Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Tourism - Miscellaneous

Lesbische Touristinnen als Zielgruppe für den Reisemarkt

Haben Urlaubsangebote speziell für homosexuelle Frauen Entwicklungspotential?

Title: Lesbische Touristinnen als Zielgruppe für den Reisemarkt

Textbook , 2018 , 155 Pages

Autor:in: Katia Schuhmacher (Author)

Tourism - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

2017 ist die erste deutschsprachige Kreuzfahrt für die LGBT-Community in See gestochen. Spezielle Reiseangebote für die homosexuelle Reise-Zielgruppe sind aber nicht total neu auf dem Reisemarkt. Mit Beginn des selbstbewussteren Auftretens von Lesben und Schwulen in den 70er Jahren haben Reiseanbieter diese Zielgruppe schnell für sich entdeckt. Durch das kommerzielle Interesse und durch einen Wandel in der Gesellschaft zeichnete sich rasch ein eigener Nischenmarkt ab. Schwul-lesbische Touristen rückten seither immer stärker in den Fokus der Tourismusbranche und haben sich als treues und beständiges Kundensegment mit einem großen wirtschaftlichen Potenzial erwiesen. Immer mehr Reiseanbieter umwerben diese Zielgruppe. Auch Reisemittler – zumeist in Form von Reisebüros – locken mit speziell zugeschnittenen Urlaubsangeboten.

Homosexuelle Reisende finden auch in der Wissenschaft Beachtung. Die genauere Betrachtung hat aber gezeigt, dass sich der erforschte Reisemarkt fast ausschließlich auf homosexuelle Männer konzentiert. Dem lesbischen Segment wurde von den Marktforschern kaum Interesse entgegengebracht. Wegen der wachsenden Bedeutung des LGBT-Marktes und des gestiegenen Interesses an lesbischen Touristinnen, müssen die Lücken im zielgruppenspezifischem Wissen zum lesbischen Reisemarkt unbedingt geschlossen werden.

Die Autorin Katia Schuhmacher wirkt dem Mangel an zielgruppenspezifischem Wissen zum lesbischen Reisemarkt entgegen. In ihrem Buch gibt sie nicht nur einen Überblick über die historische Entwicklung und den derzeitigen Kenntnisstand zum schwul-lesbischen Tourismus. Sie stellt darüber hinaus die Unterschiede im Reiseverhalten von schwulen und lesbischen TouristInnen dar und führt eine Bestandsaufnahme des touristischen Angebots für Lesben in Deutschland durch. Die Autorin hat dafür das Reiseverhalten lesbischer Frauen in Deutschland durch eine groß angelegten Umfrage untersucht und leitet daraus die Entwicklungspotenziale und zukünftige Perspektiven des Marktsegments ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau

1.3 Vorgehensweise und Informationsbeschaffung

2 Definitorische Grundlagen und Charakterisierung der Untersuchungsgruppe

2.1 Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität

2.2 Zur Stellung der Untersuchungsgruppe in der Gesellschaft

2.2.1 (Un)Sichtbarkeit lesbischer Frauen

2.2.2 Identität, Community und Verhalten

2.3 Grundlagen des schwul-lesbischen Reisemarktes

2.3.1 Vielfalt der Bezeichnungen des schwul-lesbischen Reisemarktes

2.3.2 Branchenspezifische Kriterien des schwul-lesbischen Reisemarktes

3 Schwul-lesbisches Reisen in Theorie und Empirie

3.1 Entstehung und Entwicklung eines schwul-lesbischen Reisemarktes

3.1.1 Entstehung schwul-lesbischer Communities und erster Reisebewegungen

3.1.2 Popularität schwul-lesbischen Reisens und Herausstellung als eigenes Marktsegment

3.1.3 Lesbische Frauen im schwul-lesbischen Reisemarkt

3.2 Erkenntnisse aktueller Studien zu schwul-lesbischem Reisen

3.3 Portrait der lesbischen und schwulen Reisenden

3.3.1 Die lesbische Touristin im Spiegel bisheriger Erkenntnisse

3.3.2 Der schwule Tourist im Spiegel bisheriger Erkenntnisse

4 Analyse des touristischen Angebots für lesbische Frauen in Deutschland

4.1 Grundlegende Überlegungen zum lesbischen Marktsegment

4.1.1 Lesben als Konsumentinnen touristischer Angebote

4.1.2 Anbieter und Akteure lesbischer Angebote

4.2 Methodische Herangehensweise an die Angebotsanalyse

4.2.1 Internet als Analysemedium

4.2.2 Vorgehensweise und Einschränkungen des Untersuchungsgegenstandes

4.3 Angebotsanalyse marktspezifischer, deutscher Reiseveranstalter und Reisemittler

4.3.1 Überblick der untersuchten Reiseveranstalter und Reisemittler

4.3.2 Darstellung der Urlaubsangebote für lesbische Frauen

4.4 Überblick über die Angebote weiterer Anbieter und Akteure

4.5 Kritische Betrachtung der Angebotsanalyse von Reisveranstalter und Reisemittler

4.6 Zusammenfassung und Diskussion des touristischen Angebots für lesbische Frauen

5 Analyse des Reiseverhaltens lesbischer Frauen in Deutschland

5.1 Methodische Herangehensweise an die Analyse des Reiseverhaltens

5.1.1 Auswahl der Zielgruppe und einhergehende Überlegungen

5.1.2 Erhebungsmethodik der anonymen Online-Befragung

5.1.3 Rekrutierung der Teilnehmerinnen und Repräsentativität der Stichprobe

5.1.4 Aufbau und Gestaltung des Fragebogens

5.2 Demographische Struktur der Befragten

5.3 Reiseverhalten lesbischer Frauen

5.3.1 Grundlegende Entscheidungen im Reiseverhalten

5.3.2 Vergangene und zukünftige Zieldestinationen

5.3.3 Einfluss der sexuellen Orientierung auf die Destinationswahl

5.3.4 Bevorzugte Unterkunftstypen und Kriterien zur Auswahl

5.3.5 Informationsquellen und Buchungsverhalten

5.3.6 Reiseausgaben der lesbischen Touristinnen

5.3.7 Urlaubsmotive und -aktivitäten

5.3.8 Diskriminierungen und Anfeindungen aufgrund der sexuellen Orientierung

5.3.9 Zukunftswünsche

5.4 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

5.5 Diskussion und Zusammenfassung des Reiseverhaltens lesbischer Frauen

5.6 Gegenüberstellung der Ergebnisse von Angebots- und Nachfrageseite

6 Potenziale und Perspektiven lesbischen Reisens

6.1 Bedürfnisse und Wünsche lesbischer Touristinnen

6.2 Anforderungen und Handlungsempfehlungen

6.3 Chancen und Risiken

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entwicklungspotenzial des auf lesbische Frauen spezialisierten Reisemarktes. Hierzu wird eine umfassende Analyse der Angebotsseite (Reiseveranstalter, Reisemittler) sowie eine detaillierte quantitative Untersuchung des Reiseverhaltens und der Bedürfnisse lesbischer Touristinnen in Deutschland durchgeführt, um Stärken, Schwächen und Potenziale dieses Nischenmarktes aufzuzeigen.

  • Historische Entwicklung des schwul-lesbischen Reisemarktes
  • Portrait des Reiseverhaltens lesbischer Frauen
  • Analyse des bestehenden touristischen Angebots in Deutschland
  • Einfluss der sexuellen Orientierung auf die Destinationswahl
  • Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Tourismusbranche

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Als Rebecca Harvey sich von dem Mitarbeiter eines Thomas Cook Reisebüros in Taunton, Großbritannien, für eine Reise nach Tunesien begeistern ließ, wusste sie nicht, dass in dem Land, in dem sie die Hochzeitsreise mit ihrer Frau verbringen wollte, Homosexualität unter Strafe steht. Davon erfuhr sie erst nach der Buchung. Als sie sich bei dem Reisebüro beschwerte, wurde ihr geraten: „[A]ct as friends or siblings you shoudn’t have a problem“(MCCORMICK 2014, o. S). Diese Reaktion sorgte für einen öffentlichen Aufschrei in der LGBT-Community. „Thomas Cook told lesbian newlyweds to just ‚act as siblings‘ in anti-gay country“ titelte MCCORMICK im Online Magazin „PinkNews” (2014, o. S). Auch wenn sich Thomas Cook für das Auftreten seiner Mitarbeiter später entschuldigte, zeigt diese Schlagzeile doch symptomatisch auf, welche Einstellung bis heute gegenüber Homosexuellen in unserer Gesellschaft vorherrscht. Ein offenes „homosexuelles Verhalten“, wie es auch heute noch in weiten Teilen der Welt missbilligt wird, wirkt einschränkend auf die Mobilität der betroffenen Frauen und Männer. Die Besonderheiten, wie sie bei homosexuellen TouristInnen vorliegen, erfordern ein anderes Verständnis für und Wissen über die Zielgruppe, wie es der auf Heterosexuelle konzentrierte Massentourismus nicht aufzeigt.

„Homosexuelles Reisen“ ist kein gänzlich neues Phänomen, doch kamen erst in den 70er Jahren mit dem langsamen Beginn eines selbstbewussteren Auftretens von Lesben und Schwulen erste Produkte und Dienstleistungen für schwul-lesbische TouristInnen auf den Markt, die sich mit den speziellen Wünschen der neuen Kundengruppe auseinandersetzten. Mit steigendem kommerziellem Interesse, aber auch durch einen Wandel in Politik und Gesellschaft, traten nach und nach weitere Anbieter auf den Reisemarkt, der langsam begann sich als eigener Nischenmarkt abzuzeichnen. Die neue Zielgruppe rückt seitdem immer mehr in den Fokus der Tourismusbranche und wird seit den 90ern zunehmend als ernstzunehmender Reisemarkt angesehen (vgl. SOUTHALL/FALLON 2011, S. 221f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise und Informationsbeschaffung.

2 Definitorische Grundlagen und Charakterisierung der Untersuchungsgruppe: Klärung zentraler Begriffe der sexuellen Orientierung und Analyse der gesellschaftlichen Stellung lesbischer Frauen.

3 Schwul-lesbisches Reisen in Theorie und Empirie: Historischer Überblick über die Entwicklung des Reisemarktes und Zusammenfassung des bisherigen Forschungsstandes.

4 Analyse des touristischen Angebots für lesbische Frauen in Deutschland: Bestandsaufnahme und kritische Untersuchung vorhandener Angebote von Reiseveranstaltern und Reisemittlern.

5 Analyse des Reiseverhaltens lesbischer Frauen in Deutschland: Detaillierte quantitative Auswertung der Online-Befragung zum Reiseverhalten, den Bedürfnissen und Erfahrungen der Zielgruppe.

6 Potenziale und Perspektiven lesbischen Reisens: Einschätzung der Entwicklungsmöglichkeiten, Risiken sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen für Anbieter.

7 Fazit: Zusammenfassung der Kernergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung des lesbischen Marktsegments.

Schlüsselwörter

Lesbische Touristinnen, LGBT-Tourismus, Reiseverhalten, Nischenmarkt, gay-friendly, Angebotsanalyse, Online-Befragung, Reisemotive, Zielgruppenmarketing, Diversität, Homosexualität, Tourismusbranche, Reiseentscheidungen, Diskriminierung, Marktpotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit lesbischen Frauen als Zielgruppe für den Tourismusmarkt und untersucht, ob und wie Urlaubsangebote für diese spezifische Gruppe entwickelt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung des LGBT-Tourismus, die Charakterisierung der Zielgruppe, eine Bestandsaufnahme aktueller touristischer Angebote in Deutschland sowie eine detaillierte Analyse des Reiseverhaltens lesbischer Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Entwicklungspotenzial des "lesbischen Reisemarktes" durch eine Analyse von Angebot und Nachfrage fundiert einzuschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein Methodenmix aus Literaturanalyse, explorativer Angebotsanalyse und einer quantitativen Online-Befragung von über 1000 lesbischen Frauen genutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine explorative Bestandsaufnahme touristischer Angebote in Deutschland und eine umfassende Auswertung des Reiseverhaltens lesbischer Frauen basierend auf eigenen Daten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie lesbischer Reisemarkt, LGBT-Tourismus, gay-friendly und touristisches Reiseverhalten aus.

Warum spielt das Internet eine so zentrale Rolle bei der Analyse?

Das Internet ist für die Zielgruppe sowohl ein wichtiges Medium zur Informationsbeschaffung und Buchung als auch das Hauptmedium, über das Anbieter ihre explizit auf LGBTs ausgerichteten Produkte vermarkten.

Welche Rolle spielt der Sicherheitsaspekt für lesbische Touristinnen?

Sicherheit und der Schutz vor Diskriminierung sind zentrale Faktoren. Die Umfrage belegt, dass viele Lesben Destinationen meiden, in denen Homosexualität unter Strafe steht oder gesellschaftlich nicht akzeptiert wird.

Gibt es einen deutlichen Unterschied zwischen den Reisemotiven von Lesben und Schwulen?

Ja, während bei schwulen Männern oft der Wunsch nach einer ausgeprägten "Gay-Infrastruktur" (Bars, Events) im Vordergrund steht, legen lesbische Frauen stärkeren Wert auf persönliche Sicherheit, Erholung und Zeit mit Partnerin oder Familie.

Excerpt out of 155 pages  - scroll top

Details

Title
Lesbische Touristinnen als Zielgruppe für den Reisemarkt
Subtitle
Haben Urlaubsangebote speziell für homosexuelle Frauen Entwicklungspotential?
Author
Katia Schuhmacher (Author)
Publication Year
2018
Pages
155
Catalog Number
V385985
ISBN (eBook)
9783956873317
ISBN (Book)
9783956873331
Language
German
Tags
Tourismus LGBT Gay & Lesbian Travel schwul-lesbischer Reisemarkt schwul-lesbisches Reisen gay-friendly Reise-Zielgruppe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katia Schuhmacher (Author), 2018, Lesbische Touristinnen als Zielgruppe für den Reisemarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385985
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  155  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint