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Sozialisation und Ästhetische Praxis im Jugendalter. Musikpädagogische Herausforderungen in der Pop-Musik

Titel: Sozialisation und Ästhetische Praxis im Jugendalter. Musikpädagogische Herausforderungen in der Pop-Musik

Bachelorarbeit , 2017 , 46 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Andreas Wolker (Autor:in)

Musik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Gegenwärtig scheint die Popmusikforschung in eine Phase einzutreten, in der angesichts einer kaum noch zu überblickenden Publikationstätigkeit verstärkt versucht wird, die erarbeiteten Wissensbestände in Handbüchern und Anthologien zu bündeln und zu systematisieren", so Pfleiderer et al., 2014. Dies ist einer der Gründe, warum in dieser Arbeit eine Diskursanalyse gewählt wurde, die vergangene und gegenwärtige Tendenzen wissenschaftlich belichten, theoretische sowie methodologische Aspekte untersuchen und daraus musikpädagogische Chancen und Gefahren ableiten soll.

Aus der zuvor erwähnten Fülle an Publikationen sollen in einer prägnanten Aufgliederung die wichtigsten Erkenntnisse ab der zweiten Phase musikpädagogischer Forschung (Ende des 2. Weltkriegs) aus Disziplinen wie Musikpädagogik, Musikwissenschaft, Musikästhetik, Medienwissenschaft, Musiksoziologie und weiteren Disziplinen gebündelt werden.

Ziel ist es, Sozialisation und Ästhetische Praxis bei Jugendlichen in der Popmusik zu untersuchen, um musikpädagogische Herausforderungen formulieren zu können. Da ich mich einer Innenansicht und vor allem den Jugendlichen, die die Kerngruppe dieser wissenschaftlichen Arbeit sind, aus jetziger Sicht näher fühle als die Generationen der Wissenschaftler, die theoretische Grundsteine in der Popforschung gelegt haben und die Popmusik vor allem in der Pädagogik immer mehr zur Lebens- bzw. Überlebensaufgabe wird, soll diese Arbeit als Schnittstelle von Studium, persönlichen Erfahrungen in Praktika und gegenwärtigen Diskursen verstanden und gelesen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Aktuelle Tendenzen der Popmusikforschung

2 Musikwissenschaftliche Grundlagen

2.1 Popmusik – Umriss eines Wortfeldes

2.1.1 Kunstmusik vs. Popmusik

2.1.2 Fehlende Definitionen im Themenkomplex Popmusik

2.1.3 Wissenschaftliche Zuständigkeitsbereiche

2.1.3.1 Ethnologie – Historik – Systematische Musikwissenschaft

2.1.3.2 Inter- und transdisziplinäre Popmusikforschung

2.2 Cultural Studies

2.2.1 Einordnung und Definition

2.2.2 Subkulturtheorie

2.2.3 Marxistische Kulturtheorie und Kritische Theorie

2.2.4 Weiterentwicklung zu Popular Music Studies und Popular Musicology

2.3 Empirische Methoden

2.3.1 Quantitativ vs. Qualitativ

2.3.2 Teilnehmende Beobachtung

2.3.3 Weitere Methoden

2.4 Musikpädagogische Folgerung

3 Jugendkulturen

3.1 Einordnung des Begriffs

3.2 Jugendforschung als anthropologisch-soziologischer Ansatz

3.3 Politische Wirksamkeit

3.4 Musikpädagogische Folgerung

4 Musik und Medien

4.1 Rundumsicht verschiedener Medienwissenschaftstheorien

4.2 Vierteilung des Medienbegriffs

4.3 Der Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt

4.4 Medialisierung von Musik vs. Musikalisierung der Medien

4.5 Medienaneignung

4.5.1 Codieren und Decodieren

4.5.2 Passiv mediennaher Rezipient vs. Aktiv medienfern

4.6 Körper im Pop – Mediatisierung

4.7 Sound in der Popmusikforschung

4.8 Musikpädagogische Folgerung

5 Sozialisation und Ästhetische Praxis

5.1 Musikalische Sozialisation

5.1.1 Musikalische Distinktion

5.1.2 Problemfelder

5.1.3 Präferenzspektren

5.2 Präferenzforschung

5.2.1 Musikalische Vorlieben und Abneigungen – Cross Over

5.2.2 Inter- und Transdisziplinäre Herausforderungen

5.3 Ästhetik

5.3.1 Einführung in den philosophisch-ästhetischen Zugang

5.3.2 Musik als lustvolles Erlebnis

5.3.3 Musik als Quelle von Wissen

5.3.4 Musik als Spiegelung des Selbst

5.4 Kulturbegriff als Innovation

5.4.1 Verbale Deutung der Musik

5.4.2 Musikalische Grundkompetenz als Kulturerschließung

5.5 Musikalische Rezeptionsdidaktik – Durch Hören zum Höheren?

5.6 Musikpädagogische Folgerung

6 Musikpädagogische Herausforderungen

6.1 Heteronomie der Fachbereiche

6.2 Informelles Lernen als Chance

6.3 Verstehen – ein musikpädagogischer Mythos

6.4 Musikalisches Handeln unter Einbeziehung digitaler Medien

7 Extrakt und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Sozialisationsprozesse und ästhetische Praktiken von Jugendlichen im Kontext der Popmusik, um daraus musikpädagogische Herausforderungen abzuleiten und Lösungsansätze zu formulieren.

  • Musikwissenschaftliche Grundlagen und Popmusikforschung
  • Jugendkulturen und anthropologisch-soziologische Perspektiven
  • Die Rolle der Medien und Medialisierung
  • Ästhetik und musikalische Präferenzen
  • Musikpädagogische Herausforderungen im digitalen Zeitalter

Auszug aus dem Buch

4.3 Der Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt

Einen umfassenderen Medienbegriff, der das gesamte Untersuchungsfeld integriert, leistet die Definition des massenmedialen Kommunikationsprozesses von Siegfried J. Schmidt (2002). Seine Unterteilung in vier Ebenen beginnt bei den Kommunikationsinstrumenten. Als Beispiel der ersten Ebene nennt er die natürliche Sprache. Laut seiner Definition sind materiale Gegebenheiten zugehörig, die ein gesellschaftliches Zusammenleben ermöglichen und sich durch Attribute wie Zeichenfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Wiederholbarkeit auszeichnen.

Die zweite Ebene bezeichnet Schmidt als Medientechnologien, die auf einem aktuellen technischen Entwicklungsstand sein müssen, um von Nutzern, die sich die Kompetenzen der Mediennutzung angeeignet haben, wahrgenommen zu werden. „Durch Routinisierung werden diese Kompetenzen in der Regel zur Selbstverständlichkeit, invisibilisiert und damit weder bewusstseinsfähig noch bewusstseinspflichtig.“

Zur dritten Ebene, den Sozialsystemischen Organisationen, gehören Redaktionen, Verlage, Fernsehanstalten, Schallplattenfirmen aber auch Institutionen wie Schulen und Universitäten. Die zwei zuvor genannten Ebenen sind an diese gebunden, jedoch wohnen alle einem selbstorganisierenden System inne.

Was dem Rezipienten von Popmusik beispielsweise in Form von Songs einer CD, Teasern (kurze Sound oder Video Sequenzen), Plakaten, Webseiten etc. gezeigt und verkauft wird, ist das Ergebnis der drei zuvor genannten Faktoren und stellt die vierte Ebene dar. Die Ebenen ergänzen sich wechselseitig und können nur im Verbund agieren. Dieser Punkt soll anders formuliert ein weiteres Mal zitiert werden, um die Wichtigkeit dieser kommunikativen Prozesse, die innerhalb der Medienschichten geschehen, zu verdeutlichen. „Letztlich ist aber durch die Beobachtung, dass sich populäre Musik durch ganz spezifische Medientechniken (wie Tonträger) oder durch die Speicherung und Reproduzierbarkeit einer bestimmten Wahrnehmungsebene (der akustischen) zurückzuführen lässt, wenig gewonnen, so lange man die durch die akustischen Reproduktionstechnologien ermöglichten kommunikativen Prozesse vernachlässigt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Aktuelle Tendenzen der Popmusikforschung: Der Autor erläutert die Notwendigkeit einer Diskursanalyse, um die komplexe, interdisziplinäre Forschungslandschaft der Popmusik für musikpädagogische Zwecke zu systematisieren.

2 Musikwissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis, indem es das Problem der Abgrenzung von Kunst- und Popmusik diskutiert und verschiedene Forschungsansätze wie Cultural Studies und empirische Methoden vorstellt.

3 Jugendkulturen: Hier wird der Fokus auf Jugendliche als Forschungsobjekt gerichtet, wobei der Begriff Jugendkultur dekonstruiert und der anthropologisch-soziologische Ansatz der Jugendforschung erläutert wird.

4 Musik und Medien: Dieses Kapitel untersucht die komplexe Wechselwirkung zwischen Musik, Technik und Gesellschaft und nutzt den Medienbegriff nach Siegfried J. Schmidt, um Prozesse der Medialisierung und Medienaneignung zu analysieren.

5 Sozialisation und Ästhetische Praxis: Die Auseinandersetzung mit musikalischer Sozialisation, Präferenzforschung und ästhetischen Funktionen von Musik zeigt, wie Popmusik Identität stiftet und als Kulturerschließung dienen kann.

6 Musikpädagogische Herausforderungen: Der Autor reflektiert die Rolle von Pädagogen in einer durch Medien und informelles Lernen geprägten Welt und betont die Notwendigkeit von Authentizität sowie der Weiterentwicklung musikalischer Grundkompetenzen.

7 Extrakt und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Thesen zusammen und gibt einen Ausblick auf die wachsende Bedeutung digitaler Analysemethoden für eine moderne Musikpädagogik.

Schlüsselwörter

Popmusikforschung, Musikpädagogik, Jugendkulturen, Cultural Studies, Medialisierung, Musiksoziologie, Ästhetik, Medienaneignung, Musikalisches Verstehen, Rezeptionsdidaktik, Identitätsbildung, Interdisziplinarität, Digitale Medien, Musikalisches Handeln, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die musikpädagogischen Herausforderungen, die sich aus dem Umgang von Jugendlichen mit Popmusik und den damit verbundenen Sozialisations- und Ästhetikprozessen ergeben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Musikwissenschaft, Jugendsoziologie, Medienwissenschaft, Ästhetik sowie die praktische Musikpädagogik in formalen und informellen Settings.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von Popmusik, jugendlicher Lebenswelt und Mediennutzung zu analysieren, um daraus Anforderungen für eine moderne Musikpädagogik abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt eine Diskursanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze (inter- und transdisziplinär) miteinander verknüpft und durch eigene Beobachtungen aus der musikpädagogischen Praxis ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Grundlagen, Jugendkulturen, die Medialisierung von Musik sowie ästhetische Funktionen und musiksoziologische Aspekte wie Präferenzbildung und Distinktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Popmusikforschung, Sozialisation, Ästhetik, Medienaneignung, Rezeptionsdidaktik und musikpädagogische Grundkompetenz.

Welche Rolle spielen digitale Medien im Kontext dieser Arbeit?

Digitale Medien werden als wesentlicher Lebensraum und Werkzeug Jugendlicher begriffen, das sowohl Risiken birgt, als auch neue, kreative Potenziale für den Musikunterricht und die kulturelle Teilhabe bietet.

Inwiefern beeinflusst das Konzept des „Guten Lebens“ die pädagogische Reflexion?

Das Konzept dient als ethischer Orientierungsrahmen, in dem Musik als ein Mittel zur Selbstverwirklichung, Identitätsfindung und emotionalen Stabilität betrachtet wird, das Pädagogen unterstützen können.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler im Musikunterricht?

Der Autor plädiert für eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der der Pädagoge sich als Lernender in der modernen Medienwelt zeigt und gemeinsam mit den Jugendlichen tiefere inhaltliche Diskurse führt.

Warum wird der Begriff „Popmusikforschung“ nicht fest definiert?

Um die Offenheit für verschiedenste Zugänge, Disziplinen und Forschungsmethoden zu bewahren und den ständigen Wandel dieses Feldes abzubilden.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozialisation und Ästhetische Praxis im Jugendalter. Musikpädagogische Herausforderungen in der Pop-Musik
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
2,7
Autor
Andreas Wolker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
46
Katalognummer
V385559
ISBN (eBook)
9783668601284
ISBN (Buch)
9783668601291
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musikpädagogik Musikwissenschaften Popmusik Pop Musik Ästhetik Sozialisation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Wolker (Autor:in), 2017, Sozialisation und Ästhetische Praxis im Jugendalter. Musikpädagogische Herausforderungen in der Pop-Musik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385559
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Leseprobe aus  46  Seiten
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