Bei dieser sozialpädagogischen Ausarbeitung handelt es sich um eine Bilderbuchbetrachtung mit dem Titel: "Ich war das nicht!" von Lydia Hauenschild und Antje Bohnstedt. Mit Hilfe eines Kamishibai Erzähltheaterkastens, in welchem große Bildkarten ohne sichtbaren Text systematisch und fortlaufend dem Inhalt der Geschichte entsprechend angeordnet sind, dürfen die Schulanfängerkinder, die ich bewusst für das Angebot ausgewählt habe, beim Betrachten der Bildkarten ihrer Interpretationsfreude und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
Mit der Methode des dialogischen Vorlesens werden wir gemeinsam versuchen, die Kernaussage der Geschichte zu erarbeiten. In der Geschichte geht es um Freundschaft, Streit und Versöhnung und um Konfliktlösung. Es geht um Situationen, denen Kinder in ihrer alltäglichen Lebenswelt begegnen und die häufig aus kindlicher Sicht nicht einfach zu bewältigen sind. Die Aktivität dient in erster Linie der Erweiterung von sozialemotionalen Kompetenzen für einen gelingenden Übergang (Transition) in die Grundschule.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Situationsanalyse
1.1. Die SPA
1.2. Erkenntnisse im Hinblick auf einzelne Kinder oder
die Gruppe
1.3. Bezug des Themas zum Rahmenplan der Einrichtung
1.4. Bezug des Themas zum Bildungsplan
1.5. Zielgruppe
2. Die Sachanalyse
2.1. Didaktische Analyse
2.1.1.Allgemeiner Didaktischer Schwerpunkt und Bedeutung für die Zielgruppe
2.1.2.Ausgewählte didaktische Elemente und Bedeutung für die Zielgruppe
2.1. Methodische Analyse
3. Zielsetzung
4. Planung und Durchführung
4.1. Material- und Medienauswahl
4.2. Raumplanung
5. Literatur
6. Verlaufsplan
7. Anlagen
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit konzipiert ein sozialpädagogisches Angebot in Form einer Bilderbuchbetrachtung mittels eines Kamishibai-Erzähltheaters, um Schulanfängerkinder gezielt in ihrer sozialemotionalen Kompetenz und ihrer emotionalen Intelligenz zu stärken. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch das dialogische Vorlesen und die aktive Einbindung der Kinder in die Interpretation der Geschichte "Ich war das nicht!" ein gelingender Übergang in die Schule unterstützt werden kann.
- Förderung der sozialemotionalen Kompetenzen und Konfliktfähigkeit
- Unterstützung des Übergangs (Transition) vom Kindergarten in die Schule
- Einsatz des Kamishibai-Theaters zur Förderung von Fantasie und Ausdruck
- Stärkung des Selbstbewusstseins durch Partizipation und Rollenspiel
- Implementierung pädagogischer Leitgedanken aus dem Bildungsplan
Auszug aus dem Buch
1.1. Die SPA
Bei meinem heutigen sozialpädagogischen Angebot handelt es sich um eine Bilderbuchbetrachtung mit dem Titel: „Ich war das nicht!“. Mit Hilfe eines Kamishibai Erzähltheaterkastens, in welchem große Bildkarten ohne sichtbaren Text systematisch und fortlaufend dem Inhalt der Geschichte entsprechend angeordnet sind, dürfen die Schulanfängerkinder, die ich bewusst für das Angebot ausgewählt habe (siehe Punkt 1.2.), beim Betrachten der Bildkarten ihrer Interpretationsfreude und ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Mit der Methode des dialogischen Vorlesens werden wir gemeinsam versuchen, die Kernaussage der Geschichte zu erarbeiten. Der Text befindet sich zur Orientierung für die Erzieherin auf der Rückseite des Deckblattes. In der Geschichte geht es um Freundschaft, Streit und Versöhnung und um Konfliktlösung. Es geht um Situationen, denen Kinder in ihrer alltäglichen Lebenswelt begegnen und die häufig aus kindlicher Sicht nicht einfach zu bewältigen sind. Obwohl die Geschichte vorgegeben ist, haben die Kinder die Möglichkeit, ihre Gedanken und Ideen zu neuen, „eigenen“ Inhalten zu formen, die allerdings, mit Hilfe der Erzieherin, der Kernaussage der vorgegebenen Geschichte entsprechen sollte. Die SPA gestaltet sich somit relativ offen, wenngleich auch die ausgewählten Ziele (siehe Punkt 3.: Zielsetzung) idealerweise erreicht werden sollten.
Zum Inhalt: Als Klara ihren Freund Leo besucht, entdeckt sie in seinem Zimmer ganz oben im Regal einen großen bunten Elefanten, der aus Bausteinen zusammengesetzt ist. Damit möchte Klara spielen, aber Leo erlaubt es nicht. Als Leo kurz aus dem Zimmer geht, zieht sie den Elefanten aus dem Regal. Da fällt ihr der Elefant aus der Hand und zerbricht in tausend Teile. Leo ist „superoberwütend“. Was soll Klara bloß machen, damit sie und Leo wieder froh werden?
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Situationsanalyse: Dieses Kapitel stellt das pädagogische Angebot vor, analysiert die Beobachtungen bei den Schulanfängern in der Bauecke und begründet die Themenwahl basierend auf der Transition in die Schule.
2. Die Sachanalyse: Hier werden der didaktische Schwerpunkt des Bilderbucheinsatzes und die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Nutzung des Kamishibai, theoretisch fundiert hergeleitet.
3. Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert konkrete Grob- und Feinziele aus den Entwicklungsfeldern Denken sowie Gefühl und Mitgefühl.
4. Planung und Durchführung: Dieser Abschnitt umfasst die notwendigen Medien und Materialien sowie eine detaillierte Beschreibung der räumlichen Gestaltung für das Angebot.
5. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen für die pädagogische Arbeit.
6. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung des zeitlichen Ablaufs der pädagogischen Aktivität inklusive Begründung der didaktischen Prinzipien.
7. Anlagen: Verweis auf die aufgrund urheberrechtlicher Gründe entfernten Anhänge.
Schlüsselwörter
Sozialpädagogisches Angebot, Bilderbuchbetrachtung, Kamishibai, Schulanfänger, sozialemotionale Kompetenz, Transition, Konfliktlösung, emotionales Lernen, pädagogisches Handeln, Partizipation, Kindergartenalltag, dialogisches Vorlesen, Bildungsplan, Gruppenprozesse, Selbstwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung eines sozialpädagogischen Angebots für Schulanfängerkinder, das auf der Bilderbuchbetrachtung mit einem Kamishibai-Erzähltheater basiert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Förderung der sozialemotionalen Kompetenz, der Umgang mit Konflikten, die Wertevermittlung und die Unterstützung des Übergangs (Transition) vom Kindergarten in die Schule.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den Kindern durch die Geschichte Wege zur friedlichen Konfliktlösung aufzuzeigen und ihr Selbstbewusstsein sowie ihre emotionale Intelligenz im Hinblick auf den baldigen Schuleintritt zu stärken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Methode des dialogischen Vorlesens angewandt, ergänzt durch szenisches Spiel mit Puppen und eine offene, partizipative Gestaltung, die den Kindern Raum für eigene Interpretationen lässt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situations- und Sachanalyse, die didaktische sowie methodische Begründung des Angebots, eine konkrete Zielformulierung und die detaillierte Planung der Durchführung inklusive Raumgestaltung und Verlaufsplan.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Sozialpädagogisches Angebot, Transition, Kamishibai, Schulanfänger, Konfliktlösung und sozialemotionale Kompetenz.
Warum ist das Kamishibai als Medium gewählt worden?
Das Kamishibai wurde gewählt, da es als dialogisches Medium die Kommunikation in der Gruppe anregt, visuelle Impulse setzt und den Kindern ermöglicht, ihre eigene Fantasie aktiv in den Erzählprozess einzubringen.
Wie geht die Autorin mit den verschiedenen Persönlichkeiten der Kinder um?
In der Zielgruppenbeschreibung wird auf die individuellen Bedürfnisse (wie Frustrationstoleranz, Zurückhaltung oder Unsicherheit) einzelner Kinder eingegangen, wobei das Angebot situativ angepasst wird, um jedes Kind in seiner Entwicklung abzuholen.
- Citation du texte
- Anette Henrich (Auteur), 2017, Eine Bilderbuchbetrachtung zur Förderung sozialemotionaler Kompetenzen in der Kita, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/387996