Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Inwiefern beeinflussen Innovationen in SSA (Sub-Sahara Afrika) das Wirtschaftswachstum? Dabei soll erörtert werden, welchen Einfluss Innovationen auf die Armut der Bevölkerung haben. Sind Innovationen der Schlüssel zum Erfolg zur Armutsbekämpfung in SSA?
Unter den zehn Ländern mit der höchsten Anzahl an Startups weltweit sind drei aus SSA. Bill Gates schrieb in seinem Blog im Januar 2017 über Afrika „It’s one of my favourite places to go for a fresh perspective on how the world is improving.” Das ZDF veröffentlichte im April 2017 eine Dokumentation mit dem Titel „Smart Africa – Geschichten aus Silicon Savannah“. Der langjährige UN-Mitarbeiter Andreas Sieren nennt sein Buch „Afrika Boom-Die große Überraschung des 21. Jahrhunderts“. „It’s time for an innovative revolution in Africa” titelte der Außenminister Botswanas Anfang 2017 in einem Gastbeitrag auf der Internetseite des Weltwirtschaftsforums.
Aber wieso soll Afrika, insbesondere SSA, so innovativ sein? Ist Afrika nicht der ärmste Kontinent der Erde? Ist SSA nicht die ärmste Region der Welt? Wie passt das zusammen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen zu Wachstum, Armut und Innovation
2.1 Begriffe und Zusammenhänge
2.1.1 Armut
2.1.2 Wirtschaftswachstum
2.1.3 Innovation
2.1.4 Zusammenhang zwischen Wachstum und Armut
2.2 Wachstumstheorien
2.2.1 Postkeynesianische Wachstumstheorie von Harrod und Domar
2.2.2 Solow-Modell
2.2.3 Endogene Wachstumstheorie
3. Voraussetzungen für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung
3.1 Politische Stabilität
3.2 Staatsform
3.3 Bildung
3.4 Finanzierung und Förderung von Innovation
3.5 Gesundheit
4. Aktuelle Situation in SSA
4.1 Gesamtwirtschaftliche Situation
4.2 Innovationsinfrastruktur und Unternehmertum
4.3 Politik und Gesellschaft
4.4 Bildung
4.5 Gesundheitliche Situation
5. Innovationen und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in SSA
5.1 Innovationen in SSA
5.1.1 M-Pesa
5.1.2 Leap – the mhealth platform
5.1.3 Eneza Education
5.2 Kritische Beurteilung der Auswirkungen von Innovationen in SSA auf das Wirtschaftswachstum
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Innovationen auf das Wirtschaftswachstum in Sub-Sahara Afrika (SSA) und analysiert, ob Innovationen als Schlüssel zur Armutsbekämpfung in dieser Region dienen können.
- Theoretische Analyse von Wachstum, Armut und Innovationsbegriffen
- Bedeutung von Voraussetzungen wie politischer Stabilität, Bildung und Gesundheit
- Analyse der aktuellen wirtschaftlichen und innovativen Lage in Sub-Sahara Afrika
- Fallstudien zu erfolgreichen Innovationen wie M-Pesa, Leap und Eneza Education
- Kritische Beurteilung der Innovationswirkung auf das regionale Wirtschaftswachstum
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Unter den zehn Ländern mit der höchsten Anzahl an Startups weltweit sind drei aus Sub-Sahara Afrika (SSA). Bill Gates schrieb in seinem Blog im Januar 2017 über Afrika „It’s one of my favourite places to go for a fresh perspective on how the world is improving.” Das ZDF veröffentlichte im April 2017 eine Dokumentation mit dem Titel „Smart Africa – Geschichten aus Silicon Savannah“. Der langjährige UN-Mitarbeiter Andreas Sieren nennt sein Buch „Afrika Boom-Die große Überraschung des 21. Jahrhunderts“. „It’s time for an innovative revolution in Africa” titelte der Außenminister Botswanas Anfang 2017 in einem Gastbeitrag auf der Internetseite des Weltwirtschaftsforums.
Aber wieso soll Afrika, insbesondere SSA, so innovativ sein? Ist Afrika nicht der ärmste Kontinent der Erde? Ist SSA nicht die ärmste Region der Welt? Wie passt das zusammen?
Die Region SSA ist eine der ärmsten weltweit. SSA bezeichnet den südlich der Sahara gelegenen Teil des Kontinents und beinhaltet 49 der 54 afrikanischen Staaten. In SSA leben eine Milliarde Menschen (13,1 Prozent der Weltbevölkerung). Die Region hat eine Fläche von 24,3 Millionen Quadratkilometern (18,1 Prozent der Weltlandfläche).
Gerade im Vergleich von SSA mit der Europäischen Union (EU) fallen enorme Unterschiede bei der Wirtschaftskraft auf. 2015 betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU insgesamt 16,32 Billionen US Dollar (USD), das BIP von SSA lag bei 1,6 Billionen USD. Hierbei ist die Wirtschaftskraft von SSA kleiner als die von Italien (1,82 Billionen USD). Dabei leben in Italien lediglich 60,73 Millionen Menschen, das sind 6,61 Prozent der Einwohner SSAs.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob Innovationen in Sub-Sahara Afrika das Wirtschaftswachstum beeinflussen und zur Armutsbekämpfung beitragen können.
2. Theoretische Grundlagen zu Wachstum, Armut und Innovation: Das Kapitel definiert zentrale ökonomische Begriffe und untersucht verschiedene Wachstumstheorien, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu setzen.
3. Voraussetzungen für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung: Hier werden die strukturellen Rahmenbedingungen wie politische Stabilität, Bildung, staatliche Förderung und Gesundheit als notwendige Basis für Innovation erörtert.
4. Aktuelle Situation in SSA: In diesem Kapitel wird der Status quo der Region hinsichtlich Wirtschaft, Unternehmertum, Politik, Bildung und Gesundheit analysiert.
5. Innovationen und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in SSA: Das Kapitel stellt konkrete Innovationsbeispiele vor und kritisiert deren Beitrag zum regionalen Wirtschaftswachstum.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Innovationen das Wirtschaftswachstum positiv beeinflussen, jedoch eine breite staatliche Förderung und Infrastruktur für ein integratives Wachstum erforderlich sind.
Schlüsselwörter
Sub-Sahara Afrika, Wirtschaftswachstum, Innovation, Armut, M-Pesa, Humankapital, Politische Stabilität, Bildung, Startups, Innovationsinfrastruktur, Venture Capital, Endogene Wachstumstheorie, Solow-Modell, Technologiezentren, Armutsbekämpfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von Innovationen als Treiber für das Wirtschaftswachstum in der Region Sub-Sahara Afrika.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Wachstumsmodellen, den strukturellen Voraussetzungen für Innovationen sowie der Analyse aktueller technologischer Projekte in SSA.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern beeinflussen Innovationen in SSA das Wirtschaftswachstum und welchen Einfluss haben sie auf die Armut der Bevölkerung?
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Wachstumsmodelle sowie eine Auswertung empirischer Daten zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Sub-Sahara Afrika.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung notwendiger Voraussetzungen für Entwicklung und die detaillierte Analyse der aktuellen Situation sowie spezifischer Innovationsbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Wirtschaftswachstum, Innovation, Armutsbekämpfung, Sub-Sahara Afrika, Humankapital und innovatives Unternehmertum.
Wie bewertet die Arbeit den Erfolg von M-Pesa?
M-Pesa wird als eines der weltweit erfolgreichsten mobilen Bezahlsysteme gewertet, das den Handel vereinfacht, die finanzielle Inklusion fördert und indirekt Bildung und Gesundheit unterstützen kann.
Warum ist laut der Arbeit eine rein rohstoffbasierte Wirtschaft nicht nachhaltig?
Der Autor argumentiert, dass rohstoffabhängiges Wachstum anfällig für Preisschwankungen ist, die Erträge ungleich verteilt und die Ressourcen endlich sind, weshalb es nicht zu langfristigem Wohlstand führt.
- Quote paper
- David Höhl (Author), 2017, Innovationen als Wachstumsmotor zur Bekämpfung der Armut in Sub-Sahara Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384959