Die kleinste Einheit und Keimzelle unserer Gesellschaft ist die Familie. Unsere gesellschaftlichen Systeme, allen voran das Rentensystem, bauen auf nachfolgenden Generationen auf. Dadurch kommt der Familie eine vielschichtige Bedeutung für jeden von uns zu. Kein Wunder also, dass der Staat sie bereits im Grundgesetz unter besonderen Schutz gestellt hat.
Doch verschiedene gesellschaftliche Veränderungsprozesse stellen die Familien vor neue Herausforderungen, die sie in bestimmten Lebenskontexten unter starken Druck setzen. Christoph Weißhaupt untersucht in dieser Publikation die Auswirkungen von strukturellen, rechtlichen und sozioökonomischen Veränderungen auf die Lebensentwürfe von Familien, um schließlich aufzuzeigen, wie Familien mithilfe der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in Kindertagesstätten unterstützt werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Vorbemerkung zum Sprachgebrauch
- Abstract
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Begriffliche Abgrenzung der Familien
- 2.1 Gesellschaftliche Bedingungen der Lebenswelt von Familien in Deutschland nach 1955
- 2.2 Familie im Wandel der Gesellschaft
- 2.3 Gesellschaftlicher Wandel und die Auswirkung auf die Erziehungskompetenz von Familie
- 2.4 Die Familie als wichtige Lebenswelt des Kindes
- 2.5 Risiko und Schutzfaktoren kindlicher Entwicklung
- 2.6 Der Kindergarten als erziehungsergänzende Lebenswelt des Kindes
- 2.7 Zwischenfazit
- 3 Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft
- 3.1 Konzepte der Elternarbeit früher
- 3.2 Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft heute
- 3.3 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten
- 3.4 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in den Bildungsplänen für Kindertagestätten von Rheinland-Pfalz
- 3.5 Bildungs- und Erziehungspartnerschaft als Basis für gelingende Erziehungs- und Bildungsprozesse in Kindertagesstätten
- 3.6 Pädagogische Fachkräfte als aktive Gestalter der Erziehungspartnerschaft
- 4 Grundvoraussetzungen für das Gelingen der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
- 4.1 Respektvolle Haltung und Wertschätzung
- 4.2 Vorurteilsbewusste Haltung
- 4.3 Ressourcenorientierte Haltung
- 4.4 Dialogische Haltung
- 5 Formen der Zusammenarbeit mit Eltern in Erziehungspartnerschaft
- 5.1 Aufnahmegespräch
- 5.2 Eingewöhnung
- 5.3 Entwicklungsgespräche
- 5.4 Tür- und Angelgespräche
- 5.5 Gemeinsames Gestalten des pädagogischen Alltags mit Elternbeirat
- 5.6 Elternweiterbildung, gemeinsame Feste und Veranstaltungen
- 6 Was Kinder von einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft gewinnen?
- 6.1 Kinder als Spiegelbild einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft
- 6.2 Um ein Kind zu erziehen, bedarf es eines ganzen Dorfes
- 7 Ausblick und kritische Einwände
- 7.1 Kritische Einwände
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Werk beleuchtet die Bedeutung von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften für Familien im 21. Jahrhundert. Es untersucht den Wandel der Familienstrukturen und die Herausforderungen, die Familien im Kontext der modernen Gesellschaft bewältigen müssen. Die Arbeit konzentriert sich auf die Bedeutung von frühkindlicher Bildung und die Rolle der Kindertagesstätte als erziehungsergänzendes Umfeld.
- Familien im Wandel der Gesellschaft
- Die Bedeutung von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften
- Die Rolle der Kindertagesstätte als erziehungsergänzende Lebenswelt
- Grundvoraussetzungen für eine gelingende Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften
- Formen der Zusammenarbeit in der Erziehungspartnerschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema ein und erläutert den Begriff der Familie im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen. Es werden die Auswirkungen des Wandels auf die Erziehungskompetenz von Familien und die Bedeutung der Kindertagesstätte als Lebenswelt des Kindes betrachtet. Kapitel 2 beschäftigt sich mit dem Wandel von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft und untersucht verschiedene Konzepte und Modelle der Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Kapitel 3 beleuchtet die Grundvoraussetzungen für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, wie Respekt, Wertschätzung, Ressourcenorientierung und Dialog. Kapitel 4 zeigt verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit Eltern auf, wie Aufnahmegespräche, Eingewöhnung, Entwicklungsgespräche und Elternbeiräte. Kapitel 5 schließlich betrachtet die Vorteile einer gelungenen Bildungs- und Erziehungspartnerschaft für Kinder und betont die Bedeutung des gemeinsamen Engagements von Eltern, pädagogischen Fachkräften und der Gesellschaft.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter dieses Werks sind: Familien, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft, Kindertagesstätte, frühkindliche Bildung, Erziehungskompetenz, gesellschaftlicher Wandel, pädagogische Fachkräfte, Elternarbeit, Ressourcenorientierung, Dialog, Wertschätzung, Respekt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft?
Es handelt sich um eine kooperative Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften in Kitas, die das Wohl und die Entwicklung des Kindes in den Mittelpunkt stellt.
Welchen Herausforderungen stehen Familien im 21. Jahrhundert gegenüber?
Familien sind mit strukturellen, rechtlichen und sozioökonomischen Veränderungen konfrontiert, die ihre Erziehungskompetenz und ihre Lebensentwürfe unter Druck setzen.
Wie hat sich die Rolle der Kindertagesstätte gewandelt?
Die Kita hat sich von einer reinen Betreuungseinrichtung zu einer wichtigen, erziehungsergänzenden Lebenswelt entwickelt, die Bildungs- und Erziehungsprozesse aktiv mitgestaltet.
Welche Grundvoraussetzungen gibt es für eine gelingende Partnerschaft?
Wichtige Faktoren sind eine respektvolle und wertschätzende Haltung, Vorurteilsbewusstsein, Ressourcenorientierung und die Bereitschaft zum Dialog.
Welche Formen der Zusammenarbeit mit Eltern werden in Kitas praktiziert?
Dazu gehören Aufnahmegespräche, die Begleitung der Eingewöhnung, regelmäßige Entwicklungsgespräche, Tür- und Angelgespräche sowie die Arbeit im Elternbeirat.
Was gewinnen Kinder durch eine gute Erziehungspartnerschaft?
Kinder erleben eine Kontinuität zwischen ihren Lebenswelten, was ihre Sicherheit, ihr Wohlbefinden und damit ihre Lern- und Entwicklungschancen erheblich verbessert.
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- Christoph Weißhaupt (Author), 2018, Familien vor den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/384980