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Fremdwährungsexposure und die Sensitivität gegenüber Zinsdifferenzen von US-Unternehmen

Eine empirische Analyse

Title: Fremdwährungsexposure und die Sensitivität gegenüber Zinsdifferenzen von US-Unternehmen

Master's Thesis , 2017 , 70 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Kreuzinger (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Wechselkurse und Zinssätze sind zwei wesentliche volks- und finanzwirtschaftliche Faktoren, die Unternehmenswerte beeinflussen können. Eine Vielzahl an Unternehmen ist durch internationalen Handel, Erlöse von ausländischen Tochtergesellschaften oder durch den Besitz von Vermögenswerten in Fremdwährung einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. In den letzten Jahrzehnten wurde in der Literatur intensiv die empirische Quantifizierung des aus der Wechselkursdynamik resultierenden Fremdwährungsexposure (FWE) untersucht und kontrovers diskutiert.

Seit Aufhebung des Bretton Woods Systems 1973 stellt die zunehmende Volatilität von Wechselkursen einen essentiellen Risikofaktor beim Währungsmanagement in Unternehmen dar. Unterstrichen wird die Relevanz dieses Risikofaktors durch die relativ gesehen hohe Volatilität von Wechselkursen, welche typischerweise deutlich höher als diejenige von Zinssätzen und Inflationskennzahlen ausfällt. Nicht zuletzt war einer der zentralen Motivationspunkte bei der Gründung des Euroraumes die Eliminierung des Wechselkursrisikos um Unternehmen einen Handel frei von unsicheren Änderungen der relativen Preise zu ermöglichen.

Neben dem Wechselkursrisiko stellt das Zinsrisiko einen ebenso wesentlichen Risikofaktor für Unternehmen dar, da dieser sowohl die zukünftigen Cash-Flows als auch deren Bewertung über den entsprechenden Diskontfaktor beeinflusst. Darüber hinaus sind Dynamiken des Zinssatzes meist sehr eng mit der Konjunktur des Wirtschaftszyklus verbunden, welche durch die Kapitalkosten wiederum die Investitionsbereitschaft von Unternehmen beeinflusst. Laut einer Umfrage von Graham und Harvey (2001) stellt das Zinsrisiko den zweitwichtigsten Risikofaktor (nach dem Kreditrisiko) für Manager von US-Unternehmen dar. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Wirkungskanäle des Währungs- und Zinsrisikos

2.2 Quantifizierung des Risikos

2.3 Makroökonomischer Zusammenhang von Wechselkurs und Zins

2.4 Indirektes Exposure und Hedging

3. Literaturüberblick

3.1 Beiträge zum Fremdwährungsexposure

3.2 Beiträge zum Zinsexposure

3.3 Beiträge zur Interaktion von Zinsen, Wechselkursen und Aktienpreisen

4. Datenbasis

5. Empirische Strategie und Methodik

5.1 Schätzung des Exposures

5.2 Erklärung des Exposures

6. Empirische Ergebnisse

6.1 Ausmaß des Exposures

6.2 Exposure auf Branchenlevel

6.3 Interaktion von Währungs- und Zinsexposure

6.4 Unternehmenscharakteristika als Determinanten des Exposures

6.4.1 Unternehmensgröße

6.4.2 Internationale Aktivität

6.4.3 Kapitalstruktur

6.4.4 Kapitalumschlag

6.4.5 Wachstumschancen und R&D Intensität

6.4.6 Financial Distress

6.5 Ergebnisse der Determinanten für alle Exposures

6.5.1 Interpretation der FWE Determinanten

6.5.2 Interpretation der TSE Determinanten

7. Robustness Check

7.1 Modellspezifikationen zur Schätzung des Exposures

7.2 Verwendung der Nelson Siegel Parameter für die Veränderung der Term Structure

7.3 Instrumentenvariable Ansatz für Subsample

8. Kritische Würdigung und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Interaktion zwischen Wechselkursrisiken und Zinsrisiken für US-Unternehmen empirisch zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwiefern makroökonomische Faktoren, insbesondere die Zinsstruktur, das Fremdwährungsexposure (FWE) und das daraus resultierende Term Spread Exposure (TSE) beeinflussen, und welche unternehmensspezifischen Faktoren diese Sensitivitäten bestimmen.

  • Empirische Untersuchung des Fremdwährungs- und Zinsexposures von US-Unternehmen.
  • Analyse der Interaktion von Wechselkursdynamiken und Zinsstrukturvariationen.
  • Quantifizierung unternehmensspezifischer Determinanten (z.B. Größe, Kapitalstruktur, Internationalität).
  • Robustheitsprüfungen mittels verschiedener Modellspezifikationen und Instrumentenvariablen-Ansätzen.
  • Untersuchung von Hedging-Strategien und deren Einfluss auf das gemessene Risiko.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Wechselkurse und Zinssätze sind zwei wesentliche volks- und finanzwirtschaftliche Faktoren, die Unternehmenswerte beeinflussen können. Eine Vielzahl an Unternehmen ist durch internationalen Handel, Erlöse von ausländischen Tochtergesellschaften oder durch den Besitz von Vermögenswerten in Fremdwährung einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. In den letzten Jahrzehnten wurde in der Literatur intensiv die empirische Quantifizierung des aus der Wechselkursdynamik resultierenden Fremdwährungsexposure (FWE) untersucht und kontrovers diskutiert.

Seit Aufhebung des Bretton Woods Systems 1973 stellt die zunehmende Volatilität von Wechselkursen einen essentiellen Risikofaktor beim Währungsmanagement in Unternehmen dar. Unterstrichen wird die Relevanz dieses Risikofaktors durch die relativ gesehen hohe Volatilität von Wechselkursen, welche typischerweise deutlich höher als diejenige von Zinssätzen und Inflationskennzahlen ausfällt. Nicht zuletzt war einer der zentralen Motivationspunkte bei der Gründung des Euroraumes die Eliminierung des Wechselkursrisikos um Unternehmen einen Handel frei von unsicheren Änderungen der relativen Preise zu ermöglichen.

Neben dem Wechselkursrisiko stellt das Zinsrisiko einen ebenso wesentlichen Risikofaktor für Unternehmen dar, da dieser sowohl die zukünftigen Cash-Flows als auch deren Bewertung über den entsprechenden Diskontfaktor beeinflusst. Darüber hinaus sind Dynamiken des Zinssatzes meist sehr eng mit der Konjunktur des Wirtschaftszyklus verbunden, welche durch die Kapitalkosten wiederum die Investitionsbereitschaft von Unternehmen beeinflusst. Laut einer Umfrage von Graham und Harvey (2001) stellt das Zinsrisiko den zweitwichtigsten Risikofaktor (nach dem Kreditrisiko) für Manager von US-Unternehmen dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wechselkurs- und Zinsrisiken für Unternehmenswerte ein und definiert die Forschungsziele der Arbeit.

2. Theoretischer Rahmen: Das Kapitel erläutert die Wirkungskanäle des Währungs- und Zinsrisikos sowie die makroökonomischen Zusammenhänge zwischen Wechselkursen und der Zinsstruktur.

3. Literaturüberblick: Hier werden bestehende empirische Studien zum Fremdwährungs- und Zinsexposure sowie deren Interaktion synthetisiert und kritisch diskutiert.

4. Datenbasis: Dieses Kapitel beschreibt die Auswahl des Samples, die verwendeten Finanzdaten und die methodischen Annahmen zur Datenerhebung.

5. Empirische Strategie und Methodik: Es werden die Regressionsmodelle zur Schätzung des Exposures sowie die methodische Vorgehensweise zur Bestimmung der Determinanten dargelegt.

6. Empirische Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse hinsichtlich der Ausprägung des Exposures sowie der identifizierten unternehmensspezifischen Determinanten.

7. Robustness Check: Hier wird die Validität der Ergebnisse durch alternative Modellspezifikationen und zusätzliche methodische Ansätze überprüft.

8. Kritische Würdigung und Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst, praktisch eingeordnet und zukünftige Forschungsbedarfe aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Fremdwährungsexposure, Zinsexposure, Zinsstruktur, Wechselkursrisiko, Term Spread, Unternehmensbewertung, Risikomanagement, Unternehmenskennzahlen, Empirische Analyse, Fixed Effects Regression, Hedge-Strategien, Finanzkrise, US-Unternehmen, Kapitalstruktur, Marktvolatilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Wechselkurs- und Zinsänderungen auf den Wert von US-Unternehmen und untersucht, wie diese Risiken gemessen und durch spezifische Unternehmensmerkmale erklärt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind das Fremdwährungsexposure (FWE), das Zinsexposure (TSE), die Interaktion zwischen Währungen und der gesamten Zinsstrukturkurve sowie deren Einfluss auf die Unternehmenssteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die gemeinsame Interaktion von Wechselkursen und der Zinsstruktur empirisch zu quantifizieren und zu ermitteln, welche unternehmensspezifischen Faktoren für die Höhe dieser Risiken verantwortlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden lineare Regressionsmodelle (insbesondere das Fama-French Modell) sowie Fixed-Effects-Regressionen zur Bestimmung von Determinanten eingesetzt, ergänzt durch Robustheitsprüfungen mittels Nelson-Siegel-Parametern und Instrumentenvariablen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Risikokanäle, die Vorstellung der Datenbasis, die empirische Strategie zur Exposure-Schätzung, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine eingehende Robustheitsanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Fremdwährungsexposure, Zinsexposure, Zinsstruktur, Risikomanagement und Unternehmenscharakteristika.

Warum wird der Begriff "Term Spread Exposure" (TSE) eingeführt?

Der Begriff TSE wird eingeführt, um das aus den Elastizitäten gegenüber Veränderungen des Term Spreads resultierende Zinsrisiko analog zum Fremdwährungsexposure systematisch zu quantifizieren.

Welche Rolle spielt die Branche bei der Untersuchung des Exposures?

Die Branche dient als Ebene zur Analyse des Exposures, wobei sich zeigt, dass beispielsweise der Mining-Sektor aufgrund seiner starken Abhängigkeit von USD-fakturierten Erdölexporten ein besonderes FWE-Profil aufweist.

Welche Bedeutung haben "unternehmensspezifische Determinanten"?

Diese Merkmale, wie Unternehmensgröße, Kapitalstruktur oder R&D-Intensität, dienen dazu, die Varianz des Exposures zwischen Unternehmen zu erklären und aufzuzeigen, welche Firmen ihre Risiken besser durch internes Management oder Hedging adressieren können.

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Details

Title
Fremdwährungsexposure und die Sensitivität gegenüber Zinsdifferenzen von US-Unternehmen
Subtitle
Eine empirische Analyse
College
University of Passau
Grade
1,3
Author
Thomas Kreuzinger (Author)
Publication Year
2017
Pages
70
Catalog Number
V386670
ISBN (eBook)
9783668607491
ISBN (Book)
9783668607507
Language
German
Tags
fremdwährungsexposure sensitivität zinsdifferenzen us-unternehmen Wechselkurs Risiko
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Kreuzinger (Author), 2017, Fremdwährungsexposure und die Sensitivität gegenüber Zinsdifferenzen von US-Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386670
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