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Quellenaufarbeitung zu einem "Regulativ-Rescript" von Friedrich dem Großen

Titel: Quellenaufarbeitung zu einem "Regulativ-Rescript" von Friedrich dem Großen

Seminararbeit , 2017 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Josephine Koch (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Titel der zu untersuchenden Quelle ist "REGULATIV - RESCRIPT, wegen derer Gebühren, derer Scharfrichter und deren Knechte, für die, so wohl ben denen Regimentern, als Civil - Jurisdictionen, vorfallenden Executiones, mithin auch für Anheftung derer desertirten Officiers, Unter - Officiers, und Gemeinen Bildniße und Rahmen an dem Galgen".
Aufbewahrt wird sie im Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam. Da das Schriftstück von Friedrich dem Großen angeordnet wurde, ist der Text als Primärquelle zu bezeichnen. Das "Regulativ Rescript" diente zur Regelung von Rechtsfragen. Der äußere Erhaltungszustand kann nicht ohne weiteres beurteilt werden, da die Akte im Archiv bereits als Mikrofilm einsehbar ist. Im Allgemeinen ist der Frakturdruck gut lesbar, nur wenige Stellen sind leicht undeutlich. Die Tinte ist nicht verlaufen. Titelblatt und Signatur zufolge wurde das Schriftstück am 29. April 1768 vom preußischen König Friedrich II. in Berlin unterzeichnet, gedruckt wurde sie vom königlichen Hof - Buchdrucker George Jacob Decker. Es handelt sich hierbei um eine Verordnung, die sich in mehrere Abschnitte gliedert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 QUELLENERSCHLIEẞUNG

2.1 Beschreibung

2.2 Inhaltsangabe

2.3 Verständnis

2.3.1 Zum historischen Kontext

2.3.1.1 Die Kriminalpolitik Preußens unter Friedrich II.

2.3.1.2 Die Königlich Preußische Armee

2.3.1.3 Der Scharfrichter als ausführende Gewalt

2.3.2 Kommentare

2.3.2.1 Ortskommentar: Berlin

2.3.2.2 Personenkommentar: Friedrich II. König von Preußen

2.3.2.3 Sachkommentar: Desertion (Militär)

2.4 Quellenkritik

2.4.1 Äußere

2.4.2 Innere

3 INTERPRETATION UND ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das "Regulativ - Rescript" aus dem Jahr 1768 quellenkritisch zu erschließen und historisch in den Kontext der preußischen Kriminalpolitik unter Friedrich II. einzuordnen. Dabei steht die Untersuchung der Vergütungsstrukturen für Scharfrichter bei Exekutionen sowie die Behandlung von Desertionen im militärischen Umfeld im Zentrum der Analyse.

  • Historische Einordnung der preußischen Kriminalpolitik im 18. Jahrhundert
  • Analyse der sozialen Stellung und Vergütung des Scharfrichterstandes
  • Untersuchung militärischer Disziplinierung und Maßnahmen gegen Desertion
  • Quellenkritische Bewertung des "Regulativ - Rescript"
  • Verhältnis zwischen humanisierenden Tendenzen und Härte in der preußischen Strafjustiz

Auszug aus dem Buch

2.3.1.1. Die Kriminalpolitik Preußens unter Friedrich II.

Als Friedrich der Große am 31. Mai 1740 den Thron bestieg, entsprach das Recht dem Strafsystem des 16. / 17. Jahrhunderts, das sich auf die Constitutio Criminalis Carolina von 1532 ausrichtete. Die Carolina trat in Kraft, um den Gotteszorn vom Land abzuwenden. Friedrich II. verwarf jedoch die theokratische Begründung des staatlichen Strafens und unterzog die Strafrechtspflege einer Säkularisierung, Rationalisierung und Humanisierung und erschuf somit die erste moderne Kriminalpolitik. Die kriminalpolitischen Anliegen und Bemühungen seines Vaters König Friedrich Wilhelm I. setzte er hingegen aller Erwartung nicht fort, doch er schuf das Fundament für das 1794 erlassene Allgemeine Preußische Landrecht.

Friedrichs Kriminalpolitik war insofern neuartig, da er den Augenmerk auf die General- und Spezialprävention als Abschreckungsmittel von Verbrechen legte. Ein Verbrechen war seiner Auffassung nach ein Verbrechen gegen den Staat sowie eine Auflehnung gegen soziale Interessen und das zu schützende Gemeinwohl. Preußens Strafrecht erfuhr durch die strukturellen Veränderungen einen großen Wandel. Die Ausübung der Kriminalpolitik war trotz des Abschreckungsgedankens nicht übermäßig grausam, da Friedrich sonst die Verrohrung der Menschen befürchtete. Im Gegenteil: Der Humanitätsgedanke war kennzeichnend für die Strafpolitik des "Alten Fritz". Humanisierende Tendenzen setzten sich insbesondere in den Todesstrafen durch. So wurde bspw. das Säcken, das als eine der qualvollsten Strafen für Kindsmörderinnen angewandt wurde, im Jahr 1740 durch das Richten mit dem Schwert ersetzt. Drei Jahre später wurde die Galgenstrafe bei Diebstahl abgeschafft.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung stellt die im Brandenburger Landeshauptarchiv gefundene Quelle vor und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung und quellenkritischen Analyse des Reskripts.

QUELLENERSCHLIEẞUNG: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Beschreibung der Quelle, gibt deren Inhalt wieder, bettet sie in den historischen Kontext (Friedrich II., Armee, Scharfrichter) ein und führt eine äußere sowie innere Quellenkritik durch.

INTERPRETATION UND ZUSAMMENFASSUNG: Hier erfolgt eine zusammenfassende Auswertung der Erkenntnisse, wobei insbesondere die Ambivalenz zwischen humanisierenden Reformen und der Notwendigkeit staatlicher Abschreckung im preußischen Strafwesen herausgearbeitet wird.

Schlüsselwörter

Friedrich II., Preußen, Kriminalpolitik, Scharfrichter, Todesstrafe, Desertion, Reskript, Strafrecht, 18. Jahrhundert, Militärjustiz, Humanisierung, Exekution, Landesgeschichte, Brandenburg, Rechtsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Erschließung und Analyse eines historischen Dokuments aus dem Jahr 1768, dem "Regulativ - Rescript" zur Regelung von Scharfrichtergebühren und Umgang mit Desertionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die preußische Kriminalpolitik des 18. Jahrhunderts, die soziale und wirtschaftliche Situation der Scharfrichter sowie militärische Disziplinarmaßnahmen unter Friedrich dem Großen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen rechtlichen Anweisungen des Königs zu interpretieren und deren Bedeutung für das damalige preußische Justiz- und Militärwesen im Kontext der zeitgenössischen Reformbestrebungen zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenbasierte, historische Analyse durchgeführt, die neben der inhaltlichen Erschließung eine äußere und innere Quellenkritik sowie die Einbettung in den zeitgeschichtlichen Kontext umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Beschreibung, die inhaltliche Zusammenfassung, historische Hintergrundinformationen zu den handelnden Akteuren und Institutionen sowie eine detaillierte Quellenkritik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Friedrich II., Preußen, Kriminalpolitik, Scharfrichter, Desertion und Rechtsgeschichte.

Welche Bedeutung hatte das "Regulativ - Rescript" für die Scharfrichter?

Das Dokument legte die Vergütungen für verschiedene Exekutionsarten und Nebentätigkeiten fest, wobei die Entlohnung oft zwischen verschiedenen Tätigkeiten und Standesvorgaben schwankte.

Wie veränderte sich die Einstellung zur Todesstrafe unter Friedrich II.?

Unter Friedrich II. gab es deutliche humanisierende Tendenzen; grausame Hinrichtungsmethoden wurden reduziert oder abgeschafft, während gleichzeitig der Fokus auf Abschreckung und Disziplinierung gewahrt blieb.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Quellenaufarbeitung zu einem "Regulativ-Rescript" von Friedrich dem Großen
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,0
Autor
Josephine Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
20
Katalognummer
V384952
ISBN (eBook)
9783668604261
ISBN (Buch)
9783668604278
Sprache
Deutsch
Schlagworte
quellenaufarbeitung regulativ-rescript friedrich großen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josephine Koch (Autor:in), 2017, Quellenaufarbeitung zu einem "Regulativ-Rescript" von Friedrich dem Großen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384952
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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