Motivation. Wie kann ich Studierende motivieren aufzuräumen?


Seminararbeit, 2013
19 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation
1.2 Aufgabenstellung
1.3 Zielstellung und Vorgehen

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Was ist ein Labor, eine Übung oder eine Versuchsanleitung?
2.2 Kompetenz, Schlüsselqualifikationen und 5S
2.3 Wie lernen Studenten?
2.4 Grundlagen der Motivation
2.5 Motivation erzeugen

3 Entwicklung von Motivationsmethoden für Studenten
3.1 Wie erzeugt der Lehrende Motivation zum Aufräumen?
3.2 Warum sollen Studenten aufräumen?

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Wichtige unbedeutende Dinge

Abbildung 2 Motivation im Labor erzeugen

Abbildung 3 Motivation zum Aufräumen erzeugen

Abbildung 4 Motivation für Studenten

Abbildung 5 Ordnung halten

Abbildung 6 5S Methode

Abbildung 7 Vergleich unordentlicher und ordentlicher Arbeitsplatz

Abbildung 8 Extrinsische Motivation für Studenten

1. Einleitung

1.1 Motivation

„Tabula rasa“ machen „reinen Tisch machen“(Bibliographisches Institut GmbH 2013, www.duden.de [...]) oder so überwinden sie die „Aufräumblockaden von Studenten.“ Für Studenten ist eine Methode zu entwickeln, die den nötigen Motivationsschub gibt ( vgl. Küstenmacher 2013, http://www.simplifyyourlife.de [...]). Studieren bedeutet neue Fähigkeiten zu erwerben und bestehende Fähigkeiten zu verbessern. Durch Veranstaltungen und Laborübungen bekommen Studenten Motivation für den späteren Job und sie bringen den Studenten im Studium voran. Am Ende des Studiums erhält der Student den begehrten Bachelorgrad (vgl. Burn 2010,S.144). Während ihres Studiums werden Studenten immer wieder auf Dinge stoßen, die sie nicht gern tun, aber trotzdem zu erledigen sind. Im Besonderen das „Aufräumen“ ist eine Tätigkeit die Studenten weniger gern tun. Dabei ist den Studenten klar zu machen, dass das „Aufräumen“ nur ein kleiner Schritt für ihr Studium ist, aber zum Versuch gehört und nicht das Laborpersonal dafür zuständig ist (vgl. Lerntipp 2007,http://studium.lerntipp.at[...]). Es mag im Gegensatz zu einer Prüfung unbedeutend erscheinen, aber wie das Bild in Abbildung 1 verdeutlicht, mag das Aufräumen für manchen Studenten nicht wichtig sein, aber trotzdem gehört es dazu.

Abbildung 1 Wichtige unbedeutende Dinge

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Ricci 2012,http://pfaffilive.files.wordpress.com[...]

Der englische Satz unter dem nebenstehenden Bild bedeutet übersetzt: „Was immer du tust ist unbedeutend, aber es ist wichtig, dass du es tust “(Ricci 2012, http://pfaffilive.files.wordpress.com [...]). Für manche Studenten ist Ordnung halten nicht selbstverständlich. Es muss ihnen erst beigebracht werden, dass diese unangenehme Arbeit zum Versuch gehört. Dazu muss der Lehrende selbst lernen, dass es für Studenten nicht selbstverständlich ist und Studenten müssen lernen, dass das Aufräumen und Ordnung halten nach der Übung selbstverständlich ist und in Zukunft selbstverständlich wird (vgl. Thümmel 2012, http://books.google.de [...]).

1.2 Aufgabenstellung

Der „Rüstversuch“ besteht aus der Vorbereitung, der Durchführung und dem Aufräumen. Zuerst werden die Studenten bei der Vorbereitung auf einer Anwesenheitsliste abgehakt. Danach bekommen sie eine Versuchsanleitung, die verdeutlicht wie der Versuch ablaufen soll. Bei der Durchführung fertigen die Studenten einen Kreisel und müssen dazu die Montagevorrichtung justieren. Der Versuch wird drei Mal gefilmt, die letzten beiden Filme dienen zur Optimierung bzw. Verkürzung der Rüstzeit durch Verbesserung der Arbeitsschritte des Versuchs. Die Filme werden dann mit einer speziellen Software in einzelne Sequenzen unterteilt. Zum Abschluss des Versuchs sollen die Studenten das Werkzeug selbständig aufräumen. Manche Studenten räumen selbstständig auf, andere müssen erst darauf aufmerksam gemacht werden und weitere glauben, dass sie nicht fürs Aufräumen zuständig sind, sondern das Laborpersonal und weigern sich schlichtweg aufzuräumen(vgl. Hüser 2012, S.1ff).

1.3 Zielstellung und Vorgehen

Im Rahmen dieser Arbeit sollen gezielt Methoden zur Motivation von Studenten Werkzeug selbstständig nach einem Laborversuch aufzuräumen gezeigt werden. Der Versuch birgt das Potential etwas zu ändern. Nämlich die Schlüsselkompetenzen für das spätere Berufsleben wie Fachkompetenz, Pflichtbewusstsein, Selbstkontrolle, Verlässlichkeit, Engagement, Achtsamkeit und Optimismus zu fördern. Zusammengefasst wird die heute so wichtige soziale und personale Kompetenz der Studenten angesprochen (vgl. Andrea Müller 2009, http://www.pi-muenchen.de[...]). Desweiteren lernen die jungen Ingenieure, die 5 S Methode, die für Ordnung und Sauberkeit am Arbeitsplatz sorgt kennen. Ziel ist den Studenten den Mehrwert des Aufräumens klar zu machen. Dadurch erzielen sie Vorteile, die Ordnung und Sauberkeit mit sich bringen z. Bsp. Übersicht am Arbeitsplatz, Unfallvermeidung und weniger Fehler. Durch abschließendes erwähnen von „Aufräumen“ in der Versuchsanleitung begreifen sie, dass Aufräumen zum Versuch gehört. Falls das nicht den nötigen Anreiz zum Handeln gibt, weißt der Lehrende deutlich darauf hin und hakt die Anwesenheitsliste erst zum Schluss ab. Eine weitere Möglichkeit wäre es in die Bewertung der anstehenden Prüfung einfließen zu lassen oder falls die Gruppe sich völlig weigert aufzuräumen den Versuch für den Einzelnen oder die ganze Gruppe nicht zu werten. Damit wäre der Versuch nicht bestanden und die Studenten könnten bei der Prüfung nicht teilnehmen. Oberstes Ziel sollte aber sein, die Studenten zum „Aufräumen zu motivieren“ und es gar nicht so weit kommen zu lassen, dass das Werkzeug liegen bleibt oder das Laborpersonal aufräumen muss. Im Folgenden Vorgehen werden zuerst die theoretischen Grundlagen definiert. Die sich zusammenfassend aus Kapitel 2 ergeben. Zuerst wird in Kapitel 2.1 Labor, Übung und Versuchsanleitung beschrieben. In Kapitel 2.2 die Kompetenz, Schlüsselqualifikation und 5S. Kapitel 2.3. klärt die Frage wie Studenten lernen. Desweiteren werden in Kapitel 2.4 die Grundlagen der Motivation erklärt und zum Abschluss der theoretischen Grundlagen wird in Kapitel 2.5 beschrieben wie Motivation erzeugt wird. Der praktische Teil wird durch Kapitel 3 erläutert. Hier wird eine Methode zur Entwicklung für Motivation von Studenten zum Aufräumen entwickelt. Im Weiteren wird in Kapitel 3.1 die Methode Motivation vom Lehrenden zum Aufräumen zu entwickeln beschrieben. 3.2 klärt die Frage warum Studenten aufräumen sollen. Abschließend wird die Arbeit durch ein Fazit das Kapitel 4 bildet abgeschlossen.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Was ist ein Labor, eine Übung oder eine Versuchsanleitung?

Eine eigenständige Unterrichtsform für Studenten in technischen Studiengängen ist das Labor. Das Labor wird auch Übungslabor oder Praktikum genannt, da die Studenten hier mit Geräten, Maschinen, Verfahren und Methoden ihres späteren Berufs in Berührung kommen (vgl. Bruchmüller 2001, S.11). Studenten mit einer technischen Ausbildung haben praktische Erfahrung, aber ihnen fehlt die Schlüsselqualifikation im Team zu arbeiten (vgl. Bruchmüller 2001, S.24). Deshalb gibt es innerhalb des Labors die Veranstaltungsform Übung. Hier setzen die Studenten ihr in der Vorlesung erworbenes und theoretisches und methodisches Wissen um. Übungen dienen dazu, dass die Studenten ihr Wissen bei der Bearbeitung und bei der Lösung von Problemen anwenden können. Der Lehrende oder die Lehrende fungiert dabei als Modell und gibt wenn nötig Hilfestellung. Der Schwerpunkt bei den Versuchen liegt dabei auf dem Umgang mit Fachwissen und Können. Die Studenten befassen sich dabei weniger mit ihren Studienkommilitonen. Die Lehrveranstaltung findet in Gruppen statt, ist also auch ein soziales Geschehen. Eine Studentengruppe bildet sich aus unterschiedlichen Menschen, die aus verschiedenen Kulturkreisen und sozialen Schichten kommen. Die Studenten divergieren durch Motivation, Interesse und Heterogenität. Dadurch entstehen unterschiedliche Vorstellungen, heterogene Umgangsweisen und Problemlösungen. Hinzu kommt, dass sich der Lehrende auf unterschiedliche Präferenzen und Neigungen einstellen muss. Auch ist eine Herausforderung für den Lehrenden mit Hemmungen oder Abneigungen umzugehen (vgl. Szczyrba 2008 S.4ff). Zur Übung gehört auch eine Versuchsanleitung. Ein Versuch ist nur so gut wie die Versuchsanleitung ist. Der Erstkontakt für jeden Studenten ist die Versuchsanleitung. Sie besteht aus einem oder mehreren Blättern. Die Versuchsanleitung dient als Vorbereitung für den Versuch. Mit der Anleitung können die Studenten den Versuch Schritt für Schritt bearbeiten. Eine gute Anleitung beschreibt was noch über den Versuch hinaus erwartet wird (vgl. Bruchmüller 2001, S.155). „Die Versuchsanleitung führt zum Versuch, in den Versuch, durch den Versuch und sogar noch über den Versuch hinaus. Deswegen ist sie so eminent wichtig.“ (Bruchmüller 2001, S.155)

[...]

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Motivation. Wie kann ich Studierende motivieren aufzuräumen?
Hochschule
Hochschule Ulm  (Institut für Hochschuldidaktik)
Veranstaltung
Seminar/Workshop
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V385100
ISBN (eBook)
9783668611856
ISBN (Buch)
9783668611863
Dateigröße
821 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Anmerkung des Dozenten: "Interessant wie Sie bei der Bearbeitung dieses Themas zu vielen unterschiedlichen Ideen gekommen sind. Sehr schön waren außerdem Einleitung und Hauptteil, die Menge und Streuung der Literatur, die Sie verwendet haben, aber auch die Formalien der Arbeit. Alles in allem aber eine sehr schöne praxisbezogene Arbeit."
Schlagworte
Motivation, 5S, Aufräumen, Ingenieure, Motivation erzeugen
Arbeit zitieren
B. Eng. Anja Seidel (Autor), 2013, Motivation. Wie kann ich Studierende motivieren aufzuräumen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385100

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