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"Der büßende Hieronymus" von Georges de La Tour im Licht der Theorien von Blaise Pascal und Michel Serres

Eine Untersuchung

Título: "Der büßende Hieronymus" von Georges de La Tour im Licht der Theorien von Blaise Pascal und Michel Serres

Trabajo Escrito , 2017 , 25 Páginas

Autor:in: Larissa Miketic (Autor)

Arte - Artistas
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Von den Gemälde "Der büßende Hieronymus mit Kardinalshut" existieren zwei Versionen, die teilweise unterschiedlich sind. Ein zweites nennt sich "Der büßende Hieronymus", das, wie der Titel schon andeutet, ein Attribut weniger beinhaltet. Dass Georges de La Tour seriell arbeitete, oder Kopien seiner Bilder existieren, soll im weiteren Verlauf detaillierter gezeigt werden.

Das hier behandelte Bild steht ebenfalls im Fokus einer anderen Untersuchung, unter der nun seine Aussagekraft geprüft werden soll: Michel Serres, französischer Philosoph, verfasste Texte über Malerei, in denen er unter anderem die Werke Georges de La Tours in ihrer Gesamtheit und einer von ihm gesetzten Chronologie mittels Blaise Pascals ‚Gedanken’ zu Religion und zur Belehrung der Menschen zu einem Leben mit Gott lesbar machte. In den folgenden Kapiteln soll nun untersucht werden, ob Michel Serres Betrachtung anwendbar ist, wenn man es auf ein Bild reduziert oder ob letztlich sein Versuch, eine Brücke zwischen Pascal und La Tour zu schlagen, zu konstruiert, zu weit hergeholt ist. Und wenn dies der Fall wäre, wie lässt sich das Gemälde anderweitig interpretieren? Welche Aspekte fließen mit ein, um die Intention der Darstellung erfassen zu können?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Vorgehensweise

2. Der Künstler, das Bild und die Figur

2.1. Georges de La Tour

2.2. Bildbeschreibung

2.3. Die Titelfigur Hieronymus

3. Die Theorien

3.1. Blaise Pascal

3.1.1. Pascals Pensées

3.2. Michel Serres Über Malerei

3.2.1. La Tour übersetzt Pascal – Einführung

3.2.2. Pascal

3.2.3. Steine

3.2.4. Licht

3.2.5. Schnüre

3.2.6. Wachs

3.2.7. Männlich, weiblich

3.2.8. Ein Raum, der in einen anderen Raum getaucht ist

3.3. Der Friede als Zusammenkunft und Abschluss

4. Ikonografische Lesart

5. Fazit

6. Anhang

6.1. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der kunsttheoretischen Interpretation von Michel Serres auf das Gemälde "Der büßende Hieronymus mit Kardinalshut" von Georges de La Tour, um zu prüfen, ob die philosophische Brücke zwischen dem Maler und Blaise Pascal überzeugend ist oder ob eine ikonografische Kontextualisierung zu anderen Ergebnissen führt.

  • Analyse des Werks von Georges de La Tour im Barockkontext
  • Untersuchung der philosophischen Thesen von Blaise Pascal
  • Kritische Überprüfung von Michel Serres' "Übersetzung" zwischen Kunst und Philosophie
  • Ikonografische Bestimmung der Attribute in Hieronymus-Darstellungen
  • Erarbeitung einer alternativen Deutung des Gemäldes durch epochale Merkmale

Auszug aus dem Buch

3.2.3. Steine

Die Steine symbolisieren für Serres das Zerfallen des bereits erwähnten Draußen. Er stellt die These auf, dass, so scheinbar ausgewuchtet La Tours Statik wirkt, sich in seiner gedachten Werkschronologie ein Sturz erkennen lässt, der immer deutlicher durch besagte Steine gekennzeichnet wird. Der Stein markiert den tiefsten Punkt, das „Gravitationszentrum“, zu dem sich alles aufzulösen scheint. Bezüglich der Hieronymus-Darstellung geht er einen Schritt weiter und stellt den Totenschädel in eine Reihe mit den Steinen als weiterführenden, beinah absoluten Zerfall („vom Stein zum Tod“). Außerdem bezichtigt er Hieronymus’ Haltung („niedergekauert am Boden, die Füße verrenkt“) als vollzogenen Sturz, als eine Haltung, die ihm keinen Halt gewähren kann. Diese Argumente lassen sich nicht verständlich auf dieses Bild anwenden. Der fortlaufende Zerfall des Raumes und der Sturz zum tiefsten Punkt werden ob der ausreichenden Kenntnis des Sujets hinfällig. Die verrenkten Füße könnten ebenso als arthritisch interpretiert werden, was dem restlichen alternden Eindruck des Mannes entsprechen würde. Die Haltung lässt sich mit der Selbstgeißelung erklären, denn um seinen Rücken zu peinigen, muss sich Hieronymus etwas beugen. Und der Totenkopf, der laut Serres eine Absolution des Zerfalls zeigt, ist ein typisches Attribut in Hieronymus Darstellungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung des Künstlers Georges de La Tour und Skizzierung der Forschungsfrage hinsichtlich der Serres'schen Interpretation.

2. Der Künstler, das Bild und die Figur: Biografischer Abriss zu La Tour, detaillierte Beschreibung der Hieronymus-Gemälde sowie eine historische Einführung in die Figur des Heiligen.

3. Die Theorien: Detaillierte Auseinandersetzung mit Blaise Pascal, Michel Serres' philosophischem Ansatz sowie die spezifische Prüfung seiner Thesen an einzelnen Bildelementen.

4. Ikonografische Lesart: Deutung des Gemäldes unter Berücksichtigung barocker Leitmotive wie Memento mori und Vanitas sowie eine Analyse der religiösen Attribute.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass die Thesen von Serres für das Einzelwerk zu konstruiert wirken und eine kunsthistorische Einordnung dem Werk gerechter wird.

6. Anhang: Auflistung der Bildquellen und Dokumentation der herangezogenen Abbildungen.

Schlüsselwörter

Georges de La Tour, Blaise Pascal, Michel Serres, Hieronymus, Barock, Ikonografie, Vanitas, Memento mori, Bildbeschreibung, Kunsttheorie, Religion, Askese, Philosophie, Gemäldeanalyse, Kardinalshut

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob die philosophische Interpretation von Michel Serres, der Werke von Georges de La Tour durch die Gedanken von Blaise Pascal liest, auf das konkrete Gemälde "Der büßende Hieronymus mit Kardinalshut" zutreffend ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Kunstgeschichte des französischen Hochbarocks, die christliche Philosophie von Blaise Pascal und die ikonografische Symbolik in religiösen Darstellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Schlüssigkeit von Serres' "Übersetzung" zwischen Pascal und La Tour zu prüfen und zu hinterfragen, ob diese Interpretation bei isolierter Betrachtung des Gemäldes Bestand hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende Analyse zwischen der philosophischen Argumentation nach Serres und einer klassischen kunsthistorischen Ikonografie sowie Kontextualisierung in der Epoche des Barocks vorgenommen.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Akteure (La Tour, Pascal, Serres), die detaillierte Bildbeschreibung und die schrittweise Prüfung von Serres' Subthemen (Steine, Licht, Schnüre, etc.) anhand des Werks.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ikonografie, Barockmalerei, philosophische Interpretation, Vanitas-Symbolik und kritische Bildanalyse charakterisieren.

Warum wird die Interpretation von Michel Serres im Fazit als "zu konstruiert" bezeichnet?

Die Autorin argumentiert, dass Serres' Thesen oft den historischen Kontext und die spezifische Identität des dargestellten Heiligen übersehen, da er sein Modell auf ein künstliches Chronologie-Schema stützt.

Inwiefern spielt der "Kardinalshut" eine wichtige Rolle für die Deutung des Bildes?

Der Hut dient als zentrales ikonografisches Attribut zur Identifizierung des Hieronymus und ermöglicht eine Diskussion über den Rang, die Askese und die historische Auftragsgeschichte des Gemäldes.

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Detalles

Título
"Der büßende Hieronymus" von Georges de La Tour im Licht der Theorien von Blaise Pascal und Michel Serres
Subtítulo
Eine Untersuchung
Autor
Larissa Miketic (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
25
No. de catálogo
V385812
ISBN (Ebook)
9783668608511
ISBN (Libro)
9783668608528
Idioma
Alemán
Etiqueta
hieronymus georges tour licht theorien blaise pascal michel serres eine untersuchung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Larissa Miketic (Autor), 2017, "Der büßende Hieronymus" von Georges de La Tour im Licht der Theorien von Blaise Pascal und Michel Serres, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385812
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