Antisemitismus in der DDR. Radikalisierung einer Ideologie?


Hausarbeit (Hauptseminar), 2017
29 Seiten, Note: 2,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Neubeginn nach
2.1. Anfänge Jüdischen Leben nach Kriegsende
2.2. Restitution und Wiedergutmachung

3. Exkurs: Ideologie des Marxismus-Leninismus
3.1. „Zur Judenfrage“ von Karl Marx
3.2. Grundstrukturen des Leninismus
3.3. Die Grundstrukturen des Marxismus-Leninismus

4. Stalinismus und antisemitische Tendenzen in der DDR
4.1. Die Vorläufer: „Säuberungswellen“ 1949/
4.2. Die SED-Ideologie
4.3. Der Fall Paul Merker: Radikalisierung der Säuberungswellen in der DDR
4.4. Auswirkungen auf die jüdischen Gemeinden

6. Fazit

Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Obwohl Juden seit mehr als 1000 Jahren in deutschsprachigen Gebieten leben, zum kulturellen und wissenschaftlichen Leben beitragen, wurden sie über Jahrhunderte hinweg politisch wie auch gesellschaftlich ausgegrenzt und verfolgt. Auf die Zeiten der antisemitischen Verfolgung und Bedrohung des jüdischen Lebens folgten aber auch Phasen der partiellen Integration. So auch nach dem Ende des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland.1

Die ersten Nachkriegsjahre waren dabei geprägt von einem zaghaften Neubeginn des jüdischen Lebens, nur wenige hatten den Holocaust überlebt und kehrten in ihre Heimat zurück. Seit Anfang der fünfziger Jahre kam es in der DDR2 neben den allgemeinen Westwanderungen zu einer verstärkten Fluchtbewegung infolge des wieder aufkommenden Antisemitismus in der Sowjetunion nach der sogenannten „Ärzte- Verschwörung“ und dem Slánský-Prozess.3 Doch wie kam es zu diesem radikalen Wandel?

Im Folgenden beschäftigt sich die Arbeit daher mit der Frage, wie es nur sieben Jahre nachEndedesNationalsozialismusinderDDRzueinerantisemitischenund antizionistischen Propaganda gegenüber der jüdischen Bevölkerung kommen konnte. Um diese Frage klären zu können, baut sich die Arbeit entsprechend auf: Zunächst sollen die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der jüdischen Gemeinden in der SBZ4 und DDR nach Kriegsende dargestellt werden. Ein kurzer Exkurs zur Ideologie des Marxismus-Leninismus dient als Grundlage für die Auseinandersetzung des thematischen Schwerpunkts der „Säuberungswellen“ von 1949 bis 1953.

In diesem Exkurs wird zunächst die „Judenfrage“ von Karl Marx genauer untersucht, bevor dann auf die Grundstrukturen des Leninismus eingegangen wird. Das nächste KapitelbildetdenthematischenSchwerpunktderArbeit.Betrachtetwerdendie stalinistischen „Säuberungswellen“, in der Hunderttausende von Mitgliedern ausgeschlossen und Zehntausende verhaftet wurden. Einen der Höhepunkte dieser Phase bildete der Schauprozess gegen Rudolf Slánský, der eindeutig antisemitisch bedingt war, dieser soll daher ebenfalls kurz skizziert werden. Auch in der DDR kam es zu mehreren Wellen von Parteiensäuberungen, daher soll in einem nächsten Schritt die SED5 - Ideologiedargestelltwerden.DadieseindenJahren 1952/53ebenfallseine antizionistische Wendung nahmen, soll diese Radikalisierung am Fall Paul Merker und des steigenden Drucks auf die jüdischen Gemeinden untersucht werden.

2. Der Neubeginn nach 1945

2.1. Anfänge Jüdischen Leben nach Kriegsende

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Terrorregime der Nationalsozialisten lebten von 1945 bis 1949 noch 200.000 Juden auf deutschem Boden.6 Davon lebten 1945 schätzungsweise 3500 Juden in den sowjetisch besetzten Gebieten Deutschlands und somit gerade einmal drei Prozent der jüdischen Bevölkerung von vor 1933.7 An eine Fortsetzung des Lebens von einst, war bei vielen Juden nicht zu denken. Die meisten hatten einen großen Teil ihrer Familie sowie ihre wirtschaftliche Existenz verloren.8 Obwohl es für viele unvorstellbar erschien in Deutschland zu bleiben, mussten sie aufgrund fehlender Emigrationsmöglichkeiten zunächst dort verweilen. Daher begann bereits im Sommer 1945 in allen vier Besatzungszonen ein zaghafter Neubeginn in den ehemaligen Zentren jüdisch-kulturellen Lebens. So kehrten 15 Überlebende nach Erfurt zurück, eine Stadt in der vor 1933 etwa 1100 Juden lebten. Auch in vielen anderen ostdeutschen Städten zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Von den ehemals 1100 Juden in Halle, kehrten im Sommer 1945 nur wenige Überlebende zurück und in Zwickau verblieben von ehemals 460 Juden gerade mal fünf.9 Trotz der wenigen Überlebenden formierte sich auch im Osten Deutschlands fast unmittelbar nach Kriegsende jüdisches Leben. So fanden sich im Mai 1945 etwa fünfzehn Leipziger Juden zusammen, um die Israelitische Religionsgemeinschaft wiederaufzubauen, deren frühere Körperschaft des öffentlichen Rechts Ende 1946 bestätigt wurde.10

Inzwischen hatte sich der Kreis der Überlebenden vergrößert. Im Juni 1945 hatten sich etwa900bis1200JudeninLeipzigangesiedelt,trotzdemwardieZahlder Gemeindemitglieder mäßig, gerade einmal 280 waren es im Frühjahr 1947. Aber auch in anderen ostdeutschen Städten wie Magdeburg, Dresden, Chemnitz, Erfurt, Halle und Schwerin entstanden zwischen 1947 und 1949 erneut jüdische Gemeinden, die die gesamte DDR-Zeit über bestanden. Neben den „größeren“ Gemeinden bildeten sich auch viele Kleinstgemeinden in Aschersleben, Bitterfeld, Dessau, Jena usw., deren Bestehen allerdings nur kurzlebig war, da sie zu wenig Mitglieder hatten, um die Mindestzahl von zehn erwachsenen Männern für das Gebet zu stellen.11

Im Gegensatz zu den drei westlichen Besatzungszonen gab es in der SBZ keine Lager für die „Displaced Persons“. Da das ständige Kommen und Gehen temporärer Mitglieder größtenteils entfiel, konnten sich die jüdischen Gemeinden in der späteren DDR schneller stabilisieren, im Gegensatz zu den Gemeinden der westlichen Besatzungszonen. Hinzu kam, dass die Westwanderung jüngerer Mitglieder den Zusammenhalt der zurückgebliebenen Älteren verstärkte. Da es an DP12 -Lagern fehlte, bestand die jüdische Nachkriegsbevölkerung in der SBZ anfänglich nur aus deutschen Juden. Die wenigen osteuropäischen Juden, die sich den Gemeinden anschlossen, waren als KZ-Überlebende oder aufgrund der Flüchtlingswelle, nach pogromhaften Ausschreitungen im Sommer 1945 und 1946, aus Polen auf dem Weg in die westlichen Besatzungszonen in der angrenzenden SBZ gelandet.13 Trotz des Zustroms osteuropäischer Juden, zeigten die Mitgliederzahlen der Gemeinden in der SBZ eine rückläufige Tendenz. Gründe dafür sind vor allem in der Emigration und Überalterung der Mitglieder zu suchen.14

2.2. Restitution und Wiedergutmachung

Von der Politik wurde die Frage diskutiert, inwiefern das den Juden zugefügte Unrecht gesühnt werden solle, vor allem die Debatte um Restitution und Wiedergutmachung spielte dabei eine wichtige Rolle. In den ersten Nachkriegsjahren stand in der SBZ die Sicherung der primären Existenzbedingungen für die Bevölkerung im Vordergrund. Für die aus politischen, rassistischen und religiösen Gründen Verfolgten war die Deutsche Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge verantwortlich. Diese stand im direkten KontaktzudenKommunalverwaltungenundarbeiteteengmitdersowjetischen Besatzungsmacht sowie ab 1946 mit der Abteilung des SED-Zentralkomitees zusammen. Dabei reichte ihre Tätigkeit von prinzipiellen Festlegungen über den Status der Opfer, bis zur Beschaffung von materiellen Leistungen. Zusätzlich entstanden in vielen größeren Orten Ausschüsse der Opfer des Faschismus (OdF), die sich anfangs der sozialen Fürsorge, später auch politischen Angelegenheiten widmeten. Daneben konstituierten sich auch Kreis-, Provinzial- und Landesausschüsse.15

DieEntscheidungenüberdieVersorgungunddieAnerkennungals‚Opferdes Faschismus‘ sowie eine angemessene Entschädigung waren für die Überlebenden der Schoa16 vonexistentiellerBedeutung.NachAnsichtderSowjetischen Militäradministration sollten zunächst die Menschen Unterstützung erhalten, die aktiv gegen das Hitlerregime gekämpft hatten, und somit als natürliche Verbündete des Regimes angesehen wurden.17 Juden, Mischlinge, Bibelforscher usw. wurden zunächst nicht im Beschluss des Hauptausschusses berücksichtigt und galten de facto nicht als ‚Opfer des Faschismus‘. Unter dem Druck internationaler Veröffentlichungen wurde die PositiondesHauptausschlusseskorrigiertundJuden, „dieOpferderNürnberger Gesetzgebung, […] selbstverständlich“18 als ‚Opfer des Faschismus‘ tituliert. Eine prinzipielle Unterscheidung in Opfer und Kämpfer blieb jedoch bestehen.19

Dennoch gab es in der SBZ auch Ansätze für eine umfassende Wiedergutmachung der Schäden, die der jüdischen Bevölkerung zugefügt wurden. So reichten diese von einer Betreuung der ehemals Verfolgten bis zur Forderungen nach Restitution jüdischen Eigentums. Bei den einzelnen Ländern der SBZ war hier jedoch ein unterschiedliches Vorgehen festzustellen, da deren konkrete Festlegung nur aus sozialen Maßnahmen und Leistungenbestand,VorstellungenbezüglichRestitutionwurdenhingegennicht realisiert.20

Anders in Thüringen, dort trat zum 14. September 1945 ein Wiedergutmachungsgesetz in Kraft. Dieses galt als nacheiferndes Vorbild, da es im Gegensatz zu anderen Ländern auchRückerstattungjüdischenEigentumsbeinhaltete.21 InderProvinzSachsen (Sachsen-Anhalt)wurdeimSeptember 1945ebenfallseineWiedergutmachungs- Verordnungfürdie ‚OpferdesFaschismus‘erlassen.22 Diesegewährteinihren Durchführungsbestimmungen folgende Leistungen für die Opfer: einmalige Zahlung einesGeldbetragsundVersorgungmitKleidungundWäsche,Beschaffungvon Wohnungen, Möbeln, sowie berufliche Umschulungen und Rentenzahlungen. Im zweiten Paragraphen dieser Verordnung wird allerdings deutlich, dass als ‚Opfer des Faschismus‘ ausdrücklich nur „alle Personen, die als Kämpfer gegen den Faschismus sich in Straftat, Untersuchungshaft, Schutzhaft oder sonstiger Haft befunden haben“23 gemeint sind. Dieser Paragraph ist ein Zeichen der politischen Differenzierung, zwischen kommunistischen Kämpfern und den „nur“ aus rassischen oder religiösen Gründen Verfolgten und galt somit nicht für die jüdischen Opfer.

Auch in den Jahren 1947 und 1948 fanden im SED-Zentralvorstand und in den Länderparlamenten umfangreiche Auseinandersetzungen bezüglich der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts statt. Am 26. Januar 1948 beschloss dasSED-Zentralsekretariatdas „GesetzüberdieBetreuungderVerfolgtendes Naziregimes und die Vorbereitung für Wiedergutmachung“. Dieses Gesetz gewährte den Personen, die als Verfolgte des Naziregimes anerkannt wurden, folgende Leistungen: Sie hatten den Anspruch auf Erholungsfürsorge, berufliche Ausbildung, Arbeitsvermittlung und Wiederinbesitznahme ihrer früheren Wohnung, Möbel und Hausrat, Steuerermäßigungen usw.. Zudem war vorgesehen, dass die Vermögenswerte, die in der Zeit vom 30. Januar 1933 bis 8. Mai 1945 aus Gründen der Rasse, Religion oder politscher Gegnerschaft entzogen worden waren, wieder rückerstattet werden mussten.24 Dieses Gesetz beinhaltete jedoch einige Einschränkungen. So bezogen sich diese Maßnahmen nur auf Personen, die, bei Geltendmachung ihrer Ansprüche, auch ihren Wohnsitz in Deutschland hatten. Weiter unterlagen Vermögensgegenstände, die in Volkseigentum oder nach dem 08. Mai 1945 in einen öffentlichen Zweck übergegangen waren, nicht der Rückerstattung und konnten nicht geltend gemacht werden.25

DieseEinschränkungwarnichtnurimRechtaufmaterielleundmoralische Wiedergutmachung enthalten, zusätzlich lässt sich dieser Passus auch im Gesetz über die Rechtsstellung der Verfolgten des Naziregimes finden und entfachte eine öffentliche Debatte. Leo Zuckermann, Hauptreferent in der Abteilung für Landespolitik im SED- Zentralkomitee, verfasste am 27. April 1948 einen bedeutenden Artikel über „Restitution und Wiedergutmachung“, der in der Wochenzeitschrift Die Weltb ü hne veröffentlicht wurde. Zuckermann schreibt in seinem Artikel, dass sich die Wiedergutmachung prinzipiell auf zwei Gruppen von Verfolgten erstreckt, den politisch Verfolgten und den aus religiösen und rassistischen Gründen Verfolgten. Vom Ausmaß der Verfolgungen ausgehend, ergibt sich für ihn daher eine unterschiedlich zu leistende Wiedergutmachung. Hinsichtlich Inhalt und Verwirklichung des Anspruchs unterscheidet er dabei zwischen Juden, die im Ausland lebten und jenen, die nach Deutschland zurückgekehrt waren. So solltenerstereeinenKollektivanspruchaufWiedergutmachunghaben,dernach Errichtung eines jüdischen Staates beglichen sei, diejenigen, die nach Deutschland zurückgekehrt waren, sollten einen Anspruch auf die Rückgabe ihres Eigentums haben. Zuckermanns Forderungen reichten somit weiter als die Gesetzesvorlage des SED- Zentralkomitees und wurden daher auch auf Landesebene kontrovers diskutiert.26

Trotz einiger Diskussionen blieben die sozialen Wiedergutmachungsleistungen auf den Kreis, der in der SBZ bzw. DDR lebenden Juden begrenzt. Auch „arisierte“ jüdische Vermögenswerte,dieinVolkseigentumübergegangenwaren,wurdenbeiden Überlegungen von materiellen Entschädigungen nicht berücksichtigt. Zudem fehlte es anfangsaneinereinheitlichenVerordnungfürdiegesamteSBZ.Sowarendie Kommissionen der Landtage waren für den Entwurf des Wiedergutmachungsgesetzes verantwortlich. Erst Anfang November 1948 wurde der Gesetzesentwurf der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland übergeben, um eine verbindliche und einheitliche Verordnung zu erlassen.27 Während in allen Westzonen bereits Wiedergutmachungsgesetze bestanden, wurde erst zwei Tage vor Gründung der DDR, am 05. Oktober 1949, eine „Anordnung zur Sicherung der rechtlichen Stellung der anerkannten Verfolgten des Naziregimes“ veröffentlicht.28 Diese konzentrierte sich auf Mehrleistungen der Sozialversicherung auf Wohn- und Gewerberaum, auf Versorgung mit Hausrat, sowie Wiederherstellung und Schutz der Gesundheit. Wiedergutmachungsund Entschädigungsleistungen für enteignetes Gut waren in der Anordnung allerdings nichtenthalten.Auchinden,vonderDDRam 10.Februar 1950erlassenen Durchführungsbestimmungen fanden Eigentumsfragen keine Berücksichtigung. Vielmehr hatte sich der Gedanke durchgesetzt, die Rückgabe des „arisierten“ jüdischen Vermögens als „Restauration des Kapitalismus“ anzusehen und somit dessen Überführung in Volkseigentum zu befürworten.29

Neben Privatpersonen gab es aber auch Wiedergutmachungsansprüche seitens der jüdischen Gemeinden. Deren Wiedergründung und Tätigkeiten waren direkt mit der Rückgabe ihres enteigneten Gemeindeeigentums verbunden. Erst am 29. April 1948 wurde mit dem SMAD30 -Befehl Nr. 82 die „Rückgabe des durch den Nazistaat beschlagnahmten Eigentums an demokratische Organisationen“ geregelt. Dabei sollte „bewegliches und unbewegliches Eigentum, das durch den Nazistaat beschlagnahmt wurde“,andieOrganisationenzurückgegebenwerden.DasEigentum,das „aus irgendwelchen Gründen nicht zurückgeben oder übergeben“ werden konnte, sollte „in den Besitz des Volkes“ übergehen. Den Ländern kam hierbei die Aufgabe zu, diese Rückübertragen zu kontrollieren und zu überprüfen. Die Rückerstattung beinhaltete dabei nur vorhandene Werte, Entschädigungsleistungen waren dabei nicht vorgesehen.31 Im Wesentlichen war die Rückgabe von Gemeindeeigentum gemäß dem Befehl Nr. 82 im Jahr 1951abgeschlossen.Seit 1952erhieltendiejüdischenGemeindenjährlich finanzielle Zuwendungen vom Ministerium für Finanzen, um Synagogen und Friedhöfe in Stand zu halten. Diese finanziellen Mittel dürfen dabei aber nicht als Wiedergutmachungs-bzw. Entschädigungsleistungen verstanden werden, vielmehr sind sie eine „großzügige Unterstützung des sozialistischen Staates“ für die Gemeinden. Damit betonte die DDR, dass sie zu diesen Zahlungen nicht verpflichtet sei.32

Festzuhalten ist, dass es in der DDR und von der DDR keine Entschädigungsleistungen als Wiedergutmachung für die Holocaustopfer gab. Der gesellschaftspolitische Ansatz,

[...]


1 Mertens, Lothar: Davidstern unter Hammer und Zirkel. Die Jüdischen Gemeinden in der SBZ/ DDR und ihre Behandlung durch Partei und Staat 1945-1990. Hildesheim 1997, Seite 11.

2 Abk. für Deutsche Demokratische Republik.

3 Mertens, Lothar: Schwindende Minorität. Das Judentum in der DDR. In: Siegfried Theodor Arndt u.a. (Hg.): Juden in der DDR. Geschichte, Probleme, Perspektiven. Köln 1988, Seite 126.

4 Abk. für sowjetische Besatzungszone.

5 Abk. für Sozialistische Einheitspartei Deutschlands.

6 Tauchert, Stephanie: Jüdische Identitäten in Deutschland. Das Selbstverständnis von Juden in der Bundesrepublik und der DDR 1950 bis 2000. Berlin 2007, Seite 9.

7 Grossmann, Atina/ Lewinsky, Tamar: Erster Teil: 1945-1949. Zwischenstation. Deutsche Juden. In: Michael Brenner (Hg.): Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart. Politik, Kultur und Gesellschaft. München 2012, Seite 128.

8 Eschwege, Helmut: Die jüdische Bevölkerung der Jahre nach der Kapitulation Hilterdeutchlands auf dem Gebiet der DDR bis zum Jahr 1953. In: Siegfried Theodor Arndt u.a. (Hg.): Juden in der DDR. Geschichte, Probleme, Perspektiven. Köln 1988. Seite 63f.

9 Mertens, Lothar: Davidstern unter Hammer und Zirkel. Seite 27.

10 Held, Steffen: Zwischen Tradition und Vermächtnis. Die Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig nach 1945. Hamburg 1995, Seite 9ff.

11 Grossmann, Atina/ Lewinsky, Tamar: Erster Teil: 1945-1949. Zwischenstation. Deutsche Juden. Seite 129.

12 Abk. für „Displaced Persons“.

13 Mertens, Lothar: Davidstern unter Hammer und Zirkel. Seite 36f.

14 Grossmann, Atina/ Lewinsky, Tamar: Erster Teil: 1945-1949. Zwischenstation. Deutsche Juden. Seite 130.

15 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Das gestörte Verhältnis der DDR zu Zionismus und Staat Israel. Bonn 1997, Seite 51f.

16 Schoa ist ein Begriff aus der hebräischen Bibel. Im modernen Hebräisch wird der Begriff seit den frühen 1940er Jahren für die nationalsozialistischen Verbrechen an den europäischen Juden verwendet. Anders, als der Terminus Holocaust verweist die Schoa „nur“ auf den Genozid an den Juden. (Vgl. Koch, Gertrud: Schoa. In: Enzyklopädie jüdischer Geschichte und Kultur, Band 5. Stuttgart/ Weimar 2014. Seite 371.).

17 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 52f.

18 Vgl. Archiv des Interessenverbandes ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand und Verfolgter des Naziregimes (Archiv IVVdN), Akte Konferenz der Ausschüsse der Opfer des Faschismus am 27./28. Oktober 1945, Schlusswort zur Diskussion; vgl. SAPMO-BArch, DY 55/V 277/1/1.

19 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 53.

20 Ebd. Seite 60.

21 Vgl. Wiedergutmachungsgesetz vom 14. September 1945, in: Regierungsblatt für das Land Thüringen, Teil I: Gesetzessammlung, Nr. 7, 4. Oktober 1945, Seite 24.

22 Vgl. Verordnung zur Wiedergutmachung für die „Opfer des Faschismus“ in der Provinz Sachsen vom 09. September 1945. In: Verordnungsblatt für die Provinz, 1. Jg. Nr. 1, 06. Oktober 1945, Halle/S. Seite 37.

23 Vgl. §2 der Verordnung zur Wiedergutmachung für die „Opfer des Faschismus“ in der Provinz Sachsen vom 09. September 1945. In: Verordnungsblatt für die Provinz, 1. Jg. Nr. 1, 06. Oktober 1945, Halle/S. Seite 37.

24 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 62f. 5

25 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 62f.

26 Ebd. Seite 63f.

27 Ebd. Seite 66.

28 Vgl. Anordnung zur Sicherung der rechtlichen Stellung der anerkannten Verfolgten des Naziregimes. Vom 5. Oktober 1949. In: Zentralverordnungsblatt. Amtliches Organ der Deutschen Wirtschaftskommission und ihrer Hauptverwaltung sowie der Deutschen Verwaltung für Inneres, Justiz und Volksbildung, Berlin 1949. Seite 765f.

29 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 67.

30 Abk. für Sowjetische Militäradministration.

31 Timm, Angelika: Hammer, Zirkel, Davidstern. Seite 70.

32 Ebd. Seite 79f.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Antisemitismus in der DDR. Radikalisierung einer Ideologie?
Hochschule
Universität Trier
Note
2,3
Jahr
2017
Seiten
29
Katalognummer
V386946
ISBN (eBook)
9783668611238
ISBN (Buch)
9783668611245
Dateigröße
490 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
antisemitismus, radikalisierung, ideologie
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Antisemitismus in der DDR. Radikalisierung einer Ideologie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/386946

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