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Die Christianisierung Südwestdeutschlands und angrenzender Gebiete im frühen Mittelalter

Interdisziplinäre Studie einer religiösen und sozialen Transformation

Titre: Die Christianisierung Südwestdeutschlands und angrenzender Gebiete im frühen Mittelalter

Travail de Recherche , 2018 , 349 Pages

Autor:in: Michael Harr (Auteur)

Théologie - Théologie historique, Histoire ecclésiastique
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In einer interdisziplinären Zusammenschau der Ergebnisse historischer, theologischer und archäologischer Forschung wird der Prozess der Christianisierung einer bestimmten Region untersucht. Dabei werden die sozialen und wirtschaftlichen Implikationen dieser Transformation erhoben und Vorschläge zur Beantwortung bislang offener Fagen in der Erforschunng dieser Epoche angeboten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung in die Thematik

1.1 Intentionen und Ergebnisse der vorliegenden Arbeit

1.2 Die bei der Christianisierung Südwestdeutschlands prägenden theologischen und kulturellen Einflüsse

1.3 Zur Bedeutung des Frühmittelalters für die europäische Geschichte

1.4 Die Zeit des Frühmittelalters in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten in der öffentlichen Wahrnehmung

1.5 Zur ethnologischen Nomenklatur

2. Zum Forschungsstand bezüglich der frühmittelalterlichen Christianisierung Europas

2.1 Die Beurteilung der Christianisierung und des damit zusammenhängenden kulturellen Umbruchs in der gegenwärtigen Diskussion

2.2 Die Christianisierung Europas, insbesondere Mitteleuropas im Lichte der neueren Forschung

2.3 Literatur zur derzeitigen Forschung

2.3.1 Arnold Angenendt

2.3.2 Lutz von Padberg

2.3.3 Torsten Capelle

2.3.4 Peter Brown

2.3.5 Richard Fletcher

2.3.6 Matthew Innes

2.3.7 Jacques Le Goff

2.4 Fazit des Durchgangs durch den Forschungsstand

2.5 Die Christianisierung Südwestdeutschlands im Blickwinkel der älteren Forschung

3. Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums

3.1 Räumliche Eingrenzung des Untersuchungsraums

3.2 Zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums

4. Vorgeschichte

4.1 Römische Herrschaft und erste germanische Landnahme im Raum des heutigen Südwestdeutschland, der Pfalz und des unteren Maingebiets

4.1.1 Die vorrömische Zeit

4.1.1.1 Die vorrömische Zeit des nachmaligen Dekumatenlandes

4.1.1.2 Die vorrömische Zeit der Pfalz und des unteren Maingebiets

4.1.2 Die römische Inbesitznahme

4.1.2.1 Die Inbesitznahme des nachmaligen Dekumatenlandes durch die Römer

4.1.2.2 Die Inbesitznahme der Pfalz und des unteren Maingebiets durch die Römer

4.1.3 Die Wirtschaft im Dekumatenland

4.1.4 Die römische Religion im Dekumatenland

4.1.5 Neue Siedler aus Innergermanien

5. Südwestdeutschland nach Rückverlegung des Limes durch die Römer

5.1 Der Abzug der Römer

5.2 Zurückbleibende Romanen

5.3 Neubesiedlung des Landes durch germanische Siedler

5.4 Zur Ethnogenese der Alamannen

5.4.1 Überlegungen der „Wiener Schule“ im Hinblick auf die Ethnogenese der Alamannen

5.5 Das Siedlungsgebiet der Alamannen

5.6 Alamannische Kriegszüge in der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts

5.7 Pagane religiöse Vorstellungen bei den Alamannen

6. Die Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet bis zum Jahr 500

6.1 Die Entwicklung in der Pfalz

6.2 Die Entwicklung im unteren Maingebiet

7. Ausbreitung des Christentums unter römischer Herrschaft und dessen Fortbestand über die Völkerwanderungszeit hinweg

7.1 Im rechtsrheinischen Gebiet

7.2 Im linksrheinischen Gebiet

8. Zur Christianisierung der Franken

8.1 Einleitende Überlegungen zur frühmittelalterlichen Christianisierung

8.2 Die fränkischen Alamannenkriege und ihre Folgen

8.3 Die Parallelisierung von Konstantin und Chlodwig

8.4 Die Bedeutung der Entscheidung Chlodwigs für das reichskirchliche und gegen das „arianische“ Christentum

8.4.1 Zur konfessionellen Nomenklatur

8.4.2 Die Taufe Chlodwigs als historische Weichenstellung

8.4.3 Der sogenannte „Arianismus“ in seiner Konfrontation mit dem reichskirchlichen Christentum

8.4.4 Sogenannter „Arianismus“ und Subordinatianismus bei den Germanen

8.5 Der Sieg der Franken über die Alamannen als Folge göttlichen Eingreifens

8.6 Zur fränkisch-alamannischen Grenzziehung im frühen 6. Jahrhundert

8.7 Überlegungen zur Entstehung der Markgrafschaft Baden

9. Die Durchsetzung der Christianisierung in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten

9.1 Anfänge der Christianisierung der Alamannen

9.2 Die Situation in der Pfalz und im unteren Maingebiet nach 500

9.3 Die Reihengräberfelder und die Reihengräberkultur

9.3.1 Deutungsversuche zur Gestalt der Reihengräberfelder

9.3.2 Brandbestattungen auf Reihengräberfeldern als Ausnahmeerscheinungen

9.3.3 Das Ende der Reihengräberfelder

9.3.4 Bestattungen in älteren Grabhügeln

10. Grabbeigaben in den Reihengräbern und deren religiöse Bedeutung

10.1 Überlegungen zur Bedeutung von Grabbeigaben

10.2 Pagane Grabbeigaben

10.3 Amulettkapseln als synkretistische Grabbeigaben

10.4 Christliche Grabbeigaben

10.4.1 Reliquiarschnallen

10.4.2 Brakteaten und andere Ziergegenstände

10.4.3 Goldblattkreuze

10.4.3.1 Die Beigabe von Goldblattkreuzen als langobardische Sitte

10.4.3.2 Deutung der Goldblattkreuze als „arianisch“

10.4.3.3 Sogenannter „Arianismus“ in Italien

10.4.3.4 Alternative Deutungen

10.4.3.4.1 Deutung der Goldblattkreuze als Zeichen der Zugehörigkeit zur Dreikapitelkirche

10.4.3.4.2 Deutung der Goldblattkreuze als Zeichen der Zugehörigkeit zum Mailänder Erzbistum

10.4.3.5 Goldblattkreuze in den Hofgrablegen

10.4.3.6 Abschließende Überlegungen zu den Goldblattkreuzen

10.4.4 Alltagsgegenstände mit christlichen Symbolen

10.4.5 Abgehauene Körperteile als Grabbeigaben

10.4.6 Pektoralkreuze und Zierscheiben mit Kreuzmotiven

10.5 Die Siedlungsstruktur der Reihengräberkultur

11. Errichtung der Kirchen

11.1 Kirchenbau als deutliches archäologisches Zeichen für die Christianisierung

11.2 Das Konzil von Vaison (529) und seine symptomatische Bedeutung

11.3 Kirchbauten und ältere pagane Kultstätten

11.4 Das Kirchengebäude in Abgrenzung von der naturräumlichen Umwelt

11.5 Ergebnisse der Kirchenarchäologie

11.6 Die Kirchen als Bestattungsplätze

11.6.1 Überlegungen zur Bestattung „ad sanctos“

11.6.2 Totenmemoria und Grabbeigaben

11.6.3 Die Grablege unter dem Frankfurter Dom

11.6.3.1 Die Hessigheimer Bestattung als Parallele

11.6.3.2 Das Lauffener Patrozinium als Parallele

11.6.4 Die Einheit „Kirche und Friedhof“ als Kristallisationspunkt für die Siedlungen

12. Die Pfalz und das untere Maingebiet nach 500 n. Chr.

12.1 Zum Stand der archäologischen Forschung

12.2 Die Ausgrabungen von Dirmstein und Eppstein

12.2.1 Die Funde von Dirmstein

12.2.2 Die Funde von Frankenthal-Eppstein

12.3 Überlegungen zur Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet

13. Die Bedeutung des Mönchtums für die Christianisierung des Untersuchungsraums

13.1 Die Bedeutung des irischen Mönchtums

13.2 Die Klöster der benediktinisch-columbanischen Richtung

13.3 Die Wirksamkeit Pirmins

13.4 Das Wirken des Mönchtums in Bezug auf das der Bischöfe und des Adels

14. Die Bedeutung der Bistümer

14.1 Bistum und Stadt

14.2 Errichtung und Wiedererrichtung der Bistümer

14.3 Die Rolle der einzelnen Bistümer

14.3.1 Bistum Mainz

14.3.2 Bistum Worms

14.3.3 Bistum Speyer

14.3.4 Bistum Straßburg

14.3.5 Bistum Basel

14.3.6 Bistum Konstanz

14.3.7 Bistum Augsburg

14.3.8 Bistum Würzburg

14.4 Grundsätzliche Überlegungen zur Grenzziehung der Bistümer

15. Der Adel als Träger der Christianisierung

15.1 Grundsätzliches

15.2 Die „Eigenkirche“

16. Überlegungen zur Bedeutung der Taufe

17. Niederschlag dieses Prozesses der Christianisierung in Pactus und Lex Alamannorum

18. Die Bedeutung der Patrozinien

18.1 Grundsätzliches zur Funktion der Patrozinien

18.2 Besonders wichtige Patrozinien des Untersuchungsraumes

18.3 Aufschlüsselung einer konkreten Patrozinienlandschaft am Mittleren Neckar

18.3.1 Beschreibung der Region an der Mündung der Enz in den Neckar

18.3.2 Die Patrozinien und ihre Bezüge

18.3.3 Ortsliste

18.3.4 Zusammenfassende Überlegungen

19. Neuer Einsatz der Mission unter den Karolingern und Aufbau der kirchlichen Struktur

19.1 Die angelsächsischen Mönche

19.2 Zur theologischen Orientierung des Bonifatius

19.3 Organisatorischer Abschluss der Christianisierung

20. Paganismus und Christentum in gegenseitiger Abgrenzung und Durchdringung

20.1 „Indiculus superstitionum et paganiarum“

20.2 Zum Problem einer Übergangszeit zwischen Christentum und Paganismus

21. Die Christianisierung als kulturelle, soziale und wirtschaftliche Umformung

21.1 Grundsätzliche Überlegungen

21.2 Die Ausbreitung des Systems der Grundherrschaft

21.2.1 Überlegungen Werner Röseners zur Entstehung des Dorfes und der Grundherrschaft

21.2.2 Überlegungen Ludolf Kuchenbuchs zur Entstehung der Grundherrschaft

21.2.3 Überlegungen Thomas Zotz` zur Grundherrschaft

21.3 Siedlungskonzentration und Verdorfung im Zusammenhang der Christianisierung

21.4 Die Entwicklung zur Dreifelderwirtschaft

21.4.1 Erkenntnisse Willi Müllers

21.4.2 Weiterführende Überlegungen zu Müllers Einsichten im Licht neuerer Forschung

21.4.3 Neuere Forschungen zur frühmittelalterlichen Siedlungskonzentration

21.4.3.1 Erkenntnisse Eva Stauchs und Karl Banghards

21.4.3.2 Erkenntnisse Rainer Schregs

21.4.3.3 Zusammenfassende Überlegungen

21.5.1 Einzelne Fragestellungen

21.5.1.1 Erklärung für die Vergrundholdung

21.5.1.2 Erklärung für die frühmittelalterliche Siedlungskonzentration

21.5.1.3 Entstehung des Eigenkirchenwesens

21.5.1.4 Plünderung der Gräberfelder durch die Angehörigen der Bestatteten

22. Überlegungen zur Entstehung der Grundherrschaft als Teil der durch die Christianisierung bedingten gesellschaftlichen Transformation

22.1 Theologische Überlegungen

22.2 Überlegungen zur Oralität der Grundherrschaft

22.3 Sprachgeschichtliche Beobachtungen

22.4 Zusammenfassung

23. Überlegungen zur Veränderung der Stellung der Frau als Teil der durch die Christianisierung verursachten gesellschaftlichen Transformation

24. Ertrag

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht interdisziplinär die Transformation Südwestdeutschlands im Frühmittelalter unter besonderer Berücksichtigung der religiösen und sozialen Aspekte, die durch die Christianisierung ausgelöst wurden. Sie analysiert, wie dieser Prozess nicht nur als religiöser Wandel, sondern als grundlegende gesellschaftliche Neuordnung zu verstehen ist, die den Übergang zur mittelalterlichen Grundherrschaft und Siedlungsstruktur maßgeblich prägte.

  • Die christliche Mission und ihre Auswirkungen auf die Siedlungs- und Sozialstruktur.
  • Die Rolle des Adels und der fränkischen Könige als Träger der Christianisierung.
  • Die Bedeutung von Patrozinien und Grabbeigaben (insb. Goldblattkreuze) für das Verständnis der religiösen Identität.
  • Die wechselseitige Abgrenzung und Durchdringung von Paganismus und Christentum.
  • Die Entstehung der Grundherrschaft im Kontext der frühmittelalterlichen Gesellschaftstransformation.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung in die Thematik

In den vergangenen Jahren hat durch archäologische Grabungen und die dabei gewonnenen Erkenntnisse der Wissensstand über die Besiedlung Südwestdeutschlands in der Zeit des Frühmittelalters erheblich zugenommen. Als Beispiel dafür sollen an dieser Stelle die in Lauchheim gemachten Ausgrabungen erwähnt werden. Mit diesem gewachsenen Erkenntnisstand rückte auch ins Blickfeld, wie diese hauptsächlich alamannische, zum Teil fränkische Bevölkerung in der Zeit des 6.-9. Jahrhunderts von der angestammten paganen Religion zum Christentum überwechselte und im Zuge dieses Prozesses eine neue gesellschaftliche Ordnung entstand. Diese ist zu verstehen als Teil der Aneignung der antiken Kultur und der Religion des Christentums durch die sich herausbildende mittelalterliche Gesellschaft in einem werdenden Europa, das vorrangig nicht als geographischer, sondern als kultureller Begriff zu gelten hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung in die Thematik: Einführung in den aktuellen archäologischen Forschungsstand und die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der gesellschaftlichen Transformation im Frühmittelalter.

2. Zum Forschungsstand bezüglich der frühmittelalterlichen Christianisierung Europas: Kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion und den wesentlichen Beiträgen internationaler Historiker und Mediävisten.

3. Räumliche und zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsraums: Definition der geographischen Grenzen und des Untersuchungszeitraums zwischen 500 und 800 n. Chr.

4. Vorgeschichte: Analyse der römischen Herrschaftsstrukturen und der vorrömischen Besiedlungssituation im untersuchten Gebiet.

5. Südwestdeutschland nach Rückverlegung des Limes durch die Römer: Untersuchung der Ethnogenese der Alamannen und der sozio-kulturellen Veränderungen nach dem Limesabzug.

6. Die Entwicklung in der Pfalz und im unteren Maingebiet bis zum Jahr 500: Spezifische Betrachtung der regionalen Entwicklung im linksrheinischen Bereich.

7. Ausbreitung des Christentums unter römischer Herrschaft und dessen Fortbestand über die Völkerwanderungszeit hinweg: Diskussion zur Kontinuität des Christentums in städtischen Strukturen nach der Spätantike.

8. Zur Christianisierung der Franken: Analyse des Einflusses der Franken unter Chlodwig und der Rolle des reichskirchlichen Christentums.

9. Die Durchsetzung der Christianisierung in Südwestdeutschland und den angrenzenden Gebieten: Untersuchung der archäologischen Befunde (Reihengräberfelder) als Indikatoren für den christlichen Glaubenswechsel.

10. Grabbeigaben in den Reihengräbern und deren religiöse Bedeutung: Tiefgehende Analyse der symbolischen Bedeutung von Goldblattkreuzen und anderen Grabbeigaben im Kontext der Christianisierung.

11. Errichtung der Kirchen: Bedeutung des Kirchenbaus und archäologische Nachweise für die kirchliche Organisation im ländlichen Raum.

12. Die Pfalz und das untere Maingebiet nach 500 n. Chr.: Fortführung der regionalen Analyse der archäologischen Befunde.

13. Die Bedeutung des Mönchtums für die Christianisierung des Untersuchungsraums: Untersuchung der Wirksamkeit irischer und benediktinischer Missionare.

14. Die Bedeutung der Bistümer: Analyse der Rolle von Bischofssitzen als Zentren der kirchlichen und administrativen Verwaltung.

15. Der Adel als Träger der Christianisierung: Darstellung des Adels als treibende Kraft bei der Errichtung von Eigenkirchen und der missionarischen Durchdringung des Landes.

16. Überlegungen zur Bedeutung der Taufe: Interpretation der Taufe als zentrales Kriterium des Übertritts zum Christentum.

17. Niederschlag des Prozesses der Christianisierung in Pactus und Lex Alamannorum: Untersuchung rechtshistorischer Quellen auf Hinweise zum Glaubenswandel.

18. Die Bedeutung der Patrozinien: Analyse der Heiligenverehrung in ländlichen Kirchen und deren Funktion für die Mission.

19. Neuer Einsatz der Mission unter den Karolingern und Aufbau der kirchlichen Struktur: Darstellung der Reformbemühungen durch angelsächsische Mönche wie Bonifatius.

20. Paganismus und Christentum in gegenseitiger Abgrenzung und Durchdringung: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen altem Glauben und christlicher Lehre.

21. Die Christianisierung als kulturelle, soziale und wirtschaftliche Umformung: Zusammenfassende Betrachtung der Auswirkungen auf Siedlungsstruktur und Grundherrschaft.

22. Überlegungen zur Entstehung der Grundherrschaft als Teil der durch die Christianisierung bedingten gesellschaftlichen Transformation: Theoretische Reflexion der ökonomischen und religiösen Grundlagen.

23. Überlegungen zur Veränderung der Stellung der Frau als Teil der durch die Christianisierung verursachten gesellschaftlichen Transformation: Analyse des Einflusses adeliger Frauen auf die Etablierung des Christentums.

24. Ertrag: Zusammenfassendes Fazit der Studie.

Schlüsselwörter

Christianisierung, Südwestdeutschland, Frühmittelalter, Alamannen, Franken, Reihengräber, Grundherrschaft, Patrozinien, Goldblattkreuze, Kirchenarchäologie, Missionierung, Fränkisches Reich, Bestattungssitten, Eigenkirche, Transformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Übergang Südwestdeutschlands vom Heidentum zum Christentum im Frühmittelalter und die damit verbundene umfassende gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Umgestaltung der Region.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der archäologischen Analyse von Bestattungsriten, der Etablierung der kirchlichen Organisation durch Bistümer und Klöster sowie der Rolle des Adels und der Grundherrschaft bei der Implementierung christlicher Strukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Studie zielt darauf ab, die Christianisierung nicht als isoliertes religiöses Ereignis, sondern als integrierten kulturellen Transformationsprozess zu erfassen, der eine neue gesellschaftliche Ordnung, insbesondere in Bezug auf die Grundherrschaft, hervorbrachte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der historische Schriftquellen, archäologische Grabungsbefunde (insbesondere Reihengräberfelder und Kirchengrundrisse), siedlungsgeschichtliche Analysen sowie theologische Reflexionen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der frühen Missionsgeschichte, die Untersuchung der Rolle von Mönchtum und Bistümern, die Auswertung von Grabbeigaben als Zeugnisse religiöser Identität sowie die Erörterung des Zusammenhangs zwischen christlicher Mission und der Entstehung der Grundherrschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Christianisierung, Alamannen, Reihengräber, Grundherrschaft, Patrozinien, Goldblattkreuze, Kirchenarchäologie und karolingische Reform.

Welche Rolle spielt die Archäologie für die Erkenntnisse des Autors?

Da zeitgenössische schriftliche Quellen zur frühmittelalterlichen Situation in Südwestdeutschland spärlich sind, dienen archäologische Befunde aus Gräbern und frühen Kirchenbauten als entscheidende Indikatoren für den zeitlichen Ablauf und die Intensität der Christianisierung.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Frauen bei der Christianisierung?

Der Autor betont, dass adelige Frauen, wie etwa Chrodechilde oder Berta, eine signifikante Rolle als Vermittlerinnen und Inspiratorinnen spielten, da sie durch ihre Ehen und familiären Bindungen maßgeblich zur Akzeptanz und Verbreitung des christlichen Glaubens in der führenden Gesellschaftsschicht beitrugen.

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Titre
Die Christianisierung Südwestdeutschlands und angrenzender Gebiete im frühen Mittelalter
Sous-titre
Interdisziplinäre Studie einer religiösen und sozialen Transformation
Auteur
Michael Harr (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
349
N° de catalogue
V386633
ISBN (ebook)
9783668611085
ISBN (Livre)
9783668611092
Langue
allemand
mots-clé
christianisierung südwestdeutschlands gebiete mittelalter interdisziplinäre studie transformation
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Citation du texte
Michael Harr (Auteur), 2018, Die Christianisierung Südwestdeutschlands und angrenzender Gebiete im frühen Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386633
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