Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Notwendigkeit eines Internen Kontrollsystems und insbesondere mit den Aufgaben und Zielen der Internen Revision. Diese muss die Funktionsfähigkeit, Zweckmäßigkeit und Anwendung des Internen Kontrollsystems regelmäßig überprüfen, da jenes keine klassische Abteilung im Unternehmen ist, sondern die Aufgaben auf viele einzelne Abteilungen verteilt werden.
Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, dass die Interne Revision nicht nur für den Schutz des Unternehmens zuständig ist, sondern auch zu einer Verbesserung der Effizienz betrieblicher Abläufe beiträgt, dass durch sie Unternehmensstrukturen und Unternehmensprozesse überdacht werden und eine hohe Bedeutung für externe Prüfer bzgl. der Jahresabschlussprüfung hat.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Einordnung der Internen Revision in das Unternehmen
2.1 Unternehmensprävention
2.1.1 Risikomanagementsystem
2.1.2 Das Interne Kontrollsystem
3 Das Interne Kontrollsystem
3.1 Legitimationsgründe für die Schaffung eines Internen Kontrollsystems
3.2 Ziele
3.3 Aufgaben
3.3.1 Sicherheit
3.3.2 Ordnungsmäßigkeit
3.3.3 Wirtschaftlichkeit
4 Interne Revision
4.1 Allgemeine Einführung in die Aufgaben der Internen Revision
4.2 Aufgaben/Arbeitsbereiche
4.2.1 Financial Auditing
4.2.2 Operational Auditing
4.2.3 Management Auditing
5 Anforderungen an Interne Revisoren
5.1 Sachbezogene Voraussetzungen
5.2 Personenbezogene Voraussetzungen
6 Die Bedeutung der Internen Revision und des Internen Kontrollsystems für externe Prüfer
6.1 Unterscheidung/Abgrenzung zwischen Interner Revision und externer Prüfung
6.2 Stellenwert für den Abschlussprüfer
6.3 Stellenwert für beratende Tätigkeiten
7 Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit sowie die Aufgaben und Ziele des Internen Kontrollsystems (IKS) und der Internen Revision (IR) innerhalb von Unternehmen. Ziel ist es aufzuzeigen, dass die IR nicht nur eine Schutzfunktion für das Unternehmen ausübt, sondern aktiv zur Effizienzsteigerung betrieblicher Prozesse beiträgt und einen hohen Stellenwert für externe Prüfer bei der Jahresabschlussprüfung besitzt.
- Einordnung der Internen Revision in die Unternehmensprävention
- Struktur und Aufgaben des Internen Kontrollsystems
- Methodische Differenzierung der Revisionsbereiche (Financial, Operational, Management Auditing)
- Anforderungsprofil an qualifizierte Interne Revisoren
- Schnittstellen und Bedeutung der IR für die externe Abschlussprüfung
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Wirtschaftlichkeit
Mit dem Ziel der Wirtschaftlichkeit kommt das IKS in ein kleines Dilemma. Einerseits ist es die Aufgabe des IKS durch seine Handlungen und seine Berichtsfunktion das Unternehmen auf Bereiche, in denen ein wirtschaftlicher Handlungsbedarf besteht, hinzuweisen. Andererseits wird jedes Unternehmen versuchen, ständig Kosten einzusparen. Daraus ergibt sich die Problematik, dass man auf Kontrollhandlungen des IKS verzichten könnte, um sich Kontrollkosten zu ersparen.22
Für die Gestaltung und für den Betrieb eines IKS gilt ebenso wie für alle anderen betrieblichen Abläufe das ökonomische Prinzip. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass der gestiftete Nutzen von Kontrollen höher sein muss, als die Kosten der durchzuführenden Kontrollhandlungen. Bei der Implementierung von Kontrollen muss man sich nach dem erwarteten Risiko orientieren. Somit werden in jedem Unternehmen bestimmte Kontrollen aufgrund zu hoher Kontrollkosten nicht durchgeführt. Man ist also bereit, einen Fehler zu akzeptieren, wenn die Kosten eintretender Fehler niedriger sind, als die Kosten jener Kontrollen, die diese Fehler verhindern sollten. Kontrollen werden nicht um ihrer Selbst willen durchgeführt, sondern dienen ausschließlich der Schadensminimierung und damit einer höheren Wirtschaftlichkeit.23
Für jedes Unternehmen existiert ein gewisses Einsparungspotential, welches durch Überwachungsmaßnahmen realisiert werden kann. Diese Einsparungen können aber nur bis zu einem bestimmten Grad effizient realisiert werden. Zusätzliche Einsparungen verursachen überproportionale Kosten, womit sich das Kosten-Nutzen-Verhältnis zu Ungunsten der Überwachung verändert.24 Nicht bei allen Kontrollen ist das ökonomische Prinzip anwendbar. Sollte die Ordnungsmäßigkeit gefährdet sein, so ist vom ökonomischen Prinzip abzugehen und die Kontrollen sind trotzdem durchzuführen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen gewährleistet werden muss.25
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, dass zunehmende Komplexität und Globalisierung ein effektives Internes Kontrollsystem zur Unternehmenssicherung notwendig machen.
2 Einordnung der Internen Revision in das Unternehmen: Das Kapitel verortet die Interne Revision innerhalb der Unternehmensprävention und beschreibt deren Interaktion mit Risikomanagementsystem und Controlling.
3 Das Interne Kontrollsystem: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen, Ziele wie Vermögensschutz und Effizienz sowie die Aufgabenbereiche der Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit detailliert behandelt.
4 Interne Revision: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlich verankerte Rolle der Internen Revision und unterteilt deren Arbeitsbereiche in Financial, Operational und Management Auditing.
5 Anforderungen an Interne Revisoren: Die notwendigen fachlichen Kompetenzen sowie die psychologischen und persönlichen Voraussetzungen für das Anforderungsprofil eines Revisors werden hier spezifiziert.
6 Die Bedeutung der Internen Revision und des Internen Kontrollsystems für externe Prüfer: Es wird die Abgrenzung zur externen Prüfung vorgenommen und der hohe Nutzen der internen Revisionsergebnisse für den Abschlussprüfer herausgearbeitet.
7 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die Notwendigkeit der Internen Revision als Instrument zur Unternehmenssicherung zusammen und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung vom reinen Prüfer zum Berater.
Schlüsselwörter
Interne Revision, Internes Kontrollsystem, IKS, Risikomanagementsystem, Jahresabschlussprüfung, Wirtschaftlichkeit, Unternehmensprävention, Management Auditing, Financial Auditing, Operational Auditing, Ordnungsmäßigkeit, Bankwesengesetz, Revisionskonzeption, Qualitätssicherung, Compliance.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle, den Aufgaben und den Zielen der Internen Revision sowie deren Einbettung in das Interne Kontrollsystem eines Unternehmens unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit deckt die Unternehmensprävention, die Struktur des Internen Kontrollsystems, die verschiedenen Auditing-Ansätze, das Anforderungsprofil an Revisoren sowie das Verhältnis zwischen Interner Revision und externen Prüfern ab.
Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung der Internen Revision nicht nur als Kontrollinstrument, sondern als Beitrag zur Effizienzsteigerung und als wesentliche Unterstützung für externe Jahresabschlussprüfer zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und eine strukturierte Aufarbeitung der betriebswirtschaftlichen sowie gesetzlichen Grundlagen der Internen Revision (insbesondere mit Bezug auf das Bankwesengesetz).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Internen Kontrollsystems, eine detaillierte Erläuterung der Revisionsbereiche (Financial, Operational, Management) und eine Analyse der notwendigen Qualifikationen für Interne Revisoren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Interne Revision, IKS, Wirtschaftlichkeit, Jahresabschlussprüfung, Compliance, Risikomanagement und das österreichische Bankwesengesetz.
Inwiefern beeinflusst das ökonomische Prinzip die Gestaltung des Internen Kontrollsystems?
Das ökonomische Prinzip besagt, dass der Nutzen einer Kontrolle ihre Kosten übersteigen muss. Dennoch ist bei einer Gefährdung der Ordnungsmäßigkeit oder bei zwingenden gesetzlichen Vorgaben vom ökonomischen Prinzip abzuweichen und die Kontrolle dennoch durchzuführen.
Wie unterscheidet sich das Management Auditing von anderen Revisionsbereichen?
Während sich Financial und Operational Auditing eher auf Zahlen oder prozessorientierte Abläufe konzentrieren, prüft das Management Auditing die Unternehmensführung (zweite und dritte Führungsebene) selbst hinsichtlich ihrer Zweckmäßigkeit, ihres Wirkungsgrades und des Managementsstils.
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- Christian Schaper (Author), 2007, Die Normierung der internen Revision i.S.d. § 42 BWG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386533