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Rekonstruktive Interviewanalyse im Rahmen der Pilotstudie "Beziehung, Partnerschaft, Familiengründung"

Title: Rekonstruktive Interviewanalyse im Rahmen der Pilotstudie "Beziehung, Partnerschaft, Familiengründung"

Term Paper , 2005 , 23 Pages

Autor:in: Christina Lang (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Diese Arbeit soll anhand einer rekonstruktiven Fallanalyse eines Interviews, das mit einer hochqualifizierten Frau mit Kindern durchgeführt wurde, analysieren, welchen subjektiven Bedingungsfaktoren die Familiengründung in diesem Fall unterlag und welche Funktion dabei dem partnerschaftlichen Aushandlungsprozess zukam.
Im Folgenden soll zunächst der Forschungskontext zu diesem Thema und die möglichen Analysedimensionen kurz dargestellt und danach auf die besondere Eignung des qualitativen Verfahrens eingegangen werden. Der Hauptteil wird sich mit dem Interviewfall befassen und dabei zuerst die Rahmenbedingen dokumentieren – die Kontaktaufnahme, den Interviewfall selbst und die Durchführung des Interviews. Es folgt die Feinanalyse zweier Ausschnitte des Interviewtextes und deren Interpretation. Abschließen soll die Arbeit mit einer kurzen Bilanz der Analysearbeit und einem Ausblick auf mögliche weitergehende Forschungsdimensionen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1. 1 Forschungskontext und Analysedimensionen

1. 2 Die Thematik im Rahmen der qualitativen Forschung

2. Forschungsdokumentation

3. Textanalyse

3. 1 Kinderwunsch

3. 2 Aushandlung der Kinderfrage

3. 3 Zusammenfassung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand einer rekonstruktiven Fallanalyse eines Interviews mit einer hochqualifizierten Frau, welchen subjektiven Bedingungen die Familiengründung unterliegt und welche Funktion dem partnerschaftlichen Aushandlungsprozess in diesem Zusammenhang zukommt.

  • Qualitative Untersuchung des Familienplanungsverhaltens
  • Bedeutung der Aushandlung der Kinderfrage in Partnerschaften
  • Analyse von biographischen Entwicklungsprozessen und Kinderwünschen
  • Rolle der Partnerwahl und des sozialen Umfelds
  • Einfluss von Geschlechterverhältnissen auf Lebensentwürfe

Auszug aus dem Buch

3. 1 Kinderwunsch

In den ersten zwei Segmenten von ‚Passage 1’ steht das semantische Feld des ‚Kinder-Wollens’, ein starker Ausdruck für den Wunsch nach Kindern, im Zentrum. Die Interviewte stellt in einer Art Abstract an den Beginn ihrer Antwort, dass sie „schon immer“ – ein weiterer starker Ausdruck – Kinder wollte, eine Tatsache, die durch das argumentierende „ja also“ in ihrer Absolutheit noch verstärkt wird und der angesichts ihrer Position im direkten Anschluss an die Frage, wie es zum Nachwuchs kam, anscheinend eine wichtige Rolle beim weiteren Prozess beigemessen wird. Die frühere Beziehung wird als daran gescheitert dargestellt.

Er wollte „KEIne“, ein sehr deutlich beschriebener Widerspruch zu ihrer Haltung, dessen Folge war, dass „des auseiNANder gegangen“ ist. Diese Bewegungsmetapher stellt in Verbindung mit der anonymen Agency das Ende der Beziehung als einen natürlichen Folgeprozess dar. Auffällig ist die Beschreibung des früheren Partners („hatte VORher leider n partner“), zum einen sehr sachlich und funktional als „n partner“ und zum anderen mit dem Adverb „leider“ belegt, das nicht ein Bedauern über das Auseinandergehen ausdrückt, sondern über die Beziehung mit dem unerwiderten Kinderwunsch an sich.

Die Suche nach einem neuen Partner erscheint durch die Abtönungspartikel „halt“ als selbstverständliche Konsequenz und wird – wie die Verwendung des Verbs ‚suchen’ andeutet – als aktive und auf etwas spezielles ausgerichtete Tätigkeit verstanden. Auch hier steht wieder das ‚Kinder-Wollen’ im Mittelpunkt („des war mir auch ZIEMlich wichtig dass der NEUe auch KINder will“). Die Verwendung des bestimmten Artikels zu Beginn der Phrase und die Betonung auf „ZIEMlich“ wirken zusätzlich verstärkend auf diesen Wunsch. Der Ausdruck für den neuen Partner nach dem sie sucht, ist mit „der NEUe“ rein funktional und der bestimmte Artikel zeigt eine Gewissheit, dass die Suche zum Erfolg führt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das Thema in der Familiensoziologie und definiert das Forschungsziel der rekonstruktiven Fallanalyse zur Familienplanung.

1. 1 Forschungskontext und Analysedimensionen: Es wird der aktuelle Stand der Forschung zu Familienplanung und Partnerschaft sowie die Relevanz sozioökonomischer Rahmenbedingungen beleuchtet.

1. 2 Die Thematik im Rahmen der qualitativen Forschung: Hier wird die Eignung qualitativer Methoden zur Analyse subjektiver Deutungsmuster gegenüber quantitativen Ansätzen begründet.

2. Forschungsdokumentation: Dieses Kapitel beschreibt den Hintergrund der Interviewpartnerin, die Situation des Interviews und die methodischen Rahmenbedingungen der Datenerhebung.

3. Textanalyse: Der Hauptteil bietet eine detaillierte Interpretation ausgewählter Interviewpassagen hinsichtlich der Aushandlung der Kinderfrage.

3. 1 Kinderwunsch: Analyse des zentralen Motivs des „Kinder-Wollens“ und dessen biographischer Verwurzelung bei der Interviewten.

3. 2 Aushandlung der Kinderfrage: Untersuchung der partnerschaftlichen Kommunikationsprozesse und der Agency der Interviewten bei der Entscheidung für Kinder.

3. 3 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, die den Kinderwunsch als biographische Konstante und die Rolle der individualisierten Agency hervorhebt.

4. Schluss: Fazit der Einzelfallanalyse und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe im interdisziplinären Feld zwischen Soziologie und Psychologie.

Schlüsselwörter

Familiensoziologie, Familienplanung, Kinderwunsch, Partnerschaft, rekonstruktive Textanalyse, qualitative Interviewforschung, Biographieforschung, Aushandlungsprozess, Agency, Elternschaft, Lebenslauf, Geschlechterverhältnis, Familienentwicklung, Fallanalyse, Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert anhand einer rekonstruktiven Fallstudie die individuellen und partnerschaftlichen Entscheidungsprozesse zur Familiengründung bei einer hochqualifizierten Frau.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen das „Kinder-Wollen“ als biographische Konstante, die Bedeutung der Partnerwahl und die kommunikativen Prozesse der Aushandlung innerhalb einer Paarbeziehung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion subjektiver Deutungsmuster und die Untersuchung, welche subjektiven Bedingungen die Entscheidung für oder gegen Kinder beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitatives, hermeneutisch-rekonstruktives Verfahren angewendet, um narrativ erzeugte Identität und Bedeutung in Interviewtexten zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Dokumentation des Forschungsfalls sowie die detaillierte Textanalyse, die sequentiell die Entstehung des Kinderwunsches und dessen Aushandlung in der Partnerschaft untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Familienplanung, Partnerschaft, biographische Konstante, Agency und qualitative Sozialforschung beschreiben.

Welche Rolle spielt das „Kinder-Wollen“ in der Analyse?

Es fungiert als zentrales, biographisches Motiv, das sich durch verschiedene Lebensphasen zieht und die Identität der Interviewten maßgeblich mitprägt.

Wie positioniert sich die Interviewpartnerin in ihrer Partnerschaft?

Sie positioniert sich als eine sehr resolute und konsequente Person, die ihre Ziele, insbesondere den Kinderwunsch, aktiv verfolgt und im partnerschaftlichen Aushandlungsprozess eine dominierende Rolle einnimmt.

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Details

Title
Rekonstruktive Interviewanalyse im Rahmen der Pilotstudie "Beziehung, Partnerschaft, Familiengründung"
College
University of Freiburg
Author
Christina Lang (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V387452
ISBN (eBook)
9783668618848
ISBN (Book)
9783668618855
Language
German
Tags
rekonstruktive interviewanalyse rahmen pilotstudie beziehung partnerschaft familiengründung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Lang (Author), 2005, Rekonstruktive Interviewanalyse im Rahmen der Pilotstudie "Beziehung, Partnerschaft, Familiengründung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387452
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