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Das Wesen der Rhetorik in Platons Gorgias

Titre: Das Wesen der Rhetorik in Platons Gorgias

Dossier / Travail , 2017 , 22 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anne Hildebrandt (Auteur)

Histoire globale - Protohistoire, Antiquité
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Ziel dieser Arbeit ist es, den Charakter der Rhetorik, wie Platon ihn in "Gorgias" darstellt, zu fassen. Hierfür wird in einem ersten Schritt die Darstellung des Rhetorikbegriffs im "Gorgias" herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt wird die mit der Rhetorik verbundene Lebensweise analysiert. Eine Einordnung der dargestellten Rhetorik erfolgt mit Bezug auf das Wesen der platonischen Dialektik und der damit verbundenen Lebensweise, wodurch die im "Gorgias" greifbare Kritik Platons an der Rhetorik explizit herausgearbeitet werden kann.

Die Analyse eines Textes in übersetzter Sprache anders als in der Originalsprache wird erschwert durch die Abweichungen zwischen verschiedenen Übersetzungen. Für die Analyse des "Gorgias" dient Michael Erlers Übersetzung als Grundlagentext. Die Problematik von Abweichungen im Text aufgrund von Übersetzungsunterschieden wird ebenfalls – sofern notwendig – berücksichtigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Begriff der Rhetorik

2. Die mit der Rhetorik verbundene Lebensweise

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wesen der Rhetorik in Platons Dialog Gorgias und analysiert, wie Platon die Rhetorik im Kontrast zur Dialektik als Instrument des Scheinwissens dekonstruiert, um die Frage nach der richtigen Lebensweise zu beantworten.

  • Die Darstellung und Definition des Rhetorikbegriffs im Gorgias
  • Die kritische Abgrenzung zwischen Rhetorik und platonischer Dialektik
  • Die ethischen Implikationen politischer Macht und Redekunst
  • Die Verbindung zwischen Wissensvermittlung und moralischem Handeln
  • Der Zusammenhang zwischen Rhetorik und gewählter Lebensform

Auszug aus dem Buch

1. Der Begriff der Rhetorik

Der Dialog Gorgias beginnt mit dem Auftritt Kallikles, Chairephons und Sokrates, welcher nach einem Vortrag des Rhetors Gorgias das Gespräch mit dem selbigen sucht: „Aber ob er denn auch wünscht, ein Gespräch mit uns zu führen? Ich möchte ihn nämlich fragen, was die Wirkung der Kunst dieses Mannes ausmacht und was das ist, was er ankündigt und lehrt“ (447b-c). Hier wird bereits die Rhetorik als das Thema des ersten Teils des Dialogs eingeführt sowie erstmals die Gegensätzlichkeit von Rhetorik und Dialektik hervorgehoben, indem Kallikles betont: „Beständig forderte [Gorgias] eben dazu auf zu fragen, was einer von den da anwesenden Leuten wollte. Auf alles, sagte er, werde er antworten“ (447c). In der Redeweise der Rhetorik kommt dem Inhalt nicht annähernd so große Bedeutung zu wie in der Dialektik, weshalb Gorgias auf jede Frage eine Antwort zu geben vermag.

Im Verlaufe des Gorgias wird die Kunst der Rhetorik fortwährend degradiert und kritisiert. Polos, Gorgias Schüler, betont indes gleich zu Beginn des Dialogs „[…] die Besten bedienen sich der besten. Zu diesen gehört Gorgias hier. Er hat in der Tat Anteil an der schönsten der Künste“ (448c), was, wie Sokrates feststellt, vielmehr eine Rechtfertigung der Rhetorik anstatt einer Definition auf Chairephons neutrale Frage nach dem Charakter der Gorgias‘schen Kunst darstellt: „[…] du, Polos, [hast] auf die Frage des Chairephon in welcher Kunst Gorgias Wissen habe, mit einem Lobpreis seiner Kunst geantwortet […], als ob sie jemand tadelte [...]“ (448e). Weiterhin nennt Sokrates die von Gorgias und Polos angewandte Rhetorik „sogenannte“ (448d) Rhetorik, degradiert diese folglich und grenzt sie von der wahren, „philosophischen, um die echte Besserung der Seele besorgten Redekunst“ ab.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Rhetorik als Redetechnik im antiken Griechenland ein und stellt die zentrale Fragestellung nach Platons Kritik im Dialog Gorgias vor.

1. Der Begriff der Rhetorik: Dieses Kapitel analysiert Gorgias' Rhetorikverständnis und stellt dieses dem platonischen Dialektikbegriff gegenüber, wobei die Problematik des Scheinwissens zentral ist.

2. Die mit der Rhetorik verbundene Lebensweise: Das Kapitel untersucht den Zusammenhang zwischen rhetorischer Machtausübung, der moralischen Verantwortung des Redners und der Suche nach der richtigen Lebensweise.

Fazit: Das Fazit fasst Platons Dialogform als Medium philosophischer Reflexion zusammen und würdigt die zeitüberdauernde Wirkung seiner Auseinandersetzung mit Rhetorik und Dialektik.

Schlüsselwörter

Platon, Gorgias, Rhetorik, Dialektik, Sokrates, Lebensweise, Sophistik, Überzeugung, Wahrheit, Scheinwissen, Politische Macht, Ethik, Dialogform, Philosophie, Redekunst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Platons Dialog Gorgias, um das von Platon skizzierte Wesen der Rhetorik zu erfassen und ihre Abgrenzung zur Dialektik kritisch zu beleuchten.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die Definition der Rhetorik, der Unterschied zwischen Überzeugung und Wahrheit, die Macht der Rhetorik in der Politik sowie die ethische Lebensgestaltung des Einzelnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Platons Kritik an der rhetorischen Praxis und deren Instrumentalisierung durch Sophisten und Redner herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philologische Textanalyse des Gorgias-Dialogs, basierend auf der Übersetzung von Michael Erler, ergänzt durch relevante Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Bestimmung der Rhetorik und eine Analyse der mit ihr verbundenen Lebensweise im direkten Kontrast zwischen Rhetorik und Dialektik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Platon, Gorgias, Rhetorik, Dialektik, Scheinwissen und Lebensweise beschreiben.

Warum hält Sokrates die Rhetorik für eine Gefahr?

Sokrates sieht in der Rhetorik eine "Schmeichelei" und ein "Schattenbild", da sie auf Überzeugung durch Scheinwissen abzielt, ohne ein fundiertes ethisches Verständnis des Guten oder Gerechten vorauszusetzen.

Welche Rolle spielt die Bestrafung für die richtige Lebensweise?

Sokrates postuliert, dass das Unrecht-Tun ein größeres Übel ist als das Unrecht-Leiden und dass die Strafe eine Notwendigkeit ist, um die Gesundheit der Seele wiederherzustellen.

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Résumé des informations

Titre
Das Wesen der Rhetorik in Platons Gorgias
Université
University of Hannover
Note
1,0
Auteur
Anne Hildebrandt (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
22
N° de catalogue
V387015
ISBN (ebook)
9783668611795
ISBN (Livre)
9783668611801
Langue
allemand
mots-clé
wesen rhetorik platons gorgias
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne Hildebrandt (Auteur), 2017, Das Wesen der Rhetorik in Platons Gorgias, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387015
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Extrait de  22  pages
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