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Islamische Gewalt im Nahen Osten. Eine Folge amerikanischer Interventionen?

Titel: Islamische Gewalt im Nahen Osten. Eine Folge amerikanischer Interventionen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Peter Gerhardt (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Frage, die sich für die Hausarbeit stellt, ist folgende: Was sind die Ursachen für islamische Gewalt im Nahen Osten? Sind die USA tatsächlich für die Islamische Gewalt und die Entstehung des Islamischen Staats verantwortlich oder gibt es andere Faktoren, die entscheidend für die Entstehung der Terrororganisation waren?

Dazu werden zunächst die wesentlichen Thesen von Michael Lüders Buch im ersten Kapital dargestellt. Daraufhin werden die Ursachen für die Entstehung von islamischer Gewalt an zwei Ländern untersucht, die in den letzten Jahren vermehrt im Fokus der Weltöffentlichkeit standen und auf dessen Staatsterritorium sich heute das Gebiet des Islamischen Staats (IS) erstreckt: Dem Irak und Syrien.

Zum Schluss erfolgt eine Gesamteinschätzung, ob die amerikanische Nahostpolitik tatsächlich die Entstehung des IS begünstigte und welche Bedeutung innerstaatliche und religiöse Konflikte haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Islamischen Staats nach Lüders

3. Die Ursachen islamischer Gewalt im Nahen Osten

3.1 Sunniten und Schiiten

3.2 Der Zusammenbruch des Irak

3.2.1 Der Sturz Saddam Husseins

3.2.2 Die Entstehung des islamischen Staats

3.3 Der Bürgerkrieg in Syrien

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für islamische Gewalt im Nahen Osten und hinterfragt, ob die amerikanische Außenpolitik – wie in der Populärliteratur oft behauptet – die alleinige Verantwortung für die Entstehung des Islamischen Staats (IS) trägt oder ob interne religiöse und politische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

  • Thesen des Autors Michael Lüders zur westlichen Interventionspolitik
  • Historische und theologische Hintergründe des Konflikts zwischen Sunniten und Schiiten
  • Analyse des Zusammenbruchs des Irak nach dem Sturz Saddam Husseins
  • Rolle der Ideologie des politischen Islams und des Dschihadismus
  • Einfluss des syrischen Bürgerkriegs als Brandbeschleuniger für den Aufstieg des IS

Auszug aus dem Buch

3.1 Sunniten und Schiiten

Um die Ideologie und die Gewalt des Islamischen Staats zu verstehen ist es wichtig, die Ursache für den Hass gegen die Schiiten zu verstehen. Die Entstehung der Glaubensrichtung der Schiiten entstand durch den innerislamischen Richtungsstreit der nach dem Tod Mohammeds zwischen den Prophetengenossen ausgebrochen war. Sunniten und Schiiten beriefen sich gleichermaßen auf Mohammed und beanspruchten die legitime Nachfolge seines religiösen und politischen Erbes. Mohammed starb 632 ohne einen Nachfolger für die von ihm geschaffene islamische Gemeinde (umma) hinterlassen zu haben. Eine Mehrheitsfraktion unter den beiden Schwiegervätern Mohammeds Abu Bakr und Omar gingen davon aus, dass der Prophet keine Nachfolgeregelung getroffen hatte und diese durch eine Wahl unter den Prophetengenossen geschehen sollte. Ein Minderheit hingegen behauptete, das Mohammed seinen Cousin Ali Ibn Abi Talib zum Kalifen und damit zu seinem Nachfolger bestimmt habe. Die Mehrheitsfraktion konnte sich schließlich durchsetzen und wählten einen der Prophetengenossen Mohammeds zum ersten Kalifen auf dem weitere zwei Prophetengenossen folgten. Ali wurde schließlich 656 zum vierten Kalifen gewählt nach dem es im Kalifat zu Spannungen zwischen Clans und Gruppierungen gekommen war. Alis Anhänger nannten sich nun „Partei Alis“ aus denen später die Schiiten wurden. Während der Herrschaft Alis kam es zu Machtkämpfen zwischen zwischen dem Klan der Omaija aus dessen Reihen der dritte Kalif hervorgegangen war. Dieser Konflikt mündete schließlich in einem Bürgerkrieg den Ali verlor und seine Söhne zur Flucht nach Medina zwang.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um die Schuld der USA an der Entstehung islamischer Gewalt und formuliert die Forschungsfrage, ob westliche Außenpolitik oder interne Faktoren entscheidender für den Aufstieg des IS waren.

2. Die Entstehung des Islamischen Staats nach Lüders: Dieses Kapitel fasst die Thesen von Michael Lüders zusammen, der die Ursachen des Terrors vor allem in westlichen Interventionen, dem Machtvakuum nach dem Sturz Saddam Husseins und der Zerstörung irakischer Staatsstrukturen sieht.

3. Die Ursachen islamischer Gewalt im Nahen Osten: Der Hauptteil analysiert die historischen und ideologischen Wurzeln, unterteilt in den schiitisch-sunnitischen Konflikt, den Zusammenbruch des Irak sowie die Auswirkungen des syrischen Bürgerkriegs.

3.1 Sunniten und Schiiten: Es werden die religiösen Ursprünge des Schismas sowie die theologischen Grundprinzipien erläutert, die das heutige Feindbild und die Gewalt des IS gegenüber Schiiten erklären.

3.2 Der Zusammenbruch des Irak: Die historische Genese des Staates Irak und die destruktiven Auswirkungen von Grenzziehungen und Regime-Entscheidungen werden hier kritisch untersucht.

3.2.1 Der Sturz Saddam Husseins: Fokus auf die US-Intervention 2003, das Verbot der Baath-Partei und die Auflösung der Armee als Katalysatoren für Widerstand und Radikalisierung.

3.2.2 Die Entstehung des islamischen Staats: Analyse der politisch-theologischen Schule hinter dem IS, insbesondere der Einfluss von Salafismus, politischem Islam und den Lehren von Sayyid Qutb.

3.3 Der Bürgerkrieg in Syrien: Untersuchung, wie die Unterdrückung der Bevölkerung und das resultierende Chaos nach 2011 dem IS ideale Bedingungen für Expansion und Rekrutierung boten.

4. Zusammenfassung: Abschließende Bewertung, dass die Entstehung des IS nicht monokausal auf die USA zurückzuführen ist, sondern als komplexes Zusammenspiel von religiösen Konflikten und regionaler Politik verstanden werden muss.

Schlüsselwörter

Islamischer Staat, IS, USA, Naher Osten, Sunniten, Schiiten, Dschihadismus, Michael Lüders, Irak, Syrien, Bürgerkrieg, Salafismus, Intervention, Kalifat, Saddam Hussein

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Ursachen für das Erstarken von Terrororganisationen wie dem Islamischen Staat im Nahen Osten mit einem Fokus auf die Rolle westlicher Interventionspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Konflikte im Irak und in Syrien, die theologischen Differenzen zwischen Sunniten und Schiiten sowie die Kritik an der westlichen Nahost-Politik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob die USA alleinverantwortlich für die Entstehung islamischer Gewalt sind oder ob andere, interne Faktoren die Entwicklung des IS maßgeblich beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der die Thesen von Michael Lüders kritisch untersucht und mit historischen Fakten und alternativen Analysen zur Entwicklung im Irak und in Syrien abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Thesen von Lüders dargestellt, danach erfolgt eine detaillierte Untersuchung der konfessionellen Konflikte, der politischen Instabilität im Irak nach 2003 und der Rolle des syrischen Bürgerkriegs als Beschleuniger für den IS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Islamischer Staat, USA, Sunniten, Schiiten, Dschihadismus, Irakkrieg und Syrien-Konflikt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Michael Lüders?

Die Arbeit erkennt Lüders' Argumente als in Teilen nachvollziehbar an, kritisiert jedoch seine monokausale Sichtweise, die innergesellschaftliche und religiöse Dynamiken in der Region zu stark ausblendet.

Welche Rolle spielt der Konfessionalismus bei der Entstehung des IS?

Die Arbeit verdeutlicht, dass der IS religiöse Identitäten und den historischen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten instrumentalisiert, um seine Machtansprüche zu legitimieren und Unterstützer zu gewinnen.

Warum war der syrische Bürgerkrieg für den IS so bedeutend?

Der syrische Bürgerkrieg fungierte als Brandbeschleuniger, da er ein Machtvakuum schuf, das dem IS ermöglichte, sich organisatorisch zu festigen und von einer irakischen zu einer grenzüberschreitenden Terrororganisation zu expandieren.

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Details

Titel
Islamische Gewalt im Nahen Osten. Eine Folge amerikanischer Interventionen?
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,7
Autor
Peter Gerhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V385824
ISBN (eBook)
9783668605558
ISBN (Buch)
9783668605565
Sprache
Deutsch
Schlagworte
islamische gewalt nahen osten eine folge interventionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Gerhardt (Autor:in), 2016, Islamische Gewalt im Nahen Osten. Eine Folge amerikanischer Interventionen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385824
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