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Die Wertansätze von Schulden im internationalen Vergleich

UGB vor/nach RÄG 2014 vs. IFRS

Título: Die Wertansätze von Schulden im internationalen Vergleich

Tesis de Máster , 2017 , 100 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Daniela Teichmeister (Autor)

Economía de las empresas - Contabilidad e impuestos
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Resumen Extracto de texto Detalles

Das Rechnungslegungsänderungsgesetz 2014 (RÄG 2014) GBI I 2015/22, welches aufgrund der EU-Bilanzrichtlinie vom 26.06.2013 eingeführt wurde, hatte eine der umfangreichsten Novellierungen zur Folge. Die Richtlinie 2013/34/EU ist nicht nur eine Neufassung, sondern auch eine Zusammenführung der 4. (Rechnungslegung des Jahresabschlusses) und 7. Bilanzrichtlinie (Konzernabschluss). Das RÄG 2014 bringt sowohl eine Harmonisierung der Bilanzvorschriften der einzelnen Mitgliedsstaaten, wie auch eine Annäherung an das Steuerrecht mit sich. Ebenso soll es eine Erleichterung für Klein- und Mittelbetriebe schaffen.

In dieser Masterarbeit wird auf das Thema der Bewertung der Schulden und die Änderungen eingegangen, welche das RÄG 2014 mit sich bringt. Die Arbeit setzt sich mit den Verbindlichkeiten und den Rückstellungen auseinander und geht auf die Situation vor und nach dem RÄG 2014, welches für alle Geschäftsjahre nach dem 31.12.2015 schlagend wurde und somit 2016 das erste Mal zur Anwendung kam, ein. Des Weiteren wird ein Vergleich zwischem dem UGB und IFRS gezogen um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erläutern. Ebenso werden die Vor- und Nachteile beider Rechnungslegungsstandards dargestellt. Des Weiteren sollen die Wahlrechte, die bilanzpolitischen Spielräume und die ungeklärten Sachverhalte im Zusammenhang mit der Erst- und Folgebewertung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen aufgezeigt werden.

Die Arbeit richtet sich an Bilanzierende, SteuerberaterInnen, WirtschaftsprüferInnen, UnternehmerInnen und VersicherungsmathematikerInnern, da für die Arbeit der genannten Gruppen die Änderungen großen Einfluss haben. Die genannten Gruppen wurden ebenso als ExpertInnen für den empirischen Teil, welcher anhand qualitativer Forschung ausgearbeitet wurde, herangezogen, um einen guten Gesamtüberblick zu verschaffen und alle Bereiche möglichst gut abdecken zu können. Sowohl der theoretische als auch der empirische Teil stellen einen umfassenden Einblick und Erkenntnisse über die aktuelle Gesetzeslage sowie die Wahlrechte dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Ausgangssituation

1.2. Zielsetzung

1.3. Forschungsfragen

1.4. Methodische Vorgehensweise

1.5. Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise bei der Literaturrecherche

2. Begriff der Schulden

2.1. Allgemein

2.2 Allgemeine Bewertungsgrundsätze

2.3. Abgrenzung und Definition im UGB Bilanzrecht

2.3.1. Allgemein

2.3.2. Rückstellungen

2.3.3. Verbindlichkeiten

2.4. Abgrenzung und Definition im IFRS Bilanzrecht

3. Die Bilanzierung der Schulden

3.1. Allgemein

3.2. Ansatz und Bewertung im UGB Bilanzrecht

3.2.1. Allgemein

3.2.2. Verbindlichkeiten

3.2.2.1. Allgemeines

3.2.2.2. Fremdwährungsverbindlichkeiten

3.2.2.3. Un- bzw. unterverzinste Verbindlichkeiten

3.2.2.4. Rentenverpflichtungen

3.2.3. Rückstellungen

3.2.3.1. Personalrückstellungen

3.2.3.2. Sonstige Rückstellungen

3.2.4. Neuerungen durch das RÄG 2014

3.3. Ansatz und Bewertung im IFRS Bilanzrecht

3.3.1. Allgemein

3.3.2. Verbindlichkeiten

3.3.2.1. Aktuelle Rechtslage IAS 39

3.3.2.2. Kommende Neuerungen IFRS 9

3.3.3. Rückstellungen

3.3.3.1. Die Vorschriften des IAS 37

3.3.3.2. Leistungen an ArbeitnehmerInnen IAS 19

4. Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen

5. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse

5.1. Allgemein

5.2. Forschungsdesign

5.3. Empirische Erhebungs- und Analysemethode

5.4. Darlegung der Erkenntnisse aus der empirischen Forschung

5.4.1. Kategorie 1: Bewertungsverfahren bei Personalrückstellungen

5.4.2. Kategorie 2: Zinssätze bei Personalrückstellungen

5.4.3. Kategorie 3: langfristige Rückstellungen im UGB

5.4.4. Kategorie 4: Schulden IFRS vs. UGB

5.4.5. Kategorie 5: Rückstellungen IFRS vs. UGB

6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen

7. Conclusio und Ausblick

7.1. Beantwortung der Hauptforschungsfrage

7.2. Conclusio

7.3. Ausblick

7.4. Limitationen

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht die Auswirkungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 (RÄG 2014) auf die Bewertung von Schulden im österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) im Vergleich zu den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), um Unterschiede, Gemeinsamkeiten und bilanzpolitische Spielräume zu identifizieren.

  • Analyse der Bewertung von Verbindlichkeiten und Rückstellungen im UGB nach RÄG 2014.
  • Vergleich der österreichischen Rechnungslegungsvorschriften mit den IFRS-Standards (IAS 39, IFRS 9, IAS 37, IAS 19).
  • Untersuchung von Wahlrechten und bilanzpolitischen Gestaltungsspielräumen bei der Abzinsung und Bewertung.
  • Empirische Erhebung mittels qualitativer Experteninterviews zur Praxisrelevanz der gesetzlichen Neuerungen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung und Ausgangssituation

Mit dem RÄG 2014 wurde primär die Richtlinie 2013/34/EU des Europäischen Parlaments umgesetzt, die eine Harmonisierung der Bilanzierungsvorschriften in den einzelnen Mitgliedstaaten zum Ziel hatte (vgl. Steiner/Webernig 2015, S. III). Zwecks angestrebter Modernisierung der Bilanzierungsvorschriften erfolgte im Zuge der Umsetzung der Richtlinie 2013/34/EU eine Annäherung an die internationale Rechnungslegung (IAS/IFRS) und eine Harmonisierung mit den steuerrechtlichen Vorschriften (vgl. Dokalik 2015, S. 6). Diese Umsetzung hatte eine der umfassendsten Novellierungen der Rechnungslegungsvorschriften seit dem EU-GesRÄG 1996 zur Folge (vgl. Dokalik/Hirscher 2015, S. 1).

Das RÄG 2014, welches mit 20.07.2015 in Kraft trat und erstmals für die Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, anzuwenden ist, brachte bedeutende Neuerungen der Bewertungsansätze für Schulden. Während § 198 UGB die konkreten Passivierungsvorschriften normiert, ist die Bewertung der Schulden weiterhin im § 211 UGB geregelt. Vor dem RÄG 2014 erfolgte der Wertansatz der Verbindlichkeiten mit dem Rückzahlungsbetrag und jener der Rückstellungen mit einem auf „vernünftiger unternehmerischer Beurteilung“ basierenden Betrag (vgl. UGB § 211 Abs. 1, idF vor dem RÄG 2014). Nach § 211 Abs. 1 UGB idF des RÄG 2014 sind Verbindlichkeiten als auch Rückstellungen mit dem „Erfüllungsbetrag“ zu bewerten. Der Begriff „Erfüllungsbetrag“ stellt im Wortlaut bereits klar, dass jener Wert anzusetzen ist, der im Zuge der Erfüllung zu leisten sein wird. Demnach sind nicht nur Geldleistungsverpflichtungen, sondern auch Sachleistungs- und Sachwertverpflichtungen davon betroffen. Auch beinhaltet der Wertansatz zukünftige Preis- und Kostensteigerungen. (vgl. Kozikowski/Schubert 1999, Rz 51)

Eine weitere wesentliche Neuerung normiert § 211 Abs. 2 UGB, der die Abzinsung langfristiger Rückstellungen fordert, wobei gemäß Erläuterungen zum RÄG 2014 ein Wahlrecht zwischen dem Durchschnittszinssatz nach § 9 Abs. 5 EStG und den deutschen Kundmachungen der Rechtsordnung nach § 253 Abs. 2 vierter Satz dHGB besteht (vgl. ErläutRV 367 BlgNR 25.GP, 8).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung definiert die Problemstellung durch das RÄG 2014, legt die Zielsetzung sowie die Forschungsfragen fest und beschreibt die gewählte methodische Vorgehensweise.

2. Begriff der Schulden: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die Abgrenzung von Schulden, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowohl nach dem UGB als auch nach den IFRS.

3. Die Bilanzierung der Schulden: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Verbindlichkeiten und Rückstellungen unter Berücksichtigung des UGB und der IFRS-Standards.

4. Beantwortung der theoretischen Subforschungsfragen: Hier werden die aus der Literatur gewonnenen Erkenntnisse genutzt, um die theoretischen Forschungsfragen zu den Änderungen durch das RÄG 2014 und den bilanzpolitischen Spielräumen zu beantworten.

5. Erhebung und Auswertung der empirischen Ergebnisse: Dieses Kapitel beschreibt das Forschungsdesign der Experteninterviews und wertet die gewonnenen Erkenntnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus.

6. Beantwortung der empirischen Subforschungsfragen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Expertenbefragungen zusammengefasst, um die empirischen Forschungsfragen gezielt zu beantworten.

7. Conclusio und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Ergebnisse der gesamten Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie die Limitationen der Studie.

Schlüsselwörter

RÄG 2014, Schuldenbewertung, UGB, IFRS, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erfüllungsbetrag, Abzinsung, Rechnungslegung, Bilanzpolitik, Personalrückstellungen, IAS 37, IAS 39, IFRS 9, Höchstwertprinzip.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Bewertung von Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) durch das RÄG 2014 im österreichischen UGB verändert hat und wie diese Bestimmungen im Vergleich zu den internationalen IFRS-Standards einzuordnen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition des Begriffs „Erfüllungsbetrag“, die Abzinsung langfristiger Verpflichtungen, die Bewertung von Personalrückstellungen sowie die Unterschiede in den Bilanzierungsphilosophien (Vorsichtsprinzip vs. Fair Presentation).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen UGB und IFRS bei der Schuldenbewertung aufzuzeigen und zu analysieren, welche bilanzpolitischen Spielräume für Unternehmen durch die gesetzlichen Änderungen entstanden sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Kombination aus literaturgestützter theoretischer Analyse und einem empirischen Teil in Form von qualitativen Experteninterviews mit dreizehn Fachleuten aus dem Rechnungswesen gewählt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich ausführlich mit der Bilanzierung von Verbindlichkeiten (inkl. Fremdwährung und Verzinsung) sowie verschiedenen Kategorien von Rückstellungen und deren Bewertungsmethoden unter Einbeziehung aktueller Standards wie IAS 37, IAS 19, IAS 39 und IFRS 9.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie RÄG 2014, Schuldenbewertung, UGB, IFRS, Erfüllungsbetrag, Abzinsung und Bilanzpolitik charakterisieren.

Welche Rolle spielt die Abzinsung in dieser Arbeit?

Die Abzinsung ist ein zentraler Aspekt, da das RÄG 2014 die Abzinsung langfristiger Rückstellungen zur Pflicht macht und damit Wahlmöglichkeiten bei der Wahl des Zinssatzes (z.B. EStG-Satz vs. dHGB-Marktzinssatz) eröffnet, was wiederum bilanzpolitische Spielräume schafft.

Wie bewerten die befragten Experten das UGB im Vergleich zu den IFRS?

Die Experten sind geteilter Meinung: Während das IFRS als marktnaher und getreuer empfunden wird, schätzen viele den Gläubigerschutz und die Stabilität des UGB, besonders für kleinere Unternehmen, die die Komplexität der internationalen Rechnungslegung vermeiden wollen.

Final del extracto de 100 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Wertansätze von Schulden im internationalen Vergleich
Subtítulo
UGB vor/nach RÄG 2014 vs. IFRS
Universidad
FH Vienna
Calificación
1
Autor
Daniela Teichmeister (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
100
No. de catálogo
V385755
ISBN (Ebook)
9783668605633
ISBN (Libro)
9783668605640
Idioma
Alemán
Etiqueta
wertansätze schulden vergleich ifrs
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniela Teichmeister (Autor), 2017, Die Wertansätze von Schulden im internationalen Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385755
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