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"Tatort“ in der öffentlichen Medien- und Kommunikationskultur. Public Viewing und Social TV. Rezeptionsformen einer deutschen Krimiserie

Titre: "Tatort“ in der öffentlichen Medien- und Kommunikationskultur. Public Viewing und Social TV. Rezeptionsformen einer deutschen Krimiserie

Thèse de Bachelor , 2016 , 75 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Wenka Kasper (Auteur)

Sociologie - Médias, Art, Musique
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Résumé Extrait Résumé des informations

In dieser Arbeit sollen nun zwei moderne Rezeptionsformen im Mittelpunkt stehen: Public Viewing und Social TV. Die Rezeption vom „Tatort“ findet nicht mehr zwangsläufig in der eigenen Wohnung statt, sondern es wird sich vermehrt an öffentlichen Orten, beispielsweise in Kneipen, getroffen, um den „Tatort“ gemeinsam zu schauen. Zudem erfolgt auch durch die neuen Technologien und Medien ein Wandel der Rezeption und des fernsehbegleitenden Sprechens. Insbesondere bei alleiniger Rezeption, erfolgt dieses zunehmend über das Internet und die Soziale Netzwerke, besonders Twitter ist hier Mittelpunkt der Kommunikation.

Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit liegt zum einen in der Untersuchung, wodurch die Teilnahme am Public Viewing vom „Tatort“ motiviert ist und zum anderen darin, die Kommunikation mittels Twitter während der Tatortrezeption inhaltlich zu analysieren. Ziel ist es, die beiden ausgewählten Rezeptionsformen und ihre Faszination zu entschlüsseln.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Kontext der Untersuchung

1.1 Der „Tatort“

1.2 Rezeptionsformen

1.2.1 Public Viewing

1.2.2 Social TV

1.3 Forschungsstand

2 Methode

2.1 Datenerhebung Public Viewing

2.1.1 Teilnehmende Beobachtung

2.1.2 Der qualitative Fragebogen

2.1.3 Auswertungsmethode

2.2 Methode Social TV

3 Darstellung der Ergebnisse

3.1 Ergebnisse der Untersuchung zum Public Viewing

3.1.1 Ergebnisse der teilnehmenden Beobachtungen

3.1.2 Ergebnisse des qualitativen Fragebogens

3.2 Ergebnisse der Untersuchung zum Social TV

4 Interpretation der Ergebnisse

4.1 Interpretation der Ergebnisse zum Public Viewing

4.2 Interpretation der Ergebnisse zum Social TV

4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die modernen Rezeptionsformen Public Viewing und Social TV im Kontext der deutschen Krimireihe „Tatort“. Ziel ist es zu analysieren, durch welche Faktoren diese Formen der gemeinsamen Rezeption motiviert sind und wie die Kommunikation der Zuschauer während der Ausstrahlung in diesen spezifischen Medien- und Kommunikationskulturen abläuft.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen und des Forschungsstandes zum „Tatort“.
  • Untersuchung der Motive und des Gemeinschaftsempfindens beim Public Viewing.
  • Analyse der parallelen Kommunikation via Twitter im Kontext von Social TV.
  • Triangulation der Methoden zur Erforschung von Public Viewing (Beobachtung und Fragebogen).
  • Vergleichende Interpretation der Ergebnisse beider Rezeptionsformen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Der „Tatort“

Seit dem Jahr 1970 wird die Fernsehfilmanthologie „Tatort“ von der ARD produziert und ausgestrahlt. Unter Anthologie versteht man eine Fernsehsendung, die „keine Kontinuität von Thema, Personal und Handlungsort“ (Mously 2007: 62) aufweist. Die regionalen Sendeanstalten der ARD in Deutschland sowie das ORF und SF DRS produzieren und strahlen abwechselnd in regelmäßigen Abständen eine „Tatort“-Folge aus. Die einzelnen Sendeanstalten produzieren ihre eigenen Reihen in einer oder mehreren Städten und Regionen, so beispielsweise der NDR in Hamburg, Hannover und Kiel. (vgl. ebd.: 61) Dabei werden unterschiedliche Autoren und Regisseure eingesetzt, wobei die Kommissare, bis zu ihrer eventuellen Absetzung, in ihrer Stadt bzw. Region die gleichen bleiben (vgl. Vogt 2005: 110ff). Die Einheit der Serie bzw. der Zusammenhang aller „Tatort“-Folgen wird also lediglich durch Titel, den über Jahrzehnte unveränderten Vor- und Abspann sowie den traditionellen Sendeplatz am Sonntagabend gestiftet (vgl. ebd.: 111).

Ursprünglich war der „Tatort“ auf einen Sendezeitraum von zwei Jahren begrenzt und sollte hauptsächlich eine Konkurrenz zur ZDF-Serie „Der Kommissar“ darstellen. Inzwischen zählt der „Tatort“, auch aufgrund seines langen Bestehens, zu den erfolgreichsten Sendeformaten. (vgl. Karczmarzyk 2010: 11) Jede Folge dieser Krimi-Reihe hat eine Länge von 90 Minuten und stellt traditionell eine in sich abgeschlossene Handlung da. Durchschnittlich wird der „Tatort“ dreimal monatlich, hier meistens am Sonntagabend um 20:15 Uhr, in der ARD ausgestrahlt. Hinzukommen diverse Wiederholungen älterer „Tatort“-Folgen auf den Dritten Programmen. (vgl. Mously 2007: 61)

Die Beliebtheit der Krimireihe spiegelt sich in der großen Zuschauerzahl und ihrem hohen Marktanteil wieder: Im Sendejahr 2015 wurden insgesamt 39 Krimifolgen ausgestrahlt, die von durchschnittlich 9,61 Millionen Zuschauern verfolgt wurden und der „Tatort“ zählt damit zu den meistgesehenen Krimis im deutschen Fernsehen (vgl. Tatort-Fundus, Focus Online).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Kontext der Untersuchung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Einführung in die Krimireihe „Tatort“ sowie Definitionen der untersuchten Rezeptionsformen Public Viewing und Social TV.

2 Methode: Hier werden das Forschungsdesign und die angewandten Methoden, namentlich die teilnehmende Beobachtung, die qualitative Befragung und die qualitative Inhaltsanalyse, dargelegt.

3 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die durch Beobachtungen und Fragebögen erhobenen Daten zum Public Viewing sowie die Resultate der Twitter-Inhaltsanalyse für Social TV.

4 Interpretation der Ergebnisse: Hier werden die erhobenen Daten analysiert und zusammengeführt, um die zugrunde liegenden Motive und die Bedeutung des Gemeinschaftsempfindens zu reflektieren.

Schlüsselwörter

Tatort, Public Viewing, Social TV, Medienkultur, Kommunikationskultur, Rezeptionsforschung, Gemeinschaftsempfinden, Twitter, qualitative Inhaltsanalyse, teilnehmende Beobachtung, Fernsehen, Krimireihe, Zuschauer, Gemeinschaft, Nutzerinteraktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Rezeptionsformen des deutschen TV-Klassikers „Tatort“ und untersucht, wie Zuschauer die Serie in der Öffentlichkeit (Public Viewing) und in sozialen Netzwerken (Social TV) wahrnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Analyse des Zuschauerverhaltens in Gruppensituationen, die soziale Bedeutung von gemeinsamem Fernsehen und die Veränderung des Rezeptionserlebens durch digitale Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Motive der Zuschauer für das Public Viewing des „Tatorts“ zu identifizieren und die parallele Kommunikation via Twitter (Social TV) inhaltlich zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus teilnehmender Beobachtung, qualitativen Fragebögen und einer qualitativen Inhaltsanalyse von Twitter-Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Beschreibung, die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Beobachtungen und Befragungen sowie deren anschließende inhaltliche Interpretation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie „Tatort“, „Public Viewing“, „Social TV“, „Gemeinschaftsempfinden“ und „Rezeptionsforschung“ zusammenfassen.

Welche Rolle spielt die „Tatort“-Community beim Social TV?

Die „Tatort“-Community nutzt Twitter als Plattform für Live-Rezensionen, den Austausch über Handlungsstränge und zur Etablierung eines virtuellen Gemeinschaftsgefühls während der Sendung.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Public Viewings?

Das Hauptergebnis ist, dass für die Teilnehmer das gemeinschaftliche Erlebnis („Wir-Gefühl“) wichtiger ist als der Krimiinhalt selbst, wobei eine direkte Kommunikation unter den Zuschauern in den besuchten Locations oft gering ausgeprägt ist.

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Résumé des informations

Titre
"Tatort“ in der öffentlichen Medien- und Kommunikationskultur. Public Viewing und Social TV. Rezeptionsformen einer deutschen Krimiserie
Université
University of Hamburg
Note
1,0
Auteur
Wenka Kasper (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
75
N° de catalogue
V386530
ISBN (ebook)
9783668606074
ISBN (Livre)
9783668606081
Langue
allemand
mots-clé
tatort medien- kommunikationskultur public viewing social rezeptionsformen krimiserie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Wenka Kasper (Auteur), 2016, "Tatort“ in der öffentlichen Medien- und Kommunikationskultur. Public Viewing und Social TV. Rezeptionsformen einer deutschen Krimiserie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386530
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Extrait de  75  pages
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