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Der Körper als Schlüsselelement der Folter

Título: Der Körper als Schlüsselelement der Folter

Trabajo , 2013 , 53 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: BA Cornelia Schönherr (Autor), Andrea Unterrainer (Autor), Marlene Reheis (Autor)

Psicología - Otras
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Gegenstand der Arbeit ist die Folter und erst bei der näheren Auseinandersetzung mit der Thematik wurde das Ausmaß der Aktualität bewusst. Die Folter war nicht nur ein zentrales Geschehen des Mittelalters, wie häufig vermutet wird, sondern sie zeigt sich auch heute noch in zahlreichen Facetten und findet beständige Anwendungsmöglichkeiten in vielen Ländern auf der gesamten Welt.

In Kapitel 1 wird der historische Verlauf der Folter rekonstruiert, wobei vor allem Augenmerk auf Europa und Deutschland gelegt wird. Der langwierige Prozess der Abschaffung der Folter nimmt ein eigenes Kapitel ein und nach dem historischen Wandel folgt in Kapitel 5 die Darstellung der UN-Anti-Folter-Konvention. Es wird versucht, der Unterschied zwischen Folter und Verbrechen gegen die Menschlichkeit herauszuarbeiten, zudem wird das Gewaltmonopol der Polizei thematisiert, ein Kritikpunkt an der UN-Konvention angesprochen und abschließend folgt ein Exkurs zur CIA.

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Ziele der Folter sowie deren Dimensionen, diese werden ausführlich in den Kapiteln 6 und 7 dargestellt. Im Kapitel 8 werden die zahlreichen grausamen Foltermethoden beleuchtet und im Anschluss fällt in Kapitel 9 der Fokus auf die Foltertäter. Abschließend werden Initiationsriten in primitiven Gesellschaften analysiert und ebenfalls als Foltermethode erklärt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Folter im europäisch historischen Wandel

3.1. Carolina

3.2. Das römische Recht

3.3. Gottesurteil

3.4. Drei Hauptgründe für die Folterpraxis

4. Abschaffung der Folter

5. FOLTER, UNO-Konvention und das Gesetz

5.1. Verbrechen gegen die Menschlichkeit

5.2. Das Gewaltmonopol der Polizei

5.3. Kritik an der UNO-Konvention

5.4. Wahrheitsfindung und der CIA Geheimdienst

6. Ziele der Folter

7. Dimensionen der Folter

7.1. Der Raum

7.2. Die Zeit

7.3. Der Körper

7.4. Die Sprache

8. Foltermethoden

8.1. Physische Folter

8.2. Psychische Folter

8.3. Konkrete Beispiele moderner Foltermethoden

8.3.1 Folter durch Sauerstoffmangel

8.3.2 Verharren in Stresspositionen oder Zwangshaltungen

9. Die Psychologie der Folterer

9.1. Der persönlichkeitspsychologische Ansatz

9.2. Der sozialpsychologischer Ansatz

9.3. Der politisch-kulturelle Ansatz

10. Die Folter in primitiven Gesellschaften

10.1. Initiation bei den Iatmul in Papua-Neuguinea

10.2. Der Beruf der Beschneiderin mit Anlehnung an Die Wüstenblume (1998)

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische und gegenwärtige Praxis der Folter, um deren Systematik, Ziele und psychologische Mechanismen sowie die soziokulturelle Einbettung sowohl in staatlichen Strukturen als auch in rituellen Kontexten zu beleuchten.

  • Historischer Wandel der Folter in Europa und Deutschland
  • Rechtliche Rahmenbedingungen und die UN-Anti-Folter-Konvention
  • Struktur und Ziele der Folter als Instrument von Macht und Herrschaft
  • Physische und psychische Foltermethoden sowie deren Ausbildung
  • Psychologische Hintergründe der Akteure (Folterer)
  • Folter als Bestandteil ritueller Initiationen in primitiven Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

5.4. Wahrheitsfindung und der CIA Geheimdienst

Anfangs wurde bereits erläutert, dass die Folter im Mittelalter ein legitimes Instrument des Strafprozesses war und der Wahrheitsfindung diente. In der Carolina war genau festgelegt, welche Delikte wie bestraft werden durften. Damals diente die Folter ausschließlich der Erzwingung eines Geständnisses. In der Zeit der Aufklärung und Vernunft wurde dies endlich kritisch hinterfragt und durch die Verschränkung von humanitären und rationalistischen Argumenten konnte die Folter zurückgedrängt werden. Einerseits muss ein Geständnis, das unter schwersten Schmerzen und Qualen erpresst wird, nicht unbedingt wahr sein, andererseits geben Menschen auch Informationen preis, die für eine bestimmte Organisation von äußerster Wichtigkeit sind.

Als Beispiel nennt Nowak an dieser Stelle den „modernen Kampf der Geheimdienste gegen den Terror und gegen organisierte Kriminalität“ (ebd., S. 30), hierbei werden sehr harte Verhörmethoden angewandt. Allerdings nicht um Geständnisse zu erzwingen, sondern um Informationen zu erhalten, die der Geheimdienst verwerten kann. Als Paradebeispiel kann in diesem Kontext die CIA (Central Intelligence Agency) genannt werden.

Alfred W. McCoy (vgl. ebd., S. 323) beschreibt die Foltermethoden der CIA, die innerhalb des US-Geheimdienstes seit mehr als fünf Jahrzehnten ablaufen, als „unentdecktes Krebsgeschwür, das zahllose Metastasen gebildet hat“. Die Bilder aus dem Gefängnis Abu Ghraib, die im April 2004 an die Öffentlichkeit gelangten und für pures Entsetzen sorgten, sind laut McCoy keine zufälligen Schnappschüsse. Außerdem handelt es sich dabei nicht um eigenständige Misshandlungen, die von einer kleinen Gruppe US-Soldaten begangen wurden, wie dies von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld behauptet wurde. Vielmehr sind dies die sadistischen Verhaltensweisen der CIA, die eingesetzt werden, um geheimdienstliche Informationen zu erpressen. Die besagten Bilder aus Abu Ghraib oder auch Guantánamo (Afghanistan) bringen laut McCoy verräterische Indizien ans Tageslicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Die Autoren schildern die Entstehung der gemeinsamen Arbeit und die Aufteilung der Themengebiete auf die beteiligten Studierenden.

2. Einleitung: Dieses Kapitel skizziert den Gegenstand der Arbeit und gibt einen Überblick über den inhaltlichen Aufbau von der historischen Rekonstruktion bis zur Analyse moderner Folterpraktiken.

3. Folter im europäisch historischen Wandel: Hier werden die historischen Ursprünge der Folter in Europa behandelt, inklusive der "Carolina" und der rechtlichen sowie religiösen Legitimation im Mittelalter.

4. Abschaffung der Folter: Das Kapitel beschreibt den langwierigen, uneinheitlichen Prozess der rechtlichen Abschaffung der Folter in Deutschland und Europa ab dem 18. Jahrhundert.

5. FOLTER, UNO-Konvention und das Gesetz: Die Darstellung widmet sich der UN-Anti-Folter-Konvention, dem Gewaltmonopol staatlicher Akteure und der Kritik an bestehenden Definitionen im Kontext von Geheimdiensten.

6. Ziele der Folter: Dieser Abschnitt analysiert die Intentionen hinter der Folter, wie die Zerstörung der Persönlichkeit, Machtausübung und das Erzwingen von Geständnissen.

7. Dimensionen der Folter: Hier wird untersucht, wie Raum, Zeit, Körper und Sprache als Instrumente und Rahmenbedingungen für die Inszenierung von Folterritualen genutzt werden.

8. Foltermethoden: Das Kapitel bietet eine systematische Übersicht über physische und psychische Foltertechniken sowie konkrete Beispiele moderner Methoden.

9. Die Psychologie der Folterer: Die Autoren beleuchten die psychologischen Hintergründe der Täter durch verschiedene Ansätze, darunter Persönlichkeitsstörungen und sozialpsychologische Situationsfaktoren.

10. Die Folter in primitiven Gesellschaften: Zum Abschluss werden Initiationsriten analysiert, bei denen schmerzhafte Praktiken rituell eingesetzt werden, um den Übergang in einen neuen gesellschaftlichen Status zu markieren.

Schlüsselwörter

Folter, Menschenrechte, Psychofolter, CIA, Macht, Gewaltmonopol, UN-Anti-Folter-Konvention, Wahrheitsfindung, Initiation, physische Folter, psychische Folter, Sozialisation, Abu Ghraib, Zwangshaltungen, Herrschaftspraktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Folter als historisches und aktuelles Phänomen, wobei sowohl staatliche als auch rituell-gesellschaftliche Kontexte untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung, die rechtliche Definition und Einordnung, die methodische Durchführung, die psychologische Täteranalyse sowie die soziokulturelle Einbettung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die vielschichtigen Aspekte der Folter zu systematisieren, die Aktualität des Themas aufzuzeigen und die Mechanismen hinter der Grausamkeit – vom Mittelalter bis hin zu modernen Geheimdienstpraktiken – offenzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze aus der Psychologie, Rechtsgeschichte und Ethnologie heranzieht, um die Folterpraxis zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die historische Einordnung, die UN-Konvention, die psychologischen und räumlichen Dimensionen der Folter, konkrete Methoden der Misshandlung sowie die Analyse der Täterpsyche ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Folter, Menschenwürde, Machtausübung, CIA, Psychofolter, Sensorische Deprivation und Initiationsriten.

Was besagt die CIA-Praxis über moderne Folter?

Die Arbeit zeigt, dass moderne Geheimdienste wie die CIA insbesondere psychologische "weiße Folter" einsetzen, um Informationen zu erlangen, wobei sie darauf abzielen, keine körperlich sichtbaren Spuren zu hinterlassen.

Wie unterscheidet sich die rituelle Folter in primitiven Gesellschaften?

Im Gegensatz zur staatlichen Folter ist die rituelle Folter bei Initiationen ein kulturell verankertes, von der Gemeinschaft akzeptiertes Ritual, das den Übergang vom Kind zum erwachsenen Mitglied der Gesellschaft symbolisiert.

Warum foltern "normale" Menschen laut der Analyse?

Die Analyse (unter Einbeziehung von Experimenten wie Milgram oder Zimbardo) verdeutlicht, dass nicht primär der Charakter, sondern soziale Situationsbedingungen, Autoritätsgehorsam und professionelle Sozialisation normale Menschen zu Folterhandlungen bewegen können.

Final del extracto de 53 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Körper als Schlüsselelement der Folter
Universidad
University of Innsbruck  (Erziehungswissenschaft)
Curso
Historisch anthropologische Grundlagen des Körperkultes
Calificación
1
Autores
BA Cornelia Schönherr (Autor), Andrea Unterrainer (Autor), Marlene Reheis (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
53
No. de catálogo
V385606
ISBN (Ebook)
9783668603226
ISBN (Libro)
9783668603233
Idioma
Alemán
Etiqueta
Folter Körper Rituale Körperkult Foltermethoden UNO
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Cornelia Schönherr (Autor), Andrea Unterrainer (Autor), Marlene Reheis (Autor), 2013, Der Körper als Schlüsselelement der Folter, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385606
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