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Validation nach Naomi Feil, personenzentrierter Ansatz nach Tom Kitwoo und ein möglicher Transfer in der häuslichen Pflege

Titre: Validation nach Naomi Feil, personenzentrierter Ansatz nach Tom Kitwoo und ein möglicher Transfer in der häuslichen Pflege

Travail d'étude , 2016 , 43 Pages , Note: 1,4

Autor:in: Simone Keller (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
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Diese Arbeit beleuchtet Validation nach Naomi Feil und den personenzentrierten Ansatz nach Tom Kitwood. Im Anschluss folgen Überlegungen, welche Konditionen förderlich sind, um diese Ansätze in den häuslichen Bereich zu übertragen.

Das Wort Demenz stammt aus dem Lateinischen „de-mens“ und bedeutet so viel wie „ohne Geist“. In der Öffentlichkeit wahrgenommene Bilder lassen sich in Äußerungen zusammenfassen wie „Abschied vom Ich“, „Tod im Leben“ oder „menschenunwürdiges Siechtum“. Das Thema ist zugleich sehr emotional besetzt. Betroffene und Angehörige sehen sich einer persönlichen Tragödie gegenüber, stellen doch Autonomie und Selbstbestimmung ein hohes anzustrebendes Gut unserer Gesellschaft dar.

Zurzeit leben in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen, die an einer Demenz leiden. Prognosen zufolge verdoppelt sich diese Zahl bis zum Jahr 2050. Gleichzeitig steht der steigenden Anzahl der Erkrankten eine immer geringere Zahl an Betreuenden und Pflegenden gegenüber. Der Ausbau von immer mehr stationären Pflegeplätzen mit immer weniger qualifiziertem Personal, welches zur Verfügung steht, bietet keine zufriedenstellende Perspektive. Familien und die Gesellschaft als Ganzes werden mit einer sich verschärfenden Problemlage konfrontiert. Es gilt, die zur Verfügung stehenden Ressourcen, auch unter dem Gesichtspunkt der Kosteneffizienz, optimal zu nutzen. Der Einzug in ein Pflegeheim wird mit fortschreitender Demenz immer wahrscheinlicher. Umso mehr gilt es Bedingungen und Betreuungskonzepte zu entwickeln, die eine menschenwürdige Versorgung der Betroffenen in ihrer häuslichen Umgebung ermöglichen. Dies entspricht sowohl dem im Gesetz eingeräumten Vorrang der ambulanten Versorgung als auch dem persönlichen Wunsch der meisten Menschen.

In den letzten Jahren wurden mehrere Ansätze zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz entwickelt. Die Umsetzung erfolgt jedoch vorwiegend im stationären Bereich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Pathologisierung der Demenz

2.1 Was ist Demenz?

3 Umgangsformen mit Personen mit Demenz

3.1 Validation nach Naomi Feil

3.1.1 Carl Rogers und sein Therapiemodell

3.1.2 Erik Eriksons Theorie der Lebensstadien

3.1.3 Weitere Theorien, die die Validation beeinflusst haben

3.1.4 Gründe zur Desorientiertheit

3.1.5 Feils distanzierte Perspektive zur Pathologisierung der Demenz

3.1.6 Zielgruppe der Validation

3.1.7 Die vier Phasen der Aufarbeitung

3.1.8 Eigenschaften des Validationsanwenders

3.1.9 Anwendung

3.2 Der personenzentrierte Ansatz nach Tom Kitwood

3.2.1 Der Begriff des “Personseins”

3.2.2 Maligne Sozialpsychologie

3.2.3 Bedürfnisse von Personen mit Demenz

3.2.4 Positive Arbeit an der Person

3.2.5 Grundsätze des personenzentrierten Ansatzes

3.2.6 Dementia Care Mapping (DCM)

4 Übertragbarkeit in das häusliche Pflegesetting

5 Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Studienarbeit untersucht Möglichkeiten, nicht-medikamentöse Betreuungsansätze für Menschen mit Demenz in das häusliche Umfeld zu übertragen. Dabei werden die Wirksamkeit und Anwendbarkeit der Validation nach Naomi Feil sowie des personenzentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood analysiert, um eine menschenwürdige Versorgung jenseits einer rein medizinischen Pathologisierung zu fördern.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Pathologisierung der Demenz
  • Detaillierte Analyse der Validation nach Naomi Feil (Theorien und Phasen)
  • Erläuterung des personenzentrierten Ansatzes nach Tom Kitwood
  • Übertragungsmöglichkeiten in die häusliche Pflege
  • Ethik und Qualitätssicherung in der Demenzbetreuung

Auszug aus dem Buch

3.1.7.1 Mangelhafte Orientierung

Im ersten Stadium sind die alten Menschen noch in vielen Bereichen ihres Lebens orientiert. Sie kennen die Uhrzeit, denken Dinge zu Ende und können Ordnung halten. Auch sind sie in der Lage, Angaben zu ihrer Person zu machen.

Gefühle werden konsequent geleugnet. Bestehende Defizite werden überspielt. Ertappt man diese Menschen bei einer Gedächtnislücke, so reagieren sie beschämt. Manche füllen die Lücken mit Konfabulieren. Ereignisse und Personen stehen symbolisch für Erlebnisse der Vergangenheit. Um sich zu rechtfertigen oder die eigenen Gefühle zu verleugnen, werde andere beschuldigt. Aus Angst vor Verlusten wird an allem Vorhandenen festgehalten, es entsteht ein regelrechter Kontrollzwang oder das Horten von Gegenständen.

Körperlich charakteristisch ist für die Anfangsphase, dass kein langer Blickkontakt gehalten werden kann. Die Mimik und die Körpermuskulatur wirken angespannt. Finger befinden sich im Zeigemodus oder die Arme sind verschränkt. Die Sinne funktionieren noch ausreichend. Lesen, Schreiben und Sprechen gelingen noch recht gut.

Psychologische Charakteristika sind aufgestaute Gefühle, die nach außen dringen. Die Betroffenen sind dazu jedoch nicht in der Lage. Sie klammern sich verzweifelt an die Realität, sind logischen Erklärungen gegenüber jedoch unzugänglich und uneinsichtig. Sie neigen dazu, andere zu beschuldigen. Manche projizieren damit ihre Gefühle stellvertretend auf andere Menschen oder Gegenstände. Berührungen und Intimität können diese Menschen nur schwer ertragen. Ein unsichtbarer Kreis von ca. 50 cm, der die persönliche Intimsphäre markiert, sollte eingehalten werden (vgl. ebd. S. 70ff).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz von Demenz in Deutschland und kritisiert die einseitig medizinische Sichtweise, während sie die Notwendigkeit menschlicher Betreuungskonzepte unterstreicht.

2 Pathologisierung der Demenz: Dieses Kapitel kritisiert die Reduktion von Demenz auf rein neuropathologische Defizite und fordert einen ganzheitlichen Blick auf die Lebensqualität der Betroffenen.

3 Umgangsformen mit Personen mit Demenz: Hier werden die Validation nach Naomi Feil und der personenzentrierte Ansatz nach Tom Kitwood als zwei zentrale nicht-medikamentöse Interventionsstrategien im Detail vorgestellt.

4 Übertragbarkeit in das häusliche Pflegesetting: Das Kapitel diskutiert, wie die vorgestellten Ansätze trotz ihres Ursprungs im stationären Bereich auf die häusliche Pflege übertragen werden können, unterstützt durch Beratung und Schulung.

5 Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass nicht-medikamentöse Ansätze eine ethisch wertvolle Ergänzung darstellen und trotz Kritik an der Theoriebildung eine wirksame Stütze für die Demenzbetreuung bieten.

Schlüsselwörter

Demenz, Validation, Naomi Feil, Tom Kitwood, personenzentrierter Ansatz, häusliche Pflege, Pflegequalität, Lebensqualität, nicht-medikamentöse Intervention, Angehörigenberatung, Demenzbetreuung, Gerontologie, Pflegeethik, Desorientierung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit nicht-medikamentösen Betreuungsansätzen für Menschen mit Demenz, insbesondere der Validation nach Naomi Feil und dem personenzentrierten Ansatz nach Tom Kitwood.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Theorie und Praxis der genannten Ansätze, die Kritik an der medizinischen Pathologisierung und die praktische Übertragbarkeit auf die häusliche Versorgung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Betroffene durch empathische und wertschätzende Methoden in ihrem Personsein gestärkt und ihre Lebensqualität verbessert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Fachliteratur und vergleicht diese mit den Ergebnissen der Praxis, um Potenziale für die ambulante Pflege abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Validation und des personenzentrierten Ansatzes, deren Zielgruppen, Anwendungsphasen sowie Techniken und ethische Begründungen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Validation, Personsein, Lebensqualität, Demenzpflege und der ethischen Haltung gegenüber Betroffenen.

Warum ist die "Maligne Sozialpsychologie" für Kitwood so bedeutsam?

Sie beschreibt schädliche Interaktionsmuster, die das Personsein untergraben und die Demenzsymptomatik verschlechtern können, was laut Kitwood in der Forschung bisher vernachlässigt wurde.

Inwiefern unterscheidet sich die Validation bei sehr alten Menschen vom Vorgehen bei jüngeren Patienten?

Naomi Feil betont, dass Validation besonders für hochaltrige Menschen geeignet ist, die sich in ihrer Lebensgeschichte aufhalten müssen, während jüngere Patienten oft noch in sozialen Netzwerken eingebunden sind.

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Résumé des informations

Titre
Validation nach Naomi Feil, personenzentrierter Ansatz nach Tom Kitwoo und ein möglicher Transfer in der häuslichen Pflege
Note
1,4
Auteur
Simone Keller (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
43
N° de catalogue
V387964
ISBN (ebook)
9783668618725
ISBN (Livre)
9783668618732
Langue
allemand
mots-clé
Demenz Validation häusliche Pflege
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Simone Keller (Auteur), 2016, Validation nach Naomi Feil, personenzentrierter Ansatz nach Tom Kitwoo und ein möglicher Transfer in der häuslichen Pflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387964
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Extrait de  43  pages
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