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Wahl angemessener Methoden für konsequenten Sprachunterricht. Wortschatzkompetenz innerhalb heterogener Lerngruppen in der Sekundarstufe I

Titre: Wahl angemessener Methoden für konsequenten Sprachunterricht. Wortschatzkompetenz innerhalb heterogener Lerngruppen in der Sekundarstufe I

Thèse de Master , 2015 , 143 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Michael Forchner (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
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Das noch junge 21. Jahrhundert ist geprägt von dynamischen Prozessen. Technisierung, Globalisierung und Mediatisierung sind allgegenwärtig und machen auch keinen Halt vor sozio-kulturellen Bereichen wie der Gesellschaft, der deutschen Sprache oder dem Bildungssektor. Neuerungen bringen neben Möglichkeiten und Chancen allerdings auch Risiken und Stolpersteine mit sich. Richtet sich der Fokus auf die Bildung an deutschen Schulen im Allgemeinen und die Sprachkompetenzen deutscher Schülerinnen und Schüler im Speziellen, werden gewisse Entwicklungs-Defizite deutlich.

Im Angesicht der zur Verfügung stehenden bildungspolitischen Voraussetzungen, der Heterogenität von Schülern, den neuen Medien und den gesellschaftlichen Ansprüchen stellt sich die Frage, woraus sich ein konsequenter Sprachunterricht zur Förderung der Wortschatzkompetenz konstituieren müsste. Inwiefern wäre aktuell für die Wahl angemessener unterrichtlicher Methoden eine Anpassung des Sprachunterrichts im Fach Deutsch im Sinne einer sämtliche Kompetenzbereiche einschließenden Wortschatzarbeit für alle Schüler binnendifferenziert möglich?

Im Rahmen eines Fragebogens galt es zu erfahren, ob und inwiefern Lehrkräfte den Wortschatz aktiv unterrichten und welche Methoden, Literatur und Materialien sie dafür nutzen oder womöglich benötigen. Es interessierten speziell der Blick auf die Qualität der Wortschatzerweiterung und Wortschatzvertiefung, der Blick auf die Wortschatzarbeit in der Sekundarstufe I und der Blick auf den Einbezug der heterogenen Lernausgangslage der Schüler.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entwicklung der Wortschatzkompetenz

2.1 Am Anfang war das Wort – Eine Annäherung

2.2 Der Wortschatz – Positionierung in Wissenschaft und Öffentlichkeit

2.3 Wortschatzerwerb und Wortschatzarbeit

2.4 Ziele der Wortschatzarbeit

2.5 Das Erkennen, Speichern und Abrufen von Wortbedeutungen

2.5.1 Wortfeldtheorie – Merkmalsemantik – Prototypensemantik

2.5.2 Das mentale Lexikon

3 Hindernisse für die Entwicklung der Wortschatzkompetenz

3.1 Die Wortschatzkompetenz im Rahmen von PISA und DESI

3.2 Die Wortschatzkompetenz in den Bildungsstandards

3.3 Wortschatzarbeit in Lehrbüchern

4 Der Fragebogen

4.1 Die Methodik der Online-Befragung

4.2 Die Konstruktion der Fragen

4.3 Das Konzept des Fragebogens

4.4 Der Aufbau des Fragebogens

4.5 Das Untersuchungsziel

4.6 Die Auswahl der Stichprobe

5 Die Auswertung des Fragebogens

5.1 Die demografischen Daten (Persönliche Daten und Frage 2)

5.2 Die durchschnittliche Klassengröße (Frage 1)

5.3 Die Schülergruppen nach Kirschenfauth (Frage 4-10)

5.4 Weitere Schülergruppen (Frage 11 und 12)

5.5 Lernvoraussetzungen und Leistungsvergleich (Frage 3 und 13-15)

5.6 Die Einschätzung der Wortschatzkompetenz (Frage 16-20)

5.7 Die Auswertung der offenen Fragen (Frage 21-27)

6 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse

7 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht aus der Perspektive von Deutschlehrkräften, welchen Stellenwert die Wortschatzkompetenz im aktuellen Sprachunterricht der Sekundarstufe I einnimmt und inwieweit konsequente, methodisch fundierte Wortschatzarbeit zur Förderung heterogener Lerngruppen stattfindet.

  • Aktueller Stellenwert der Wortschatzarbeit im Deutschunterricht
  • Methodik der gezielten Wortschatzvermittlung
  • Einbezug der heterogenen Lernausgangslage von Schülern
  • Rolle von Lehrplänen, Bildungsstandards und Unterrichtsmaterialien

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Wortfeldtheorie – Merkmalsemantik – Prototypensemantik

Als vorstrukturalistisch wird die Wortfeldtheorie beschrieben, die alle sinnverwandten, inhaltlich zusammengehörigen Wörter als Wortfeld ansieht, wie zum Beispiel das Wortfeld Fußball, das unter anderem die Wörter Verein, kicken, Außenseiter, offensiv, bolzen, Schwalbe oder Vertikalpass enthält. Die strukturalistische Merkmalsemantik liefert im Vergleich zur Wortfeldtheorie eine exaktere Eingrenzung der Begriffe, indem einem Wort entsprechende Merkmale zugewiesen werden, die in einer Analyse von anderen ähnlichen Wörtern strukturiert abgegrenzt werden können.46 Aus der Kritik heraus, es gäbe darin keine vergleichende Gewichtung der einzelnen Merkmale, ging die Prototypensemantik – ein Teilbereich der kognitiven Semantik – hervor. Sie beruft sich auf die Notwendigkeit einer Differenzierung der Merkmale für den jeweiligen Kulturkreis oder individuellen Kontext in verschiedene Zonen.

Das klassische Beispiel eines Begriffsnetzes der Prototypensemantik visualisiert die Kategorisierung in typische Vertreter im Zentrum und in weniger typische Vertreter gestuft hin zum Randbereich (siehe Abb. 3). Für das Wort Vogel wäre also im mitteleuropäischen Kulturkreis das Rotkehlchen der Prototyp, der Inbegriff eines Vogels. Pinguin und Strauß hingegen sind in Europa nicht beheimatet, können beispielsweise nicht fliegen, bauen ihre Nester nicht auf Bäumen und sind wesentlich größer. Sie weisen also bedeutungsunterscheidende Merkmale im Vergleich zu Rotkehlchen, Spatz oder Taube auf und sind dementsprechend am Rand des Begriffsnetzes wiederzufinden. Für Bewohner bestimmter Regionen Afrikas oder des Südpols stünden demnach der Vogelstrauß respektive der Pinguin im Zentrum dieses Modells als Prototyp und das Rotkehlchen am Rand als relativ untypischer Vertreter. Die gegenüber der Merkmalsemantik kritisierte fehlende Hierarchie ist in der Prototypensemantik möglich, so können Ober- und Unterkategorisierungen in Form der verschiedenen Zonen vorgenommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Wortschatzkompetenz im 21. Jahrhundert, verweist auf Defizite in Leistungsstudien wie PISA und DESI und begründet die Notwendigkeit der Forschungsarbeit.

2 Die Entwicklung der Wortschatzkompetenz: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen wie Wort, Wortschatz, Wortschatzerwerb und erläutert die Bedeutung des mentalen Lexikons sowie kognitive Semantikmodelle.

3 Hindernisse für die Entwicklung der Wortschatzkompetenz: Es werden strukturelle Hürden analysiert, die einer gezielten Wortschatzarbeit im aktuellen Schulsystem entgegenstehen, einschließlich mangelnder Integration in Bildungsstandards und Lehrwerke.

4 Der Fragebogen: Dieses Kapitel erläutert die methodische Konzeption, den Aufbau sowie das Ziel der Online-Lehrerbefragung zur Erhebung aktueller Unterrichtspraxis.

5 Die Auswertung des Fragebogens: Die Ergebnisse der Befragung werden deskriptiv dargestellt, statistisch analysiert und unter Berücksichtigung der Teilnehmerstruktur ausgewertet.

6 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Die zentralen Befunde der Untersuchung werden zusammengeführt, im Hinblick auf die Forschungsfragen diskutiert und kritisch reflektiert.

7 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und plädiert für einen Paradigmenwechsel hin zu einer expliziten, methodisch strukturierten Wortschatzarbeit in allen Schulformen.

Schlüsselwörter

Wortschatzkompetenz, Wortschatzarbeit, Wortschatzerwerb, Deutschunterricht, Heterogenität, Bildungsstandards, mentale Lexika, Lehrerbefragung, Sprachdidaktik, Schulleistungsstudien, Wortfeldtheorie, Prototypensemantik, Binnendifferenzierung, Sprachförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Wortschatzkompetenz im Deutschunterricht der Sekundarstufe I und analysiert, wie Lehrkräfte Wortschatzarbeit konzipieren und in heterogenen Lerngruppen umsetzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Wortschatzerwerbs, aktuelle Forschungslagen aus Schulleistungsstudien, didaktische Herausforderungen in der Unterrichtspraxis und die Bedürfnisse der Lehrkräfte hinsichtlich Material und Methode.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel ist es, ein aktuelles Bild über die Wortschatzarbeit an deutschen Schulen zu gewinnen und Empfehlungen für eine strukturierte, binnendifferenzierte Unterrichtsgestaltung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsmethodik mittels einer Online-Umfrage unter Deutschlehrkräften, deren Ergebnisse deskriptiv ausgewertet werden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe rund um den Wortschatz sowie einen empirischen Teil, der die Auswertung der Befragungsdaten zur Unterrichtspraxis, zu Lehrwerken und zu den Wünschen der Lehrerschaft präsentiert.

Was zeichnet die Arbeit aus?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verknüpfung fachdidaktischer Theorie mit einer empirischen Erhebung der tatsächlichen Perspektiven von Deutschlehrkräften aus.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte ihre Möglichkeiten zur Wortschatzarbeit?

Die Lehrkräfte äußern einen erheblichen Mangel an strukturierten, binnendifferenzierten Materialien und fordern eine explizitere Berücksichtigung der Wortschatzarbeit in Lehrplänen und Rahmenvorgaben.

Welche Bedeutung kommt der Heterogenität der Schülerschaft zu?

Die Heterogenität (soziale Herkunft, Migrationshintergrund, kognitive Voraussetzungen) wird als zentrale Herausforderung identifiziert, die laut Lehrkräften nach gezielteren methodischen Ansätzen und besserer Ressourcenbereitstellung verlangt.

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Résumé des informations

Titre
Wahl angemessener Methoden für konsequenten Sprachunterricht. Wortschatzkompetenz innerhalb heterogener Lerngruppen in der Sekundarstufe I
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Note
1,7
Auteur
Michael Forchner (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
143
N° de catalogue
V387418
ISBN (ebook)
9783668622098
ISBN (Livre)
9783668622104
Langue
allemand
mots-clé
Sprachunterricht Wortschatz Methodik Sekundarstufe I
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Forchner (Auteur), 2015, Wahl angemessener Methoden für konsequenten Sprachunterricht. Wortschatzkompetenz innerhalb heterogener Lerngruppen in der Sekundarstufe I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387418
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