Der Nationalsozialismus als politische Religion. Joseph Goebbels "Michael"


Hausarbeit, 2017

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis
1. Einführung ... 3
2. Die Politische Religion ... 4
2.1 Definitionen des Begriffs Politische Religion ... 4
2.2 Der Nationalsozialismus als Politische Religion ... 6
2.2.1 Ursprünge ... 6
2.2.2 Die moderne Apokalypse des Nationalsozialismus ... 8
2.2.3 Der Begriff der Säkularen Religion bei Bédarida ... 9
3. Der Roman Michael. Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern (1929)
von Joseph Goebbels ... 10
3.1 Joseph Goebbels: Kurzbiographie ... 11
3.2 Inhaltsangabe ... 11
3.3 Elemente der Politischen Religion im Roman ... 12
3.3.1 Natur ... 12
3.3.2 Dualismus: Licht und Finsternis ... 14
3.3.3 Arbeit ... 15
3.3.4 Bruderschaft und Blut ... 16
3.2.5 (Selbst-)Erlösung ... 16
4. Die Politisierung der Apokalypse ... 18
5. Ausblick ... 19
6. Literaturverzeichnis ... 21
6.1 Primärliteratur ... 21
6.2 Sekundärliteratur ... 21
6.3 Internetadressen ... 22

3
,,Das Leben der Menschen in politischer Gemeinschaft
kann nicht als ein profaner Bereich abgegrenzt werden,
in dem wir es nur mit Fragen der Rechts- und
Machtorganisation zu tun haben."
(Voegelin 1993, 63)
1. Einführung
Wenn man sich auf die Suche nach einer bloßen Definition des Begriffs Nationalsozialismus
macht, erhält man Ergebnisse wie ,,nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland aufgekomme-
ne, extrem nationalistische, imperialistische und rassistische politische Bewegung" (Duden)
oder ,,völkisch-antisemitisch-national-revolutionäre Bewegung in der Zwischenkriegszeit"
(Bundeszentrale für politische Bildung). Man könnte daher annehmen, dass sich der National-
sozialismus zunächst als ,,politische Bewegung" beschreiben ließe, und diese Definition hätte
durchaus ihre Richtigkeit.
Gleichzeitig denkt man an die religiösen Konzepte und Diskurse, denen sich die Ideologie des
Nationalsozialismus bediente, an die Märsche und Versammlungen, die regelrecht inszeniert
wurden und ihrem ganz eigenen Ritus zu folgen schienen, an Mythos, an Führerkult und ganz
besonders an apokalyptische Endzeitvisionen sowie den damit verbundenen Erlösungsgedan-
ken. Diese Überlegungen machen deutlich, dass es sich bei der Ideologie des Nationalsozia-
lismus noch um etwas anderes gehandelt haben muss als um eine bloße ,,politische Bewe-
gung". Oder, um es mit den Worten Voegelins zu sagen, dass sich der Nationalsozialismus
nicht als ,,profaner Bereich" abgrenzen lassen kann.
Der passende Begriff dazu wäre der Begriff der Politischen Religion; diesem Thema soll sich
die vorliegende Arbeit widmen. Mithilfe der Forschungsliteratur soll daher zunächst eine De-
finition für den Begriff Politische Religion aufgestellt werden. Anschließend soll anhand des
aktuellen Forschungsstandes erörtert werden, inwieweit der Nationalsozialismus als Politische
Religion gelten kann. Dabei sollen zunächst die Ursprünge herausgearbeitet werden, die den
Nationalsozialismus zu einer politischen Religion machen konnten; anschließend sollen die
religiösen Elemente in der Politik des Nationalsozialismus ausführlich aufgezeigt werden. Ein
besonderer Fokus soll dabei stets auf die Apokalyptik als religiöses Element gelegt werden,
deren Bedeutung für den Nationalsozialismus ebenfalls erörtert werden soll.
Die Ergebnisse aus der theoretischen Erörterung sollen anschließend an einem konkreten Bei-
spiel durchgespielt werden. Dafür wurde in dieser Arbeit der Roman Michael. Ein deutsches
Schicksal in Tagebuchblättern (1929) des nationalsozialistischen Propagandaministers Joseph
Goebbels ausgewählt. Auch in diesem Roman kommt dem apokalyptischen Element eine
ganz bedeutende Rolle zu, die demzufolge besonders herausgearbeitet werden soll. Am Ende
dieser Arbeit soll festgehalten werden können, inwieweit der Begriff Politische Religion auf
den Nationalsozialismus zutreffen kann und inwieweit besonders das Konzept der Apokalyp-
se für den Nationalsozialismus politisiert wurde. Damit soll sich diese Arbeit explizit in die
,,Grauzone zwischen Geschichts- und Literaturwissenschaft" (Michel 1999, 8) hineinwagen,

4
in der sich laut Kai Michel
1
die schriftstellerischen Versuche Goebbels' befänden und für die
sich bisher weder die eine noch die andere Disziplin verantwortlich gefühlt habe.
2. Die Politische Religion
Um den Begriff Politische Religion zufriedenstellend definieren und ihn anschließend erör-
tern zu können, soll in diesem Kapitel zunächst die Forschungsliteratur eingegrenzt werden.
Erstmalig verwendet und nachhaltig geprägt wurde der Begriff bereits 1938 von dem Philoso-
phen und Politologen Eric Voegelin. Er wendete das Konzept der Politischen Religion nicht
nur auf den russischen Bolschewismus an, sondern auch auf den Faschismus in Italien und
den Nationalsozialismus in Deutschland, was insofern bemerkenswert ist, als dass die Aus-
wirkungen gerade der beiden letzten Bewegungen zum Zeitpunkt seiner Arbeit noch gar nicht
abzusehen waren.
Voegelins Werk Politische Religionen erschien 1938 in Wien und wurde im Anschluss sofort
,,von den Nazibehörden" (Bédarida 1997, 154) verboten; da für diese Arbeit das Original
nicht vorlag, soll stattdessen mit dem von Peter J. Opitz herausgegebenen und 1993 erschie-
nenen Werk gearbeitet werden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff zunächst nicht weiter rezipiert, erst nach
1970 griffen der Germanist Klaus Vondung, die Politikwissenschaftler Hans Maier und Mi-
chael Ley, der Historiker Michael Hesemann sowie der Religionspolitologe Claus-Ekkehard
Bärsch das Konzept der Politischen Religion wieder auf. Die Thesen dieser Autoren sollen
daher auch die Grundlage für die vorliegende Arbeit sein. Gerade in Bezug auf das Element
der Apokalypse im Nationalsozialismus liefert der englische Philosoph John Gray weitere
Theorien, die ebenfalls in dieser Arbeit aufgeführt werden sollen.
In seinem Aufsatz über das Konzept der Säkularen Religion stellt der französische Historiker
Francois Bédarida weitere Charakteristika zusammen, die für das religiöse Element im Natio-
nalsozialismus sprechen. Da diese im Hinblick auf den Roman von Joseph Goebbels beson-
ders wichtig werden, sollen sie am Ende dieses Kapitels ebenfalls erörtert werden.
2.1 Definitionen des Begriffs Politische Religion
Da es sich bei Eric Voegelin um den ,,Erfinder" der Politischen Religion handelt, soll in die-
sem Kapitel ein besonderes Augenmerk auf seine Definition des Begriffs gelegt werden. Zu
Beginn verdeutlicht Voegelin, dass Religion im Sinne von Institution der Kirche und Politik
im Sinne von Staat zunächst klar einander entgegengesetzt seien:
,,Unter Religion versteht man Erscheinungen wie das Christentum und die anderen großen Erlö-
sungsreligionen; unter Staat versteht man die politischen Organisationen vom Typus des modernen
Nationalstaates. Um die politischen Religionen angemessen zu erfassen, müssen wir daher den
Begriff des Religiösen so erweitern, daß nicht nur die Erlösungsreligionen, sondern auch jene an-
deren Erscheinungen darunter fallen, die wir in der Staatsentwicklung als religiös zu erkennen
1
Historiker und Literaturwissenschaftler, der sich in seinem Werk Vom Poeten zum Demagogen mit den
schriftstellerischen Versuchen Joseph Goebbels' auseinandersetzt.

5
glauben; und wir müssen den Begriff des Staates daraufhin prüfen, ob er wirklich nichts anderes
betrifft als weltlich-menschliche Organisationsverhältnisse ohne Beziehung zum Bereich des Reli-
giösen" (Voegelin 1993, 12).
Als Grundlage für den ,,Begriff des Religiösen" sieht Voegelin vor allen Dingen die Tatsache,
dass der Mensch ,,seine Existenz als kreatürlich und darum fragwürdig" (ebd., 15) erlebe und
daher eine ,,Grunderregung der [...] Verlassenheit" (ebd., 58) empfinde. An dieser Stelle ist
nachvollziehbar, dass sich daher die Hoffnung auf ein Jenseits ergibt. Dieses umgebende Jen-
seits könne in allen Richtungen der menschlichen Existenz gesucht werden, immer mit dem
Ziel, eine ,,Antwort auf die Frage nach dem Grund des Seins" (ebd., 16) zu finden. Im Prozess
des Wahrnehmens der Wirklichkeit wird ,,das Gesehene [...] zum Realissimum, zum Aller-
wirklichsten, es rückt an die Stelle Gottes" (ebd., 16 f). Es findet also eine Art Umbuchung
oder Umwandlung vom Natürlichen zum Göttlichen statt, was eine ,,sakrale und wertmäßige
Rekristallisation der Wirklichkeit um das göttlich Erkannte" (ebd., 17) zur Folge habe.
Die Verbindung des politischen Bereiches mit dem religiösen beziehungsweise göttlichen
Bereich sieht Voegelin in folgenden sakralen Symbolen: zunächst in der Hierarchie als
,,Grundform der Legitimierung der Herrschaft von Menschen über Menschen" (ebd., 29), in
der Gott an die Spitze gesetzt wird, der Herrscher an zweiter Stelle kommt und der Untertan
ganz unten angesiedelt wird. Das scheint zunächst ein rein politisches Konzept zu sein, das
lediglich die Ordnung des Staates beträfe. Diesem fügt Voegelin nun aber ein zweites sakrales
Symbol, die Ekklesia, hinzu:
,,In der Symbolik der Hierarchie ist der Staat keine in sich geschlossene Einheit, sondern aufgelöst
in die Ränge der Herrschaft, die über den irdischen Herrscher bis zu Gott reichen" (ebd., 31).
Somit kommt es zu einer ,,Vergöttlichung der irdischen Herrschaftsordnung" (ebd.), in der
sich die Gemeinschaft als Einheit erlebt, innerweltlich geschlossen wird und sich zu einer
sogenannten Abstammungsgemeinschaft zusammenfügt.
In dieser Abstammungssymbolik kommt Christus eine wichtige Rolle zu, indem er den Platz
,,des zweiten Adam, des zweiten Stammvaters der Menschheit" (ebd., 33) einnehme. Der in-
nerweltliche Herrscher schließt daran an, die ,,Herrscherfunktion bekommt dadurch ihren Sta-
tus im corpus mysticum und ist [...] nicht mehr von den Priester- und Lehrfunktionen zu un-
terscheiden" (ebd.).
Dies könnte der Punkt sein, an dem die Grenzen zwischen Politik und Religion verschwim-
men oder vielleicht schon gar nicht mehr existieren. Und genau diese Verbindung ist es auch,
die für den Nationalsozialismus und seine Entstehung besonders wichtig werden kann; im
folgenden Kapitel soll dieser Punkt daher wieder aufgegriffen werden.
Das dritte sakrale Symbol, das Voegelin aufführt, ist das Symbol der Apokalypse. Da er es
selbst mit dem Nationalsozialismus in Verbindung bringt, soll auch dieses für die vorliegende
Arbeit wichtige Symbol im folgenden Kapitel genauer betrachtet werden.
Im Hinblick auf Symbole im Allgemeinen soll an dieser Stelle Voegelins Betrachtung aufge-
führt werden, dass die überweltliche Religion in der Moderne generell an Gewicht verliere
und stattdessen ,,neue, innerweltliche Symbole [...] an ihre Stelle" (ebd., 50) träten. Auch die-

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se Beobachtung könnte für den Nationalsozialismus als Massenbewegung der Moderne wich-
tig sein, wie noch gezeigt werden soll.
Maier knüpft mit seiner Definition wiederum an Voegelin an. Durch dessen Theorie werde
laut Maier deutlich, dass der politische Zusammenhalt nun nicht mehr in der christlichen Tra-
dition wurzele, sondern in ,,massenwirksamen Ideologien der Klasse oder Rasse [...] oder des
Blutes" (Maier 2007, 114). Daran schließt auch seine Definition von Politischer Religion an:
,,Als politische Religion [Hervorhebung im Original] bezeichnen wir einen Religionstypus, der in
einer politischen Gemeinschaft wurzelt ­ so sehr, daß er ohne diese politische Fundierung nicht
existieren könnte" (ebd., 173).
Bärsch bringt mit seiner Definition schließlich das apokalyptische Element von Heil und Er-
lösung ins Spiel:
,,Einer Religion kommt auf jeden Fall [...] dann das Prädikat politisch zu, wenn Erstens [Hervor-
hebungen im Original]: an überirdische Mächte sowie an die Existenz einer jenseitigen Welt ge-
glaubt wird; Zweitens: der Glaube vorrangig oder gleichrangig auf das Heil und die Erlösung in
der diesseitigen Welt gerichtet ist; Drittens: von den sich entscheidenden und handelnden Men-
schen geglaubt wird, in der politischen Ordnung und durch die Qualität der politischen Ordnung
könnten Heil und Erlösung erreicht werden" (Bärsch 2004, 14).
Diesem Element und seiner Bedeutung für den Nationalsozialismus soll sich das folgende
Kapitel widmen.
2.2 Der Nationalsozialismus als Politische Religion
In diesem Kapitel sollen zunächst die Ursprünge nachvollzogen werden, die den Nationalso-
zialismus zu einer Politischen Religion machen konnten. Anschließend soll die moderne
Apokalyptik des NS beschrieben werden und zu guter Letzt soll dem Begriff Säkulare Religi-
on weitere Bedeutung beigemessen werden.
2.2.1 Ursprünge
Darüber, dass die Ursprünge des apokalyptischen Denkens in der Offenbarung des Johannes
im Neuen Testament zu finden sind, ist sich die Forschungsliteratur einig. Der Weltuntergang
wird dort als Durchgangsphase (s. Vondung 1988, 11) betrachtet, die in eine neue, bessere
Welt mündet, während die alte, verkommene Welt zerstört wird:
,,Im Neuen Testament [...] meint dieses griechische Wort [Anm.: Apokalypse], das wörtlich
,Enthüllung` bedeutet, dass am Ende der Zeiten Geheimnisse, die im Himmel niedergeschrieben
sind, offenbart werden. Die Apokalypse beschwört für die Auserwählten kein Unheil herauf, son-
dern bringt Rettung" (Gray 2007, 14).
Für die Entstehung des Nationalsozialismus als politische Religion ist nun die ,,Umbuchung"
ganz entscheidend, die im 12. Jahrhundert mit dem Abt Joachim von Fiore (1135-1202) ge-
schah und die darüber hinaus den Beginn der Geschichtsphilosophie markiert. Dem Entwurf
Joachim von Fiores zufolge, der aus der christlichen Dreifaltigkeitslehre stammt, durchläuft

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die Menschheit drei Zeitalter: (1) das Zeitalter des Vaters / des ,,Alten Bundes"; (2) das Zeit-
alter des Sohnes / des ,,Neuen Bundes" und das Zeitalter des Heiligen Geistes, das noch
kommen sollte und das Joachim von Fiore für das Jahr 1260 berechnete:
,,Jedes der Zeitalter hat einen Anführer. Abraham steht an der Spitze des ersten, Jesus an der Spit-
ze des zweiten. Ein letzter Anführer, der die dritte Person der göttlichen Dreieinigkeit verkörpert,
wird das dritte Zeitalter einleiten" (ebd., 21).
Innerhalb dieser trinitarischen Geschichtsphilosophie markiert der Anbruch des dritten Zeital-
ters den Beginn eines tausendjährigen Reiches, dem sich in diesem Zuge die Lehre des Chili-
asmus widmet.
Indem Joachim von Fiore den Anbruch des tausendjährigen Reiches tatsächlich berechnete,
fand eine ,,Verzeitlichung der Apokalypse" (Hesemann 2004, 98) statt. Das dürfte im An-
schluss die Auffassung begründet haben, dass der Mensch in den göttlichen Heilsplan eingrei-
fen und ,,sich an die Stelle Gottes setzen kann" (ebd., 99). Dabei könnte man an Voegelin
anknüpfen und bemerken, dass das wiederum genau die Stelle ist, an dem über- und inner-
weltliche Elemente, Religion und Politik ineinander übergehen. Der ,,Grundstein des moder-
nen totalitären Denkens" (ebd.) könnte hier in jedem Fall gelegt worden sein.
In der Forschungsliteratur wurde darüber hinaus oft der Ausdruck gnostisch-apokalyptisch
verwendet. Dass auch die Gnosis als wichtiger Ursprung für die politische Religion im Natio-
nalsozialismus angesehen werden kann, soll im Folgenden gezeigt werden.
Die Heilslehre der Gnostiker besteht in der ,,Selbsterlösung des Menschen durch Erkenntnis"
(Hesemann 2004, 19); in der gnostischen Auffassung ist Jesus nicht gestorben, um die Men-
schen zu erlösen, sondern um ihnen exemplarisch den Weg zur eigenen Erlösung und Er-
leuchtung zu zeigen und zu bereiten:
,,Der alte Mensch [Hervorhebungen im Original] müsse symbolisch sterben, um als Wissender o-
der Eingeweihter neu geboren und selbst zum Christos, zum Erleuchteten, zu werden" (ebd., 94).
Der Begriff der Selbsterlösung ist dabei fundamental ­ auch für den Roman Michael wird
dieser ganz zentral, wie später noch gezeigt werden soll.
Verbunden ist das Konzept der Selbsterlösung mit einem extremen Dualismus, in der die geis-
tige Welt des Lichts gegen die materielle Welt der Finsternis steht. Nur wenn man sich von
der materiellen Welt lösen kann, gelangt man zum göttlichen Licht (s. ebd.). Aus diesem
Grunde findet zwischen den beiden Welten ein erbitterter Kampf statt ­ ein ,,Endkampf", wie
ihn Hesemann beschreibt und diesen gleichzeitig ,,gnostische Apokalypse" nennt (s. ebd.,
172). Die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments wird von den Gnostikern daher strikt
abgelehnt, und damit ebenso der Gott der Juden.
Als letzter wichtiger Ursprung soll an dieser Stelle die Romantik genannt werden. Über ihre
tatsächlichen Auswirkungen für den Nationalsozialismus ist sich die Forschungsliteratur nicht
ganz einig; da sie aber für Goebbels persönlich eine wichtige Rolle eingenommen hat und
auch in seinem Roman deutlich zum Tragen kommt, sollen an dieser Stelle kurz die Zusam-
menhänge zwischen Romantik und Nationalsozialismus erläutert werden.
Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Nationalsozialismus als politische Religion. Joseph Goebbels "Michael"
Hochschule
Universität Konstanz
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V388059
ISBN (eBook)
9783668620940
ISBN (Buch)
9783668620957
Dateigröße
974 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nationalsozialismus, religion, joseph, goebbels, michael
Arbeit zitieren
Sophia Kaiser (Autor), 2017, Der Nationalsozialismus als politische Religion. Joseph Goebbels "Michael", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388059

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