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EU und WTO - Partner oder Konkurrenten?

Title: EU und WTO - Partner oder Konkurrenten?

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 32 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Timothy Erik Röhrig (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Europäischen Union (EU) und der Welthandelsorganisation (WTO) - zwei Institutionen, die im internationalen System und somit auch für die Forschung der Internationalen Beziehungen immer bedeutender werden. Be ide haben in den letzten Jahren im Zuge der Auflösung der rein staatszentrierten Weltordnung enorm an Bedeutung gewonnen, sodass sich inzwischen immer mehr Themenbereiche überschneiden und es zu Problemen in Fragen der Zuständigkeit kommt. Zwei Kompetenzfragen werden sich wie ein roter Faden durch die Arbeit ziehen, wobei sich die eine von der EU nach innen, die andere nach außen richtet: 1.) Wie verteilen sich die Kompetenzen im Inneren der EU in bezug auf die Außenwirtschaftsbeziehungen und die WTO? 2.) Welche Faktoren beeinflussen die Beziehungen zwischen der EU und der WTO? Wie sind die Kompetenzen verteilt und wie beeinflussen die beiden Organisationen sich gegenseitig? Ist die EU für die WTO ein stepping oder ein stumbling stone? Mit dem Blick auf die Binnenstruktur der EU beginnt die Arbeit. Dabei geht es um die Verteilung der außenwirtschaftlichen Zuständigkeiten innerhalb der EU-Organe. Von besonderer Bedeutung ist hier das Zusammenspiel bzw. der Konkurrenzkampf zwischen den Mitgliedstaaten und den vergemeinschafteten Institutionen. Dabei geht es um die „zentrale Machtfrage in den EUAußenbeziehungen“: Ist es die EU-Kommission, die ihre Interessen stärker durchsetzten kann, oder sind es weiterhin die Mitgliedstaaten, die die Außenbeziehungen im EU-Rat maßgeblich gestalten? In diesem Sinne soll Licht in den nicht immer leicht verständlichen „verzahnten Dualismus“ gebracht werden. Für eine Annäherung an die zweite Frage wird der EUAgrarprotektionismus als eine Art Indikator herangezogen. Über ihn ist in der Vergangenheit immer wieder kontrovers diskutiert und vor allem von Entwicklungs- und Schwellenländern sowie Globalisierungsgegnern wie der NGO (non-governmental organisation) Oxfam oder scharf kritisiert worden. Die Entwicklung in diesem Bereich soll Aufschlüsse über die wechselseitigen Abhängigkeiten und Beeinflussungen geben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Struktur der EU-Außenwirtschaftsbeziehungen

2.1. Gemeinsame Wirtschafts- und Außenhandelspolitik

2.1.1. Autonome Handelspolitik

2.1.2. Vertragliche Handelspolitik

2.1.2.1. Freihandelsabkommen, Zollunionen und Kooperationsabkommen

2.1.2.2. Assoziationsabkommen

2.1.2.3. Entwicklungspolitik

3. Die EU und die WTO

3.1. Die EU in WTO-Verhandlungen

3.2. Unterschiedliche Zielsetzungen: Stepping oder stumbling stone?

3.3. Die EU im Streitbeilegungsverfahren der WTO

3.4. Einfluss der WTO-Regeln auf die EU

4. Der Agrarprotektionismus der EU

4.1. Aufbau des Systems von Produktionsbeihilfen und Exportsubventionen

4.2. Die Uruguay-Runde

4.3. Von der Uruguay-Runde bis zum Scheitern in Cancùn

4.4. Das Genfer Abkommen

5. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Interaktionen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Welthandelsorganisation (WTO), wobei der Fokus insbesondere auf der internen Kompetenzverteilung innerhalb der EU sowie dem Einfluss der WTO auf die EU-Agrarpolitik liegt.

  • Analyse der Entscheidungsstrukturen der EU in außenwirtschaftlichen Fragen.
  • Untersuchung der EU als potenzieller "Stepping Stone" oder "Stumbling Stone" für den globalen Freihandel.
  • Bewertung des Einflusses der WTO-Regeln auf die interne EU-Agrarpolitik.
  • Fallstudie zum Agrarprotektionismus und dessen Rolle in den WTO-Verhandlungsrunden von Uruguay bis zur Doha-Agenda.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Europäischen Union (EU) und der Welthandelsorganisation (WTO) - zwei Institutionen, die im internationalen System und somit auch für die Forschung der Internationalen Beziehungen immer bedeutender werden. Be ide haben in den letzten Jahren im Zuge der Auflösung der rein staatszentrierten Weltordnung enorm an Bedeutung gewonnen, sodass sich inzwischen immer mehr Themenbereiche überschneiden und es zu Problemen in Fragen der Zuständigkeit kommt.

Zwei Kompetenzfragen werden sich wie ein roter Faden durch die Arbeit ziehen, wobei sich die eine von der EU nach innen, die andere nach außen richtet: 1.) Wie verteilen sich die Kompetenzen im Inneren der EU in bezug auf die Außenwirtschaftsbeziehungen und die WTO? 2.) Welche Faktoren beeinflussen die Beziehungen zwischen der EU und der WTO? Wie sind die Kompetenzen verteilt und wie beeinflussen die beiden Organisationen sich gegenseitig? Ist die EU für die WTO ein stepping oder ein stumbling stone?1

Mit dem Blick auf die Binnenstruktur der EU beginnt die Arbeit. Dabei geht es um die Verteilung der außenwirtschaftlichen Zuständigkeiten innerhalb der EU-Organe. Von besonderer Bedeutung ist hier das Zusammenspiel bzw. der Konkurrenzkampf zwischen den Mitgliedstaaten und den vergemeinschafteten Institutionen. Dabei geht es um die „zentrale Machtfrage in den EU-Außenbeziehungen“2: Ist es die EU-Kommission, die ihre Interessen stärker durchsetzen kann, oder sind es weiterhin die Mitgliedstaaten, die die Außenbeziehungen im EU-Rat maßgeblich gestalten? In diesem Sinne soll Licht in den nicht immer leicht verständlichen „verzahnten Dualismus“3 gebracht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der EU-WTO-Beziehungen, Formulierung der zentralen Forschungsfragen sowie Darlegung des methodischen Vorgehens und des Forschungsstandes.

2. Die Struktur der EU-Außenwirtschaftsbeziehungen: Analyse der vertraglichen und institutionellen Grundlagen der EU-Handelspolitik, unterteilt in autonome und vertragliche Instrumente.

3. Die EU und die WTO: Untersuchung der institutionellen Rolle der EU innerhalb der WTO-Verhandlungsprozesse, der internen Abstimmung zwischen Kommission und Rat sowie der rechtlichen Auswirkungen von WTO-Regeln.

4. Der Agrarprotektionismus der EU: Detaillierte Betrachtung der GAP-Entwicklung und ihrer Auswirkungen auf den Welthandel sowie der Verhandlungsprozesse von der Uruguay-Runde bis zum Genfer Abkommen.

5. Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Bewertung der EU-Rolle als Akteur im Welthandel und Reflexion über den Zielkonflikt zwischen regionaler Integration und globaler Liberalisierung.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Welthandelsorganisation, WTO, Außenwirtschaftspolitik, Agrarprotektionismus, Doha-Runde, Uruguay-Runde, Gemeinsame Agrarpolitik, Handelspolitik, Handelsliberalisierung, Subventionen, Kompetenzverteilung, EU-Kommission, Freihandelsabkommen, Entwicklungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die institutionelle und inhaltliche Beziehung zwischen der Europäischen Union und der Welthandelsorganisation im Kontext einer zunehmenden Globalisierung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der internen Kompetenzverteilung der EU, der EU-Handelspolitik sowie der Analyse des EU-Agrarprotektionismus in Bezug auf WTO-Regeln.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich Zuständigkeiten innerhalb der EU verteilen und ob die EU als Hindernis (Stumbling Stone) oder als Motor (Stepping Stone) für den globalen Freihandel fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die aktuelle Quellen, Verträge und Fachliteratur nutzt, um die theoretischen und praktischen Aspekte der EU-Außenwirtschaftspolitik zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der EU-Strukturen, der Interaktion mit der WTO sowie eine ausführliche Analyse der Agrarpolitik und relevanter Verhandlungsrunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind u.a. EU, WTO, Außenwirtschaftspolitik, Agrarprotektionismus, Doha-Runde und Handelsliberalisierung.

Wie wirkt sich der "133er-Ausschuss" auf die Verhandlungsmacht aus?

Der 133er-Ausschuss dient der Abstimmung zwischen dem Rat und der Kommission, wobei er versucht, den Einfluss der Nationalstaaten trotz des Initiativrechts der Kommission zu wahren.

Warum wird der EU-Agrarsektor als Indikator verwendet?

Er dient als Indikator für den Konflikt zwischen EU-internen Partikularinteressen und globalen Liberalisierungsforderungen der WTO, da er historisch stark protektioniert war.

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Details

Title
EU und WTO - Partner oder Konkurrenten?
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Politische Wissenschaft)
Course
Hauptseminar: Die EU als internationaler Akteur
Grade
1,0
Author
Timothy Erik Röhrig (Author)
Publication Year
2004
Pages
32
Catalog Number
V38705
ISBN (eBook)
9783638376945
Language
German
Tags
Partner Konkurrenten Hauptseminar Akteur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timothy Erik Röhrig (Author), 2004, EU und WTO - Partner oder Konkurrenten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38705
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