Am 16.10.2017 fand die Exkursion nach Wolfsburg statt. Teil dieser Exkursion war eine Führung durch das VW-Werk, eine Stadtbesichtigung und eine Führung durch die Autostadt. Die Fragestellung unter der die Exkursion stattfand war, inwieweit VW die Stadtentwicklung beeinflusst und beeinflusst hat. Dieser Fragestellung soll nun im abschließenden Protokoll nachgegangenen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Entstehung der Stadt Wolfsburg
3. Das VW-Werk
4. VW-Werk und Wolfsburg heute
5. Fazit
Zielsetzung und Themen der Untersuchung
Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen eines Exkursionsprotokolls den Einfluss des Volkswagen-Konzerns auf die historische und gegenwärtige Stadtentwicklung von Wolfsburg. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit die Stadt durch die enge Abhängigkeit vom Automobilhersteller geprägt wurde und wie sich diese Symbiose auf städtebauliche sowie wirtschaftliche Strukturen auswirkt.
- Historische Genese der Stadt als "Stadt des KdF-Wagens"
- Strukturelle Bedeutung des VW-Werks als industrieller Kern
- Gartenstadt-Konzept und autogerechter Aufbau
- Sozioökonomische Abhängigkeiten und Krisenbewältigung
- Transformation zur Erlebnisstadt und Diversifizierungsstrategien
Auszug aus dem Buch
VW-Werk und Wolfsburg heute
Wolfsburg hat über 125.000 Einwohner, was bedeutet das ein großer Anteil der Einwohner Verbindungen zu VW hat (wolfsburg.de). Wolfsburg ist eine sogenannte Gartenstadt. Gartenstädte zeichnen sich durch einen Abstand zu einer Großstadt (Zentralstadt) aus, sollen durch einen Grüngürtel umgeben sein, viel unbebautes Land mit Grünflächen und Parks aufweisen. Planmäßige Radialstraßen und eigene Industrie, sowie Kultur- und Bildungsangebot sind ebenfalls wichtige Punkte (HEINEBERG). Auch das VW-Werk in Wolfsburg ist deutlich vom Stadtzentrum abgegrenzt. Der Mittellandkanal und die Nähe zur A2 sind für das Just-in-Time Prinzip von VW unabdingbar. Alles was nördlich des Mittellandkanals liegt, gehört zum VW-Werk. Allgemein fällt der autogerechte Aufbau der Stadt auf, mit vielen Parkplätzen, breiten Straßen und die gute Integration des VW-Werks.
Es gibt Buslinien, die durch das Werksgelände fahren. Wolfsburg zeigt die typische Uniformität von Innenstädten. Allgemein ist alles recht breit und groß gehalten und passt damit in das „größer, schneller, besser“ Prinzip von VW. In der Stadt finden sich viele Schenkungen von VW, wie das Planetarium, eine internationale Schule und eine Kooperation mit einem international bedeutenden Kunstmuseum. Die Stadt Wolfsburg zeigt damit in ihrer Entwicklung eine starke Abhängigkeit von VW. Wie groß diese ist, zeigte sich auch als in den 90er Jahren eine Strukturkrise bei VW ausbrach. Zu dieser Zeit waren Autos aus anderen Ländern billiger. Die Produktion bei VW war zu teuer, die Löhne zu hoch und der Standort Wolfsburg damit in Gefahr. Die Stadt bemerkte zu dieser Zeit, dass sie ohne VW gar nicht existieren kann. Es wurden Maßnahmen ergriffen, wie die Diversifizierung der wirtschaftlichen Struktur. Das Image der Stadt sollte attraktiver gemacht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Exkursion nach Wolfsburg ein und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich des Einflusses von VW auf die städtische Entwicklung.
Entstehung der Stadt Wolfsburg: Der Abschnitt beleuchtet die Gründung der Stadt durch die Nationalsozialisten als Werksiedlung und beschreibt die historische Transformation vom kriegsgeprägten Industriestandort zur modernen Stadt.
Das VW-Werk: Hier werden die Dimensionen, Produktionsweisen und die immense infrastrukturelle Bedeutung des Volkswagen-Werks als wirtschaftliches Herz der Region detailliert dargestellt.
VW-Werk und Wolfsburg heute: Dieses Kapitel analysiert das aktuelle Stadtbild, das Konzept der Gartenstadt sowie die sozioökonomische Abhängigkeit Wolfsburgs von seinem größten Arbeitgeber, einschließlich der strategischen Neuausrichtung.
Fazit: Das Fazit fasst die enge und deutschlandweit nahezu einmalige Verknüpfung zwischen Konzerninteressen und kommunaler Stadtentwicklung zusammen.
Schlüsselwörter
Wolfsburg, Volkswagen, Stadtentwicklung, Industriegeschichte, Gartenstadt, Automobilproduktion, Strukturkrise, Wolfsburg AG, Standortfaktoren, Abhängigkeit, Diversifizierung, Urbanisierung, Wirtschaftsgeschichte, Werkssiedlung, Erlebnisstadt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit primär?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der wechselseitigen Beeinflussung zwischen dem Volkswagen-Werk und der Stadtentwicklung von Wolfsburg, basierend auf einer durchgeführten Exkursion.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zu den Schwerpunkten zählen die Gründungsgeschichte der Stadt, die betriebswirtschaftliche und infrastrukturelle Rolle von VW sowie die heutige städtebauliche Ausrichtung Wolfsburgs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Ausmaß der Abhängigkeit der Stadt von einem einzelnen Großunternehmen aufzuzeigen und zu erörtern, wie diese Symbiose die lokale Entwicklung prägt.
Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?
Die Arbeit nutzt einen stadtgeographischen Ansatz, um das Phänomen "Werksstadt" im Kontext der historischen Entwicklung und der modernen Strukturwandlungen zu betrachten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Historie ab 1938, die technischen Kapazitäten des Werks sowie die Bemühungen der Stadt, durch neue Projekte und Diversifizierung von der reinen Arbeiterstadt zur Erlebnisstadt zu werden.
Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Stadtentwicklung, industrielle Monostruktur, Abhängigkeit, Strukturwandel und Standortmanagement.
Wie reagierte die Stadt Wolfsburg auf die Strukturkrise in den 90er Jahren?
Die Stadt erkannte ihre existenzielle Abhängigkeit von VW und begann, durch die Gründung der Wolfsburg AG und neue Investitionen in Image und Infrastruktur (z.B. Phaeno) die wirtschaftliche Struktur zu diversifizieren.
Welche Rolle spielt die "Autostadt" im Stadtkonzept?
Die Autostadt fungiert nicht nur als Auslieferungsort, sondern als Instrument der Kundenbindung und außerschulischer Lernort, der die Stadt als Erlebnisraum aufwertet.
Was verdeutlichte der "Dieselskandal" hinsichtlich der städtischen Abhängigkeit?
Der Skandal löste direkte Sparmaßnahmen in der Stadtverwaltung aus, was die unmittelbare Kopplung zwischen den wirtschaftlichen Erfolgen von VW und der kommunalen Finanzkraft unterstrich.
- Citar trabajo
- Julia Thielert (Autor), 2017, Wolfsburg. Autostadt. Einfluss von "VW" auf die Stadtentwicklung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387110