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Märchenanalyse zum Märchen: Gevatter Tod

Title: Märchenanalyse zum Märchen: Gevatter Tod

Seminar Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Michaela Grimm (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

Das Märchen „Gevatter Tod“ wurde von den Gebrüdern Grimm mit anderen Märchen in die „ Kinder- und Hausmärchen“ aufgenommen, die 1812 das erste Mal erschienen. Diese Märchen gehören alle zur Gattung der Volksmärchen. Ein Volksmärchen zeichnet sich dadurch aus, dass es keine genaue Zeitangabe gibt, da sie alle mit der für Märchen typischen Einleitungsformel: Es war einmal..., beginnen. Realität und Phantasie geben sich hier auf gleicher Ebene die Hand und es wird als selbstverständlich angenommen. Auch die auftretenden Figuren zeichnen sich durch fehlende Emotionalität und fehlende Charakterbeschreibung aus. Da das Volksmärchen in der Regel sehr kurz ist, wird es zu den epischen Kurzformen gezählt. Hinzu kommt, das diese Volksmärchen anonyme Verfasser haben, da sie mündlich tradiert wurden und die Gebrüder Grimm sie im Laufe der Zeit gesammelt und oft auch bearbeitet hatten. Sie veröffentlichten ihre gesammelten Märchen in den „Kinder- und Hausmärchen“. Diese dienten auch zur Entwicklung der Germanistik und einer deutschen Volkskunde, da die Romantiker den Begriff der „Volksdichtung“ prägten und sich dies auf Lieder; Sagen und andere literarische Formen übertragen lies.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Einführung in die Volksmärchen, ihre Verfasser und ihre Zeit: Romantik

Hauptteil:

Inhaltliche Zusammenfassung des Märchens

Das dreizehnte Kind: Die Bedeutung der Zahl 13

Die „Person“ Tod

Die Bedeutung des Tod in diesem Märchen

Die Bedeutung der Gegenspieler „Gott“ und „Teufel“

Die Bedeutung der Person „Tod“

Das Heilkraut

Gestaltung des Märchens

Schluss:

Bedeutung von solchen Märchen in der heutigen Zeit

Literaturliste

Anhang

Beide Fassungen des Märchens: Gevatter Tod

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Märchen „Gevatter Tod“ durch eine detaillierte Analyse der zentralen Symbole, Figurenkonstellationen und Motive zu erschließen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie die Personifizierung des Todes als Taufpate das Verständnis von Schicksal, Lebensende und menschlicher Moral im Kontext der Romantik sowie in der heutigen Zeit prägt.

  • Die literarische Einordnung des Märchens in die Epoche der Romantik.
  • Die symbolische Bedeutung der Zahl 13 sowie der Gegenspieler Gott und Teufel.
  • Die ambivalente Rolle des Todes als Schicksalsmacht und Taufpate.
  • Die Analyse der Heilungskräfte und des Motivs der Lebenslichter.
  • Die Bedeutung von Märchen für die moderne Gesellschaft und deren Rezeption.

Auszug aus dem Buch

Die „Person“ Tod:

Der Tod ist das Ende des Lebens. Er ist durch das unumkehrbare Erlöschen der körperlichen und der aktiven geistigen Existenz eines Lebewesens gekennzeichnet. Der Tod wird auch als Sensemann dargestellt. Oftmals wird der Tod in der Literatur personifiziert, wie in Wolfgang Borcherts: „Draußen vor der Tür“, oder dem kürzlich erschienenen Roman von Terry Pratchett: „Gevatter Tod“. In der Literatur wird er oftmals als Skelett mit Sense (Sensenmann) gezeigt; die Sense dient dazu die Seele vom Körper zu trennen. Diese Darstellung hat sich über mehrerer Jahrhunderte erhalten. Diese Gestalt ist auch heute noch in Literatur, Film und Fernsehen anzutreffen. Der Tod gehört jedoch zum Menschen wie das Leben. Nur löst er mehr Angst aus als das Leben selbst, welches oft mit vielen Problemen verbunden ist. Vor allem in der damaligen Zeit, als es nicht genug zu essen gab oder für kinderreiche Familien keine Unterkunft, war das Leben oft wesentlich schwerer, als wir es uns vorstellen können.

Der Tod gehört zum Leben - ist ein Teil des Lebens. Die Angst vor dem Tod passt nicht in das Zeitalter des Machbaren und wird deshalb oft verdrängt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Volksmärchen, ihre Verfasser und ihre Zeit: Romantik: Dieses Kapitel erläutert die Gattungsmerkmale des Volksmärchens und verortet die Sammlung der Gebrüder Grimm im historischen Kontext der Romantik.

Inhaltliche Zusammenfassung des Märchens: Hier wird die Handlung des Märchens „Gevatter Tod“ kurz skizziert, insbesondere die Rolle des Vaters bei der Suche nach einem Paten und das Schicksal des Sohnes als Arzt.

Das dreizehnte Kind: Die Bedeutung der Zahl 13: Es wird analysiert, warum die Zahl 13 kulturell ambivalent besetzt ist und welche Rolle sie als „Dutzend des Teufels“ im Märchen spielt.

Die „Person“ Tod: Dieses Kapitel widmet sich der allgemeinen Symbolik und Personifizierung des Todes in der Literatur und im menschlichen Bewusstsein.

Die Bedeutung des Tod in diesem Märchen: Hier wird die spezifische Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit im Märchen durch die Figur des Taufpaten Tod untersucht.

Die Bedeutung der Gegenspieler „Gott“ und „Teufel“: Die Ablehnung von Gott und Teufel als Paten durch den Vater wird hinsichtlich ihrer theologischen und narrativen Funktion interpretiert.

Die Bedeutung der Person „Tod“: Es wird dargelegt, warum der Tod in dieser speziellen Erzählung einen ungewöhnlich positiven oder zumindest gerechten Charakter erhält.

Das Heilkraut: Die Analyse des Heilkrauts als Patengeschenk beleuchtet den Widerspruch zwischen dem Tod als Lebensende und seiner Rolle als Wissensvermittler.

Gestaltung des Märchens: Dieses Kapitel fasst formale Merkmale zusammen, wie die Einleitungsformel und die Naturgesetzmäßigkeit im Märchen.

Bedeutung von solchen Märchen in der heutigen Zeit: Der Schlussteil reflektiert über die Relevanz der Märchen für Kinder und Erwachsene in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Märchen, Gevatter Tod, Gebrüder Grimm, Romantik, Volksmärchen, Personifizierung, Tod, Schicksal, Heilkraut, Lebenslicht, Taufpate, Zahlensymbolik, Volksdichtung, Literaturanalyse, Sterben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Analyse des Märchens „Gevatter Tod“ aus der Sammlung der Gebrüder Grimm.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Todes als Schicksalsmacht, die Bedeutung der Zahl 13, die Funktion der Gegenspieler Gott und Teufel sowie die epochentypischen Merkmale der Romantik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die symbolische Ebene des Märchens zu entschlüsseln und zu verstehen, wie die Figur des Todes den Umgang des Menschen mit dem Lebensende narrativ verarbeitet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die durch historische Kontexte und etymologische sowie psychoanalytische Ansätze ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse einzelner Motive wie das Heilkraut, die Bedeutung der Lebenslichter sowie die Interpretation der Hauptfiguren und deren Verhalten gegenüber der Schicksalsmacht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Märchenanalyse, Gevatter Tod, Romantik, Lebensschicksal und Symbolik geprägt.

Warum lehnt der Vater im Märchen Gott und den Teufel als Paten ab?

Der Vater lehnt Gott ab, da er das soziale Ungleichgewicht in der Welt nicht nachvollziehen kann, und den Teufel, da er diesen als moralisch verderblich für sein Kind erachtet.

Was symbolisieren die Lebenslichter in der unterirdischen Höhle?

Die Lichter repräsentieren die Lebensdauer der Menschen; ihr Erlöschen markiert das Ende eines individuellen Daseins und verdeutlicht die Unausweichlichkeit des Todes.

Wie unterscheidet sich die zweite Fassung des Märchens von der ersten?

Die zweite Fassung enthält abweichende Motive, wie etwa die „wunderliche Wirtschaft“ mit sprechenden Objekten, und endet in einer Bedrohung des Vaters durch den „Herrn Gevatter“.

Excerpt out of 14 pages  - scroll top

Details

Title
Märchenanalyse zum Märchen: Gevatter Tod
College
University of Regensburg  (Lehrstuhl Didaktik)
Course
Proseminar
Grade
1
Author
Michaela Grimm (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V38522
ISBN (eBook)
9783638375504
Language
German
Tags
Märchenanalyse Märchen Gevatter Proseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Grimm (Author), 2003, Märchenanalyse zum Märchen: Gevatter Tod, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38522
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