Umgang mit Schreibblockaden


Hausarbeit, 2017

12 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhalt

Einleitung:
Einführung in das Thema:
Ziel und Gestaltung dieser Arbeit:

Definition:
Schreibblockade/Schreibhemmung:

Die Erscheinungsformen und Ursachen einer Schreibblockade:
Die falsche Selbsteinschätzung
Die Zeitverschwendung
Die persönlichen Defizite
Die Rahmenbedingungen
Der Perfektionist
Die Schreibdauer
Die Vermeidungshandlung

Die Überwindung einer Schreibblockade:
Übereinstimmung von Anforderung und Können
Klare Ziele
Kontrolle über den Prozess
Sonstige Hilfestellungen

Fazit:

Quellenverzeichnis:
Buchquellen
Internetquellen
Sonstiges

Einleitung:

Einführung in das Thema:

Das Schreiben eines Textes gehört nicht nur für Journalisten und Schriftsteller zum Berufs- und Lebensalltag. Auch Studierende, Schüler oder andere Berufstätige kommen regelmäßig mit der Aufgabe, einen Text zu schreiben in Kontakt, sei es durch eine Hausarbeit an der Universität oder durch einen erforderlichen Projekt- oder Wochenbericht im Job.

Diese Aufgabe stellt viele Texter teilweise vor eine große Hürde. Der Schreibfluss ist beim Verfassen einer schriftlichen Arbeit nicht immer gegeben, und so können in einigen FällenSchreibblockaden entstehen, die den jeweiligen Autor daran hindern, eine bestimmten Text bzw. eine bestimmte Aufgabe sowohl zeitlich als auch qualitativ nicht den Anforderungen entsprechend fertig zu stellen. Da auch der Abgabetermin oft sehr kurzfristig terminiert wird, entsteht häufig ein sehr großer Druck. Auf Grund von „eine[r] Reihe von Ängsten und Unsicherheiten, von falschen Vorstellungen und Vorurteilen über das wissenschaftliche Schreiben“1 wird das Erstellen von Texten dann schon mal zum Problem. Dieses Phänomen muss heutzutage immer ernster genommen werden, da oft auf gewissen Personengruppen wie Studenten ein zusätzlicher zeitlicher Druck lastet und die Schreibkompetenz häufig als selbstverständlich und gegeben angesehen wird. Die Lösung hierfür scheint nur das Ende der Schreibblockade zu sein - doch wie kann man diese überwinden?

Ziel und Gestaltung dieser Arbeit

Nach einer kurzen Definition des Themenbegriffes soll aufgezeigt werden, welche verschiedenen Arten von Schreibblockaden es gibt und wie sich diese äußern. Zu den verschiedenen Erscheinungsformen sollen mögliche Ursachen erörtert werden und final Anmerkungen und Tipps gegeben werden, wie diese Schreibblockaden überwunden werden können. Abschließend wird ein Fazit gezogen, in der die Arbeit noch einmal kritisch betrachtet wird.

Definition:

Schreibblockade/Schreibhemmung:

Das psychische Phänomen2 „Schreibblockade“ beschreibt die Unfähigkeit einen Text zu verfassen, auf Grund von ausbleibenden Ideen, Mangel an Inspiration oder fehlender psychischer Voraussetzungen3. Die Gedanken können sich bei einer Schreibblockade nicht entfalten und die Übertragung der Impulse an den Nervenenden im Gehirn ist behindert4.

Die Erscheinungsformen und Ursachen einer Schreibblockade:

„Wer schon einmal verzweifelt vor einem leeren Blatt Papier saß und in seinem scheinbar ebenso leeren Kopf vergeblich nach den passenden Formulieren suchte, der weiß, wovon […] die Rede ist“5 - so beschreibt Elke Pohl in ihrem Ratgeber das Phänomen der Schreibhemmung. Eine kurz- oder langfristige Schreibblockade kann in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen auftreten und viele verschiedene Ursachen haben.

Die falsche Selbsteinschätzung

Dem einen fällt es schwer, einen sinnvollen Textanfang zu finden6, während es anderen Autoren Probleme bereitet, ihre gesammelten Gedanken aufs Papier zu bringen7. Sie sitzen oft stundenlang vor dem leeren Blatt bzw. dem leeren Bildschirm ohne auch nur ein Wort zu schreiben. Andere Texter planen den Text zwar mental und können ihn auch wörtlich wiedergeben, aber es gelingt ihnen nicht, diesen zu Papier zu bringen. Dieses Phänomen des „leeren Blattes“ lässt sich oft durch geistigen Druck erklären. Die Ursache dieses geistigen Druckes liegt häufig in der Tatsache, dass viele Texter, die an Schreibblockaden leiden, die Ursachen hierfür bei sich selbst suchen und teilweise die Unzulänglichkeit der eigenen Person, und nicht etwa die „mangelhafte Vermittlung von Textwissen und Schreibkompetenz […]“8 als die Ursache ihrer Schreibhemmung sehen9. Man zweifelt an sich und an seiner Leistung, man hat also Angst vor dem eigenen Unvermögen10. Psychologisch gesehen ist eine sehr häufige Ursache die falsche Selbsteinschätzung11. Die Bedeutung der eigenen Tätigkeit wird oft abgewertet und als unnötig empfunden, das alles deutet auf mangelhaftes Selbstvertrauen und überzogener Selbstkritik hin12.

Die Zeitverschwendung

Viele Schreiber haben verschiedene Alternativen für Themen vor sich und brauchen viel zu lange, um sich für eine zu entscheiden, bevor sie überhaupt mit dem Schreiben beginnen. Sie starren dazu noch ununterbrochen auf die Uhr. Das liegt häufig an persönlichen Ansprüchen und Eigenschaften, die dem Schreibfluss im Wege stehen. So kann zum Beispiel die Angst vor der Blamage vor Anderen in den Vordergrund rücken13. Man macht sich zu viele Gedanken darüber, was die anderen über den eigenen Text oder Vortrag denken werden und ist der Meinung, dass hier vielleicht schon die richtige Themenauswahl eine hohe Rolle spielt. Das führt dann dazu, dass die Entscheidung für eine Alternative übertrieben viel Zeit in Anspruch nimmt, weil man sich lieber erst einmal damit auseinander setzen will, anstatt überhaupt mit dem eigentlichen Text zu beginnen. Ferner kann aber auch die mangelnde Entschlusskraft, welche Alternative nun die Beste ist, der Grund für die Verschwendung seiner Zeit und somit einer Schreibblockade sein.

Die persönlichen Defizite

Ein Großteil der Texter hat schlichtweg keine Ideen oder es mangelt ihnen an Formulierungen und so schaffen sie es nicht, einen sinnvollen Text zu schreiben. Diese Texter hoffen dann oft, dass ihnen die brauchbaren Ideen noch während des Schreibens einfallen und so aus der Schreibblockade helfen werden14. Anderen Autoren ist einfach das Thema fremd und deshalb setzen sie sich nicht damit auseinander, sondern entfremden sich von diesem. Sie horten Bücher und Kopien, ohne überhaupt mit dem Lesen zu beginnen. Weitere lesen dagegen unendlich viel im Vorfeld und schaffen es nicht, diese Informationen bzw. das Material zu strukturieren. Diese Menschen haben dann oft Angst, sich nicht klar ausdrücken zu können oder etwas Falsches zu schreiben15. Ferner ist auch „die Angst vor dem leeren Blatt mit seiner stillen Aufforderung“16 ein Problem vieler Schreiber, da diese Aufforderung häufig belastend wirkt und sie sich dann möglichst erst einmal von diesem fern halten wollen. Thematisch gesehen sind weitere Ursachen für das Ausbleiben von Ideen oder Formulierungen zum Beispiel Wissensdefizite, fehlende Praxis und somit auch fehlende Schreibtechnik17. Zusätzlich sind auch unzureichende Konzepte oder der Mangel an Beherrschung zentraler Arbeitsstrategien, wie z.B. Recherche, Ursachen für eine mögliche Schreibhemmung. Versuchspersonen eines Experimentes des Wissenschaftlers und Autors Mike Rose, gaben an, sie dachten viel zu viel über grammatikalische Richtigkeit und stilistische Normen nach und ließen sich dadurch vom Schreiben ablenken18. Ohne diese Grundlagen wird das Blatt also folglich leer bleiben und das gehortete Material kann nicht gut strukturiert werden. Die Unfähigkeit Zusammenhänge herzustellen und Informationen zu ordnen mündet oft in der Unfähigkeit zu Schreiben19.

Die Rahmenbedingungen

Es können aber auch Rahmenbedingungen eine Rolle spielen, wie z.B. die unsystematische Ablage, der falsche Arbeitsplatz oder die mangelnde Kommunikation mit den Lehrenden. Ein weiteres Problem, vor allem bei Studenten, ist die zu frühe Überarbeitung der Texte20. Wie auch schon Mike Rose in seinem Experiment bemerkt hat, beginnen viele Autoren viel zu früh mit dem Editieren und werden auf diese Weise von dem produktiven Schreibaufgaben abgelenkt. So änderten Probanden mit einer Schreibblockade ihre Texte dreimal so häufig wie jene ohne Blockade21. Eine weitere mögliche Erscheinungsform ist, dass der Text immer wieder neu begonnen wird, man aber nie über die erste Seite hinwegkommt22. Auch die Angst vor dem Dozenten als einzigen Leser, der dazu noch überaus kritisch sein könnte23 und der Zeitdruck können eine große Rolle für die Ideenfindung und den Schreibfluss spielen24.

Der Perfektionist

Viele Schreiber haben häufig einen hohen Motivations- und Perfektionsanspruch an sich selber, es gelingt ihnen dann aber nicht, diese hohe Qualität auch zu Papier zu bringen. Ein Grund dafür ist der Zweifel an der eigenen Leistung (wie oben bereits erwähnt) und der Drang zum Perfektionismus. Hat man zu viele wissenschaftliche und literarische Texte gelesen, erwartet man von sich genau die gleiche Perfektion25. Viele haben die Vorstellung, „ein wissenschaftlicher Text müsse auf Anhieb stehen“26 und akzeptieren das anfangs durchaus normale Chaos nicht. Sie gehen mit wahnsinnig hohen Ansprüchen an die Arbeit heran und erwarten von Anfang an perfekt durchdachte und formulierte Texte von sich selbst27, was natürlich zu einem enormen Druck führt. Dieser Punkt hängt eng mit dem Problem der „[…] Orientierung an falschen Vorbildern“28 zusammen. Durch häufiges Lesen von wissenschaftlichen Arbeiten und Texten stellen sie sich selbst auf ein zu hohes Level. Andererseits kann es aber auch vorkommen, dass Studierende während ihres Studiums „schlechte“ Texte lesen, die schwer oder gar nicht zu verstehen sind. Hier entsteht oft der Gedanke „je komplizierter desto klüger, je unverständlicher desto wissenschaftlicher“29, was häufig zu einem Problem führt. Durch den Vergleich mit unrealistischen Vorbildern stellt man sich selbst auf eine unrealistische Stufe. Das kann sich auch so äußern, dass der Text eine große Ansammlung von Zitaten und Paraphrasierungen ist und eigene Gedanken ausbleiben30.

Die Schreibdauer

Viele Arten von Schreibhemmungen äußern sich häufig durch Symptome wie Übelkeit und innere Unruhe. Das Schreiben wird dadurch als qualvoll empfunden. Eine andere Ausdrucksform für eine Schreibblockade ist die Unfähigkeit, seine Texte in angemessener Schnelligkeit und Qualität zu formulieren. Das kommt vor allem bei routinierten Autoren und Textern in Frage. Dies äußert sich dann zum Beispiel in der Schreibdauer. Benötigt man für einen Text nun deutlich länger als gewohnt, steckt man mitten in einer Schreibblockade31. Für erfahrene Schreiber, die mitten im Schreibprozess stecken, können Schreibblockaden also ebenso zur Falle werden. Diese treten dann durch eine Vielzahl an Schreibabbrüchen und schließlich durch vollständiges Scheitern in Erscheinung32.

Die Vermeidungshandlung

Eines der häufigsten Symptome ist, dass man alles um sich herum plötzlich interessanter und aufregender findet als das Schreiben einer bevorstehenden Arbeit.

[...]


1 Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 33

2 Vgl. http://www.bedeutung-von-woertern.com/Schreibblockade

3 Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Schreibblockade

4 Vgl. http://www.bedeutung-von-woertern.com/Schreibblockade

5 Pohl, Elke - Keine Panik vor Blackouts, Seite 17

6 http://www.huffingtonpost.de/roland-franke/so-erkennen-und-ueberwinden-sie-schreibblockade_b_7886792.html

7 http://www.master-and-more.de/schreibblockade-ueberwinden.html

8 Sommer, Roy - Schreibkompetenzen, Seite 111

9 Vgl. Sommer, Roy - Schreibkompetenzen, Seite 111

10 Vgl http://www.master-and-more.de/schreibblockade-ueberwinden.html

11 Vgl. Sommer, Roy - Schreibkompetenzen, Seite 111

12 Vgl. Sommer, Roy - Schreibkompetenzen, Seite 111

13 Vgl. Kruse, Otto -Keine Angst vorm leeren Blatt, Seite 25

14 Vgl. Keseling, Gisbert - Die Einsamkeit des Schreibers, Seite 26

15 Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 34

16 Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 34

17 Vgl. Rommer, Roy - Schreibkompetenzen, Seite 111-112

18 Vgl. Keseling, Gisbert - Die Einsamkeit des Schreibers, Seite 25

19 Vgl http://karrierebibel.de/schreibblockade/

20 Vgl http://www.sueddeutsche.de/bildung/schreibblockade-im-studium-angst-vor-dem-einzigen-leser-1.2166588

21 Vgl. Keseling, Gisbert - Die Einsamkeit des Schreibers, Seite 26

22 Vgl. http://www.fu-berlin.de/sites/studienberatung/psychologische_beratung/texte/aengste_und_blockaden.html

23 Vgl http://www.sueddeutsche.de/bildung/schreibblockade-im-studium-angst-vor-dem-einzigen-leser-1.2166588

24 Vgl. Kruse, Otto - Keine Angst vorm leeren Blatt, Seite

25 Vgl. Kruse, Otto - Keine Angst vorm leeren Blatt, Seite 21

26 Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 35

27 Vgl. Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 35

28 Vgl. Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 35-36 29 Vgl. Pyrien, Brigitte - Kreatives wissenschaftliches Schreiben, Seite 35-36

30 Vgl. http://www.fu-berlin.de/sites/studienberatung/psychologische_beratung/texte/aengste_und_blockaden.html

31 Vgl http://4managers.de/management/tipps/schreibblockaden-erkennen-und-ueberwinden/

32 http://www.huffingtonpost.de/roland-franke/so-erkennen-und-ueberwinden-sie-schreibblockade_b_7886792.html

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Umgang mit Schreibblockaden
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,7
Autor
Jahr
2017
Seiten
12
Katalognummer
V384923
ISBN (eBook)
9783668611696
ISBN (Buch)
9783668611702
Dateigröße
515 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang, schreibblockaden
Arbeit zitieren
Tanita Steinkamp (Autor:in), 2017, Umgang mit Schreibblockaden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384923

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