Die Fitness- und Gesundheitsbranche zählt zu den kompetitivsten Märkten, die wir kennen. Dies hat zur Folge, dass nahezu jeder Anbieter versucht, stets auf dem neuesten Stand der Möglichkeiten zu sein. Diese Möglichkeiten umfassen neben Bewegungs- und Gerätekonzepten auch viele Aspekte der Technik und Online Aktivitäten. Besonderes Augenmerk liegt hierbei bei den sogenannten „Wearables“, die ihren weltweiten Absatz seit 2014 mehr als verdreifacht haben. Diese tragbaren Minicomputer am Handgelenk speichern nicht nur die körperlichen Aktivitäten der Nutzer, viele von ihnen empfangen dank Bluetooth auch die privaten Nachrichten und E-Mails des Handys.
Durch die Koppelung dieser Wearables mit Smartphone und Trainingsgerät ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die zum Teil auch heute schon umgesetzt werden. In naher Zukunft werden mehr und mehr Technikgadgets ihren Weg ins Fitnessstudio suchen. Datenschützer schlagen dieser Tage Alarm. Erst Anfang Dezember 2016 monierte der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, dass von 16 getesteten Wearables keines den Bestimmungen für Datenschutz gerecht werden konnte. Aus diesem aktuellen Anlass gibt es Grund genug sich einige wichtige Fragen zu stellen. Bieten diese neuen Technologien, die überall Einzug gehalten haben wirklich so enormes Potenzial für das Individuum und den Markt, oder ist es ein weiterer Schritt in Richtung vollständiger Datenerfassung und Kontrolle?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Verlauf der digitalen Revolution
3.1.1 Digitale Revolution
3.1.2 Das Moore´sche Gesetz
3.1.3 Datenschutz
3.1.4 Juristische Daten
3.1.5 Technische Daten
3.1.6 Datenschutz und Datensicherheit
3.2 Ländervergleich
3.3 Branchenvergleich Automobilindustrie
3.4 Digitale Revolution und die Gesundheit
4 METHODIK
5 ERGEBNISSE
5.1 Literaturrecherche
5.1.1 Virtual Reality
5.1.2 Wearables
5.2 Interview
5.3 Befragung
6 DISKUSSION
6.1 Erläuterung und Interpretation der Ergebnisse
6.1.1 Literaturrecherche
6.1.2 Interview
6.1.3 Befragung
6.2 Kritische Reflexion
6.3 Handlungsableitungen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht den Einfluss der digitalen Revolution auf die Fitness- und Gesundheitsbranche. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie moderne Technologien wie Wearables und Virtual Reality einerseits enorme Chancen für das Individuum und den Markt bieten, und andererseits das Risiko einer zunehmenden, kritischen Datenerfassung bergen, insbesondere unter dem Aspekt des Datenschutzes.
- Technologische Transformation der Fitness- und Gesundheitsbranche
- Analyse der Potenziale von Wearables und Virtual Reality Anwendungen
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Datenschutz und Datensicherheit
- Identifikation von Auswirkungen auf das Berufsfeld und den Arbeitsmarkt
- Vergleich der Marktsituation (Länder- und Branchenvergleich)
- Handlungsempfehlungen für Fitnessstudios zur Integration neuer Technologien
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Das Moore´sche Gesetz
Gordon Moore verfasste dieses Gesetz im Jahr 1965. Es besagt in seiner Urform, dass sich die Komplexität interner Schaltkreise bei minimalen Komponentenkosten jedes Jahr verdoppeln wird. Diese These untermauert er mit der damaligen Leistungssteigerung ab dem Jahr 1962. So konnte man im Jahr 1963 für einen Dollar doppelt so viel Rechenleistung erwerben, wie noch im Jahr davor. Unter Rechenleistung ist ein Maß für datenverarbeitende, oder Informationstechnologische Systeme zu verstehen. Moore postulierte, dass diese Gesetzmäßigkeit die nächsten 10 Jahre bestehen bleiben wird. Zurückblickend schätzte er damit allerdings zu konservativ, da es tatsächlich über 4 Jahrzehnte zutreffend war. Heutzutage setzt man ca. 18 Monate an, um die gegenwärtige Rechenleistung zu verdoppeln. (Brynjolfson, Mcafee, 2014, S. 54ff)
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Thematik der Digitalisierung in der Fitnessbranche und Aufwerfung der zentralen Problemstellung hinsichtlich Datenschutz und Überwachung.
2 ZIELSETZUNG: Definition der Zielsetzung, den momentanen Stand der Technik und deren Auswirkungen auf die Branche kritisch zu beleuchten und für das Thema Datenschutz zu sensibilisieren.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Theoretische Einordnung der digitalen Revolution, ihrer technischen Grundlagen, sowie ein Vergleich von Branchen und Ländern hinsichtlich Automatisierung und Digitalisierung.
4 METHODIK: Beschreibung des wissenschaftlichen Vorgehens durch Literaturrecherche, ein Experteninterview mit einem Datenschutzbeauftragten und eine Onlinebefragung.
5 ERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten aus der Literaturrecherche zu Virtual Reality und Wearables, dem Experteninterview sowie den Ergebnissen der Onlinebefragung.
6 DISKUSSION: Analyse und Interpretation der Ergebnisse, kritische Reflexion des Vorgehens sowie Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für die Fitnessbranche.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Chancen und Risiken der digitalen Revolution für die Fitness- und Gesundheitsbranche.
Schlüsselwörter
Digitale Revolution, Fitnessbranche, Gesundheitsbranche, Wearables, Virtual Reality, Datenschutz, Datensicherheit, Moore´sches Gesetz, Automatisierung, Personalisierung, Technik, Internet der Dinge, Fitnessstudios, Privatsphäre, Nutzererfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die digitale Transformation der Fitness- und Gesundheitsbranche, insbesondere den Einsatz neuer Technologien unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der technologische Wandel durch Wearables und Virtual Reality sowie die damit einhergehende Problematik der Datenerfassung und der Schutz der Privatsphäre.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Chancen und Risiken der Digitalisierung in diesem Sektor aufzuzeigen, den Leser für Datenschutz zu sensibilisieren und Handlungsoptionen für Fitnessstudios zu formulieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einem Mix aus Literaturrecherche, einem Experteninterview mit einem Datenschutzbeauftragten der AOK und einer quantitativen Onlinebefragung unter 75 Personen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse des technologischen Wandels, eine methodische Untersuchung mittels Interview und Umfrage sowie eine anschließende Diskussion der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Digitale Revolution, Fitnessbranche, Wearables, Virtual Reality, Datenschutz und Datensicherheit.
Welche Rolle spielt der Datenschutz laut dem Experteninterview?
Der Experte betont die Wichtigkeit der Datentransparenz und warnt vor der sensiblen Nutzung von Gesundheitsdaten, die für Nutzer oft intransparent an Dritte weitergegeben werden könnten.
Wie stehen die Befragten zum Thema Fitness-Technologien?
Die Umfrage ergab ein geteiltes Bild: Hohes Interesse an den Möglichkeiten, aber auch signifikante Sorgen hinsichtlich der Datensicherheit und der Angst vor einer möglichen Auswertung durch Arbeitgeber.
- Citar trabajo
- Eileen Hoja (Autor), 2017, Die digitale Revolution der Fitness- und Gesundheitsbranche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385537