Nachdem Aileen Wuornos 1990 verhaftet wurde, sprachen die Medien von der ersten Serienmörderin. Bis zu diesem Zeitpunkt galt Serienmord als männliches Phänomen. Jedoch zeigen die ersten Aufzeichnungen über Serienmorde, dass der erste bekannte Serienmörder eine Frau war – Locusta, die Giftmörderin, welche unter anderem Kaiser Claudius ermordete. Mordende Frauen sind innerhalb der Gesellschaft immer noch ein Tabu Thema, da die allgemeine Annahme weiterhin davon ausgeht, dass Frauen nicht fähig sind zu töten. Da erscheint eine Serienmörderin besonders abwegig.
Die Arbeit untersucht das Phänomen der weiblichen Serienmörderin, indem verschiedene Fälle des Mordens und der Vorghehensweise untersucht werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Serienmord
3. Typisierung
3.1 Schwarze Witwe
3.2 Todesengel
3.3 Engelmacherin/Babyfarming
3.4 Sonderformen
4. Mörder Paare
5. Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Mördern
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Phänomen weiblicher Serienmörderinnen, um die zentralen Motive und Vorgehensweisen zu ergründen und die Unterschiede zu männlichen Serientätern statistisch sowie kriminologisch herauszuarbeiten.
- Analyse des weiblichen Tötungsverhaltens im Vergleich zu männlichen Tätern
- Identifikation kriminologischer Tätertypen wie "Schwarze Witwe" oder "Todesengel"
- Untersuchung der Bedeutung von Sackgassensituationen und sozialen Nischen
- Vergleich der Tatwaffen und Motive (finanzielle Bereicherung vs. sexuelle Lust)
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Nachdem Aileen Wuornos 1990 verhaftet wurde, sprachen die Medien von der ersten Serienmörderin. Bis zu diesem Zeitpunkt galt Serienmord als männliches Phänomen. Jedoch zeigen die ersten Aufzeichnungen über Serienmorde, dass der erste bekannte Serienmörder eine Frau war – Locusta, die Giftmörderin, welche unter anderem Kaiser Claudius ermordete. (vgl. Newton 2011:134) Mordende Frauen sind innerhalb der Gesellschaft immer noch ein Tabu Thema, da die allgemeine Annahme weiterhin davon ausgeht, dass Frauen nicht fähig sind zu töten. Da erscheint eine Serienmörderin besonders abwegig.
In der Fachliteratur findet man nur wenig zu weiblichen Tötungsverbrechen. Brückner klassifizierte die vier Situationen des „Gewinnmordes“, des „Sexualmordes“, des „Deckungsmordes“, und des „Konfliktmordes“ nach v. Hentigs, ohne überhaupt darauf einzugehen, dass auch Frauen töten. Auch in Guttmachers Einteilung sucht man vergeblich nach einer Erwähnung von mordenden Frauen. Bei Göppinger findet man zwar eine Erwähnung, jedoch kommt dieser zum Schluss, dass sich eine „spezifisch weibliche Kriminalität“ nicht nachweisen lässt. Burgheim äußert daher die unausgesprochene Feststellung, dass „weibliche (Tötungs-)Kriminalität auf die gleichen Ursachen zurückgeht wie die männlichen und lediglich ihr quantitativer Anteil […] geringer ist.“ (Burgheim 1994:232)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung von mordenden Frauen und zeigt die Lücken in der kriminologischen Fachliteratur bezüglich weiblicher Täter auf.
2. Definition Serienmord: Diskutiert die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition von Serienmord unter Einbeziehung verschiedener internationaler Ansätze und kriminologischer Konzepte.
3. Typisierung: Analysiert verschiedene Motivgruppen wie die "Schwarze Witwe", "Todesengel" oder "Engelmacherin" und vergleicht diese mit gängigen kriminologischen Klassifikationen.
4. Mörder Paare: Untersucht die Veränderung des Tötungsverhaltens bei Täterduos und die Dominanzstrukturen in gemischtgeschlechtlichen Partnerschaften.
5. Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Mördern: Arbeitet signifikante Unterschiede in Tatwaffen, Motiven und dem Eintrittsalter anhand der erhobenen Stichproben heraus.
6. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass weibliche Serienmörderinnen tendenziell planvoller und heimtückischer agieren, oft getrieben von persönlichen Notlagen.
Schlüsselwörter
Serienmord, weibliche Kriminalität, Schwarze Witwe, Todesengel, Tötungsdelikte, Giftmord, Motivforschung, Kriminologie, Täterprofile, Sackgassensituation, Kindstötung, Gewaltprävention, Täter-Opfer-Beziehung, Mordlust, Habgier
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der kriminologischen Untersuchung weiblicher Serienmörderinnen und deren spezifischem Vorgehen im Vergleich zu männlichen Tätern.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Typisierung weiblicher Serienmörder, die Wahl der Mordwaffen, die Rolle finanzieller Motive sowie der Vergleich der Tatmotivationen zwischen den Geschlechtern.
Was ist das primäre Ziel der Forschung?
Das Ziel ist es, die spezifischen Muster und das "Warum" hinter den Taten weiblicher Serienmörderinnen zu analysieren, da diese in der klassischen Kriminologie häufig unterrepräsentiert sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Stichproben weiblicher und männlicher Serienmörder anhand existierender kriminologischer Datenbanken und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, Typisierungen nach Motiven (wie die Schwarze Witwe), die Analyse von Täterpaaren und den direkten quantitativen sowie qualitativen Vergleich zwischen weiblichen und männlichen Mördern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Serienmord, weibliche Kriminalität, Tatmotivation, Giftmord und Täterprofilierung geprägt.
Welche Rolle spielt die "Schwarze Witwe" in dieser Analyse?
Sie fungiert als ein Haupttyp der weiblichen Serienmörderin, bei dem es meist um finanzielle Bereicherung und die Entledigung von Konflikten im privaten oder familiären Umfeld geht.
Warum morden weibliche Täter laut Arbeit häufig in Pflegeumgebungen?
Das Krankenhaus oder Pflegeheim bietet "Nischen", in denen der Tod zum Alltag gehört. Dies erschwert die Entdeckung von Taten, da medizinische Erklärungen für das Versterben von Patienten oft plausibler erscheinen als ein vorsätzliches Tötungsdelikt.
- Citation du texte
- Nora Hansch (Auteur), 2017, Wenn Frauen Morden. Serielle Tötung durch weibliche Täter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387168