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Das Pessachfest heute, gestern und morgen

Ein Überblick

Titre: Das Pessachfest heute, gestern und morgen

Travail d'étude , 2017 , 29 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Britta Warmuth (Auteur)

Didactique - Théologie, Pédagogie de Religion
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Résumé Extrait Résumé des informations

Es hat viele Namen: Frühlingsfest, Fest der ungesäuerten Brote, Fest der Freiheit, Geburtsstunde des Volkes Israel, Fest des Neubeginns: das Pessach-Fest. Entstanden aus alten agrarischen Bräuchen ist Pessach heute aktueller denn je und das beliebteste und populärste Fest des Judentums. Kaum eine andere Feier des jüdischen Festkalenders ist so erfüllt von Symbolik, Brauchtum, mächtigen Ritualen und vielfältigen Assoziationen wie das Pessach-Fest.

Auch heute noch zieht es Juden überall auf der Welt magisch in seinen Bann, vor seinem Zauber sind auch religionsferne Juden nicht gefeit und feiern alljährlich im Frühling den Sederabend. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, mahnte zum diesjährigen Pessach-Fest in einem Rundfunkinterview „es zum Anlass zu nehmen, um für den guten Ruf der Freiheit zu kämpfen“. Angesichts der zunehmenden Rechtspopulisten betonte Schuster, dass Freiheit auch immer Verantwortung bedeute und betonte die Bedeutung von Pessach als Fest der Freiheit.

Doch warum verdient Pessach den Titel „Fest der Freiheit“? Was ist das Besondere an diesem jüdischen Fest? Welche Bedeutung hat es für den jüdischen Glauben? Wie ist es entstanden und wie hat es sich historisch entwickelt? Worin liegt der Zauber dieses beliebten jüdischen Festes, wie wird es gefeiert und was bedeutet es heute? Diese Arbeit versucht, diese Fragen zu beantworten und zu beleuchten, was den Zauber von Pessach ausmacht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1.Vorwort

2. Die Quellen

3. Einleitung

4. Das Pessach-Fest und seine historische Entwicklung

4.1. Die Frühgeschichte

5.Vom Familienfest zum Wallfahrtsfest und zurück

5.1.Deuteronomische Reformbewegung – Verschmelzung der Feste und dessen Legende

5.2 Pessach in der Diaspora - Exil (586 v.d.Z.)

5.3. Nachexil/Epoche des zweiten Tempels

5.4.Der Seder entsteht

6.Pessach und die Exoduserfahrung – eine Zusammenfassung

7. Erzählendes sich Erinnern – die Haggada

8.Der Seder

8.1.Vorbereitung:Chamez und Hausputz

9.Der Seder und seine Symbole

9.1.Symbolträchtige Speisen – der Sederteller- Symbolträchtige

9.2.Der Sederabend - eine Reise von der Vergangenheit in die Gegenwart zur Zukunft

10. Pessach: gestern – heute - morgen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Modularbeit untersucht das Pessach-Fest als zentrales jüdisches Fest und beleuchtet dessen historische Entwicklung von einem agrarischen Frühlingsfest hin zu einem religiösen Gedächtnisfest der Befreiung. Dabei wird analysiert, wie durch rituelle Handlungen und Symbolik die Exoduserfahrung für jede Generation neu erlebbar gemacht wird.

  • Historische Genese und Transformation des Pessach-Festes
  • Die Bedeutung der Haggada als Anleitung für das Seder-Ritual
  • Symbolik der Speisen und die Funktion der Seder-Ordnung
  • Pädagogische Aspekte der kindgerechten Wissensvermittlung beim Seder
  • Aktualisierung und Identitätsstiftung durch rituelles Erinnern

Auszug aus dem Buch

9.Der Seder und seine Symbole

Kein anderes Fest ist so beladen mit Symbolen wie das Pessachfest, das Fest der Befreiung aus Ägypten. „Die Symbole des Sederabends veranschaulichen diesen Übergang von der Sklaverei zur Freiheit“ Dabei sind der Sedertisch und die symbolischen Speisen beredete Zeichen, die es ermöglichen sollen, das Ereignis mit allen Sinnen neu mitzuerleben. „Symbolgerichte machen die Erzählung ´schmackhaft`. Symbolhandlungen tragen sie sichtbar und hörbar ins Leben. Die Symbole verbinden die Erinnerung an das Leiden der Unterdrückten mit der Freude über die Freiheit, die unter Gott das absolute Recht eines jeden Menschen ist.“ Es ist ein Erinnern mit allen Sinnen. Aus der Lernpsychologie wissen wir, dass man den Fundus an Gelerntem umso besser nutzen kann, je mehr Assoziationen das Gehirn für einen Inhalt bereithält und je mehr positive Emotionen im Spiel sind. In dieser Hinsicht ist der Sederabend eine randvolle sensomotorische Methodenkiste: es geht um ein Nachempfinden mit allen Sinnen, es wird gegessen, getrunken, zugehört, gefragt, gesungen. „Je besser man weiß wie etwas funktioniert, schmeckt, riecht, aussieht, sich anfühlt, desto leichter fällt es, sich zu erinnern. Sind mehrere Sinneskanäle beteiligt funktioniert Lernen und Erinnern wesentlich leichter. Beim Pessach wird jeder Teilnehmer eingeladen, die Geschichte seines Volkes assoziativ noch einmal neu zu erleben. „Wir sind aufgerufen, uns an die Erfahrung der Sklaverei zu erinnern, sie in unserem Munde zu schmecken. Denn nur, wenn wir die Sklaverei kennen, können wir den Wert der Freiheit würdigen und versstehen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1.Vorwort: Der Autor führt in die Bedeutung des Pessach-Festes als Fest der Freiheit ein und stellt die leitenden Forschungsfragen der Arbeit vor.

2. Die Quellen: Es wird dargelegt, dass das Alte Testament, Mischna, Talmud und insbesondere die Pessach-Haggada die zentralen Texte für die Feier und das Verständnis des Festes darstellen.

3. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen und kalendarischen Grundlagen sowie die etymologische Herleitung des Begriffs Pessach.

4. Das Pessach-Fest und seine historische Entwicklung: Die Darstellung der Transformation von einem agrarischen Frühlings- und Naturfest hin zu einem heilsgeschichtlich geprägten Fest bildet den Kern dieses Kapitels.

5.Vom Familienfest zum Wallfahrtsfest und zurück: Hier wird die zentralisierende Reform unter König Josia sowie die Anpassung des Festes an die Bedingungen der Diaspora-Existenz untersucht.

6.Pessach und die Exoduserfahrung – eine Zusammenfassung: Zusammenfassende Betrachtung der Umdeutung des agrarischen Ursprungs hin zum zentralen Erinnerungsfest der Befreiung aus Ägypten.

7. Erzählendes sich Erinnern – die Haggada: Analyse der Haggada als verbindliche Regieanweisung für den Sederabend und ihre Bedeutung für die Bewahrung der jüdischen Identität.

8.Der Seder: Dieses Kapitel widmet sich dem Seder als strukturierter Festordnung und der Vorbereitung durch die Entfernung von Gesäuertem (Chamez).

9.Der Seder und seine Symbole: Umfassende Untersuchung der Bedeutung des Sedertellers und des rituellen Ablaufs für die sensomotorische Verankerung des Befreiungsgedankens.

10. Pessach: gestern – heute - morgen: Das Fazit betrachtet die fortwährende Aktualität des Festes und seine Bedeutung für die Identitätsstiftung heutiger jüdischer Generationen.

Schlüsselwörter

Pessach, Seder, Haggada, Exodus, Freiheit, Sklaverei, Chamez, Matze, rituelles Erinnern, Identität, Judentum, Symbolik, Tempel, Diaspora, Befreiung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Pessach-Fest, seine historische Entwicklung sowie seine tiefe Verankerung im jüdischen Glauben und Brauchtum als Fest der Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Evolution der Festriten, die symbolische Bedeutung der Seder-Speisen und die Funktion der Haggada als Vermittlungsmedium.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu beleuchten, wie das Pessach-Fest durch Symbolik und rituelle Erzählungen die Erfahrung der Befreiung aus Ägypten in jeder Generation neu lebendig macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse biblischer, talmudischer und rabbinischer Quellentexte sowie auf lernpsychologische Ansätze zur rituellen Verankerung von Wissen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der historischen Transformation vom agrarischen Brauch zum Wallfahrtsfest, der Rolle des Tempels und der Entwicklung des häuslichen Seders nach der Tempelzerstörung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben Pessach und Seder vor allem Exoduserfahrung, Erinnerungskultur, Identitätsstiftung und die Symbolik des Verzichts auf Gesäuertes.

Welche Bedeutung hat das "Chamez" im Kontext des Festes?

Chamez steht für das Gesäuerte, dessen Verbot die Erinnerung an die Eile des Auszugs sowie eine mystische Reinigung des eigenen Selbst und der Welt symbolisiert.

Warum spielt die Einbindung von Kindern eine so zentrale Rolle?

Ohne Kinder ist die Weitergabe der Geschichte des Auszugs nicht möglich; die Haggada ist daher so gestaltet, dass sie durch Lieder und Rituale die Aufmerksamkeit der jüngeren Generation fesselt.

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Résumé des informations

Titre
Das Pessachfest heute, gestern und morgen
Sous-titre
Ein Überblick
Université
University of Potsdam  (LER - Lebensgestaltung, Ethik, Religion; philosophische Fakultät)
Cours
Modularbeit
Note
1,3
Auteur
Britta Warmuth (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
29
N° de catalogue
V386905
ISBN (ebook)
9783668611467
ISBN (Livre)
9783668611474
Langue
allemand
mots-clé
Pessach Judentum religiöse Feste Haggada Sederabend
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Britta Warmuth (Auteur), 2017, Das Pessachfest heute, gestern und morgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386905
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Extrait de  29  pages
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