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Selbstgesteuertes Lernen in der Leseförderung. Möglichkeiten und Grenzen

Titel: Selbstgesteuertes Lernen in der Leseförderung. Möglichkeiten und Grenzen

Hausarbeit , 2009 , 21 Seiten

Autor:in: Britta Warmuth (Autor:in)

Pädagogik - Leseerziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nachhilfeinstitute, die Kurse zum "Lernen lernen" anbieten, schießen wie Pilze aus dem Boden, gerade lernschwache Schüler oder Kinder mit Teilleistungsstörungen erhoffen sich hier Hilfe, ihr Lernen effektiver und erfolgreicher zu gestalten. Die Lesekompetenz gilt als Garantieschein für den Schulerfolg, gute Leser, sind meist auch gute Lerner. Bei der Lesekompetenz kommen Fähigkeiten zum Tragen, die auch beim selbstgesteuerten Lernen eine entscheidende Rolle spielen: motivationale Strategien sind ebenso entscheidend wie kognitive, metakognitive und selbstregulative Strategien.

Doch dies stellt Kinder mit Leseschwierigkeiten oft vor unüberwindbare Hürden. Nehmen wir zum Beispiel einen Schüler mit einer Leserechtschreibschwäche. Im Unterricht macht er ständig die Erfahrung, den Anforderungen nicht gerecht zu werden, oft hat er Schwierigkeiten die Aufgabenstellung zu erfassen, zu verstehen und umzusetzen. Er hinkt seinen Klassenkameraden im Tempo hinterher und in Diktaten wimmelt es von rot markierten Rechtschreibfehlern.

Oft haben Kinder mit einer Leserechtschreibschwäche ein negatives Selbstkonzept und fühlen sich nicht selbstwirksam, d.h. sie konnten bislang nicht die Erfahrung machen, durch eigenes Lernen Erfolge zu erzielen, denn wie sehr sie sich auch mühen, die anderen sind immer schneller und besser. Auch wenn sie in der außerschulischen Förderung Fortschritte erzielen, können sie dieses positive Gefühl meist nicht in den Unterricht transportieren, denn trotz aller Erfolge geht die Schere zu ihren Klassenkameraden immer weiter auseinander.

Dies sind nur einige Beobachtungen persönlicher Erfahrungen, aber dennoch stellt sich die Frage, wie man Schülern, die die Lust am Lernen und in diesem Fall am Lesen als Basiskompetenz für alle anderen Fächer verloren haben, mit dem Konzept des selbstgesteuerten Lernens helfen könnte. Könnte vielleicht gerade diese Form des Lernens eine passende Methode sein, um ihr beschädigtes Selbstbild positiv zu stärken, ihre Motivation zu fördern und das Lesen zu trainieren?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Selbstgesteuert lernen – was bedeutet das?

2.1. Lernstrategien – kognitive Strategien

2.1.1. Lesestrategien

2.2. Metakognition

2.3. Metakognition im Leseprozess

2.4. Motivation:

2.4.1. Lesemotivation:

2.5. Volition/ /Selbstwirksamkeit/Selbstkonzept:

3. Was ist Lesekompetenz?

3.1. Was soll gefördert werden?

4. Wir werden Textdetektive:

4.1. Das Programm

4.2. Aufbau und Durchführung

4.3. Kritik und Evaluation:

5.Fazit:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept des selbstgesteuerten Lernens dazu beitragen kann, die Lesekompetenz von Schülern, insbesondere bei Lernenden mit Schwierigkeiten, zu steigern und deren Selbstkonzept positiv zu beeinflussen.

  • Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens und der Lernstrategien
  • Die Bedeutung von Motivation, Volition und Metakognition im Leseprozess
  • Definition und Förderung von Lesekompetenz
  • Detaillierte Analyse des Förderprogramms „Wir werden Textdetektive“
  • Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung in den Unterricht

Auszug aus dem Buch

2. Selbstgesteuert lernen – was bedeutet das?

Nach Weinert ist selbstgesteuertes Lernen eine Lernform, bei der der Handelnde entscheidet ob, was, wann, wie und woraufhin er lernt“2 Das deutsche Pisakonsortium definiert den selbstgesteuerten Lerner als kompetent, das eigene Lernen zu regulieren, sich selbstständig Lernziele zu setzen, dem Inhalt und Ziel angemessene Techniken und Strategien auszuwählen und sie auch einzusetzen. Er hält seine Motivation aufrecht, bewertet die Zielerreichung während und nach Abschluss des Lernprozesses und korrigiert– wenn nötig- die Lernstrategie.3 Auch in der Begriffsklärung von Schiefele und Pekrun wird deutlich das neben dem Einsatz von angemessenen Strategien, die Fähigkeit den eigenen Lernprozess zu überwachen und zu steuern, sowie sich selbst motivieren zu können, entscheidend für das selbstgesteuerte Lernen ist.

„Selbstgesteuertes Lernen ist eine Form des Lernens, bei der die Person in Abhängigkeit von der Art ihrer Lernmotivation selbstbestimmt eine oder mehrere Steuerungsmaßnahmen ( kognitiver, metakognitiver, volitionaler oder verhaltensmäßiger Art) ergreift und den Fortgang des Lernprozesses selbst überwacht.“4 Hervorzuheben ist dabei der prozessuale Charakter des selbstgesteuerten Lernens. Ich beziehe mich hier insbesondere auf das Modell von Schmitz und Wiese.5 Danach wird der Lernprozess in drei Phasen eingeteilt. Erstens die präaktionale Phase – vor dem Lernen, die aktionale Phase – während des Lernens und schließlich die postaktionale Phase - nach dem Lernen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage von lernschwachen Schülern und führt in das Potenzial des selbstgesteuerten Lernens zur Förderung der Lesekompetenz ein.

2. Selbstgesteuert lernen – was bedeutet das?: Erläutert die theoretischen Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens, inklusive Lernstrategien, Metakognition, Motivation und Volition.

3. Was ist Lesekompetenz?: Definiert den Begriff der Lesekompetenz und grenzt das bloße mechanische Vorlesen vom inhaltlichen Verstehen ab.

4. Wir werden Textdetektive: Stellt das Förderprogramm vor, analysiert dessen Aufbau sowie Durchführung und reflektiert die bisherigen Erfahrungen und Evaluationen.

5.Fazit: Resümiert die Anwendbarkeit des Konzepts im Unterricht und betont die Notwendigkeit einer langfristigen methodischen Integration.

Schlüsselwörter

Selbstgesteuertes Lernen, Lesekompetenz, Lernstrategien, Metakognition, Lesemotivation, Volition, Selbstwirksamkeit, Selbstkonzept, Textdetektive, Förderprogramm, Leseförderung, Kognitive Strategien, Selbstregulation, Lesefertigkeiten, Unterrichtsgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Verbindung zwischen dem Konzept des selbstgesteuerten Lernens und der Förderung der Lesekompetenz bei Schülern.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind Lernstrategien, Metakognition, motivationale Aspekte, das Selbstkonzept sowie die praktische Anwendung durch das Programm „Wir werden Textdetektive“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob selbstgesteuertes Lernen eine Methode sein kann, um bei schwächeren Schülern das Selbstbild zu stärken und die Lesekompetenz effektiv zu trainieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die das Modell von Schmitz und Wiese auf ein spezifisches Förderprogramm anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen wie kognitive und metakognitive Strategien erläutert und das Förderprogramm „Wir werden Textdetektive“ detailliert vorgestellt und kritisch hinterfragt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Selbstregulation, Lesekompetenz, Textdetektive, Lernstrategien und Motivationsförderung.

Welche Bedeutung hat das Ringwurfspiel im Programm „Wir werden Textdetektive“?

Das Spiel dient als Baustein zur motivationalen Selbstregulation, um Schülern zu vermitteln, wie man sich realistische Ziele setzt und Erfolge sowie Misserfolge richtig bewertet.

Warum betont die Autorin die Notwendigkeit einer „Leseöffentlichkeit“?

Die Leseöffentlichkeit soll das Lesen unter Schülern wieder attraktiver machen, indem soziale Aspekte und das gemeinsame Interesse am Thema in den Fokus gerückt werden.

Was ist der Hauptkritikpunkt der Autorin am Förderprogramm?

Die Autorin kritisiert, dass das Programm nicht als isolierter Baustein fungieren sollte, sondern eine grundlegende Umstellung der Unterrichtsgestaltung erfordert, um nachhaltig zu wirken.

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Details

Titel
Selbstgesteuertes Lernen in der Leseförderung. Möglichkeiten und Grenzen
Autor
Britta Warmuth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V386159
ISBN (eBook)
9783668604070
ISBN (Buch)
9783668604087
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstgesteuertes lernen leseförderung möglichkeiten grenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Britta Warmuth (Autor:in), 2009, Selbstgesteuertes Lernen in der Leseförderung. Möglichkeiten und Grenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386159
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Leseprobe aus  21  Seiten
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