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Die literarischen Werkzeuge in "Grande Sertão: Veredas" von Guimarães Rosa

Título: Die literarischen Werkzeuge in  "Grande Sertão: Veredas" von Guimarães Rosa

Trabajo Escrito , 2017 , 18 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Patrick Ubik (Autor)

Literatura - América Latina
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Aufgrund der beschränkenden Unmöglichkeit den Leser der kompletten Vielfalt und Komplexität aller inhaltlichen und formalen Aspekte des Werks „Grande Sertão: Veredas“ von Guimarães Rosa mittels einer Hausarbeit wie dieser auf die Spur kommen zu lassen, werden die am wichtigsten erscheinenden literarischen Aspekte des zu analysierenden Werks umrissen. Die Erläuterung der „erzählerischen Kniffe“, die der Autor hier anwendet, soll dazu dienen, die Ästhetik des Werks in seiner Gesamtheit besser nachempfinden zu können. Die Interpretationen, die der Sekundärliteratur entnommen werden, sind künstlerischer und subjektiver Natur und stellen keinen manifesten Wahrheitsgehalt dar.

Der Leitfaden in dieser Arbeit stellt die Frage nach der ästhetischen und funktionellen Form dieses Werks dar, sodass eine Nacherzählung des Inhalts vermieden wird. Wie sich jedoch herausstellt, stehen besonders in diesem Werk Inhalt und Form in enger Verbindung miteinander. Zu Beginn der Arbeit wird die allgemeine Literaturkunst der Wissenschaft gegenüber gestellt, um die Funktion der Art und Weise des Erzählens, der sich G. Rosa hier bedient, im Kontrast zu der Funktion einer „historischen Quelle“ sehen zu können. Es soll geklärt werden, was Literatur im Sinne Rosas eigentlich bedeutet. Davon ausgehend werden die erzählerischen Werkzeuge detaillierter dargestellt, sowie der Sprachstil, die Erzählperspektive und die zeitliche Komponente, die in ästhetischer Weise die Daseinsproblematik des Protagonisten Riobaldo akzentuieren. Am Ende folge eine übersichtliche Zusammenfassung der Ergebnisse.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Wissenschaft“ & „Kunst“ - „História“ & „Estória“

3. Der Sprachstil

4. Die Beziehung zwischen Erzähler, Zuhörer und Leser:

5. Der zeitliche Aspekt

5.1 fehlende Kapiteleinteilung

5.2 Gegenwart und Vorzeit

5.3 Chronologie der Ereignisse

6. Riobaldos Daseinsproblematik

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit analysiert die ästhetischen und funktionellen Erzählwerkzeuge in Guimarães Rosas Roman „Grande Sertão: Veredas“. Ziel ist es, die spezifische Erzählstruktur sowie die Verknüpfung von Inhalt und Form zu untersuchen, um Riobaldos Daseinsproblematik im Kontext von Kunst und Wissenschaft besser nachvollziehen zu können.

  • Die Abgrenzung und Wechselwirkung von Wissenschaft („História“) und Kunst („Estória“).
  • Die Analyse des spezifischen, neologismenreichen Sprachstils des Protagonisten.
  • Die Untersuchung der komplexen Beziehung zwischen Erzähler, Zuhörer und Leser.
  • Die Bedeutung der zeitlichen Aspekte und die Chronologie der Ereignisse für die Erzählweise.
  • Die philosophische Auseinandersetzung mit der Daseinsproblematik und der Frage nach Gut und Böse.

Auszug aus dem Buch

4. Die Beziehung zwischen Erzähler, Zuhörer und Leser:

Die Erzählsituation im Roman sieht wie folgt aus: Riobaldo ein Bandit im brasilianischen Hinterland („jagunço“) erzählt retroperspektiv von den Erlebnissen seiner verschiedenen Lebensphasen. Anlass für seine Erzählung gibt der Besuch eines Fremden, der für eine besondere Beziehung zwischen ihm, dem Erzähler und dem Leser sorgt. Riobaldos Erzählung ist ein Monolog gerichtet an den vermeintlich anwesenden Fremden. Die Frage ob Riobaldo ein Selbstgespräch führt ist legitim, da der Besucher im ganzen Roman kein Wort von sich gibt und Riobaldo ihm die Worte vorwegnimmt oder sie antizipiert. Dadurch, dass der Besucher nicht wirklich spricht, sieht sich der Leser mit ihm gleichgesetzt, sodass er das Gefühl bekommt, Riobaldo spräche mit ihm persönlich.

Die Form des Monologs verhindert eine auktoriale Erzählform, wodurch es keinen allwissenden dritten Zeugen gibt und der Leser die Wirklichkeit durch Riobaldos Augen sehen kann. Es gleicht vielmehr einer personalen Erzählung, wodurch Erzähler und Autor miteinander eins werden (vgl. ebd., S. 25). Dies beschreibt Afránio Coutinho folgenderweise: “A técnica de Guimarães Rosa é o ponto de vista absoluto, pois em vez de ser o autor quem faz o relato, pela palavra de uma personagem, é o próprio personagem quem fala e conta, ficando o autor como um simples regisrador do que êle diz. O personagem vive e conta a história, com a sua própria linguagem. E êle quem, na realidade, escreve o livro, e não o autor. E a mais imediata consequência disso é a identidade do estilo, o mesmo no relato e nos diálogos, o estilo do personagem narrador” (Coutinho 1957).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt das Ziel, die erzählerischen Kniffe des Romans zu analysieren, um die Ästhetik des Werks und die Verbindung von Inhalt und Form zu verdeutlichen.

2. „Wissenschaft“ & „Kunst“ - „História“ & „Estória“: Dieses Kapitel kontrastiert die dokumentarische Geschichtsschreibung mit der poetischen Verwandlung von Wirklichkeit in der Kunst.

3. Der Sprachstil: Hier wird untersucht, wie Riobaldo durch Neologismen eine emotionale und authentische Sprache schafft, die seine komplexen Empfindungen ausdrückt.

4. Die Beziehung zwischen Erzähler, Zuhörer und Leser:: Dieses Kapitel analysiert die Monolog-Situation, die den Leser in die Position eines Zuhörers versetzt und die Distanz zwischen Erzähler und Empfänger aufhebt.

5. Der zeitliche Aspekt: Es wird dargelegt, wie der Verzicht auf Kapiteleinteilung und die Vermischung von Vorzeit und Gegenwart zur atmosphärischen Dichte des Romans beitragen.

6. Riobaldos Daseinsproblematik: Das Kapitel befasst sich mit Riobaldos existenziellen Fragen nach Gut, Böse und der Existenz des Teufels im Kontext seiner Lebensgeschichte.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, wie die erzählerischen Mittel ein komplexes, universelles Bild der menschlichen Erfahrung erschaffen.

Schlüsselwörter

Grande Sertão: Veredas, Guimarães Rosa, Literaturwissenschaft, Erzählperspektive, Neologismen, Riobaldo, Daseinsproblematik, Zeitstruktur, Kunst und Wissenschaft, Epische Fiktion, Monolog, Gut und Böse, Identität, Sprache, Brasilianische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die literarischen Werkzeuge, die Guimarães Rosa in seinem Roman „Grande Sertão: Veredas“ einsetzt, um die Ästhetik des Werks und die innere Welt des Protagonisten Riobaldo zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der Sprachstil, die Erzählperspektive, die zeitliche Struktur sowie die philosophische Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen wie Gut, Böse und Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Frage nach der ästhetischen und funktionellen Form des Romans, wobei eine reine Nacherzählung des Inhalts bewusst vermieden wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Roman im Kontrast zur wissenschaftlichen Berichterstattung untersucht und auf existierende Sekundärliteratur zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Sprache, Erzählsituation, Zeitgestaltung sowie eine tiefergehende Betrachtung der Daseinsproblematik des Protagonisten Riobaldo.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Erzählperspektive, Neologismen, Daseinsproblematik, epische Fiktion, Identität und die Gegenüberstellung von Kunst und Wissenschaft.

Welche besondere Bedeutung kommt dem Zuhörer im Roman zu?

Der Zuhörer fungiert als eine Art Beichtvater oder Psychoanalytiker, was Riobaldo dazu zwingt, seine Erlebnisse zu strukturieren und seine Unsicherheiten offenzulegen.

Wie geht Riobaldo mit der Existenz des Teufels um?

Riobaldo schwankt zwischen der Ablehnung einer Existenz des Teufels und dem Versuch, diesen durch einen Pakt herauszufordern, um die Welt und seinen eigenen Weg besser zu verstehen.

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Detalles

Título
Die literarischen Werkzeuge in "Grande Sertão: Veredas" von Guimarães Rosa
Universidad
University of Cologne  (Romanisches Seminar)
Curso
Guimarães Rosa e Luandino Vieira
Calificación
3,0
Autor
Patrick Ubik (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
18
No. de catálogo
V388208
ISBN (Ebook)
9783668624849
ISBN (Libro)
9783668624856
Idioma
Alemán
Etiqueta
Brasilianische Literatur Guimarães Rosa Luandino Vieira Autoren Grande Sertao brasilianisch Hinterland Bestseller Philosophie Relligion Gott Selbstsuche Werk Riobaldo Teufel Satan Reflexion Gedanken Monolog Gefolgschaft Protagonist Pakt Teufelspakt Frau Diadorim Kindheit Sinn des Lebens Liebe Homosexualität Gender Zweideutigkeit Ambivalenz Krieg Jaguncos Figuren Neologismus Neologismen Lyrik Literatur Wortneuschöpfung Natur Rio Sao Francisco Rio de Janeiro Pernambuco Schlange João Literarisch Stil Werkzeuge Herausforderung Sexualität Junge Erinnerungen Jugend Waffen Mord Todschlag Verwirrungen Zweifel Glauben
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Citar trabajo
Patrick Ubik (Autor), 2017, Die literarischen Werkzeuge in "Grande Sertão: Veredas" von Guimarães Rosa, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388208
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