Große Hoffnungen wurden seitens der Bevölkerung und der Politiker geschürt, nachdem feststand, dass die Fußballweltmeisterschaft der Herren 2010 in Südafrika stattfinden würde. Diese Großsportveranstaltung sollte die wirtschaftliche, soziale und touristische Entwicklung des Landes fördern. Studien ergaben, dass die Hoffnung der Bevölkerung immens war, denn die Hälfte erhoffte sich nach der WM einen anhaltenden wirtschaftlichen Zuwachs mit Jobperspektive.
Da stellt sich die Frage: Konnte diese Fußballweltmeisterschaft den Start für eine nachhaltige Entwicklung in Bezug auf Wirtschaft und Tourismus geben oder trat das erwünschte Ziel doch nicht ein? In dieser Hausarbeit soll auf diese Frage eine Antwort gegeben werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Events als Marketing für eine Destination
2.1. Begriffserklärung
2.1.1. Event und Großsportveranstaltung
2.2. Bedeutung des Marketings innerhalb des Destinationsmanagements
2.2.1. Zusammenhang zwischen Marketing und Vermarktung einer Destination
2.2.2. Events im Marketing einer Destination
3. Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Sportgroßveranstaltungen auf eine Destination am Beispiel der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Ziel ist es zu analysieren, ob ein solches Mega-Event den angestrebten nachhaltigen wirtschaftlichen und touristischen Entwicklungsstart in einem Schwellenland initiieren kann oder ob die hohen Erwartungen unerfüllt bleiben.
- Rolle und Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen im Destinationsmarketing
- Strukturelle Auswirkungen der Fußball-WM 2010 auf die südafrikanische Wirtschaft
- Kosten-Nutzen-Analyse der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen
- Zusammenhang zwischen Großveranstaltungen und dem Image einer Destination
- Langfristige touristische Effekte im Vergleich zu kurzfristigen wirtschaftlichen Impulsen
Auszug aus dem Buch
2.2.1. Zusammenhang zwischen Marketing und Vermarktung einer Destination
Der Tourismusmarkt ist geprägt von der heutigen Konsumgesellschaft. Es herrscht ein großer Konkurrenzkampf und deswegen wird nicht das Angebot knapp sondern die Wünsche. Auf Grund dessen ist es heutzutage umso wichtiger, seitens der Verantwortlichen in den jeweiligen Orten und Regionen, die eigenen Vorzüge des Angebots zu vermitteln. An diesem Punkt müssen sich die Verantwortlichen natürlich Gedanken machen wie man dies umsetzten möchte. Insbesondere Orte/Städte und auch touristische Destinationen, die eine mangelnde überregionale Bekanntheit besitzen beziehungsweise das Fehlen eines positiven Images haben es schwer auf dem Markt.
Auf Grund dessen greifen immer mehr Touristiker auf Events zurück. Diese Events sollen dann gewisse kurz/mittel/langfristige Veränderungen mit sich bringen. Dies ist aus Blick des Autors ein wichtiger und zu berücksichtigender Punkt, dass die Auswirkungen von Sportveranstaltungen zeitabhängig sind. Daher ist die genaue Bestimmung der Auswirkung auf die Wirtschaft schwer vorherzusagen. Die Ziele und Erwartungen eines Events reichen von gewisser Medienpräsenz, über die Steigung des Bekanntheitsgrades, bis hin zur Imageverbesserung(Auflistung der Veränderung in kurz/mittel und lang). Klar und einheitlich zu beobachten ist, dass insbesondere Sportveranstaltungen in diesem Zusammenhang populär sind. Sie stoßen sowohl bei den Verantwortlichen interessierter Orte als auch bei den Zuschauern und Medien auf großes Interesse. Im Fokus aus touristischer Sicht steht in der Regel die Zufriedenheit, Motivation der Besucher um positive Effekte für den Tourismus zu erzielen und zu nutzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Sportgroßveranstaltungen als Mittel zur Imageverbesserung für Länder ein und beleuchtet die spezifische Ausgangslage Südafrikas vor der WM 2010.
2. Events als Marketing für eine Destination: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Events und Großsportveranstaltungen sowie deren strategische Einbindung in das Destinationsmanagement und Marketing.
2.1. Begriffserklärung: Hier werden Definitionen für Events und Großsportveranstaltungen dargelegt und deren Bedeutung für das Destinationsmarketing abgegrenzt.
2.1.1. Event und Großsportveranstaltung: Dieser Abschnitt differenziert zwischen allgemeinen Events und Sportgroßveranstaltungen anhand von Größe, Komplexität und sportbezogener Bedeutung.
2.2. Bedeutung des Marketings innerhalb des Destinationsmanagements: Die Bedeutung des Marketings für die Positionierung von Destinationen in einem kompetitiven Marktumfeld wird hier zentral behandelt.
2.2.1. Zusammenhang zwischen Marketing und Vermarktung einer Destination: Es wird analysiert, wie Destinationen durch Marketing ihre Bekanntheit steigern und mit welchen Herausforderungen Regionen ohne positives Image konfrontiert sind.
2.2.2. Events im Marketing einer Destination: Dieser Teil beleuchtet die zwei Vermarktungsmöglichkeiten von Events: als eigenständiges Produkt oder als strategischer Bestandteil des Destinationsmarketings.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der WM 2010 kritisch, wobei insbesondere die Diskrepanz zwischen den hohen Erwartungen und der wirtschaftlichen Realität hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Sportgroßveranstaltungen, Destination, Fußballweltmeisterschaft 2010, Südafrika, Destinationsmanagement, Destinationsmarketing, Infrastruktur, Wirtschaftswachstum, Tourismussektor, Imageverbesserung, Schwellenland, Arbeitsmarkt, Mega-Events, Sekundärforschung, Nachnutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die ökonomischen und touristischen Auswirkungen der Fußballweltmeisterschaft 2010 auf die Destination Südafrika.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Destinationsmarketing, der Rolle von Sportgroßveranstaltungen, der Infrastrukturentwicklung und der nachhaltigen wirtschaftlichen Bewertung von Mega-Events in Schwellenländern.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Es wird untersucht, ob die Fußballweltmeisterschaft einen Startpunkt für eine nachhaltige wirtschaftliche und touristische Entwicklung bilden konnte oder ob das Ziel nicht erreicht wurde.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor verwendet in dieser Arbeit ausschließlich die Methode der Sekundärforschung.
Was wird im inhaltlichen Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Destinationsmarketings und eine detaillierte Überprüfung der WM 2010 anhand von Faktoren wie Tourismuszahlen, Stadionnutzung und BIP-Entwicklung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Schwellenland, Destinationsmanagement, Sportgroßveranstaltungen, nachhaltige Entwicklung und ökonomische Auswirkungen.
Wie bewertet der Autor die wirtschaftliche Bilanz der WM 2010 für Südafrika?
Der Autor zieht eine ernüchternde Bilanz: Zwar gab es kurzfristige Effekte, aber das Land blieb auf hohen Kosten und Schulden sitzen, während die tatsächlichen Gewinne primär bei der FIFA verblieben.
Welches spezifische Beispiel nutzt der Autor zur Veranschaulichung von Eventkriterien?
Der Autor zieht als persönliches Musterbeispiel die Stadt Forst und deren Reit-, Steher- und Derny-Meisterschaften heran, um Kriterien für eine erfolgreiche Veranstaltung zu erläutern.
Warum wird das Kapstadt-Stadion im Dokument gesondert erwähnt?
Das Stadion wird als Beispiel für eine teure Investition (ca. 450 Millionen Euro) angeführt, die primär aufgrund der Lage zwischen Meer und Tafelberg gebaut wurde und heute hohe jährliche Unterhaltskosten verursacht.
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- Ron Marschall (Autor), 2017, Großsportveranstaltungen. Fluch oder Segen für die Destination?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387264