte, und verdeutlicht das Scheitern von Bismarcks Versuch der Vertreibung.

Schlüsselwörter

Kulturkampf, Otto von Bismarck, Jesuitenorden, Jesuitengesetz, Katholizismus, Kirche und Staat, Ultramontanismus, Zentrumspartei, Reichsgründung 1871, Canossa-Rede, Seelsorge, Religionspolitik, Glaubenskampf, Pius IX., Ordensverbot.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Auseinandersetzung zwischen der preußisch-deutschen Staatsführung unter Otto von Bismarck und dem Jesuitenorden im Rahmen des sogenannten Kulturkampfes.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Rolle der katholischen Kirche im deutschen Kaiserreich, die politischen Maßnahmen gegen den Jesuitenorden und die gesellschaftliche Stimmung gegenüber ultramontanen Strömungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Motive für das Verbot des Jesuitenordens von 1872 zu identifizieren und die Effektivität der staatlichen Verfolgung sowie die politische Diskussion um eine spätere Aufhebung zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die zeitgenössische Quellen, Redeprotokolle aus dem Reichstag und einschlägige Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ausgangslage der Jesuiten, die Ursachen des Kulturkampfes, die juristischen Details des Jesuitengesetzes sowie die praktische Umsetzung der Vertreibung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kulturkampf, Jesuitengesetz, Bismarck, Katholizismus und das Verhältnis von Staat und Kirche bestimmt.

Warum sah Bismarck im Jesuitenorden eine Gefahr für das junge Deutsche Reich?

Bismarck betrachtete den Orden aufgrund seiner engen Bindung an das Papsttum und seiner internationalen Organisation als staatsfeindlich und als „Agenten des Papstes“, die die nationale Einheit untergruben.

Welche Rolle spielte die Canossa-Rede für den Konflikt?

Die Rede verdeutlichte Bismarcks Entschlossenheit, sich nicht dem kirchlichen Einfluss zu beugen, und markierte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Vatikan als einen Wendepunkt im Kulturkampf.

Warum blieb das Jesuitengesetz nach 1890 trotz geänderter politischer Umstände in Kraft?

Obwohl das politische Klima sich durch den Erfolg der Zentrumspartei änderte, verhinderte der starke Widerstand protestantischer Kreise im Reichstag, für die das Verbot ein Symbol nationaler Gesinnung war, die Aufhebung.

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Detalles

Título
Die Lage der Jesuiten im Deutschen Reich während der Zeit des Kulturkampfes. Das Jesuitengesetz von 1872 und seine Folgen
Universidad
RWTH Aachen University
Calificación
1,7
Autor
Julia T. (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
20
No. de catálogo
V384480
ISBN (Ebook)
9783668593749
ISBN (Libro)
9783668593756
Idioma
Alemán
Etiqueta
lage jesuiten deutschen reich zeit kulturkampfes jesuitengesetz folgen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia T. (Autor), 2015, Die Lage der Jesuiten im Deutschen Reich während der Zeit des Kulturkampfes. Das Jesuitengesetz von 1872 und seine Folgen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384480
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