Einfluss von Lesestrategien auf das Textverstehen


Hausarbeit, 2017
16 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
S. 1
2. Begriffserklärung
­ Lesestrategien
S. 2
2.1. Kognitive Ebenen der Lesestrategien
S. 3
3. Lesetechniken
S. 4
3.1. Ordnende Lesetechniken
S. 4
3.2. Elaborierende Lesetechniken
S. 5
3.3. Wiederholende Lesetechniken
S. 5
4. Lesestrategien lehren und lernen
S. 6
5. Lesestrategieprogramme
S. 7
5.1 Wir werden Textdetektive
S. 8
5.2 Wirksamkeit
­ ,,Wir werden Textdetektive"
S. 9
6. Lesestrategien im Förderschwerpunkt Lernen
S.10
7. Fazit
S.11
Literaturverzeichnis
S.13

1
1. Einleitung
Lesen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Um am gesellschaftlichen
Leben teilnehmen zu können, ist es von Vorteil lesen zu können und vor allem das
gelesene auch zu verstehen und zu verknüpfen. In der Schule wird daher früh mit dem
Leseunterricht begonnen, dennoch zeigen laut der PISA Studie aus dem Jahr 2000 23%
der 15
­ Jährigen Schüler schwächen beim Lesen auf
1
.
Pisa will jedoch nicht nur das Lesen überprüfen, sondern die Lesekompetenzen der
Schüler überprüfen. Die Schüler sollen die Texte nicht nur lesen können, sondern auch
den Sinn des Textes verstehen. Dies bereitet den meisten Schülern jedoch noch
Schwierigkeiten. Es wurde daher nach dem
,,PISA ­ Schock"
2
nach Lösungen für das
Problem gesucht und man entwickelte Lesestrategien. Gute Leser besitzen diese
Lesestrategien schon. Sie rufen diese unbewusst auf und können Sie auf die
unterschiedlichsten Texte anwenden. Durch das erfolgreiche Nutzen der Strategien
fördern Sie nochmals ihr Motivation und die Freude am Lesen.
3
In meiner Hausarbeit werde ich mich daher mit dem Thema Einfluss von
Lesestrategien auf das Textverstehen
auseinandersetzten.
In einem ersten Teil werde ich zunächst auf die Theorie eingehen und zunächst den
Begriff der Lesestrategien genauer erläutern sowie die kognitive Ebene der
Lesestrategien.
Danach werde ich die unterschiedlichen Lesetechniken genauer bezeichnen und
passende Beispiele nennen.
Für die richtige Anwendung der Lesestrategien ist es nötig, das Lernen und Lehren
dieser genauer kennenzulernen und zu beleuchten. Ich werde daher in dem nächsten
Schritt meiner Hausarbeit darauf näher eingehen.
In einem zweiten Hauptteil der Hausarbeit werde ich mit Lesestrategieprogrammen
beschäftigen. Diese werde ich zunächst Grundlegend vorstellen um dann näher auf das
Strategieprogramm
,,Wir werden Textdetektive" eingehen zu können. Zu dem
Programm gibt es ebenfalls eine Studie die sich mit der Wirksamkeit des Programmes
1
Cordula Artelt / Wolfgang Schneider / Ulrich
Schiefele: ,,Ländervergleich zur Lesekompetenz". In:
Petra,Stanat (Hg.): Struktur, Entwicklung und Förderung von Lesekompetenz. Vertiefende Analysen im
Rahmen von PISA 2000.
Opladen 2004. S. 125
­ 139, hier S.139
2
ebenda
3
Andreas Gold: Lesen kann man Lernen. Lesestrategien für das 5. und 6. Schuljahr. Göttingen 2007. Hier
S.9

2
beschafft und damit auch mit der Wirksamkeit von Lesestrategien im Allgemeinen. Die
Studie werde ich anschließend vorstellen und erläutern.
In einem letzten Schritt werde ich das extra für den Förderschwerpunkt Lernen
erarbeitet Programm
,,Wir werden Lesedetektive" vorstellen. Denn gerade für Kinder
mit dem Förderschwerpunkt Lernen kann es nochmal bedeutend schwerer sein lesen zu
lernen und den Text auch zu verstehen.
Zum Schluss werde ich die Hausarbeit mit einem Fazit über die Wirkung von
Lesestrategien abschließen.
2. Begriffserklärung
­ Lesestrategien
Lesestrategien sind nichts anderes als Lesetechniken die
,,in einer Handlungssituation
bewusst dazu eingesetzt werden, um ein spezifisches Leseziel zu erreichen
"
4
. Dies
bedeutet, dass erst die konkrete und bewusste Anwendung von Lesetechniken, um ein
bestimmtes Leseziel zu erreichen, zu Lesestrategien führt.
Sie sollen dazu dienen Schüler und Schülerinnen einen Zugang zum Text zu gewähren.
Außerdem sind Lesestrategien ein spezifischer Ausschnitt der Lernstrategien und
beziehen sich demnach nur auf das Thema Lesen. Vor allem Leseschwache Schüler
sollen durch die Lesestrategien im Lesen gefördert werden. Die Lesestrategien gelten
dabei als mentaler Vorgang der in den Köpfen des Lesers abläuft, das heißt welche
Verhaltensweisen und Gedanken Er während des aktiven Lesevorgangs hat und wie er
diese nutzt, um das eigene Leseverhalten zu beeinflussen.
Die globale Kohärenzbildung, also der Zusammenhang des kompletten Textes, wird
dabei unterstützt.
Durch die Anwendung der Lesestrategien lernen die Schüler gleich mehrere Aspekte:
Informationsgewinnung aus dem Text, Verständnisschwierigkeiten des Textes
wahrzunehmen und zu lösen, ihr eigenes Vorwissen mit einzubeziehen und in einen
Zusammenhang mit dem gesamten Text zu setzen.
Die Leser sollen dabei angeleitet werden auf die ihnen bekannten Lesetechniken von
selbst zurückzugreifen. Jedoch fällt es gerade schwächeren Lesern schwer sich darauf
zu konzentrieren den Text in einen gesamt Zusammenhang zu setzen und zu verstehen.
4
Cornelia Rosebrock, Daniel Nix: Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen schulischen
Leseförderung
. 7., überarb. u. erw. Aufl. Baltmannsweiler 2015.

3
Es hat sich daher als vorteilhaft erwiesen den Schülern und Schülerinnen die
Lesestrategien gezielt zu lehren, dies geht ebenfalls aus Hatties Studie von 2009
hervor.
Die Leser und Leserinnen sollen durch die Lesestrategien Hilfestellungen zum
flüssigen Lesen und vor allem zum verstehen der Texte erhalten. Sie sollen durch die
erfolgreiche Nutzung der Strategien motiviert werden mehr zu lesen. Den Lesern soll
weiter ermöglich werden zu dem gelesenen Texten Stellung zu beziehen und sich mit
ihnen auseinanderzusetzen.
2.1 Kognitiven Ebenen der Lesestrategien
Es hat sich herausgestellt das Metakognitiven sowie strategischen Aspekten, im
Prozess des Lese
­ und Textverständnisses, eine große Rolle zuzuordnen ist. Beide
Aspekte sollen für die Leser dazu dienen ihren eigenen Lernprozess zu kontrollieren.
Während ihres Lernprozesses übernehmen die Schüler und Schülerinnen, durch den
Einsatz metagkognitiver Strategien, selbst die Kontrolle und Regulation während ihres
Lernprozesses. Dies gilt ebenso für das Lesen wie für das Lernen.
Auf drei unterschiedlichen kognitiven Ebenen spielen die Strategien eine bedeutende
Rolle. Mit einem Text aktiv umgehen und die Lesetechniken beherrschen können
kompetente Leser auf der unmittelbaren Ebene des Textes. Auf einer zweiten Ebenen,
der reflexiven Ebene können die Kompetenten Leser ihre Arbeit und den beginnenden
Prozess beim Lesen selbstkritisch reflektieren. Sie greifen dabei auf metagkognitive
Strategien zurück. Durch das selbstkritische Reflektieren ist es den Lesern möglich sich
selbst den Text zu erschließen und Verständnisschwierigkeiten selbst aufzuklären. Die
letzte Stufe bildet die umfassende Ebene bzw. die selbstregulative Ebene. Sie knüpft an
die vorherige Stufe an geht jedoch noch weiter, so dass sie den höchsten Anspruch an
den Leser stellt. Für die zuvor herausgefundenen Probleme müssen nun selbst
Lösungen gefunden und umgesetzt werden. Dies bedeutet, dass die Schüler selbst in
der Lage sein müssen, aus den gelernten Lesetechniken die korrekte herauszufinden
und anzuwenden. Dies soll auf eine strategische Vorgehensweise mit den Techniken
abzielen.
Denn eine im deklarativen Wissensbestand verfügbare Lesetechniken (erste Ebene)
wird überhaupt erst durch die metakognitive Problematisierung der Lesesituation

4
(zweite Ebene) und durch die selbstregulative Anwendung (dritte Ebene) zu einer
Lesestrategie.
5
Die Ebenen sollen im Leseprozess dann miteinander verschmelzen. eine im
deklarativen Wissensbestand verfügbare Lesetechniken (erste Ebene) wird Geübten
Lesern wird mit Verinnerlichung, der verschiedenen vorhandenen Lesetechniken, gar
nicht mehr bewusst, dass sie diese zur Problemlösung anwenden.
3. Lesetechniken
Kompetente Leser unterscheiden sich insbesondere durch das aktive Lesen von
weniger guten Lesern. Kompetente Leser greifen automatisch auf die Ihnen bekannten
Lesetechniken zurück und arbeiten mit Ihnen zusammen am Text.
Das Verstehen und Behalten von Informationen aus Texten wird vor allem durch
ordnende, durch verknüpfende (elaborierende) und durch wiederholende Strategien
unterstützt sowie durch die zugehörigen selbstregulativen Aktivitäten.
6
Anhand verschiedener Klassifikationssysteme werden die Lesestrategien geordnet.
Aufgeteilt wurden die Strategien dabei in ordnende, verknüpfende und wiederholende
Strategien nach einem Aufsatz von Claire Weinstein und Richard Mayer.
3.1. Ordnende Lesetechniken
Bei ordnenden Lesetechniken wird der Text auf die wichtigsten Hauptsagen reduziert.
Sie sollen dazu beitragen, dass der Leser den Text besser strukturieren kann und somit
zu einem besseren Textverständnis führen. Durch die Gestaltung einer Mindmap oder
auch durch das zusammenfassen eines Textabschnittes in seine Kernaussagen gelingt
dies.
Die Technik kann jedoch nur von Lesern mit Vorwissen verwendet werden, da
,,die
Sinnhaftigkeit des Geordneten
,,[...]" sich allerdings vornehmlich konzeptgesteuert
(top
­ down)"
7
ergibt.
5
C. Bräuer: ,,Lesetechniken erlernen, Lesestrategien entwickeln im Unterricht." In: M. Kämper ­ van den
Boogart und K.H. Spinner ( Hg.): Lese- und Literaturunterricht, Teil 3. Baltmannsweiler 2010. S.153-196.
6
Andreas Gold: Lesen kann man Lernen. Lesestrategien für das 5. und 6. Schuljahr. Göttingen 2007.
7
Ebenda
Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Einfluss von Lesestrategien auf das Textverstehen
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Proseminar: Literaturdidaktik: Leseförderung
Note
2,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V385993
ISBN (eBook)
9783668613515
ISBN (Buch)
9783668613522
Dateigröße
496 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch, Leseförderung, Lesestrategien, Textverstehen, Lesestrategieprogramme
Arbeit zitieren
Rebecca Holl (Autor), 2017, Einfluss von Lesestrategien auf das Textverstehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/385993

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