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Stigmatisierung im neumedialen Zeitalter. Der Einfluss des Internets auf das Phänomen "Cybermobbing"

Titel: Stigmatisierung im neumedialen Zeitalter. Der Einfluss des Internets auf das Phänomen "Cybermobbing"

Hausarbeit , 2016 , 15 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Patricia Paschen (Autor:in)

Soziologie - Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Forschungsstand bezüglich der Thematik des Cybermobbings ist in den letzten Jahren nahezu exponentiell angestiegen. In der wissenschaftlichen Literatur wird überwiegend die Ansicht vertreten, dass das Phänomen "Cybermobbing" eine Unterart oder Variante des traditionellen, beispielsweise in der Schule stattfindenden, Mobbings darstellt, da die beiden Phänomene nicht unwesentlich übereinstimmende Eigenschaften aufweisen; die Unterschiede der beiden Phänomene sind jedoch nicht zu vernachlässigen. Langzeitstudien zu der Thematik stehen noch aus; was jedoch in bisherigen Studien herausgefunden wurde, ist, dass Cybermobbing verhältnismäßig seltener als traditionelles Mobbing vorkommt, sich die beiden Phänomene in ihrem Ausmaß häufig überschneiden und dass der Ursprung für Cybermobbing auch oft in der Schule zu finden ist.

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern das Internet Stigmatisierungsprozesse besonders im Hinblick auf das Phänomen "Cybermobbing" in sozialen Netzwerken beeinflusst. Es wird anhand mehrerer anschaulicher Fallbeispiele herausgearbeitet, wie sich Stigmatisierungsprozesse nach Goffman im neumedialen Zeitalter vollziehen und welche Auswirkungen mit ebendiesen für die betroffenen Individuen einhergehen.

Zu Anfang werden einige Begrifflichkeiten geklärt, um deren Einordnung klar darzulegen. Daraufhin folgt eine Ausführung der Grundthesen der Stigmatheorie Erving Goffmans, welche die theoretische Grundlage dieser Arbeit darstellt. Im Anschluss werden die Fallbeispiele präsentiert, auf die anschließend Goffmans Theorie angewandt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 „Cybermobbing“

2.2 „Soziales Netzwerk“

2.3 „Computervermittelte Kommunikation“

3. Goffmans Stigmatheorie

4. Fallbeispiele

5. Cybermobbing in der Stigmatheorie

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Internets auf Stigmatisierungsprozesse, insbesondere im Hinblick auf das Phänomen Cybermobbing in sozialen Netzwerken. Ziel ist es, anhand von Fallbeispielen aufzuzeigen, wie sich Stigmatisierung nach Erving Goffman im neumedialen Zeitalter vollzieht und welche Auswirkungen dies für betroffene Individuen hat.

  • Theoretische Fundierung durch Erving Goffmans Stigmatheorie
  • Charakterisierung des Phänomens Cybermobbing
  • Rolle der computervermittelten Kommunikation und soziale Netzwerke
  • Analyse von Stigmatisierungsprozessen im virtuellen Raum
  • Fallstudien zu den Auswirkungen von Online-Stigmatisierung

Auszug aus dem Buch

3. Goffmans Stigmatheorie

Der Begriff „Stigma“ ist vom griechischen Sprachgebrauch abgeleitet und beschreibt ursprünglich einen „Verweis auf körperliche Zeichen, die dazu bestimmt waren, etwas Ungewöhnliches oder Schlechtes über den moralischen Zustand des Zeichenträgers zu offenbaren“, wobei weniger das Zeichen an sich, als die damit einhergehende Unehre Konsternation verursacht und das Individuum als Träger eines solchen Zeichens nicht mehr als ganze, reine und gewöhnliche Person angesehen, sondern zu einer inferioren und befleckten deklassiert wird.

Nach Goffman konstituiert ein „Stigma“ in Form eines unmittelbar evidenten, unerwünschten Attributes, das für das stigmatisierte Individuum zutiefst diskreditierend ist, die Situation eines Individuums, die eine Diskrepanz zwischen virtualer und aktualer sozialer Identität aufweist und infolgedessen die stigmatisierte Person von vollständiger sozialer Akzeptanz exkludiert. Die mit devianten Individuen einhergehenden Stigmatisierungsprozesse erfüllen allerdings auch eine wichtige Funktion für die Gesellschaft: Durch ihre Devianz in der Gesellschaft sorgen sie mit dafür, dass soziale Normen aufrechterhalten bleiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Integration des Internets in den Alltag und führt das Phänomen Cybermobbing als kontrovers diskutierte Schattenseite der Digitalisierung ein.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „Cybermobbing“, „Soziales Netzwerk“ und „Computervermittelte Kommunikation“ definiert, um das theoretische Fundament für die Untersuchung zu legen.

3. Goffmans Stigmatheorie: Dieser Abschnitt erläutert die soziologischen Kernthesen Erving Goffmans zur Entstehung von Stigmatisierung, Identitätsdiskrepanzen und dem Umgang mit beschädigter Identität.

4. Fallbeispiele: Anhand zweier tragischer, aber anschaulicher Beispiele von Cybermobbing werden die massiven psychischen und sozialen Auswirkungen auf die Opfer verdeutlicht.

5. Cybermobbing in der Stigmatheorie: Die Theorie Goffmans wird hier explizit auf die Fallbeispiele angewandt, um zu analysieren, wie das Internet Stigmatisierungsprozesse verstärkt und das Stigma-Management der Betroffenen erschwert.

6. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel resümiert den Einfluss des Internets auf Stigmatisierungsprozesse und weist auf die gesteigerte Risikopotenzialität für die Identitätswahrung im digitalen Raum hin.

Schlüsselwörter

Cybermobbing, Stigmatisierung, Erving Goffman, Soziale Netzwerke, Computervermittelte Kommunikation, Identität, Stigma-Management, Digitale Medien, Soziologie, Virtueller Raum, Diskreditierung, Internetnutzung, Devianz, Soziale Normen, Psychische Folgen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie die Nutzung des Internets und soziale Netzwerke Stigmatisierungsprozesse beeinflussen und welche Rolle das Phänomen Cybermobbing dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft die klassische soziologische Stigmatheorie nach Erving Goffman mit modernen Phänomenen der digitalen Kommunikation wie Cybermobbing und sozialer Exklusion.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie sich Stigmatisierungsprozesse im Zeitalter des Internets verändern und welche Auswirkungen die digitale Sichtbarkeit auf die betroffenen Individuen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine qualitative Anwendung der Goffman’schen Stigmatheorie auf reale Fallbeispiele, um die Mechanismen der Online-Stigmatisierung zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erarbeitet, Begriffe definiert, Goffmans Theorie vorgestellt und diese anschließend anhand von Fallbeispielen kritisch auf die Phänomene des Cybermobbings übertragen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Schlagworte sind Cybermobbing, Stigmatisierung, Goffman, Identität und soziale Netzwerke.

Warum wird Goffmans Theorie zur Analyse von Cybermobbing herangezogen?

Goffmans Theorie bietet ein exzellentes Instrumentarium, um die „beschädigte Identität“ und das Scheitern beim Stigma-Management in öffentlichen oder halb-öffentlichen virtuellen Räumen zu erklären.

Welche besondere Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Internetnutzung?

Die Autorin schlussfolgert, dass die stetig intensiver werdende Internetnutzung aufgrund der Unumkehrbarkeit von digitalen Daten und der hohen Reichweite ein erhebliches Risiko für die Identitätswahrung und Stigmatisierung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stigmatisierung im neumedialen Zeitalter. Der Einfluss des Internets auf das Phänomen "Cybermobbing"
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,0
Autor
Patricia Paschen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V386632
ISBN (eBook)
9783668613683
ISBN (Buch)
9783668613690
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stigmatisierung Goffman Medien Cybermobbing Internet Soziologie Stigma
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patricia Paschen (Autor:in), 2016, Stigmatisierung im neumedialen Zeitalter. Der Einfluss des Internets auf das Phänomen "Cybermobbing", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386632
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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