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Dritte Generation Ostdeutschland. Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen

Título: Dritte Generation Ostdeutschland. Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen

Trabajo Escrito , 2016 , 18 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anja Zeutschel (Autor)

Ciencias Culturales - Ciencias culturales empíricas
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Die Hausarbeit beschäftigt sich damit, wie die Dritte Generation Ostdeutschland sich am Diskurs um das Nationale in Deutschland beteiligt, welche Narrative sie möglicherweise verwendet und welches Verständnis sie vom Nationalen hat. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Bedeutung der DDR-Geschichte und der Wende bzw. Wendeerfahrung im Narrativ des Nationalen. Als Grundlage der Analyse dient dabei Irene Götz' "Deutsche Identitäten", welches ausführlich besprochen wird. Es werden kulturwissenschaftliche Begrifflichkeiten der Identität und des Nationalen definiert sowie die Subjektivität und Konstruiertheit nationaler Identifikation erläutert. Die Hausarbeit stellt zudem Aspekte des Narrativs des Nationalen in Deutschland heraus und beschreibt Prozesse der De-, Re- und Transnationalisierung nach 1990.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsperspektive & Begrifflichkeiten

3. Das Nationale Narrativ & die Wende

3.1 Das Narrativ des Nationalen in Deutschland

3.2 Prozesse der De-, Trans- und Re-Nationalisierung nach 1990

3.3 Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen

4. Das Nationale & die Wende bei der Dritten Generation Ost

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die „Dritte Generation Ostdeutschland“ am Diskurs um das Nationale in Deutschland beteiligt, welche Narrative sie verwendet und welches Verständnis sie vom Nationalen entwickelt. Dabei wird insbesondere analysiert, welche Bedeutung die DDR-Geschichte sowie die Wendeerfahrung für diese Generation im nationalen Kontext einnehmen.

  • Analyse der nationalen Narrative in Deutschland nach 1990.
  • Untersuchung des Konzepts der „Dritten Generation Ostdeutschland“.
  • Deutung der Wendeerfahrung als Teil nationaler Identitätsbildung.
  • Bewertung von De-, Trans- und Re-Nationalisierungsprozessen.
  • Reflexion über das Verhältnis von Alltagsgedächtnis und offiziellem Narrativ.

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen

Die Position der Wende bzw. Wendeerfahrung im Narrativ des Nationalen ist sehr divers. Wie unter 3.2 beschrieben, ist sie beispielsweise Auslöser oder zumindest Beginn einer Re-Nationalisierung gewesen, die u. a. durch die Rede von der nun erreichten „Einheit der Nation“ als wieder legitim erschien. Wie bereits unter 3.1 erwähnt, ist die Wende zudem wesentliches Element des nationalen Narrativs geworden. Zuvor gab es nur den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg als absolut negativen nationalen Bezugspunkt. Mit der Wende und der Wiedervereinigung entstand ein neuer und vor allem positiver nationaler Bezugspunkt (Götz 2011, S. 18f.). Sie löste auch einen Wandel hinsichtlich der zeitlichen Orientierung des nationalen Narrativs aus, weil sie als „zukunftsweisendes Projekt“ (Götz 2011, S. 52) verstanden wurde, also als ein andauernder Prozess bzw. ein auf die Zukunft gerichtetes Bestreben, statt des bisher allein vorherrschenden historischen Bezuges (Götz 2011, S. 52ff.). Sie diente zudem als Teil des Diskursmotivs eines „neuen“ Deutschlands (Götz 2011, S. 170). Auch wenn die Wende den Holocaust und den Weltkrieg als zentralem Element des nationalen Narrativs weder ablösen noch gleichwertig daneben bestehen konnte, war sie doch das ausschlaggebende Ereignis für eine Wandlung des Narrativs des Nationalen in Deutschland (Götz 2011, S. 274).

In dieses Narrativ fand nun der Begriff der „friedlichen Revolution“ Eingang, die durch die „bürgerschaftliche Leistung des Volkes“ erreicht wurde (Götz 2011, S. 165). Dieses Motiv wurde beinahe schon wie ein „deutsche(r) Unabhängigkeitskrieg“ gehandelt – den wir bis zu diesem Zeitpunkt als Gründungsmythos im Vergleich zu anderen Staaten missen mussten –, „in welchem die heute geltenden politischen Werte und Normen erkämpft wurden“ (Heiler 2012, S. 67f.). In diesem Kontext wurde die Wende aber auch lediglich als Teil des „langen Wegs nach Westen“ (Winkler 2000 nach Götz 2011, S. 183) tradiert – vom Nationalsozialismus bis zu Gesamtdeutschland als westlichem Bündnispartner war die historische Entwicklung Deutschlands somit schlichtweg eine (schrittweise) Ankunftsgeschichte in der Demokratie (Götz 2011, S. 131). Die DDR als „Unterdrückerstaat“ wurde in diesem Szenario als „Wiederholung der Geschichte“, als Weiterführung des Dritten Reichs betrachtet und demzufolge als „Sackgasse“. Die „friedliche Revolution“ wurde daher bloß als Überwindung dieses Fehlers (als logische Konsequenz) ins Narrativ des Nationalen aufgenommen. (Götz 2011, S. 183, 306 u. 310)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Selbstverständnis der „Dritten Generation Ost“ ein und beschreibt die persönliche Motivation sowie die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit.

2. Forschungsperspektive & Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel wird das theoretische Konzept von Generationen im Kontext der Geschichtsverliebtheit und Identitätskonstruktion erläutert.

3. Das Nationale Narrativ & die Wende: Das Kapitel analysiert die Grundlagen deutscher nationaler Narrative, inklusive des Umgangs mit dem Holocaust und Prozessen der De- und Renationalisierung nach 1990.

4. Das Nationale & die Wende bei der Dritten Generation Ost: Dieser Abschnitt untersucht, wie die „Dritte Generation Ost“ das Thema Nationale in ihren Diskursen aufgreift und inwieweit sie dabei hegemoniale Narrative reproduziert oder hinterfragt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass sich die Generation in bestehende Narrative einordnet, während sie gleichzeitig neue Akzente durch die Thematisierung des Untergangs der „alten BRD“ setzt.

Schlüsselwörter

Dritte Generation Ost, Nationale Identität, Wendeerfahrung, DDR-Geschichte, Narrativ, Wiedervereinigung, Nationsbildung, Erinnerungskultur, Transformation, Generationenkonzept, Friedliche Revolution, Identitätspolitik, Hegemonie, Ostdeutschland, Kollektives Gedächtnis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Position der sogenannten „Dritten Generation Ostdeutschland“ innerhalb des deutschen nationalen Narrativs und analysiert, wie diese Generation ihre DDR-Vergangenheit und Wendeerfahrung interpretiert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind nationale Identitätskonstruktionen, Generationenbegriffe, der Umgang mit der DDR-Geschichte sowie die Prozesse der De- und Renationalisierung nach 1990.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie sich die „Dritte Generation Ostdeutschland“ am Diskurs um das Nationale beteiligt und ob und wie sie dabei bestehende Narrative nutzt oder neue Perspektiven einbringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische Untersuchung, die auf Basis einer ausgewählten Publikation der „Dritten Generation Ost“ die darin verwendeten Narrative und Selbstbilder analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Nationalen Narrativs und eine empirische Analyse der Publikation „Dritte Generation Ost“, um die Haltung dieser Gruppe zum Nationalstaat herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Nationale Identität, Dritte Generation Ost, Wendeerfahrung, DDR-Geschichte, Narrativ und Transformationserlebnis.

Welche Bedeutung misst die untersuchte Generation der Wende bei?

Die untersuchte Generation erkennt die Wende als wesentliches Ereignis an, problematisiert jedoch die einseitige Sichtweise des „westlich“ dominierten Narrativs und fordert eine Anerkennung des Untergangs der „alten BRD“.

Inwiefern unterscheidet sich die Dritte Generation Ost von ihren Eltern?

Die Generation wuchs in einem Transformationsprozess auf und versteht das eigene Land als gesellschaftliches Konstrukt, was zu einem anderen, teils postnationalen Blick auf Staats- und Nationeneinteilungen führt.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Dritte Generation Ostdeutschland. Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Europäische Ethnologie)
Curso
Hauptseminar: Europäisierung des Nationalen!?
Calificación
2,3
Autor
Anja Zeutschel (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
18
No. de catálogo
V385008
ISBN (Ebook)
9783668598669
ISBN (Libro)
9783668598676
Idioma
Alemán
Etiqueta
Narrativ des Nationalen Dritte Generation Ost Nationalstaat Wende Wiedervereinigung Diskurs DDR Generation Identität Nationalisierung Identifizierung Auseinandersetzung Anerkennung Erzählung Narrativ Nation Kultur Einheit Ostdeutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Zeutschel (Autor), 2016, Dritte Generation Ostdeutschland. Die Position der Wende(erfahrung) im Narrativ des Nationalen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385008
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