Für die Unterweisung dieser Ausbildungseinheit wird die Vier-Stufen-Methode angewendet, weil sie eine rationelle und sehr effektive Vermittlungsmethode für handlungsorientierte Tätigkeiten darstellt.
Sie geht auf das nord-amerikanische TWI (Training Within Industry) Programm zurück, das während des zweiten Weltkriegs in Nordamerika entwickelt wurde und dort weite Verbreitung fand. In den Nachkriegsjahren erfolgte in Deutschland eine Übernahme und Weiterentwicklung zur Vier-Stufen-Methode.
Die Vorteile zeigen sich, wie die Erfahrung lehrt,
• in der Verkürzung der Ausbildungszeit
• in der einheitlichen Ausbildung (wichtig für Personalansatz)
• in der Anteilnahme des Anzulernenden, die Arbeit verständnisvoll und daher interessierter und zufriedener durchzuführen
• in der Minderung von Materialverschleiß und Verhinderung von Schäden an Geräten und Werkzeugen und endlich in der Stärkung des Selbstbewusstseins des Auszubildenden
• schneller den Arbeitsvorgang begriffen zu haben
Inhaltsverzeichnis
1.0 Einleitung
1.1 Ausbildungsverfahren
1.2 Ausbildungsstufen
2.0 Ausbildungsvorraussetzung
2.1 Angaben zum Ausbilder
2.2 Angaben zum Auszubildenden
2.3 Angaben zur Prüfungssituation
2.4 Ausbildungsmittel
3.0 Unterweisungsverlauf
3.1 Vorbereitung des Ausbilders
3.2 Begrüßung
3.3 Einordnung in den Ausbildungsrahmenplan
3.4 Grobziel
3.5 Feinziele
3.6 Motivation
3.7 Unterweisungsmittel
4.0 Die Vier – Stufen - Methode
4.1 Vorbereiten
4.2 Vormachen
4.3 Nachmachen
4.4 Üben
5.0 Verlaufsplan
5.1 Schrittweise Vormachen und Nachmachen
5.2 Üben
6.0 Anlagen
Zielsetzung und Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die strukturierte Durchführung einer praktischen Unterweisung für einen Industriemechaniker-Auszubildenden zum Thema "Bewerten von Werkstücken mit Hilfe eines Digitalmessschiebers", wobei die "Vier-Stufen-Methode" zur Anwendung kommt.
- Vermittlung der korrekten Bedienung und Funktion des Digitalmessschiebers.
- Durchführung von Soll-Ist-Vergleichen an Werkstücken anhand technischer Zeichnungen.
- Dokumentation von Messergebnissen in einem Prüfprotokollblatt.
- Fachgerechte Beurteilung, Kennzeichnung und Sortierung von Werkstücken nach Qualitätsvorgaben.
- Didaktische Anwendung der Vier-Stufen-Methode im industriellen Ausbildungskontext.
Auszug aus dem Buch
1.1 Ausbildungsverfahren
Für die Unterweisung dieser Ausbildungseinheit wird die Vier-Stufen-Methode angewendet, weil sie eine rationelle und sehr effektive Vermittlungsmethode für handlungsorientierte Tätigkeiten darstellt.
Sie geht auf das nord-amerikanische TWI (Training Within Industry) Programm zurück, das während des zweiten Weltkriegs in Nordamerika entwickelt wurde und dort weite Verbreitung fand. In den Nachkriegsjahren erfolgte in Deutschland eine Übernahme und Weiterentwicklung zur Vier-Stufen-Methode.
Die Vorteile zeigen sich, wie die Erfahrung lehrt, in der Verkürzung der Ausbildungszeit, in der einheitlichen Ausbildung (wichtig für Personalansatz), in der Anteilnahme des Anzulernenden, die Arbeit verständnisvoll und daher interessierter und zufriedener durchzuführen, in der Minderung von Materialverschleiß und Verhinderung von Schäden an Geräten und Werkzeugen und endlich in der Stärkung des Selbstbewusstseins des Auszubildenden, sowie schneller den Arbeitsvorgang begriffen zu haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1.0 Einleitung: Beschreibt die gewählte Vier-Stufen-Methode zur Vermittlung handlungsorientierter Tätigkeiten und ihre historischen Hintergründe sowie Vorteile.
2.0 Ausbildungsvorraussetzung: Definiert die Rahmenbedingungen, wie Angaben zum Ausbilder und Auszubildenden, die Prüfungssituation sowie die benötigten Ausbildungsmittel.
3.0 Unterweisungsverlauf: Erläutert die didaktische Vorbereitung, die Begrüßung, die Einordnung in den Rahmenlehrplan sowie die Motivationsstrategie.
4.0 Die Vier – Stufen - Methode: Detailliert die vier Phasen der Unterweisung: Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben.
5.0 Verlaufsplan: Bietet einen tabellarischen Ablauf der Unterweisung mit spezifischen Feinlernzielen, Vorgehensweisen und benötigten Hilfsmitteln für die einzelnen Mess- und Prüfschritte.
6.0 Anlagen: Beinhaltet ergänzende Dokumente wie den Prüfvorgang, eine Einteilung der Messfehler, Auszüge aus dem Ausbildungsrahmenplan sowie Bebilderungen und das Prüfprotokollblatt.
Schlüsselwörter
Vier-Stufen-Methode, Industriemechaniker, Digitalmessschieber, Ausbildung, Unterweisung, Werkstückprüfung, Messen, Qualitätskontrolle, Prüfprotokoll, Toleranzen, Ausbildungsrahmenplan, Berufsausbildung, Fertigungszeichnung, Soll-Ist-Vergleich, Prüfmittel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Entwurf für eine praktische Unterweisung im Rahmen der AEVO-Prüfung, bei der ein Auszubildender zum Industriemechaniker lernt, Werkstücke mittels eines Digitalmessschiebers zu bewerten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die praktische Anwendung eines Messmittels, die Einhaltung betrieblicher Prüfverfahren und die pädagogische Umsetzung der Vier-Stufen-Methode.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist, dem Auszubildenden die Kompetenz zu vermitteln, Messungen fachgerecht durchzuführen, die Ergebnisse zu dokumentieren und die Teile anhand von Zeichnungsvorgaben korrekt als "Gut" oder "Schlecht" zu beurteilen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die "Vier-Stufen-Methode" (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Üben) angewandt, eine bewährte, handlungsorientierte Ausbildungsmethode.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorbereitung, den Unterweisungsablauf inklusive der vier Phasen und einen detaillierten Verlaufsplan mit konkreten Lernschritten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind u.a. Industriemechaniker, Digitalmessschieber, Vier-Stufen-Methode, Qualitätskontrolle und Messgenauigkeit.
Warum ist das "Nullen" des Digitalmessschiebers wichtig?
Das Nullen ist entscheidend, um den relativen Nullpunkt für die Messung festzulegen und somit Fehlmessungen durch das Gerät auszuschließen.
Welche Rolle spielt das Prüfprotokollblatt in der Unterweisung?
Das Prüfprotokoll dient als strukturiertes Dokumentationswerkzeug, in dem die gemessenen Ist-Werte festgehalten und anschließend mit den Soll-Maßen verglichen werden, um eine fundierte Entscheidung über die Qualität des Werkstücks zu treffen.
Wie geht der Ausbilder mit "Schlechtteilen" um?
Der Auszubildende lernt, "Schlechtteile" mit einem "S" zu markieren und diese getrennt von den "Gutteilen" zu sortieren, um eine fehlerhafte Weiterverarbeitung in der Endmontage zu verhindern.
Was muss bei der Bezugstemperatur von Werkstücken beachtet werden?
Die Bezugstemperatur beträgt 20 °C. Abweichungen hiervon können bei hochpräzisen Messungen zu temperaturbedingten Maßänderungen und somit zu Messfehlern führen.
- Quote paper
- Carsten Reck (Author), 2005, Bewerten von Werkstücken mit Hilfe eines Digitalmessschiebers (Unterweisung Industriemechaniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38783