Familien vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Unterstützungsmöglichkeiten durch Bildungs- und Erziehungspartnerschaften


Fachbuch, 2018

76 Seiten

Christoph Weißhaupt (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch

Abstract

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Abgrenzung der Familien
2.1 Gesellschaftliche Bedingungen der Lebenswelt von Familien in Deutschland nach 1955
2.2 Familie im Wandel der Gesellschaft
2.3 Gesellschaftlicher Wandel und die Auswirkung auf die Erziehungskompetenz von Familie
2.4 Die Familie als wichtige Lebenswelt des Kindes
2.5 Risiko und Schutzfaktoren kindlicher Entwicklung
2.6 Der Kindergarten als erziehungsergänzende Lebenswelt des Kindes
2.7 Zwischenfazit

3 Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft
3.1 Konzepte der Elternarbeit früher
3.2 Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft heute
3.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten
3.4 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten von Rheinland-Pfalz
3.5 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als Basis für gelingende Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätten
3.6 Pädagogische Fachkräfte als aktive Gestalter der Erziehungspartnerschaft

4 Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
4.1 Respektvolle Haltung und Wertschätzung
4.2 Vorurteilsbewusste Haltung
4.3 Ressourcenorientierte Haltung
4.4 Dialogische Haltung

5 Formen der Zusammenarbeit mit Eltern in Erziehungspartnerschaft
5.1 Aufnahmegespräch
5.2 Eingewöhnung
5.3 Entwicklungsgespräche
5.4 Tür- und Angelgespräche
5.5 Gemeinsames Gestalten des pädagogischen Alltags mit Elternbeirat
5.6 Elternweiterbildung, gemeinsame Feste und Veranstaltungen

6 Was Kinder von einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gewinnen?
6.1 Kinder als Spiegelbild einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
6.2 Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines ganzen Dorfes

7 Ausblick und kritische Einwände
7.1 Kritische Einwände

Literaturverzeichnis

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch

In der Arbeit wird bewusst auf das Verwenden von besonderen Kennzeichen, wie Doppelformen für weibliche und männliche Personen, verzichtet, um eine bessere Lesbarkeit zu ermöglichen. In Kindertagesstätten arbeiten überwiegend Frauen und ein kleinerer Teil an Männern, wobei sich beide Geschlechter gleichberechtigt angesprochen fühlen sollen.

Auch bei der Funktions- oder Rollenbezeichnung in Kindertagesstätten wurde keine begriffliche Differenzierung vorgenommen. Mehrheitlich wird von ‚pädagogischer Fachkraft‘ oder ‚Fachkraft‘ gesprochen. Dies soll alle in der Einrichtung verantwortlichen pädagogischen Fachkräfte, ob es nun Erzieher, Kinderpfleger oder Sozialpädagogen sind, gleichermaßen einschließen.

Bei der Bezeichnung der Einrichtung wird häufig von ‚Einrichtung der frühkindlichen Förderung‘ gesprochen, womit die Kindertagestätte gemeint ist.

Abstract

Die vorliegende Bachelorarbeit soll einen Überblick über die Herausforderungen geben, denen sich Familien der heutigen Zeit stellen müssen, und zeigt anhand der Bildungs-und Erziehungspartnerschaft in der Kindertagesstätte, wie Familien unterstützend und ergänzend bei der Bewältigung dieser Herausforderungen begleitet werden können. Dazu werden ab der Blütezeit der bürgerlichen Familie der 1950er Jahre bis in das 21. Jahrhundert die Entwicklung der Familie untersucht und gesellschaftliche Bedingungen, wie auch gesellschaftlicher Wandel in Bezug auf Auswirkungen in und auf Familie punktuell herausgearbeitet und identifiziert.

Die Erkenntnisse werden dann in dieser Arbeit anhand der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Kindertagesstätte aufgegriffen und bearbeitet. Es werden Möglichkeiten der Unterstützung von Familien durch diese Form der Elternarbeit aufgezeigt und angeregt. Rahmenbedingungen und strukturelle wie auch rechtliche Voraussetzungen werden beschrieben und der pädagogische Kontext untersucht. Die Erkenntnisse sollen in erster Linie ein Verständnis für die Situation der Familie des 21. Jahrhunderts liefern und darüber hinaus dadurch Ansatzpunkte offen legen, wo Unterstützung benötigt wird und wie diese konkret im Kontext der frühkindlichen Bildung Erziehung und Betreuung aussehen kann.

Schlüsselwörter

Familie, Erziehung, Vereinbarkeit, Herausforderung, Unterstützung, Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Bildungspartnerschaft, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Die Welt ist in Bewegung und im natürlichen Verlauf menschlichen Wirkens Veränderungen unterworfen. Diese Veränderungen oder Weiterentwicklungen des Lebens, die sich stetig im Laufe der Zeit vollziehen, gehen nicht spurlos an den jeweiligen Gesellschaften vorbei. Sondern sie beeinflussen und prägen in ihrem Wirken, so dass jede Veränderung auch anhand einer Wechselwirkung mit veränderten Normen, Werten und Vorstellungen abzulesen ist. Die kleinste Einheit und Keimzelle unserer Gesellschaft stellt die Familie mit Kindern dar (vgl. Peuckert 1996, S. 15). Sie ist insofern von erheblicher Bedeutung, dass die gesellschaftlichen Systeme, wie beispielsweise das Rentensystem, auf nachfolgenden Generationen aufbauen. Ohne ausreichend Menschen, die sich für eine Familie mit Kindern entscheiden, funktioniert eine sozialstaatliche sowie auch demokratische Gesellschaftsform, wie es die in der Bundesrepublik Deutschland in der jetzigen Form gelebt wird, nicht mehr. Gerade deswegen kommt der Familie aus dieser Perspektive heraus eine vielschichtige Bedeutung für unsere Gesellschaft zu. Und der Staat stellt sie unter den besonderen Schutz des Artikels 6 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und wacht über sie. In den letzten Jahrzehnten hat es gesellschaftliche Veränderungsprozesse gegeben, die starken Einfluss auf die Geburtenentwicklung genommen haben. Dazu zeigt der demografische Wandel sein Gesicht und Deutschland hat einer der niedrigsten Geburtenraten in Europa (vgl. Deutscher Bundestag 2015, online).

Darüber hinaus stellen die gesellschaftlichen Veränderungen bestehende Familien mit Kindern vor Herausforderungen, die diese in den jeweiligen Lebenskontexten unter starken Druck setzen, so dass der Staat mit Hilfen reagieren muss, um Familien in ihren Lebensentwürfen zu unterstützen. Die Kindertagesstätte erfährt hierbei als erste Institution mit familienergänzendem Auftrag, die direkt an die Familie anschließt, eine besondere Bedeutung. Sie hat den staatlichen Auftrag, über die öffentliche Jugendhilfe, Familien individuell zu unterstützen und sich inhaltlich und strukturell mit Angeboten an den Situationen und Bedürfnissen von Familien auszurichten (vgl. Fröhlich-Gildhoff 2013, online).

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es zu untersuchen bzw. der Fragestellung nachzugehen, wie den durch die gesellschaftlichen Veränderungen entstandenen Herausforderungen für Familien in der Einrichtung der frühkindlichen Förderung bzw. der Kindertagesstätte mit Hilfe des Modells der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft begegnet werden kann bzw. welche Aufgaben sich daraus für die Fachkraft ergeben. Und welche praktischen Formen von Hilfen dazu beitragen können, Familie und Kind zu ergänzen und zu unterstützen, so dass dem Wohl des Kindes entsprochen wird.

Aus diesem Grund wird nach der Definition der Begrifflichkeit ‚Familie‘ im ersten Kapitel dieser Arbeit ein Überblick über die theoretischen Erkenntnisse der Ursachen und Auswirkungen auf Familie, die aus den gesellschaftlichen Veränderungsprozessen bzw. den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen resultieren, ausgehend von den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts bis ins Hier und heute des 21. Jahrhunderts punktuell herausgearbeitet. Hierbei soll dem Leser ermöglicht werden, ein erstes Verständnis für die Komplexität des Zusammenwirkens verschiedener struktureller, rechtlicher sowie sozioökonomischer Aspekte zu bekommen, die auf die Lebenswelt ‚Familie‘ direkten Einfluss haben.

Anschließend daran wird im nachfolgenden Kapitel in die Thematik der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als Ergänzung und Unterstützung der Familie unter Berücksichtigung rechtlicher, struktureller wie auch pädagogischer Aspekte eingeführt. In Kapitel 4 werden die Grundlagen, die ausgehend von der Fachkraft zum Gelingen einer Bildungs-und Erziehungspartnerschaft zwischen Familie und pädagogischer Fachkraft beitragen, eingebracht. Und schließlich werden aufbauend darauf ausgewählte praktischen Formen der Zusammenarbeit vorgestellt und aus pädagogischen und handlungsorientierten Blickwinkeln untersucht.

Abschließend wird herausgearbeitet, welche Wirkungen sich aus der gemeinsamen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft für das Kind ergeben. Der Ausblick schließt mit den gewonnen persönlichen Erkenntnissen aus dieser Arbeit ab und wirft Rückblickend kritische Aspekte in Bezug auf die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ein.

2 Begriffliche Abgrenzung der Familien

Im Folgenden soll kurz definiert werden, was unter dem Begriff der im Laufe der Arbeit erwähnten Familie zu verstehen ist. Bei der Lektüre von Studien zum Thema ‚Familie‘ fällt auf, dass der Begriff sehr unterschiedlich und manchmal auch gar nicht definiert wird (vgl. Nestvogel 2008, online). Sucht man im Familienrecht des vierten Buchs des BGB, oder gar im Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, wird man keine Definition von Familie finden. Und das, obwohl der Staat diese in Artikel 6 unter besonderen Schutz stellt. Selbst das SGB VIII, das als stark familienausgerichtete Gesetzesgrundlage im täglichen Gebrauch unseres Berufsbildes des Sozialpädagogen Anwendung findet, arbeitet mit einem offenen Familienbegriff (vgl. Rißmann 2015, S. 134).

‚Familie‘ ist ein Begriff, der seinen Ursprung aus dem französischen Wort ‚famille‘ hat und im 18.Jahrhundert ins Deutsche übernommen wurde (vgl. Rißmann 2015, S. 133). Etymologisch lässt sich der Begriff auf das lateinische Wort ‚familia‘, das alle Menschen, die in einem Haushalt leben, bezeichnet (vgl. Erdmann 1999, S. 6).

So findet man in der Literatur verschiedene Definitionen, von denen exemplarisch nun einige aufgeführt werden sollen. Eine Ein-Eltern-Familie ist eine Familienform, in der ein oder mehrere Kinder zusammen in einer Haushaltsgemeinschaft zusammen mit einem Erziehungsberechtigten leben (vgl. Peuckert 1996, S. 158). Textor schreibt zu dem Begriff ‚Familie‘, dass es nicht die Familie gibt, sondern unterschiedlich Formen des Zusammenlebens von Kindern und Erwachsenen (vgl. Textor 2015, S. 10). Hier bezieht er sich auf die heutigen Formen und Konstellationen des Zusammenlebens. Hiernach ist jede Gemeinschaft mit mindestens einem Kind und einem Erwachsenen eine Familie. Nach Klein und Vogt definiert sich Familie über den gelebten Fürsorgezusammenhang, der zwischen den Generationen verschiedene Funktionen übernimmt. Diese seien im Wesentlichen durch ihre Fähigkeit der Reproduktion, Produktionsfunktion, Regenerationsfunktion, Sozialisations- sowie Erziehungsfunktion und Platzierungsfunktion gekennzeichnet (vgl. Klein und Vogt 2008, S. 1516). Klein und Vogt betonen, dass diese Funktionen abseits der klassischen Form einer Zwei-Eltern-Kind-Familie von unterschiedlichen Lebensformen mehr oder weniger bedürfnisgerecht und konstruktiv getragen werden (vgl. ebd., S. 16). Die Autoren stellen hier den Fürsorgezusammenhang, unabhängig der Verwandtschaftsverhältnisse, als Definitionsmerkmal in den Vordergrund. Nach Mollenhauer in ‚Pädagogische Grundbegriffe‘ kann von Familie gesprochen werden, wenn „wenigstens zwei gegengeschlechtliche psychosozial erwachsene Menschen eine weitere Generation produzieren und mindestens so erziehen, dass diese nächste Generation (…) psychosozial erwachsen werden kann“ (Mollenhauer 1989, S. 605). Hiernach wäre das gegengeschlechtliche bzw. das Merkmal der Reproduktion, das nur zwischen Mann und Frau stattfinden kann, als Kriterium in den Vordergrund gerückt. Eine weitere Definition hebt den rechtlichen Aspekt hervor, indem sie formuliert, dass eine Familie dann entsteht, wenn zwei Generationen, die auf einer biologischen oder rechtlichen Elternschaft beruhen, miteinander verbunden sind und eine Klärung des Sorgerechts für die Kinder erfolgt ist. Hier hätten wir zumindest auch die Möglichkeit der Adoption mit berücksichtigt und es wird das Sorgerechtsprinzip in den Vordergrund gerückt (vgl. Cierpka 1996, S. 3). Im Gegensatz dazu erfasst ein auf das Verwandtschaftsprinzip beruhender Familienbegriff bzw. der genealogischen Familienbegriff eine größere Gruppe von Menschen. Hier werden allerdings nicht nur alle Blutsverwandten als Familie gezählt, sondern auch angeheiratete Personen. Aus dieser Definition würden Adoptivkinder oder Stiefeltern herausfallen (vgl. Werneck und WerneckRohrer, 2000, S. 10.) Bei den vorhergehenden rechtlichen bzw. verwandtschaftlichen Definitionen ist die aus pädagogischer Sicht wichtige Beziehungs- und Bindungsebene nicht berücksichtigt, sondern nur der jeweilige Kontext, der sich aus rein verwandtschaftlichen oder gar rechtlichen Beziehungen ergeben.

Schaut man mit Blick auf die Bindungsforschung auf Familie, so muss Familie mehr sein, als nur Verwandtschaft sowie rechtlicher Rahmen. Dies macht es nötig, den Begriff um eine psychologische Ebene zu erweitern. Der psychologische Familienbegriff wurde vor allem von Schneewind geprägt und umfasst das gemeinsame Zusammenleben in Zusammenhang von emotionalen Beziehungen. Dieses intime Beziehungssystem ist geprägt von Bindung und Fürsorge füreinander. Veranschaulichen kann man das in der frühen Beziehung zwischen Mutter und Kind. Das Kind ist durch Vertrauen an die Mutter gebunden, aus der heraus es exploriert. Die Mutter ist hier die sichere Basis, bei der sich das Kind bei Verunsicherung zurückziehen kann. Die Mutter wiederum fängt das Kind mit feinfühliger liebevoller Fürsorge in Notsituationen auf. Dies gilt im Übrigen auch für eine Vater-Kind-Situation oder auch für Verliebtsein oder andere Lebenssituationen, in denen weniger gefühlsintensive Aspekte eine Rolle spielen.

Ein weiterer Aspekt ist Kommunikation in der Familie. Diese unterscheidet sich von der Sprache anderer Gruppen. Persönliche Beziehungen sind durch Interaktion getragen. Man kennt sich in einer Familie, man versteht durch die enge Beziehung und die Vertrautheit. Man weiß, was mein Gegenüber mit einer Aussage in Bezug auf irgendeinen Kontext darunter versteht. Das macht das gemeinsame Verständnis zu einer eigenen Sprache und damit zu einem Kennzeichen des intimen Beziehungssystems.

In Familien gibt es auch Probleme. Diese können intern erzeugt oder auch von der äußeren Lebenswelt in die Familie hineingetragen werden. Ein weiteres Kennzeichen für ein intimes Beziehungssystem ist das gemeinsame Lösen von Problemen oder Konflikten. Dies setzt nämlich voraus, dass man ein gemeinsames Ziel besitzt, andernfalls wäre das Problem nicht zu lösen. Weiteres Kennzeichen ist die Gegenseitigkeit. Hierunter wird das Aufrechterhalten der Beziehung, das Bewältigen von körperlichen oder physischen Ereignissen, wie Geburt oder auch die Phase der Pubertät, verstanden. Zusammenfassend basiert die psychologische Definition auf eine gegenseitige Verbundenheit in einem intimen Beziehungssystem, mit dem Ziel der Lebenserhaltung sowie der Lebensfortführung (vgl. Werneck und Werneck-Rohrer 2000, S. 11-12).

In der Stellungnahme der Bundesregierung zum siebten Familienbericht wird Familie so umschrieben: Familie ist nicht nur der Ort, wo Kinder sind, sondern darüber hinaus eine Gemeinschaft, die in starken Bindungsverhältnissen zueinander stehen und generationsübergreifend füreinander sorgen (vgl. bmfsfj 2005, online). Hier wäre Familie ein System, das in einem wechselseitigen Beziehungssystem füreinander einsteht.

Nave-Herz schreibt in Bezug auf die fehlende einheitliche Definition von Familie, dass aufgrund der verschiedenen Kontexte, unterschiedliche Sichtweisen auf Familie entstehen. Besonders in Bezug auf die historischen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Kontexte weist die Familie in ihrer konkreten Ausprägung sehr unterschiedliche Formen auf (vgl. Erdmann 1999, S. 6). Aufgrund der verschiedenen Möglichkeiten, Familie zu definieren und der Tatsache, dass selbst der Gesetzgeber den Begriff offen gelassen hat, wird der Autor sich für diese Arbeit ebenfalls auf einen offengehaltenen familienbegriff festlegen. Da es in der Arbeit vor allem um die Erziehungspartnerschaft in Kindertagesstätten gehen soll, sind für den Autor der rechtliche Aspekt, der verwandtschaftliche sowie aus pädagogischen Sicht auch der psychologische Aspekt der Beziehung und Bindungsaspekt von Bedeutung. Letztlich arbeitet der Pädagoge mit dem Erziehungsberechtigten unter der Beachtung rechtlicher Rahmen sowie auch aus bindungsrelevanten Bezügen. Dazu kann auch die Oma/der Opa oder sonstige Verwandte zählen.

2.1 Gesellschaftliche Bedingungen der Lebenswelt von Familien in Deutschland nach 1955

War noch in der Mitte des 20. Jahrhunderts die Lebenswelt der Familien dominiert von klaren Familienstrukturen und Rollenmustern mit festen Werten und Traditionen, haben sich diese doch stetig im Wandel der Zeit verändert.

Begibt man sich auf die Spurensuche, bekommt man einen ersten Überblick über die Ursachen und Auswirkungen von Veränderungen in diesem doch gesellschaftlich wichtigen Feld. Gerade die Suche nach Ursachen in der Vergangenheit ist von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft. So erkannte schon Wilhelm von Humboldt (1767-1835) die Wichtigkeit und die Bedeutung der Vergangenheit für die Entwicklungen der Zukunft und formulierte seine Erkenntnis treffend in einem Zitat: „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Dieses Zitat wurde von Hans-Friedrich Bergmann (1934 - heute) noch einmal präzisiert: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.“

Um die Entwicklungen heutiger Lebenswelten und gesellschaftlichen Bedingungen der Lebenswelt von Familien und damit schließlich auch den Kindern, die in dieser leben, zu verstehen, sollte man im Verständnis dieser Zitate in die Vergangenheit des 20. Jahrhunderts zurückzuschauen. Denn nur so kann man letztlich ein erstes Handlungsverständnis für den Entwicklungsprozess des Hier und Heute entwickeln.

Aus diesem Grund gilt es nun, als Ausgangsbasis zentrale Strukturelemente in die Erinnerung zu holen, die die Form der traditionellen bürgerlichen Familie beschreiben (vgl. Maihofer et al. 2001, S. 14).

So sah, von der Nachkriegszeit ausgehend, das traditionelle Familienmodell ein differenziertes Rollenbild vor. Denn in der Zeit zwischen 1955 bis 1968 Jahren war es noch allgemein üblich, in einer Form der traditionellen bürgerlichen Familie zu leben (vgl. Schneider, 2012, S. 103). Die eheliche Kernfamilie hatte eine Monopolstellung und diese bestand idealerweise aus einem verheirateten, verschiedengeschlechtliches Paar, das in einem gemeinsamen Haushalt mit mindestens einem Kind lebte (vgl. Maihofer et al. 2001, S. 15). Dieses Model war nicht nur vorgegebene Werteordnung innerhalb einer Gesellschaft, sondern die gelebte Lebenswirklichkeit. So waren Heiratshäufigkeit hoch und Scheidungen selten. Außereheliche Lebensgemeinschaft oder nichteheliche Geburten waren eher eine Ausnahme (vgl. Schneider 2012, S. 103). Zu Beginn der 60er Jahre betrug die Wahrscheinlichkeit, einmal zu heiraten für die 18-jährigen Männer 96% sowie für die 16-jährigen Frauen 95%. In den Jahrgängen 1929/1931 blieben nur jede/r zehnte Mann/Frau kinderlos.

Weit über 90% der Kinder unter 6 Jahren lebten mit beiden leiblichen Elternteilen zusammen in einer Hausgemeinschaft. Aufgrund der Tatsache, dass nur jedes zwanzigste Kind außerehelich geboren wurde, spricht Neidhardt (1975) von einem Reproduktionsmonopol der modernen Kleinfamilie (vgl. Peuckert 1996, S. 25).

In diesem vorherrschenden Familienmodell mit Alleinstellungsmerkmal waren Ehepaare ein Leben lang verheiratet und lebten nach einem strukturellen sowie gesellschaftlich vorgegebenen Rollenmuster zusammen. Der Mann war in der Regel als Ernährer dafür zuständig, durch seine beruflichen Anstrengungen den finanziellen Rahmen zu sichern, der das Versorgen der Familie sicherstellte (vgl. Nave-Herz 2012, S. 14). Die Teilnahme am Familienleben beschränkte sich, bedingt durch die Berufstätigkeit des Mannes, auf die Freizeit, die er mit der Familie verbrachte. Während der Abwesenheit des Mannes kommt der Mutter als Hausfrau hauptsächlich die Rolle der Versorgung und Erziehung der Kinder zu. Darüber hinaus sorgt sie für das unter dem Begriff „home-making“ zusammengefasste gemütliche Heim, das den optimalen Regenerations- und Entwicklungsraum für die gesamte Familie darstellte. Dieser nach außen geschützte Raum sollte der Familie das Gefühl von Geborgenheit und Urvertrauen vermitteln. Familie wird hier zum Ort der absoluten Privatsphäre, wo Wärme, Sicherheit und ein Ruhepol den Rahmen gegen den mit Anonymität und Kälte verbundenen Eindruck der öffentlichen Sphäre bietet (vgl. Maihofer et al. 2001, S. 15).

Selbst als ab 1957 (§ 1358 BGB) das Recht der Frau auf Arbeit per Gesetz gewährt wurde, wenn es mit den Pflichten der Ehe und Familie vereinbar war, hatte dies kaum Auswirkungen auf die Ausübung des Rollenbildes dieser Zeit. Denn eine Erwerbstätigkeit wurde nur in Ausnahmen toleriert (vgl. Braun und Mohler 1998, S. 156). Bis 1958 hatte der Ehemann auch das alleinige Bestimmungsrecht über Frau und Kinder inne. Auch wenn er seiner Frau erlaubte zu arbeiten, verwaltete er ihren Lohn.

So kann man ableiten, dass dieses patriarchische Familienmodell zum Teil durch Rollenbilder, gesellschaftliche Normen sowie ungleiche Bildungschancen, die teils durch Gesetze, teilweise durch die strukturellen Gegebenheiten gerade in Bezug auf die Angewiesenheit mit Blick auf den finanziellen Aspekt sowie die Eingebundenheit in den Haushalt und die Erziehung gestützt wurde (vgl. Wagner und Weiß 2002, online). Sozialisation der Kinder wird zentrale Funktion von Familie. Diese war geprägt von einer autoritären Erziehung eines Befehlshaushalts. Eltern erteilen ihren Kindern Befehle, die diese dann gehorsam und sich unterordnend ausführen. Familie reduziert sich auf reine Familienleistungen. So ist der Sinn von Eheschließung, eine Familie zu gründen. Man heiratet also, um Kinder zu bekommen und hierin liegt der Sinn von Ehe und Familie (vgl. Maihofer et al. 2001, S. 15).

Seit Mitte der 60er Jahre ist die Struktur der konkurrenzlosen vorhandenen Form des vorher beschriebenen Familienideals starken Veränderungen unterworfen. Einerseits kann diese Strukturveränderung des Models und damit die Destabilisierung der bürgerlichen Familie anhand der rückläufigen Geburtenraten bzw. der demographischen Makroindikatoren sowie der zunehmenden Pluralisierung abgelesen werden, die sich in den verschiedenen Lebensformen der Gesellschaft wiederfindet. Andererseits zeigt sich die Veränderung in der Erschütterung der noch früher gültigen und verlässlichen Leitbilder, die ihre Verbindlichkeiten zunehmend zu verlieren drohen. Gerade das Leitbild von einer lebenslangen, monogamen Ehe ist als normative Ebene immer stärkeren Zweifeln, dies realisieren zu können, unterworfen (vgl. Peuckert 1996, S. 25).

Neben der im Zuge der gesellschaftlichen Modernisierung als Ursache der nachlassenden Verbindlichkeiten sozialer Normen ist auch die stetig steigende Gleichberechtigung der Frau, die aufgrund veränderter Gesetzeslagen, ökonomischen Erfordernissen sowie verändertem gesellschaftlichem Status immer mehr Freiheiten für sich in Anspruch nehmen kann, von Bedeutung für die Veränderung. Seit 1976 haben beide Ehepartner das gleiche Recht auf Arbeit und müssen die Arbeit im Haushalt einvernehmlich untereinander aufteilen (vgl. Braun und Mohler 1998, S. 156).

Dies spiegelt sich in zunehmender Bildungsbeteiligung sowie der steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen wieder, die aufgrund dessen immer unabhängiger von Mann und Ehe als ökonomische Sicherheit ihr Leben selbst bestreiten und entscheiden können (vgl. Hradil 2013, S. 102).

„Zwischen 1968 und 2002 traten 3,8 Mio. verheirateter Frauen zusätzlich in den westdeutschen Arbeitsmarkt ein“ (Soziologisches Forschungsinstitut 2005, S. 97).

Verdeutlicht wird die Teilnahme am Erwerbsleben mit einem Blick auf die Statistik zur Beschäftigungsquote der erwerbstätigen Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren an der weiblichen Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe mit einer Beschäftigungsquote von 73,1% im Jahr 2014 (vgl. bmwi 2015, S. 22).

Auch bei dem Sinn der Ehe als Grundlage, um Kinder zu bekommen, ist ein Wandlungsprozess zu beobachten. Wenn man sich die Statistiken zwischen 1990 bis 2010 in Bezug darauf ansieht, wie viele Kinder außerhalb einer Ehe geboren wurden, kann man auch hier eine Tendenz zur Veränderung von Normen und Werten ablesen, die noch zur Hoch-Zeit der bürgerlichen Familie der 50er und 60 Jahre des 20. Jahrhunderts eher die Ausnahme als die Regel waren.

„Mit 225472 Kindern stieg die Zahl der Kinder, die außerhalb einer Ehe geboren wurden, im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr weiter an (2009: 217758 Kinder). Damit wurde im Jahr 2010 ein Drittel der Kinder außerhalb einer Ehe geboren (33,3%); 1990 hatte dieser Anteil bei 15,3% gelegen.“ (Emmerling 2012, S. 746).

War noch in den Hoch-Zeiten der bürgerlichen Familie klar zu erkennen, was Familie ist, hat sich dies etwas verändert. Familie besteht nicht mehr nur aus Mann, Frau und Kind, sondern ist vielfältiger geworden.

2.2 Familie im Wandel der Gesellschaft

Auch wenn die vorherrschende Familienform in Deutschland, in der minderjährige Kinder mit verheirateten Eltern 2010 noch mit 76% und in 2013 mit 70% die Mehrheit darstellen (vgl. Franz und Karger 2013, S. 80), haben sich die Einstellungen zum Familienleben und die Formen des Zusammenlebens mit Rückblick auf den im vorhergehenden Kapitel beschriebenen Wandel der bürgerlichen Familie grundlegend verändert. Vor allem Frauen im Alter zwischen 21 und 34 Jahren wünschen sich heute eine gleichberechtigte Partnerschaft sowie Aufgabenteilung und jeweilige finanzielle Unabhängigkeit. 90% der 20- bis 39-Jährigen wünschen sich, dass Partner und Partnerinnen gemeinsam für den Lebensunterhalt sorgen sollten und sich die Verantwortung der Kinderbetreuung teilen (vgl. bmfsfj, Familienreport 2014, S. 9). Auch die Formen, in der Familie stattfindet, haben sich verändert und so sind neben dem klassisch vorherrschenden Mehrheitsmodel auch Lebensgemeinschaften mit 10%Anteil an allen Familien sowie Alleinerziehende mit 20%-Anteil an allen Familien in Deutschland entstanden. 2013 gab es 1% gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern, in einem Haushalt (vgl. bmfsfj, Familienreport 2014, S. 14). Gesellschaftliche und soziale Prozesse in den vergangenen Jahrzenten haben die Lebenswirklichkeit von Familien beeinflusst, verändert und diese vor neue Herausforderungen gestellt (vgl. Viernickel et al. 2016, S. 25). Dabei sind nicht nur die verschieden gelebten Modelle von Familie, sondern auch steigenden Zahlen von Scheidungen und Geburtenrückgang Lebenswirklichkeit und beeinflussen die Stabilität der familiären Beziehungen (vgl. Roth 2010, S. 96). 2013 gab es 527.118 Scheidungen (vgl. bmfsfj, Familienreport 2014, S. 38) bei denen 88.863 gemeinsame minderjährige Kinder betroffen waren. 2013 waren insgesamt 136.064 minderjährige Kinder betroffen (vgl. ebd. S. 40). In Europa ist nirgendwo die Geburtenrate niedriger, als in Deutschland und das obwohl Familien ungeachtet ihrer Form in der gesellschaftlichen Bedeutung als Ebenen der Akkumulation wichtigste Orte für die Weitergabe von sozialem und kulturellem Kapital für das Funktionieren demokratischer sowie markwirtschaftlicher Gesellschaften zukommt. Man denke nur an gesellschaftliche Humanvermögen und den Generationenvertrag, der die gesellschaftliche Bereitschaft neuer Generation erfordert, Fürsorge für andere zu übernehmen. Kinder sind wesentliche Säulen, um eine Gesellschaft zu erhalten und zu entwickeln (vgl. Viernickel et al. 2016, S. 26).

Als Ursachen für die niedrige Geburtenrate lassen sich verschiedene Ursachenbündel identifizieren (vgl. Hradil 2013, S. 104). Aufgrund der Pluralisierung, die mit individualisierten sowie flexibilisierten Lebensentwürfen im Kontext einer sich stetig verändernden Berufswelt, die den Anspruch einer hohen Flexibilität an alle Beteiligten stellt, ist eine Herstellungsleistung, wie sie Familie erfordert, erschwert (vgl. Viernickel et al. 2016, S. 26). Beruf und Familie als Aufgabe aller Mitglieder mit dem Anspruch des familialen Zusammenhalts ist aufwändig, voller Risiko und muss jeden Tag aufs Neue gelingen. Für Familien - und im Besonderen für berufstätige Mütter - ist das Zusammenspiel von Erwerbsleben, Haushalt sowie Familienleben eine Herausforderung mit Potential zur permanenten Überforderung. Der Stress, den beruflichen Alltag aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, die Existenz zu sichern, in der Kombination mit den Wunsch, Familienleben unter einen Hut zu bringen, ist nicht nur bei Doppelverdienern, sondern auch bei Alleinerziehenden von chronischem Zeitmangel geprägt, was aufs Neue wiederkehrend als Herausforderung ein enormes Maß an Organisation aller Beteiligten abverlangt.

Weiter kommt erschwerend für das Familienleben die Zunahme von atypischen Arbeitszeiten hinzu, die zu einer Verknappung der bildungsrelevanten Interaktionszeit des sozialen Miteinanders führen. Gerade diese Zeit fehlt Familien, um Familienleben und Bildungsinhalte zu vermitteln. Dies kann sich wiederum zu einem emotionalen Ungleichgewicht mit negativen Effekten auf die Entwicklung von Kindern auswirken. Ein weiterer Aspekt ist, dass aufgrund der verschiedenen Konstellationen, wie Familie aussehen kann und welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen diese bereitstellen, jede Familie über individuelle Ressourcen psychischer, sozialer sowie materieller Art verfügt. Je nach Konstellation kann dies ein hohes Armutsrisiko darstellen. Betroffen sind vor allem Alleinerziehende, Mehrfamilienkinder sowie Familien mit Migrationshintergrund. Armut wiederrum erhöht die Wahrscheinlichkeit, nicht an allen Möglichkeiten der Entwicklung, die in der Gesellschaft vorhanden sind, teilnehmen zu können. Es besteht die Gefahr ausgegrenzt zu werden. Das sind Herausforderungen von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen, Belastungen und Disparitäten, die gemessen an der bürgerlichen Familie der Blütezeit schlicht noch nicht vorhanden waren und denen sich Familien nun gegenübergestellt sehen. Um diesen adäquat zu begegnen und Familien und Kindern größtmögliche Chancen zu ermöglichen, benötigen diese neue Situationen und eine intakte, an den individuellen Bedürfnissen angepasste, familienergänzende Infrastruktur. Diese gilt es so anzupassen und vorzuhalten, dass sie von allen Familien erreicht und als unterstützende Hilfe wahrgenommen und ihre Wirkung auf die anvisierten gemeinsamen Erziehungs- und Bildungsziele umgesetzt werden kann (vgl. ebd. S. 26ff).

Nun ist es in Deutschland aufgrund der fehlenden ergänzenden Infrastruktur in Form von Krippen sowie Betreuungsplätzen für Kinder wie auch Grundschulkinder besonders schwer, Familie und Beruf zu vereinbaren. Dazu kommt, dass die Bereitschaft zur Veränderung hin zu familienfreundlichen, flexiblen Arbeitszeitmodellen von der Wirtschaft nur im geringen Maße getragen wird. Das sind nur einige hier exemplarische erwähnte, erschwerende Bedingungen, die beispielsweise auch eine Entscheidung für ein Kind oder gegen ein Kind maßgeblich mit beeinflussen (vgl. Hradil 2013, S. 104).

2.3 Gesellschaftlicher Wandel und die Auswirkung auf die Erziehungskompetenz von Familie

Zweifellsohne sind Eltern heute mehr gefordert als früher und in ihren erzieherischen Bemühungen je nach Lebensentwurf auch weitgehend auf sich alleine gestellt. Elternschaft heute ist im Vergleich zur Idealfamilie der 50er bis 60er Jahre insgesamt anspruchsvoller geworden, so dass viele Eltern verunsichert oder schlichtweg überfordert sind (vgl. Henry-Huthmacher und Hoffmann 2010, S. 4). So fühlt sich die Hälfte aller Eltern in ihrer Erziehung sehr unsicher und hat Schwierigkeiten, konsequent in der Durchsetzung einer gleichbleibenden Erziehungshaltung zu sein (vgl. Walper 2006, S. 22). Die Herausforderungen, denen sich Eltern heute stellen müssen, sind teilweise so komplex und facettenreich, dass man in der Sorge steht, diese kaum allein bewältigen zu können. Eltern geraten in eine/n regelrechten Erziehungsdruck/Erziehungsverunsicherung, was einerseits in den gewandelten Lebensbedingungen sowie der veränderten Familienformen, andererseits im veränderten Familienalltag zwischen Arbeit, Kinderbetreuung sowie der Organisationsleistung in der Familie zu suchen ist (vgl. Tschöpe-Scheffler 2010, online). Dabei stehen besonders die Veränderungen der Familienformen und ökonomischen Strukturen, wie sie in dem vorhergehende Kapitel beschrieben sind, in einer Wechselwirkung zu verschiedenen Prozessen, die sich nicht nur auf die Familie als solches begrenzen, sondern auch die Veränderung unserer modernen Gesellschaft kennzeichnen. Die Auswirkungen dieser Prozesse lassen sich in der Familienbeziehung sowie der Erziehung wiederfinden (vgl. Tschöpe-Scheffler 2009, S. 10).

Diese Prozesse lassen sich gemäß Fuhrer in der Individualisierung, der Pluralisierung, der Enttraditionalisierung sowie in dem raschen gesellschaftlichen Wandel finden. Denn Aufgrund der Individualisierung der Lebensentwürfe der einzelnen Menschen entsteht neue Freiheit aber auch ein großer Druck, Entscheidungen treffen zu können und auch zu müssen. Dies fordert allerdings ein hohes Maß an Eigeninitiative und Eigenverantwortlichkeit ein und führt auf der anderen Seite zu einer gewissen Unsicherheit. Denn aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten und Entscheidungsoptionen ist ein Verlust von Sicherheit zu verbuchen. Entscheiden bedeutet immer auch sich gegen etwas aussprechen zu müssen, ohne zu wissen, ob es richtig oder falsch war. Besonders bei Entscheidungen in der Erziehung und Bildung ist dies eine Herausforderung, denn oft neigen Eltern dazu, sich über ihre Kinder selbst zu verwirklichen. Aber Selbstverwirklichung in der Funktion als Elternteil trägt immer auch einen gewissen Erziehungsdruck mit dem Blick auf einen erfolgreichen Abschluss der angestrebten Ziele in sich. Die Auswirkungen der Individualisierung bieten Eltern also nicht nur neue Gestaltungsräume, sondern übertragen auch eine große Verantwortung, denn es besteht immer die Gefahr, erheblichen Druck in der Erziehung auf das Kind auszuüben, um persönlicher Selbstverwirklichungen Rechnung zu tragen (vgl. Fuhrer 2007, S. 21).

Mit dem Begriff der Pluralisierung ist auf der einen Seite die Vielfältigkeit der von der Gesellschaft vertretenden Werte und Normen sowie die verschiedenen Lebensstile und Möglichkeiten des Zusammenlebens, wie zum Beispiel gleichgeschlechtliches Paar oder Patchwork-Familie usw., zu verstehen. In der Pluralisierung spiegelt sich die bunte Wirklichkeit unsere Gesellschaft mit Blick auf die Herkunft, kulturelle Ausrichtung sowie Religion wider. Aber auch an den individuellen Lebensläufen lässt sich die Pluralisierung ablesen. Elternschaft hat viele Gesichter und keinen einheitlichen Zeitpunkt der Familiengründung usw. Im Gesamten macht das die Lebensbedingungen für Familien unübersichtlich und führt häufig zu Widersprüchlichkeiten (vgl. Fuhrer 2007, S. 22).

So zeigt sich in der Erziehung das Prinzip der Pluralisierung anhand zahlreicher pädagogischer Maßstäbe und Grundsätze, mit denen Eltern sich pädagogisch auseinander setzen müssen, und es fehlt bei der Auseinandersetzung praktische Erfahrung, an der man sich ausrichten kann. Denn mit dem Geburtenrückgang sind auch die Familien kleiner geworden, so dass immer weniger Kinder mit Geschwisterkindern aufwachsen und der eigene Säugling oft für die Eltern das erste Kind ist, was diese in der Hand halten. Auf der Suche nach dem richtigen Leitbild für gute Eltern verlieren sich diese oft in einer permanenten Informationsarbeit. Im scheinbar nicht endenden Angebot an verwissenschaftlichter Erziehung treffen Experten auf Gegenexperten. Im schlechtesten Fall endet das dann in einer nicht konsistenten, permanent wechselnden Erziehungsausrichtung anhand Bestsellerlisten (vgl. TschöpeScheffler 2010, online).

Denn das gleichberechtigte Nebeneinander verschiedener pädagogische Vorgaben und Ordnungen sorgt für Verunsicherung und nimmt der Erziehung jede Art von Selbstverständlichkeit (vgl. Fuhrer 2007, S. 21). Wie groß die Verunsicherung der Eltern ist, zeigt die Flut an Erziehungsratgebern und Elternzeitschriften, die mit unterschiedlichen Konzepten, Erziehungsphilosophien und -rezepten die Eltern eher noch orientierungsloser machen (vgl. Henry-Huthmacher 2008, online). Das fordert und überfordert, so dass nicht selten ein Bedürfnis nach einer einheitlich, gesellschaftlich akzeptierten Orientierungshilfe geweckt wird (vgl. Fuhrer 2007, S. 22). Wie groß der Bedarf an einer Orientierungshilfe ist, zeigt sich nicht selten an dem Mitteilungsbedarf, den Eltern haben, wenn man ihnen nur den Raum dafür bereitstellt (vgl. Tschöpe-Scheffler 2010, online). Der Wandel in der Erziehung vom einstigen Befehlshaushalt vergangener Jahrzehnte hat sich zum Verhandlungsprozess verändert. In Zeiten der Orientierungslosigkeit macht dies Erziehung im Kontext einer an den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtete Handlungsebene komplizierter (vgl. Klein und Vogt 2008, S. 17-18).

Die Enttraditionalisierung beschreibt den Verlust traditioneller Bindungen, die als positive Vorbilder Sicherheit gebend waren. Gerade Kirche, Schule, Familie als gemeinschaftlich einbindende Institution sowie auch als soziale Institutionen mit Vorbildfunktionen verlieren ihren bisherigen selbstverständlichen Status (vgl. Fuhrer 2007, S. 23). Weitere Vorbilder für die Bewältigung von Lebenswidrigkeiten oder Lebensentwürfen, wie ältere Familienmitglieder, fehlen in vielen Familien. Dazu kommt, dass Eltern ihren eigenen intuitiven Erziehungserfahrungen nicht mehr vertrauen (vgl. Roth 2010, S. 87).

Enttraditionalisierung beschreibt aber auch die Trennung von Arbeit und Familie, die Eltern immer wieder vor Organisationsaufgaben stellt, um diese verschiedenen Welten vereinbaren zu können (vgl. Fuhrer 2007, S. 22). In der Summe aller Prozesse, die auf Familie einwirken, sind das große Herausforderungen, die auf das gesamte Leben Einfluss nehmen. Dazu kommt, dass gerade der Versuch, die beruflichen und familiären Interessen unter einen Hut zu bringen, zu einem Druck führt, der sich ebenfalls auf die Familie im Ganzen auswirkt. Zu dem Organisationsdruck, der unter zeitlichen Korridoren bewerkstelligt und gemeinsam mit dem beruflichen Leistungs- , Zeit- und Erfolgsdruck auch in Bezug auf ihre Kinder unter einen Hut gebracht werden muss, kommt noch der Anspruch dazu, ein guter Partner in der Beziehung zu sein. Erfolgsdruck, den Eltern objektiv in Bezug auf den schulischen Werdegang ihrer Kinder erleben, kann man an den Ressourcen an Zeit sowie finanziellen Mitteln ablesen, die aufgebracht werden, um möglichst gute Bildungschancen zu ermöglichen.

Niemand will mehr auf die Hauptschule, alle wollen als Synonym für Erfolg auf das Gymnasium (vgl. Merkle und Wippermann 2008, S. 32-35).

2.4 Die Familie als wichtige Lebenswelt des Kindes

Wenn man das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, ausgehend vom Artikel 6 ansieht, werden die gesellschaftliche Verantwortung und die Bedeutung, die der Familie als Lebenswelt der Kinder zukommt, verdeutlicht. Familie ist hier der erste Ort der Erziehung und Pflege. Das staatliche Wächteramt, wie es in Artikel 6 des Grundgesetzes beschrieben wird, wacht und schützt im besonderen Maße dieses Recht und die Pflicht. Das verdeutlicht den hohen gesellschaftlichen Stellenwert von Familie und zeigt damit die besondere Verantwortung, die Familie trägt (vgl. Deutscher Bundestag 2013, online). Denn wie im vorherigen Kapitel beschrieben, ist Familie gerade für den Erhalt einer Gesellschaft mit ihren Normen und Werten von Bedeutung. Gerade diese hilft dem Kind, sich in der Welt zurechtzufinden und bildet in diesem Kontext die primäre und wichtigste Lebenswelt, in der jedes Mitglied in einer umfassenden Weise füreinander einsteht und verfügbar ist. Hier werden erste Beziehungserfahrungen mit sich und der Umwelt eingegangen, Verbindlichkeiten sowie soziales Miteinander kennengelernt und verinnerlicht (vgl. Rißmann 2015, S. 135136).

Gerade die verbindliche gegenseitige Fürsorge aus Liebe, Zuwendung, Vertrauen, Hoffnung sowie der damit einhergehende Schutz, Pflege, Sorge und Mitgefühl sind bedeutende Erfahrungen, die nicht nur aus entwicklungspsychologischer Sicht, sondern auch für das gesellschaftliche Leben in der Familie gemacht werden. Diese Erfahrungen haben maßgeblichen Einfluss auf das spätere gesellschaftliche Leben, wie beispielsweise bei der Fähigkeit des Beziehungsaufbaus. Denn die Gefühlserfahrungen beim Beziehungslernen mit ihrem breiten Spektrum an Nähe und Distanz, ihren Krisen und Konflikten, werden im gelebten Alltagsgeschehen erlernt und verinnerlicht (vgl. Tschöpe-Scheffler 2010, online). Dies sind familiale Bildungsprozesse, die im alltäglichen Leben miteinander geschehen. Sie sind nicht didaktisch organisiert oder festgeschrieben und folgen einem individuellem Auffassungsgeflecht. Aber gerade diesen Bildungsprozessen kommt in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich eine besondere Bedeutung zu. Denn nicht nur für das Entwickeln von Beziehungen und damit einer Beziehungsfähigkeit ist sie wichtig, sondern auch für das weitere Entwickeln kognitiver Fähigkeiten, wie beispielsweise der Anschlussfähigkeit an die gesellschaftlichen Bildungsinstitutionen.

Gerade hier beeinflussen sie durch ihre vermittelten Erwartungen und Einstellungen in Bezug auf Kindergarten, Schule zu Familie den Bildungsverlauf maßgeblich. Denn sie entscheiden, an welchen Bildungsangeboten ihre Kinder teilnehmen und an welchen nicht. Sie vermitteln die Bedeutung bzw. die Wichtigkeit oder Unwichtigkeit einzelner Angebote und sind damit in einer Funktion, die als Türöffner den Zugang zu Bildungserfolgen der durch sozioökonomische sowie sprachlich kulturell geprägten Kindern mitgestaltet. Dies gilt in besonderer Maße für die freiwilligen, nicht formalen Bildungsorte, wie Kindergarten oder andere (vgl. Rißmann 2015, S. 138). Das macht Familie für das Kind zur ersten und bedeutendsten Sozialisationsinstanz, in der die Eltern eine der wichtigsten Ressourcen in Sachen ganzheitlicher kindlicher Entwicklung darstellen (vgl. Viernickel et al, 2016, S. 26).

2.5 Risiko und Schutzfaktoren kindlicher Entwicklung

Nicht unberechtigt steht die Familie als größte und erste Ressource in der ganzheitlichen Entwicklung der Kinder unter den durch das Grundgesetz gegebenen Schutz und Aufsicht der staatlichen Ordnung. Hat sie doch zuerst die Pflicht und das Recht, das Kind zu bilden, zu erziehen und zu betreuen. Und dabei ist sie selber Schutz und Risikofaktor kindlicher Entwicklung (vgl. Tschöpe-Scheffler 2010, online). Denn im Zusammenspiel wechselseitiger Auswirkungen zwischen äußerer und innerer Lebenswelt entstehen Einflüsse, die wiederum Wirkungen auf das Familienleben haben. So wirken sich die Qualität der Beziehungserfahrung zwischen Eltern sowie die Beziehung zwischen Eltern und Kind maßgeblich auf die Entwicklung und die Befriedigung entwicklungspsychologischer Bedürfnisse, die ein gesundes Aufwachsen begünstigen, aus (vgl. Klein und Vogt 2008, S. 14-15). Zu den Grundbedürfnissen eines Kindes gehört es, in einer beständigen liebevollen Beziehung zu leben (vgl. Deutsches Jugendinstitut 2011, S. 28). Wie bedeutsam eine liebevolle Beziehung für die stabile soziale Entwicklung ist und welche Funktionen diese Erfahrung als Grundbasis für weitere Bindungsfähigkeit und damit als Anschlussfähigkeit an weitere Personen hat, konnte in der Bindungsforschung belegt werden (vgl. Rißmann 2015, S. 112). Denn Kinder lernen in und durch soziale Beziehung in Abhängigkeit der Qualität der Beziehung zu einer Bezugsperson, bei der sie sich geborgen und wohl fühlen. Die Bindungsperson muss nicht unbedingt die Mutter oder Vater sein, sondern kann auch die Erzieherin oder eine sonstige Person sein, die eine Bindungsbeziehung aufgebaut hat. Von wesentlicher Bedeutung ist, dass diese Person verfügbar ist und feinfühlig auf die Bedürfnisse reagiert, so dass das Kind nie das Gefühl entwickelt, sich verlassen oder alleingelassen zu fühlen. (vgl. Deutsches Jugendinstitut 2011, S.29). Wie schon zu Beginn erwähnt, sind die Beziehungen in der Familie ein entscheidendes Qualitätskriterium für das Wohlergehen bzw. ausschlaggebend für Befriedigung der entwicklungspsychologischen Grundbedürfnisse. Die Beziehungen wiederum sind beeinflußt von Rahmenbedingungen der Berufsrealität sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (vgl. Klein und Vogt 2008, S. 14-15). So fällt es Eltern, die in einer für sie schwierigen und kräftezehrenden Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, schwerer, sich den Bedürfnissen ihrer Kinder anzunehmen, wie Eltern, die sich in einer befriedigenden Arbeitssituation befinden (vgl. Schauenberg 2007, S.75).

Gerade im Bereich der zunehmenden Schichtarbeit in Kombination mit den fehlenden flexiblen Betreuungseinrichtungen, ist die fehlende und unregelmäßige zeitliche Ebene ein belastender Faktor in der Beziehung (siehe Kapitel 2.2).

Auf der einen Seite muss auch erst einmal eine Arbeitsstelle gefunden werden, die mit Familie und Betreuungssituation vereinbar ist, denn auch die ökonomische Lage ist ein Risiko oder Schutz für die kindliche Entwicklung. Denn das jeweilige verfügbare Einkommen steht in einem engen Zusammenhang mit der Lebenssituation (vgl. ebd. S. 76), so dass sich Armut, Arbeitslosigkeit oder auch niedriger Lohn als negative Auswirkungen auf das begleitende feinfühlige, der Entwicklungsförderung entsprechende Verhalten der Eltern aufzeigt (vgl. Seel und Hanke 2015, S. 615).

Kinder aus Familien mit ausreichend finanziellen Ausstattungen haben den Vorteil, dass diese hier lernen können, wie mit den vorhandenen Mitteln sparsam und dosiert umgegangen wird, was eine gute Grundlage für die Beziehung zwischen allen Beteiligten darstellt (vgl. Schneewind 1999, S. 142ff). Es liegt auf der Hand, dass gerade Alleinerziehende aufgrund des Problems der Vereinbarkeit von Erziehung bzw. Familie und Job der besonderen Belastung aufgrund der finanziellen Ausstattung bis hin zum Leben in drohender Armut ausgesetzt sind (vgl. Franz und Karger 2013, S. 81). Hier leidet das Familienklima besonders unter dem Druck und den Sorgen, die in Form von Zukunfts- wie auch Existenzangst einhergehen. Denn neben Scheidung ist gerade die finanzielle Sorge ein Hauptgrund für die Belastung des Familienklimas.

Die entstehenden Spannungen und Ängste wirken sich auch hier direkt auf das Erziehungsverhalten aus. Eltern, die unter solchen Belastungen stehen, sind in dem Netz aus Sorgen und Ängsten so gefangen, dass diese einfach nicht in der Lage sind, ihre Kinder im dem benötigten Umfang an Aufmerksamkeit und Begleitung zu unterstützen (vgl. Schauenberg 2007, S. 97).

Die Risiko- und Schutzfaktoren in den familiären sowie soziökonomischen/ökologischen Zusammenwirkungen stehen, wie in den vorhergehenden Ausführungen versucht wurde darzustellen, in einem komplexen Geflecht aus Wechselwirkungen.

Zusammenfassend kann man diese so beschreiben:

Die familiären Schutzfaktoren sind:

- Anteilnahme, Interesse der Eltern am Leben des Kindes
- Elterliche Wärme
- Führung des Kindes durch konsistentes Erziehungsverhalten
- Geringe Feindseligkeit gegenüber dem Kind

Risikofaktoren sind inkonsistentes oder bestrafendes Erziehungsverhalten, negative familiäre Kommunikationsmuster, Ehekonflikte, Scheidung und psychische Störungen der Eltern, insbesondere depressive Probleme der Mutter, Migrationshintergrund, Arbeitslosigkeit, Armut (vgl. Heinrichs et al. 2007, S. 112).

Schneewind schreibt, dass die verschiedenen Risikofaktoren sich aufsummieren und man bei Familien, die besonders viele Risikofaktoren vereinen, pädagogisch stärkend unterstützen sollte (vgl. Schneewind 1999, S. 143).

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Ende der Leseprobe aus 76 Seiten

Details

Titel
Familien vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Untertitel
Unterstützungsmöglichkeiten durch Bildungs- und Erziehungspartnerschaften
Autor
Jahr
2018
Seiten
76
Katalognummer
V384980
ISBN (eBook)
9783960952145
ISBN (Buch)
9783960952152
Dateigröße
1775 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erziehungspartnerschaft, Eltern, Erzieher, Lehrer, Bildung, Kita, Schule, Bildungspartnerschaft, Herausforderungen in der Schule bewältigen, Herausforderungen in der Kita bewältigen
Arbeit zitieren
Christoph Weißhaupt (Autor), 2018, Familien vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384980

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