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Antipluralistisches Denken. Studenten zur Zeit der Weimarer Republik

Title: Antipluralistisches Denken. Studenten zur Zeit der Weimarer Republik

Term Paper , 2016 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Fabian Sauer (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegenange, welche Formen antipluralistischen Denkens in der Studentenschaft existierten. Es soll aufgezeigt werden, inwiefern diese in der Weimarer Zeit präsent waren und im Einklang mit dem aufstrebenden Nationalsozialismus standen.

In dieser Arbeit steht dementsprechend nicht die reine chronologische Darstellung von Ereignissen im Vordergrund. Vielmehr sollen mehrere Ausdrucksformen antipluralistischen und rechtsextremen Denkens beleuchtet werden. Im Fokus stehen dabei die antidemokratische Einstellung, das völkische Gedankengut und der damit verbundene Antisemitismus, sowie der Antirationalismus. Darüber hinaus soll im Anschluss daran das Verhältnis der Studenten zum Nationalsozialisten Deutschen Studentenbund untersucht werden, um zu prüfen, inwiefern die zuvor gefundenen Erkenntnisse ihren Ausdruck in der konkreten politischen Ausformung fanden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Antidemokratische Haltung

Anfänge

Freikorps

Reichsfarben

Der Versailler Vertrag und der Young-Plan

Putsch November 1923

Weitere Entwicklung

Völkisches Gedankengut

Antisemitismus und Rassentheorie

Antirationalismus

Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB)

Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Verbreitung und Ausprägung antipluralistischer Denkweisen in der deutschen Studentenschaft während der Weimarer Republik. Ziel ist es, die ideologischen Grundlagen aufzuzeigen, die maßgeblich zur Ablehnung der demokratischen Ordnung und zur Unterstützung des aufstrebenden Nationalsozialismus in studentischen Korporationen und Verbänden beitrugen.

  • Analyse der antidemokratischen Haltung innerhalb der Studentenschaft.
  • Untersuchung des Stellenwerts völkischen Gedankenguts und des Antisemitismus.
  • Beleuchtung der Rolle des Antirationalismus als ideologisches Fundament.
  • Auswertung der komplexen Beziehung zwischen traditionellen Korporationen und dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund (NSDStB).

Auszug aus dem Buch

Antirationalismus

„Stark ist aber, trotzdem es viele noch nicht sehen wollen, die Reaktion gegen den Rationalismus“ heißt es in den Alemannen Blättern des Jahres 1929. Damit findet sich hier beispielhaft der Antirationalismus, der sich im Zusammenhang mit dem völkischen Gedankengut verbreitete. Er richtete sich gegen Aufklärung und Vernunft. Dagegen betont er die Bedeutung von Gefühl, Emotionen und dem Instinkt. Auch, wenn ein Herr Hermann Dannecker in den Alemannen Blätter noch fordert, dass die Akademiker sich nicht nur von ihren Gefühlen leiten lassen sollten und der rechten Presse vorwirft, sie setze sich mit geistigen Fragen unzureichend auseinander, wird dennoch zugestimmt, dass „Die Masse […] immer hauptsächlich vom Gefühl, nicht vom Intellekt aus zu erfassen sei.“

Antirationalismus war daher grundlegender Bestandteil der Studentenschaft in dieser Zeit und eng verbunden mit dem völkischen Gedanken. So heißt es in der letzten Ausgabe der Alemannenblätter des Jahres 1930 zu den Wahlergebnissen, bei denen die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und in noch größerem Maße die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) Zulauf erhielten: „Das ist eine neue Religiosität, ein neues Staatsgefühl. […] wir schöpfen aus dem uns verbliebenen Erbe des Blutes. Wir suchen keine historischen Unterlagen oder juristische oder dogmatische Erklärungen um etwas mit spitzfindiger Dialektik zu beweisen.“ Dieses Zitat fast die Einstellung gegenüber der Rationalität zu dieser Zeit treffend zusammen. Dieser Antirationalismus förderte das völkische Gedankengut mit dem es in enger Wechselwirkung stand. Ebenfalls verstärkte es die Ablehnung von Staat und Demokratie, da diese in der Tradition der Aufklärung standen und rational waren.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die zentrale Forschungsfrage nach der nationalsozialistischen Ausrichtung des deutschen Studenten in der Weimarer Republik und erläutert den methodischen Fokus auf antipluralistische Ausdrucksformen.

Antidemokratische Haltung: Dieses Kapitel analysiert die zunehmende Ablehnung der Weimarer Republik durch Studenten, getrieben durch historische Belastungen wie den Versailler Vertrag und die Ablehnung parlamentarischer Strukturen.

Völkisches Gedankengut: Es wird dargestellt, wie der traditionelle Bezug auf Volk und Vaterland innerhalb der Korporationen den Nährboden für eine völkische Weltanschauung bildete, die das Individuum der Gemeinschaft unterordnete.

Antisemitismus und Rassentheorie: Dieses Kapitel befasst sich mit der rassenideologischen Ausgrenzung von Juden, die als dem deutschen Volk fremd klassifiziert und zum Sündenbock für die prekäre Lage der Zeit gemacht wurden.

Antirationalismus: Hier wird erläutert, wie der Rückzug von Vernunft und Aufklärung hin zu Gefühl und Instinkt eine ideologische Immunisierung gegenüber demokratischen Argumenten bewirkte.

Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB): Das Kapitel untersucht das spannungsreiche Verhältnis zwischen etablierten Korporationen und dem NSDStB, das trotz ideologischer Übereinstimmungen von Machtkämpfen geprägt war.

Fazit: Das Fazit resümiert die tiefe Verankerung antipluralistischer Einstellungen in der Studentenschaft und die daraus resultierende Förderung des Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Studentenschaft, Korporationen, Nationalsozialismus, Antipluralismus, Völkisches Gedankengut, Antisemitismus, Antirationalismus, NSDStB, Deutsche Burschenschaft, Demokratiefeindlichkeit, Studentenpolitik, Ideologie, Reichswehr, Politische Radikalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit antipluralistisches Denken innerhalb der Studentenschaft während der Zeit der Weimarer Republik verbreitet war und wie dieses Denken mit der Ideologie des Nationalsozialismus harmonierte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der antidemokratischen Einstellung, dem völkischen Gedankengut, dem Antisemitismus sowie dem Antirationalismus, ergänzt durch eine Analyse des Verhältnisses zum NSDStB.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob und in welcher Weise der deutsche Student in der Weimarer Zeit nationalsozialistisch eingestellt war und wie sich diese Haltung in konkreten politischen Ausdrucksformen manifestierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen, insbesondere der studentischen Publikationsorgane wie den "Alemannen Blättern", sowie auf der Auswertung etablierter Fachliteratur zum studentischen Leben in der Weimarer Republik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung ideologischer Strömungen (Völkisches Denken, Antirationalismus, Antisemitismus) und die Darstellung der machtpolitischen Auseinandersetzungen zwischen traditionellen Korporationen und dem NSDStB.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Weimarer Republik, Korporationen, Nationalsozialismus, Antipluralismus, völkisches Gedankengut und Antisemitismus.

Welche Rolle spielte der Versailler Vertrag für die studentische Gesinnung?

Der Vertrag wurde von der Studentenschaft als nationaler Verrat empfunden, was zu einer massiven Delegitimierung der Weimarer Regierung und einer verstärkten Hinwendung zu republikfeindlichen politischen Kräften führte.

Wie gestaltete sich die Zusammenarbeit zwischen den traditionellen Korporationen und dem NSDStB?

Trotz inhaltlicher Übereinstimmungen bei politischen Zielen blieb das Verhältnis ambivalent, da die Korporationen um ihre Traditionen und ihre Autonomie gegenüber dem parteipolitischen Führungsanspruch des NSDStB fürchteten.

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Details

Title
Antipluralistisches Denken. Studenten zur Zeit der Weimarer Republik
Grade
2,0
Author
M.A. Fabian Sauer (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V387488
ISBN (eBook)
9783668620070
ISBN (Book)
9783668620087
Language
German
Tags
antipluralistisches denken studenten zeit weimarer republik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Fabian Sauer (Author), 2016, Antipluralistisches Denken. Studenten zur Zeit der Weimarer Republik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387488
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