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Bilanzierung von Heritage Assets im öffentlichen Sektor

Kurzcharakteristik des EPSAS Issue Paper und Forschungsarbeiten des Bilanzierungsfeldes

Title: Bilanzierung von Heritage Assets im öffentlichen Sektor

Seminar Paper , 2017 , 30 Pages

Autor:in: B.Sc. Felix Bissa (Author)

Business economics - General
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Der öffentliche Sektor befindet sich im Wandel. Neben den bestehenden Harmonisierungsbestrebungen der Europäischen Kommission befindet sich ein Teil der öffentlichen Einheiten in einem andauernden Umstellungsprozess auf die doppelte Buchführung. Die Einführung dieses Rechnungslegungssystems bedingt einer erstmaligen Bewertung sämtlicher Vermögensgegenstände. Eine Vielzahl von Gütern ist in vergleichbarer Weise allerdings nur im öffentlichen Sektor vorhanden. Die uneingeschränkte Übernahme kaufmännischer Rechnungslegungsvorschriften scheint somit nicht stringent. Dies betrifft insbesondere Ressourcen, die das historische und kulturelle Bild vieler Nationen prägen. Unter dem Terminus Heritage Assets findet in der Literatur bereits seit ca. 30 Jahren eine vielfältige Diskussion statt, ob und wenn ja wie eine Abbildung in den Vermögensrechnungen öffentlicher Körperschaften zu erfolgen hat. Bisher mangelt es allerdings immer noch an einer einheitlichen und Gemeingültigkeit besitzenden Definition, welche Güter genau unter den Terminus Heritage Asset zu ordnen sind. Existierende Standards für die Rechnungslegung der öffentlichen Hand bieten hierfür unterschiedliche Lösungsansätze. Aktuell und vor dem Hintergrund möglicher European Public Sector Accounting Standards (EPSAS) greift das ‘‘Issue Paper on Accounting Treatments on Heritage Items‘‘ (IPHI) diese Problemstellung erneut auf.

Die vorliegende Arbeit knüpft hier an und untersucht bestehende Abbildungsmöglichkeiten von Kulturgütern nach International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und den Financial Reporting Standards 102 (FRS 102). Diese sollen abschließend in einem Datenblatt zusammengetragen werden. Als weiteren Aspekt widmet sich diese Arbeit den theoretischen Überlegungen des IPHI und stellt Zusammenhänge zu den vorgestellten Standards und Literaturmeinungen dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition und Merkmale

2.2 Möglichkeiten einer Kategorisierung

2.3 Zwecke einer bilanziellen Erfassung

3 Bilanzausweis und Charakteristika

3.1 Bilanzierungsfähigkeit

3.1.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit

3.1.2 Konkrete Bilanzierungsfähigkeit nach IPSAS und FRS 102

3.2 Erstbewertung

3.2.1 Bewertung zu Anschaffungs- und Herstellungskosten

3.2.2 Bewertung zu Verkehrswerten

3.2.3 Bewertung zu Nutzwerten

3.3 Folgebewertung

3.4 Ausweis

4 Kritische Würdigung und Implikationen für mögliche EPSAS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bilanzierungsmöglichkeiten von Kulturgütern (Heritage Assets) im öffentlichen Sektor unter Anwendung der International Public Sector Accounting Standards (IPSAS) und der Financial Reporting Standards 102 (FRS 102), um deren Eignung für zukünftige europäische Standards (EPSAS) kritisch zu bewerten.

  • Definition und Charakterisierung von Heritage Assets
  • Abstrakte und konkrete Bilanzierungsfähigkeit nach IPSAS und FRS 102
  • Bewertungsverfahren für Heritage Assets (Anschaffungskosten, Verkehrswert, Nutzwert)
  • Kritische Analyse der Rechenschaftspflicht und Bilanzpolitik
  • Vergleichende Darstellung der Ansätze in einem Datenblatt

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Abstrakte Bilanzierungsfähigkeit

Die wissenschaftliche Debatte, ob Kulturgüter in der Bilanz einer öffentlichen Einheit anzusetzen sind, wird in der Literatur sehr heterogen geführt. Insbesondere Kritiker bringen hierzu vor, dass die notwendigen Tatbestandsmerkmale nicht vorlägen, um Kulturgüter als originäre Vermögensgegenstände zu bezeichnen. Provokante Meinungen gingen anfangs noch weiter und konstatierten, dass ein Ansatz, wenn überhaupt, lediglich auf der Passivseite zu erfolgen habe. Begründet wurde diese Aussage mit dem Umstand, dass aus dem Besitz einer Vielzahl von Kultgütern, allein ein Abfluss liquider Mittel resultiere. Um diese Meinungen bestätigen oder verwerfen zu können, ist zunächst zu prüfen, ob Kulturgüter die Kriterien einer abstrakten Bilanzierungsfähigkeit erfüllen. Um für den Ansatz als Aktivposten in Frage zu kommen ist es notwendig die Tatbestandsmerkmale zu erfüllen, die für die Zuordnung als Asset erforderlich sind. Eine frühe Meinung aus dem australischen Raum beschreibt einen Vermögensgegenstand als eine durch eine Einheit kontrollierte Ressource, deren Bestimmung der Zufluss liquider Mittel ist. Weiterhin wird angeführt, dass bei einer fehlenden Gewinnorientierung der Nutzenzufluss aus dem innewohnenden Servicepotential als Äquivalent für die Erbringung von Cash-Flows anzusehen ist. Weiterentwicklungen dieses Ansatzes unterscheiden sich insbesondere im angelsächsischen Raum nur sehr geringfügig.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel im öffentlichen Sektor hin zur doppelten Buchführung und die damit verbundene Herausforderung, Heritage Assets korrekt abzubilden.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Heritage Assets und ihre Besonderheiten, diskutiert Kategorisierungsmöglichkeiten und begründet die Notwendigkeit einer bilanziellen Erfassung.

3 Bilanzausweis und Charakteristika: Hier werden die Kriterien der Bilanzierungsfähigkeit sowie die methodischen Möglichkeiten der Erst- und Folgebewertung und der Ausweis von Kulturgütern detailliert analysiert.

4 Kritische Würdigung und Implikationen für mögliche EPSAS: Das Fazit bewertet die Eignung der bestehenden IPSAS- und FRS 102-Regelungen für zukünftige europäische Standards und übt Kritik an der bestehenden bilanzpolitischen Freiheit.

Schlüsselwörter

Heritage Assets, Kulturgüter, öffentliche Verwaltung, IPSAS, FRS 102, Bilanzierung, Bewertung, Servicepotential, Anlagevermögen, Rechenschaftspflicht, EPSAS, Vermögensausweis, Erstbewertung, Folgebewertung, Bilanzpolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Problematik, wie Kulturgüter (Heritage Assets) in der Bilanzierung öffentlicher Körperschaften erfasst und bewertet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Heritage Assets, die Kriterien für deren Bilanzierungsfähigkeit nach internationalen Standards und die Eignung verschiedener Bewertungsmethoden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die bestehenden Bilanzierungsmöglichkeiten nach IPSAS und FRS 102 zu analysieren und kritisch zu prüfen, inwieweit diese für die künftige Gestaltung der European Public Sector Accounting Standards (EPSAS) geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine Literaturanalyse, um die verschiedenen theoretischen Konzepte, Standpunkte der Standardsetter und Forschungsmeinungen zusammenzutragen, strukturiert zu vergleichen und kritisch zu würdigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen ab, untersucht die Bilanzierungsfähigkeit, erörtert Instrumente zur Erst- und Folgebewertung und analysiert die Vorschriften für den Ausweis in der Vermögensrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Heritage Assets, IPSAS, FRS 102, Servicepotential, Bilanzierung, Bewertung und öffentliche Rechenschaft.

Welche Herausforderung stellt die "Nicht-Ausschließbarkeit" von Kulturgütern dar?

Da viele Kulturgüter (wie Parks oder Denkmäler) nicht exklusiv genutzt werden können, entstehen dem Betreiber kaum direkte Einnahmen, was die Anwendung klassischer erlösorientierter Bewertungsmodelle erschwert.

Warum wird der "Value in use" als problematisch angesehen?

Da viele Heritage Assets keine liquiden Mittel generieren, ist die Transformation des subjektiven Nutzens in eine verlässliche monetäre Größe für einen Bilanzansatz kaum praktikabel.

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Details

Title
Bilanzierung von Heritage Assets im öffentlichen Sektor
Subtitle
Kurzcharakteristik des EPSAS Issue Paper und Forschungsarbeiten des Bilanzierungsfeldes
Author
B.Sc. Felix Bissa (Author)
Publication Year
2017
Pages
30
Catalog Number
V385117
ISBN (eBook)
9783668600010
ISBN (Book)
9783668600027
Language
German
Tags
Public Sector Kulturgüter Heritage Assets EPSAS IPSAS Issue Paper
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Felix Bissa (Author), 2017, Bilanzierung von Heritage Assets im öffentlichen Sektor, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385117
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