Die Konduktive Förderung ist eine Methode zur Sozialen Eingliederung und Rehabilitation von Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderung. Die Konduktive Förderung ist induziert bei Infantiler Cerebral Parese, vaskulären und entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems, Muskelerkrankungen, Schädel-Hirn-Traumen, hypoxischen Hirnschäden und Formen der Demenz. Sie arbeitet mit einem transdisziplinären Konzept.
Aus diesem Grund wird eine komplexe, ressourcenorientierte Förderung zur Selbst- und Alltagskompetenz möglich. Der ganzheitliche Ansatz integriert als Complementäre Alternative Methode (CAM) die Aromatherapie mit Salbei. Der Einsatz von Aromen ermöglicht den Aufschluss der Potentiale des herausgeforderten Menschen, die oftmals durch externe und interne Stressoren wie sozialen Druck oder Schmerzen das Teilhabeverhalten negativ beeinflussen.
Potentialentfaltung zur Teilhabe ist für den Sozialen, Bildungs- und Arbeitsalltag wichtig. Auf Basis der demographischen Entwicklung mit zunehmend chronisch erkrankten und von Behinderung betroffenen Menschen, mit immer weniger Einzahlern in das Sozialleistungssystem, ist der Aspekt der Teilhabe für ein möglichst langes selbständiges Leben von Bedeutung. Aus diesem Grund sind complementäre Methoden, die ein integratives Rehabilitationskonzept ermöglichen, zum Erhalt der Lebensqualität der Betroffenen wichtig.
Die Aromatherapie in der Konduktiven Förderung ermöglicht eine psychische und physische Entspannung, welche die Adhärenz gegenüber der Konduktiven Förderung und das Social-Well-Beeing des Betroffenen zu steigern vermag. Da Adhärenz den Erfolgsfaktor in der Beziehung zwischen Patient und Konduktor darstellt, wird die Bedeutung der Aromatherapie als CAM im Hinblick auf die Einhaltung gemeinsam definierter Gesundheitsziele deutlich.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Konduktive Förderung
Methodik des integrativen konduktiven Förderkonzeptes
Prinzip der CAM mit Salbei in der Konduktiven Förderung
Relevanz einer integrativen Versorgungsstruktur – Demographische Daten
Behandlungsspektrum der Konduktiven Förderung (KF)
Ziele und Merkmale der Konduktiven Förderung nach Petö
Angebotsstruktur
Bedeutung der Konduktiven Förderung als CAM
Bedeutung von Stressoren
Aromatherapie als CAM der Konduktiven Förderung zur Prävention und Behandlung chronischer Stressbelastung
Aromatherapie mit Salbei
Die Wirkung des Salbeibades in der Konduktiven Förderung
Die Wirkung der Aromamassage mit Salbeicreme in der Konduktiven Förderung
Bedeutung der Aromatherapie mit Salbei als integrativer Behandlungsansatz in der Konduktiven Förderung
Anwendungspraxis
Bedeutung der integrativen Behandlung durch Aromatherapie als CAM für das Patientencoaching
Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial der Aromatherapie mit Salbei als komplementäre Maßnahme (CAM) innerhalb der Konduktiven Förderung, um chronische Stressbelastungen bei Patienten zu reduzieren und deren Lebensqualität sowie Selbstkompetenz zu steigern.
- Integration komplementärmedizinischer Verfahren in die Konduktive Förderung.
- Physiologische und psychologische Wirkungsweisen von Salbei-Anwendungen (Bäder und Massagen).
- Bedeutung der Stressreduktion für den Erfolg therapeutischer Lernprozesse.
- Rolle des Patientencoachings zur Förderung der Eigenverantwortung und Adhärenz.
- Verknüpfung von motorischen Übungen mit olfaktorischen Reizen zur Stärkung der Selbstwahrnehmung.
Auszug aus dem Buch
Aromatherapie mit Salbei
Aromatherapie bringt nach Jane Buckle “Die Pflege zurück in die Gesundheitsversorgung“. Sie gehört als CAM zur regulativen Medizin, da zwischen Präparat und Wirkung ein klarer Zusammenhang besteht. Anhand von EEGs (Elektroenzephalographie) lassen sich vermehrte Aktivitäten in Hirnarealen darstellen, welche auf das Geruchserlebnis des Aromas zurückzuführen sind. Des Weiteren ermöglichen physikochemische Eigenschaften einen Einfluss auf den Körper des Menschen.
Demnach ermöglicht die Aromatherapie eine psychologische Einflussnahme, über den Geruchssinn und eine körperliche, durch pharmakologische Wirkung ihrer Inhaltsstoffe. Außerdem hat sie eine subjektive also vom Patienten ausgehende Wirkung. So ist die Erwartungshaltung des Menschen von Bedeutung, genauso wie die kontextuelle Einordnung der Gerüche entsprechend der Erfahrungen, die der Anwender mit ihnen verbindet. Die Ausprägung der Aromen ist an den Herkunftsort der Pflanze gebunden und wird durch Lichteinstrahlung, Wärme, Feuchte, Wind und Bodenbeschaffenheit beeinflusst. Salbei gehört zu der Familie der Lippenblütler. Lippenblütler sind die in der Aromatherapie am stärksten vertretene Pflanzengruppe. Sie sind als nachwachsender Rohstoff dauerhafter und verlässlicher Ölelieferant. Im Allgemeinen wirkt Salbei kräftigend und stimulierend und ist gut verträglich. Ausnahme in der Anwendung ist eine Schwangerschaft. Salbei wird als ganze Pflanze verarbeitet. Er speichert seine Duftstoffe in Drüsen an der Oberfläche. Aus diesem Grund setzt Salbei bei bloßer Berührung oder Vorüberstreifen seinen intensiven Duft frei.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Beschreibt die Bedeutung einer ganzheitlichen, integrativen Gesundheitsversorgung und den wachsenden Bedarf an patientenzentrierten Versorgungsmodellen angesichts demographischer Veränderungen.
Konduktive Förderung: Vermittelt die theoretischen und historischen Grundlagen der Konduktiven Förderung nach András Petö sowie deren methodischen Ansatz zur Befähigung chronisch Kranker.
Aromatherapie als CAM der Konduktiven Förderung zur Prävention und Behandlung chronischer Stressbelastung: Analysiert die Wirksamkeit von Salbei-Anwendungen als komplementäre Methode zur Stressreduktion und zur Unterstützung des therapeutischen Settings in der Konduktiven Förderung.
Resümee: Fasst zusammen, wie die Aromatherapie das Konduktive Behandlungskonzept durch die Stärkung von Ressourcen und die Förderung von Selbstmanagementprozessen erfolgreich ergänzen kann.
Schlüsselwörter
Konduktive Förderung, Aromatherapie, Salbei, Integrative Medizin, Stressprävention, chronische Erkrankungen, Patientencoaching, Empowerment, Selbstwirksamkeit, Lebensqualität, Komplementärmedizin, Stressoren, Gesundheitsförderung, Psychoneuroimmunologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der Aromatherapie als komplementäre Maßnahme in das therapeutische Setting der Konduktiven Förderung für chronisch kranke Menschen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Konduktive Förderung, die Wirkung von Salbei bei Stressbelastung, integrative Versorgungsstrukturen und die Bedeutung der Selbstkompetenz des Patienten.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch Aromatherapie physiologische und psychologische Stressoren reduziert werden können, um den Erfolg der Konduktiven Förderung und die aktive Teilhabe des Patienten zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse unter Einbeziehung medizinischer, pädagogischer und psychologischer Fachliteratur sowie aktueller Forschungsergebnisse zur integrativen Versorgung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die theoretischen Grundlagen der Konduktiven Förderung, die demographische Relevanz, Stressmechanismen und die spezifische Wirkung von Salbeibädern und Aromamassagen im Behandlungskontext.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Konduktive Förderung, Aromatherapie, Salbei, Stressmanagement, Empowerment und ganzheitliche Gesundheit definiert.
Welche Rolle spielt Salbei spezifisch im Behandlungskonzept?
Salbei wird als ergänzendes Heilmittel eingesetzt, da er krampflösende, schmerzstillende und stimmungsaufhellende Eigenschaften besitzt, die den Patienten psychisch und somatisch auf die Bewegungsübungen einstimmen.
Wie trägt das Patientencoaching zum Erfolg bei?
Das Patientencoaching fördert die Mitbestimmung und Selbsthilfe des Patienten, wodurch die Adhärenz (Therapietreue) erhöht und die Umsetzung individueller Gesundheitsziele gestärkt wird.
- Quote paper
- Stefanie Koehler (Author), 2017, Integrative Gesundheitsversorgung. Die Aromatherapie als Complementäre Alternative Maßnahme (CAM) in der Konduktiven Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386091