Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Biblical Theology

Eine Exegese von Jdt 16, 1-17

Die theologische Bedeutung von Judits Lobgesang

Title: Eine Exegese von Jdt 16, 1-17

Term Paper , 2016 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sara Heeger (Author)

Theology - Biblical Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Bibel gibt es wenig Frauengestalten, die wie Judit ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Aus diesem Grund ist Judit auch heute noch ein Vorbild für viele Frauen, das die Kunst, Musik und Literatur der ganzen Welt in allen Zeiten beeinflusst hat. In der Liturgie wird Judit deshalb hauptsächlich an Marienfesten gelesen. Diese exegetische Arbeit befasst sich mit der Perikope Jdt 16,1-17. Herausgestellt wird dabei die Erklärung von Vers 2a: „Denn der Herr ist ein Gott, der den Kriegen ein Ende setzt“.

Die Arbeit beschäftigt sich mit der These, dass Gott ausnahmslos allen Menschen hilft, die an ihn glauben. Das Ziel ist es dabei, dass jeder, der sie, genau wie das Buch Judit, liest, erkennt, dass unser Gott den Kriegen ein Ende setzen kann. Der Text für diese Arbeit stammt aus der Einheitsübersetzung, wie auch alle anderen Texte, mit denen im Laufe der Arbeit gearbeitet wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Text

3. Abgrenzung

4. Strukturanalyse

4.1 Strukturübersicht

4.2 Strukturbeschreibung

4.3 weitere Analysen (Personen, Redesituation, Ort/Zeit, Stilmittel)

5. Inhaltsanalyse

5.1 Semantische Analyse

5.2 Äquivalenzen und Kontraste

5.3 Sprechaktanalyse

5.4 Pragmatik

5.5 Auswertung

6. Gattungskritik

7. Kontexteinbettung

7.1 Jdt 16,1-17 im Buch Judit

7.2 Jdt 16,1-17 im im Kontext der Bibel

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht exegetisch die Perikope Jdt 16,1-17, um die theologische Bedeutung des Lobgesangs von Judit zu ergründen und die These zu belegen, dass Gott ausnahmslos allen Glaubenden Hilfe gewährt. Dabei wird analysiert, wie der Text den Leser dazu anleiten soll, Gott als die höchste, kriegsbeendende Macht zu erkennen.

  • Strukturelle und inhaltliche Analyse der Perikope Jdt 16,1-17
  • Untersuchung von Äquivalenzen und Kontrasten im Text
  • Sprechaktanalyse zur Bestimmung der Intentionen
  • Gattungskritische Einordnung als Hymnus
  • Einbettung des Textes in den biblischen Kontext und Vergleich mit Exodus 15

Auszug aus dem Buch

4.2 Strukturbeschreibung

Nachdem die Perikope nun als eigene Sinneinheit abgegrenzt ist, kann sie in Einzelabschnitte gegliedert werden. In der folgenden Beschreibung wird von einer Gliederung in drei Teilen ausgegangen. Judits Lobgesang gliedert sich in drei Abschnitte nach dem groben Rahmen-Schema „A B C A“: Eine Exposition in 16,1-2, die zum Hauptteil der Perikope (16,3-12) hinführt, bildet mit dem Schluss in 16,13-17 einen Rahmen um die Geschehnisse im Hauptteil. Die mit „A“ gekennzeichnete Rahmenhandlung der Perikope ist gegenwartsbezogen, behandelt die Erzählzeit, wohingegen der mit „B-C“ gekennzeichnete Mittelteil die erzählte Zeit behandelt, also retrospektiv ist. Das bedeutet, dass die Zeitstruktur der Perikope anachronisch ist, denn die Textreihenfolge weicht von der zeitlichen Reihenfolge ab, wie man im folgenden Schaubild erkennen kann.

Somit wird durch den Wechsel der Zeitstrukturen die Gliederung der Perikope begründet. Der erste Abschnitt der Perikope beginnt mit der vierfachen Aufforderung Judits an das Volk, einen Lobgesang auf Gott zu singen (16,1b) A, was durch einen wiederholten Imperativ deutlich gemacht wird. Der Imperativ ist typisch für die besprechende Rede, in der die Rahmenhandlung steht. Die Aufforderung wird mit einem Argument begründet (16,2a) A’, das durch die Beschreibung im Hauptteil näher erklärt und im Schluss wiederaufgenommen wird (16,13a), weshalb man hier von einer Rahmenhandlung um die Zentrumstat sprechen kann. Die in 16,2 anlautende Begründung zum Lobgesang wird erst in 16,13b-17 ausführlich erklärt und bestätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung präsentiert die Relevanz der Figur Judit und definiert das Ziel der exegetischen Arbeit an der Perikope Jdt 16,1-17.

2. Der Text: In diesem Kapitel wird der biblische Text in gliedernde Äußerungseinheiten unterteilt dargestellt, um die Analyse vorzubereiten.

3. Abgrenzung: Es wird begründet, warum Jdt 16,1-17 eine eigenständige Sinneinheit bildet, die sich durch Wechsel in Perspektive und Texttyp vom Kontext abhebt.

4. Strukturanalyse: Hier wird der Textaufbau mittels eines Rahmen-Schemas analysiert und die Zeitstruktur der Perikope untersucht.

5. Inhaltsanalyse: Dieses Kernkapitel umfasst die semantische Analyse, den Vergleich von Äquivalenzen und Kontrasten, die Sprechaktanalyse sowie die pragmatische Auswertung.

6. Gattungskritik: Der Text wird gattungskritisch als Hymnus eingeordnet, wobei Parallelen zu den Psalmen und anderen biblischen Hymnen aufgezeigt werden.

7. Kontexteinbettung: Die Perikope wird in den unmittelbaren Zusammenhang des Buches Judit sowie in den weiteren biblischen Kontext gestellt.

8. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der verschiedenen Analyseschritte zusammen und reflektiert die zeitlose Botschaft des Textes.

Schlüsselwörter

Judit, Lobgesang, Jdt 16,1-17, Exegese, Gottesbild, Hymnus, Parallelismus, Biblische Analysen, Sprechaktanalyse, Gottvertrauen, Exodus, Frieden, Struktur, Menschenbild, Kontrastierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung des Lobgesangs der Judit in Jdt 16,1-17, um dessen theologische Bedeutung und Intention zu ergründen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind das Gottvertrauen, die Wirksamkeit Gottes gegen Feinde, die Identifikation mit der Figur Judit als Vorbild sowie die strukturelle und gattungsmäßige Einordnung des Textes.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu zeigen, dass Gott allen Menschen hilft, die an ihn glauben, und dass Judit als kollektive Gestalt fungiert, die Israel repräsentiert und zum Glauben aufruft.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es werden verschiedene exegetische Methoden wie Strukturanalyse, semantische Analyse, Sprechaktanalyse, Pragmatik, Gattungskritik und kontextuelle Einbettung verwendet.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Strukturanalyse, eine Inhaltsanalyse (mit semantischen Untersuchungen, Äquivalenzvergleichen und Sprechaktanalysen) sowie eine gattungskritische und kontextuelle Einordnung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Judit, Lobgesang, Gottesbild, Hymnus, Exegese, Gottvertrauen und Biblische Analysen.

Warum wird Judit als ein "neuer Mose" bezeichnet?

Durch die zahlreichen Anlehnungen und Zitate aus dem Exodus-Bericht (insbesondere Ex 15) aktualisiert der Text die Mose-Figur in Judit, wodurch sie als Anführerin eines neuen Exodus und Vorbild für Israel dargestellt wird.

Welche Rolle spielt die "Leerstelle" in der Personenkonstellation?

Die "Leerstelle" beschreibt das Fehlen einer aktiven Rolle des Volkes im Lobgesang, obwohl es als Adressat und Mitwirkender erwartet würde, was dem Leser Raum für eigene Interpretationen lässt.

Wie trägt die Sprechaktanalyse zur Interpretation bei?

Sie zeigt durch den Wechsel zwischen positiven (Loben) und negativen (Warnen/Drohen) Sprechakten, dass der Hymnus nicht nur Gebet, sondern auch eine ernsthafte Mitteilung an die Feinde Israels ist.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Eine Exegese von Jdt 16, 1-17
Subtitle
Die theologische Bedeutung von Judits Lobgesang
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
1,3
Author
Sara Heeger (Author)
Publication Year
2016
Pages
33
Catalog Number
V387317
ISBN (eBook)
9783668615632
ISBN (Book)
9783668615649
Language
German
Tags
Bibel Exegese Religion Katholische Religion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Heeger (Author), 2016, Eine Exegese von Jdt 16, 1-17, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387317
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint