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Das narrative Imperfekt im Französischen und Italienischen

Titre: Das narrative Imperfekt im Französischen und Italienischen

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2017 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Cynthia Stroh (Auteur)

Romanistique - Interdisciplinaire
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Wer Französisch und Italienisch als Fremdsprache erlernt und keine romanische Sprache zur Muttersprache hat, dem wird schon recht bald klar, dass es eine Weile dauern kann, das Prinzip der Vergangenheitsformen der romanischen Sprachen zu verinnerlichen. Die Schwierigkeit, das Imparfait bzw. das Imperfetto als Nichtmuttersprachler richtig einzusetzen, ist vergleichbar mit dem Gebrauch des Subjonctif; man benötigt oftmals viele Jahre, um sich in das System einzudenken.

Zusammen mit dem Subjonctif gilt das französische Imparfait unter Linguisten als "le morphème le plus redoutable" (Confais 1995: 322). Das macht die Zeitform für wissenschaftliche Untersuchungen besonders interessant.

Im Rahmen eines Seminars setzte ich mich unter anderem mit aktuellen Entwicklungen der französischen Grammatik auseinander. Wir beschäftigten uns im Seminar mit dem System der französischen Sprache im Allgemeinen, den Unterschieden im gesprochenen und geschriebenen Französisch, der histo-linguistischen Entwicklung aus dem Vulgärlatein, aber speziell auch mit aktuellen Entwicklungen des Neu- und Postfranzösischen. Zudem wurden im Rahmen des Seminars auch Vergleiche zu anderen romanischen Sprachen wie zum Italienischen und Spanischen angestellt.

Die Zeitform des Imparfait ist laut einiger Linguisten eine der schwierigeren Zeitformen, was ihren Gebrauch betrifft. So ist es nicht die Bildung des Imparfait, die Nichtmuttersprachlern Probleme bereitet, sondern die Entscheidung zwischen Perfekt und Imperfekt, die in den romanischen Sprachen in der Zeitstufe der Vergangenheit stets getroffen werden muss.

Gegenstand dieser Arbeit soll allerdings keine kontrastive Analyse zwischen den französischen und italienischen Vergangenheitszeiten sein. Es wurde stattdessen eine besondere Form des Imparfait als Untersuchungsgegenstand gewählt: das Imparfait narratif, das sich als Sonderform des Imparfait herauskristallisiert. Die Zeitform kommt ebenfalls im Italienischen vor, unter anderem unter dem Namen Imperfetto narrativo. Ziel der Arbeit soll es sein, herauszufinden, ob das Imparfait narratif und das Imperfetto narrativo gleich in ihrem Gebrauch sind oder ob es Unterschiede gibt und wenn ja, wie sich diese manifestieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Imparfait narratif im Französischen

2.1 Bildung des Imparfait narratif

2.2 Gebrauch des Imparfait narratif

3 Das Imperfetto narrativo im Italienischen

3.1 Bildung des Imperfetto narrativo

3.2 Gebrauch des Imperfetto narrativo

4 Dauses‘ Vergleich zwischen Imparfait narratif und Imperfetto narrativo

5 Das narrative Imperfekt – nichts als eine Illusion?

6 Schlussbetrachtung, Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das narrative Imperfekt im Französischen (Imparfait narratif) sowie das entsprechende italienische Pendant (Imperfetto narrativo) hinsichtlich ihres Gebrauchs und ihrer funktionalen Einordnung kontrastiv zu untersuchen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Verwendung dieser speziellen Zeitform aufzuzeigen.

  • Definition und systematischer Gebrauch der Zeitformen in beiden Sprachen
  • Strukturelle Analyse der Bildung des Imparfait bzw. Imperfetto narrativo
  • Vergleich der funktionalen Anwendung als stilistisches Mittel
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der Illusorität des narrativen Imperfekts
  • Analyse der Verwendung in verschiedenen Textsorten

Auszug aus dem Buch

2.2 Gebrauch des Imparfait narratif

Klein und Kleineidam (2007: 272) definieren in ihrer Grammatik den Gebrauch des Imparfait folgendermaßen: „In der Mehrzahl der Fälle steht das Imparfait dem Passé composé oder dem Passé simple als imperfektives Aspektglied gegenüber“. So oder ähnlich lernt man den Gebrauch ganz allgemein in den Schulgrammatiken. In dieser Definition steht das Imparfait also den beiden anderen Zeitformen der Vergangenheit in Bezug den Gebrauch gegenüber. Klein und Kleineidam schreiben allerdings auch, dass dies nur „in der Mehrzahl der Fälle“ sei, und grenzen die Abweichung von dieser Regel auf nur einen Sonderfall ein: das Imparfait narratif.

Laut Dauses (vgl. 1981: 35) mache es weniger Sinn, über die Bedeutung des narrativen Imperfekts in den romanischen Sprachen zu schreiben, da es sich bei dieser Zeitstufe nicht um eine Form, sondern um eine Funktion handle, signifié und signifiant würden miteinander verwechselt. Da das narrative Imperfekt aber durchaus in den romanischen Sprachen vorkomme, sei es auf jeden Fall sinnvoll, sein Auftreten „mit welcher Frequenz und in Kombination mit welchen Perfekta“ (ebd.) zu untersuchen. Dauses macht also eine Unterscheidung zwischen der Form und der Funktion der Vergangenheit. Er schreibt, dass es sich beim Imparfait narratif um ein „Pseudo-Imperfekt“ handle, mit „Bedeutung und Funktion eines Perfekts“ (ebd.).

Wenn [...] die Imperfekt-FORM gewählt wird, so betrifft dies eben nur die Form und nicht die Bedeutung oder Funktion; diese ist exakt die eines Perfekts. Das narrative Imperfekt ist somit ein echtes Perfekt, das jedoch gewissermaßen verkleidet im Gewande eines Imperfekts auftritt!

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, das Imparfait narratif als spezielle, linguistisch interessante Form der Vergangenheitsdarstellung zu untersuchen.

2 Das Imparfait narratif im Französischen: Dieses Kapitel definiert den Begriff sowie die Bildung und den spezifischen Gebrauch des narrativen Imperfekts innerhalb des französischen Sprachsystems.

3 Das Imperfetto narrativo im Italienischen: Der Fokus liegt hier auf dem italienischen Pendant, dessen Bildung, Gebrauch und Einordnung in verschiedene Textsorten erläutert werden.

4 Dauses‘ Vergleich zwischen Imparfait narratif und Imperfetto narrativo: Ein direkter Vergleich zeigt auf, inwiefern beide Zeitformen in den jeweiligen Sprachen trotz unterschiedlicher Verwendung in Textsorten ähnliche Funktionen erfüllen.

5 Das narrative Imperfekt – nichts als eine Illusion?: Basierend auf der Theorie von Jacques Bres wird kritisch hinterfragt, ob das narrative Imperfekt eine eigenständige Kategorie oder lediglich eine stilistische Illusion darstellt.

6 Schlussbetrachtung, Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass beide Zeitformen als stilistische Mittel zur Erzeugung von Dynamik in der Vergangenheit dienen.

Schlüsselwörter

Imparfait narratif, Imperfetto narrativo, Romanische Sprachen, Französisch, Italienisch, Sprachwissenschaft, Zeitformen, Vergangenheitsdarstellung, Stilistik, Imperfekt, Passé composé, Passé simple, Aspekt, Funktion, Grammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das sogenannte narrative Imperfekt in der französischen und italienischen Sprache und analysiert dessen Funktion als stilistisches Mittel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die morphologische Bildung der Zeitformen, ihr funktionaler Einsatz im Text sowie der Vergleich zwischen der französischen und italienischen Sprachverwendung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob das Imparfait narratif und das Imperfetto narrativo in ihrer Funktion identisch sind und wie sich ihre Verwendung in verschiedenen Texten manifestiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine linguistische Analyse und einen theoretischen Vergleich, der auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und Grammatiken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Definition, Bildung und Gebrauchsanalyse der Zeitformen in beiden Sprachen, gefolgt von einem kontrastiven Vergleich und einer theoretischen Diskussion über den Status dieser Zeitform.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Imparfait narratif, Imperfetto narrativo, Sprachvergleich, stilistisches Mittel und Vergangenheitstempus.

Wie unterscheidet sich der Einsatz in journalistischen Texten?

Die Arbeit stellt fest, dass das narrative Imperfekt im Französischen eher punktuell eingestreut wird, während es im Italienischen oft flächendeckend ganze Berichte prägen kann.

Warum wird das narrative Imperfekt als "Illusion" bezeichnet?

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Theorie, dass es sich formal um ein Imperfekt handelt, das jedoch die Funktion eines Perfekts übernimmt und somit eine Art "Verkleidung" darstellt.

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Résumé des informations

Titre
Das narrative Imperfekt im Französischen und Italienischen
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Campus Germersheim)
Note
1,0
Auteur
Cynthia Stroh (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
18
N° de catalogue
V385459
ISBN (ebook)
9783668601222
ISBN (Livre)
9783668601239
Langue
allemand
mots-clé
Grammatik Italienisch Französisch Imperfekt Vergangenheit Vergangenheitszeit Tempus Imperfetto Imparfait narrativer Imperfekt Imparfait narratif Imperfetto narrativo französische Grammatik italienische Grammatik Indikativ Imparfait de rupture Imparfait pittoresque Imparfait historique Imparfait dynamique Imparfait de narration Imparfait impressionniste Imparfait journalistique Perfekt perspektivistischer Gebrauch des Imparfait perfektivistischer Gebrauch des Imperfetto Imperfetto indicativo Imperfetto storico imperfektive Form Imperfetto cronachistico Imperfetto iterativo Imperfetto descrittivo Imperfetto progressivo Imperfetto continuo Imperfetto abituale Funktionalität des Imperfekt verbi perfettivizzanti
Sécurité des produits
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Citation du texte
Cynthia Stroh (Auteur), 2017, Das narrative Imperfekt im Französischen und Italienischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385459
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Extrait de  18  pages
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