Die Frage, die sich für die Hausarbeit stellt, ist folgende: Was sind die Ursachen für islamische Gewalt im Nahen Osten? Sind die USA tatsächlich für die Islamische Gewalt und die Entstehung des Islamischen Staats verantwortlich oder gibt es andere Faktoren, die entscheidend für die Entstehung der Terrororganisation waren?
Dazu werden zunächst die wesentlichen Thesen von Michael Lüders Buch im ersten Kapital dargestellt. Daraufhin werden die Ursachen für die Entstehung von islamischer Gewalt an zwei Ländern untersucht, die in den letzten Jahren vermehrt im Fokus der Weltöffentlichkeit standen und auf dessen Staatsterritorium sich heute das Gebiet des Islamischen Staats (IS) erstreckt: Dem Irak und Syrien.
Zum Schluss erfolgt eine Gesamteinschätzung, ob die amerikanische Nahostpolitik tatsächlich die Entstehung des IS begünstigte und welche Bedeutung innerstaatliche und religiöse Konflikte haben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Entstehung des Islamischen Staats nach Lüders
- Die Ursachen islamischer Gewalt im Nahen Osten
- Sunniten und Schiiten
- Der Zusammenbruch des Irak
- Der Sturz Saddam Husseins
- Die Entstehung des islamischen Staats
- Der Bürgerkrieg in Syrien
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Ursachen für islamische Gewalt im Nahen Osten, insbesondere die Entstehung des Islamischen Staats (IS). Sie untersucht kritisch die These, dass die USA maßgeblich für diese Entwicklung verantwortlich sind, indem sie auf die Argumente von Michael Lüders eingeht und alternative Faktoren beleuchtet.
- Die Rolle der USA im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf die Entstehung islamischer Gewalt
- Der Einfluss innerstaatlicher und religiöser Konflikte, insbesondere zwischen Sunniten und Schiiten
- Die Bedeutung des Macht- und Ressourcenwandels im Irak und in Syrien
- Die Entstehung des Islamischen Staats im Kontext des irakischen und syrischen Bürgerkriegs
- Die Relevanz von internationalen Interventionen und die Herausforderungen der Konfliktlösung im Nahen Osten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel stellt die zentralen Thesen aus Michael Lüders Buch "Wer den Wind sät - Was westliche Politik im Orient anrichtet" dar. Lüders argumentiert, dass die USA durch ihre Interventionen im Nahen Osten, insbesondere im Irak, die Entstehung des IS begünstigt haben. Er kritisiert insbesondere die Auflösung der irakischen Armee und die Verhinderung einer Einigung zwischen sunnitischen, schiitischen und kurdischen Führern. Lüders sieht die USA als Hauptverantwortlichen für die Instabilität und den Terror im Irak.
Das zweite Kapitel beleuchtet die Ursachen islamischer Gewalt im Nahen Osten, indem es den Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten näher beleuchtet. Der Artikel erklärt die historische Entwicklung der beiden Glaubensrichtungen und ihre Bedeutung für die aktuelle politische und militärische Situation im Nahen Osten. Das Kapitel behandelt auch die Folgen des Zusammenbruchs des irakischen Staates nach dem Sturz Saddam Husseins, den Aufstieg des IS und die Rolle des syrischen Bürgerkriegs.
Das dritte Kapitel fokussiert auf die Bedeutung des irakischen Bürgerkriegs und dessen Folgen. Es analysiert die Entstehung des Islamischen Staats im Kontext des Machtvakuums, der ethnischen und religiösen Spannungen sowie der politischen Instabilität im Irak. Das Kapitel untersucht auch die Rolle der USA und die Folgen der internationalen Interventionen für die Entwicklung der Situation.
Schlüsselwörter
Islamische Gewalt, Islamischer Staat, Naher Osten, USA, Interventionen, Irak, Syrien, Sunniten, Schiiten, Bürgerkrieg, Machtpolitik, Ressourcen, Konfliktlösung, Terrorismus, Islamismus, Lüders, Todenhöfer, Antiamerikanismus, Antisemitismus.
Häufig gestellte Fragen
Sind die USA für die Entstehung des IS verantwortlich?
Theoretiker wie Michael Lüders argumentieren, dass US-Interventionen (wie der Sturz Saddam Husseins und die Auflösung der irakischen Armee) Machtvakua schufen, die den Aufstieg des IS begünstigten.
Welche Rolle spielt der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten?
Die religiöse Spaltung ist ein zentraler Faktor. Der IS nutzte die Marginalisierung der Sunniten im Irak nach 2003 aus, um Unterstützung und Kämpfer zu rekrutieren.
Wie trug der Bürgerkrieg in Syrien zur Gewalt bei?
Die Instabilität in Syrien bot dem IS Rückzugsräume und Ressourcen, was die Expansion der Terrororganisation über Staatsgrenzen hinweg ermöglichte.
Was sind die Thesen von Michael Lüders zur Nahostpolitik?
Lüders kritisiert in seinem Werk „Wer den Wind sät“, dass westliche Politik durch kurzfristige Interessen langfristige Instabilität und Terrorismus im Orient provoziert hat.
Gibt es neben US-Interventionen weitere Ursachen für die Gewalt?
Ja, innerstaatliche Korruption, ethnische Spannungen, sozioökonomische Perspektivlosigkeit und regionale Machtkämpfe zwischen Staaten wie Saudi-Arabien und dem Iran spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.
- Quote paper
- Peter Gerhardt (Author), 2016, Islamische Gewalt im Nahen Osten. Eine Folge amerikanischer Interventionen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385824