Wissen in der globalen Ökonomie und die Bedeutung von Forschung und Entwicklung


Hausarbeit, 2015
13 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

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Inhalt
1. Einleitung ... 3
2. Wissen im wirtschaftsgeographischen Kontext ... 3
3. Wissen in der globalen Ökonomie ... 4
4. Interpretationen von Wissen ... 6
4.1. Wissen als Ware ... 6
4.2. Wissen als Ressource ... 8
4.3. Wissen als Kapital ... 8
4.4. Star of Knowledge and Interpretation ... 9
5. Der Wandel zur Wissensgesellschaft ... 10
6. Die Bedeutung von R&D ... 10
7. Zusammenfassung/Fazit ... 11
Literatur ... 13

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1. Einleitung
Bezüglich des Seminars zur Wirtschaftsgeographie möchte ich die Hausarbeit in der Nähe
meines vorgetragenen Referatsthemas ,,Wissen in der globalen Ökonomie, Wissenschaftlich-
Technisches Wissen & die Wissensgesellschaft" ansiedeln. Um dem breiten Spektrum dieses
Themas einen Leitfaden, beziehungsweise ein Ziel vorzugeben, bot sich mir nach der Recher-
chearbeit die Gelegenheit, die vorliegende Ausarbeitung wie folgt zu strukturieren:
Da Wissen im Zentrum meiner Arbeit stehen soll, sehe ich es als naheliegend zu Beginn eine
Verbindung zum Seminar herzustellen, indem erst einmal die Frage geklärt wird, wo der Zu-
sammenhang zwischen Wissen und der Wirtschaftsgeographie liegt.
Von dieser Grundlage aus werde ich zum Wissen in der globalen Ökonomie übergehen und
diesbezüglich den Wissensbegriff ausdifferenzieren. Das heißt, ich werde verschiedene Her-
angehensweisen zum Verständnis vom Konzept Wissen erläutern. Research & Development
(R&D) oder Forschung und Entwicklung, ist unter anderen eine dieser Interpretationen von
Wissen, die in der globalen Ökonomie eine bestimmte Rolle einnimmt. Um nachvollziehen zu
können, welche Bedeutung der Forschung und Entwicklung in der globalen Ökonomie und im
heutigen Zeitgeist beizumessen ist ­ was hier die Leitfrage darstellen soll ­ , werde ich den
stattgefundenen Wandel zu einer Wissensgesellschaft nahelegen. Abschließend sollen die
Ergebnisse in einem Fazit zusammengefasst werden.

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2. Wissen im wirtschaftsgeographischen Kontext
Die Wirtschaftsgeographie kann als eine Verbindung von Geographie und Wirtschaftswissen-
schaften angesehen werden. Hierbei geht es zum einen um wirtschaftliche Prozesse, zum an-
deren werden diese in ihrer räumlichen Dimension analysiert. Anders ausgedrückt kann man
also sagen, dass die Wirtschaftsgeographie eine disziplinäre Schnittstelle zwischen der Wirt-
schaft und dem Raum darstellt (vgl. Springer 2013, S. 144). Zu den genannten wirtschaftli-
chen Prozessen bzw. Aktivitäten gehören ebenso Akteure, die in den jeweiligen Wirtschafts-
räumen auf verschiedenen Ebenen agieren (ebd., S. 144). Im handlungs-und akteursorientier-
ten Ansatz sind Akteure, wie zum Beispiel Individuen, Unternehmen oder Organisationen im
Mittelpunkt, wobei ihr Handeln als Ursache für räumliche Strukturwandlungen gesehen wird
(ebd., S. 148).
In jüngerer Zeit wird in der Wirtschaftsgeographie den Relationen mehr Aufmerksamkeit ge-
schenkt. Das heißt, dass ökonomisches Handeln als ein soziales Handeln verstanden wird, das
in konkrete Strukturen eingebunden ist. Es werden also nichtmehr räumliche Strukturen iso-
liert betrachtet, sondern es werden akteursgebundene Merkmale der wirtschaftlichen Räum-
lichkeit untersucht (ebd., S. 148). Als Resultat der Relationen zwischen den Akteuren kom-
men beispielsweise ökonomische Innovationen, unternehmensübergreifende Organisations-
formen oder Prozesse des kollektiv-institutionellen Lernens zu Stande (ebd., S 148). Das kol-
lektiv-institutionelle Lernen sei hier ein Synonym für Wissen oder Wissenserweiterung, die
scheinbar in der Wirtschaftsgeographie eine Relevanz aufweist. Wie vorher schon angespro-
chen, geht es in der Wirtschaftsgeographie um soziales Handeln, das wirtschaftlich von Be-
deutung ist. Es gilt also im nächsten Abschnitt nachzuprüfen, welche Position Wissen oder
knowledge im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Prozessen unter Berücksichtigung des
Raumaspekts einnimmt. Ein Kernproblem unserer Gesellschaft seien die räumlichen Un-
gleichgewichte (Disparitäten), zu denen sowohl die Wirtschafts-und Sozialwissenschaft als
auch die Geographie Lösungsansätze bieten. In der Wirtschaftsgeographie werden die Interes-
sen vereint, indem eine zunehmende Aufmerksamkeit an der Entstehung und den Auswirkun-
gen räumlicher Ballungen wirtschaftlicher Aktivitäten (Cluster) entsteht (vgl. Liefner 2012, S.
10).

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3. Wissen in der globalen Ökonomie
In der Ökonomie ist wirtschaftliches Wachstum von zentraler Bedeutung. Doch wie kommt es
zu Wirtschaftswachstum? Die traditionelle Annahme ist zunächst, dass es durch zusätzliche
Investitionen zu einer Produktivitätssteigerung kommt, die wiederum eine Einnahmeerhöhung
zur Folge hat (vgl. Meusburger 2013, S. 3). Es wird ebenso unterstellt, dass seit jeher Wissen
eine treibende Kraft für Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung ist (Fuchs 2014, S.
17). Es wird also ein Zusammenhang zwischen dem Erlangen von Wissen und dem wirt-
schaftlichen Handeln gesehen (vgl. Meusburger 2013, S. 3). Wenn man die Bedeutung so-
wohl von Investition, als auch von Wissen heranzieht, kristallisiert sich in diesem Kontext die
Erkenntnis heraus, dass Wissen als eine wertvolle wirtschaftliche Investition verstanden wer-
den darf. Marshall unterstreicht mit folgender Aussage die Wichtigkeit von Wissen für die
wirtschaftliche Produktion: ,,Knowledge is our most powerful engine of pruduction; it enebles
us to subdue nature and force her to satisfy our wants" (Marshall 1890/1920, S. 115).
Es stellt sich nun die Frage, welcher Zusammenhang zwischen den jeweiligen Wirtschaftsak-
teuren und dem Thema Wissen besteht. Wer sind diese Wirtschaftsakteure? Fuchs spricht
diesbezüglich von multinationalen Firmen, wie zum Beispiel der Automobil- oder Elektro-
nikindustrien (vgl. Fuchs 2014, S. 17). Diese haben Interesse daran, ihre Produktion an-
spruchsvoll zu gestalten und ihre Mitarbeiter gut auszubilden (ebd., S. 3). Man kann also an-
nehmen, dass eine gut ausgebildete Arbeitskraft das Fundament für die Qualitäts- und/oder
Produktionssteigerung bildet, was wiederum zu der Annahme führt, dass für eine gut ausge-
bildete Arbeitskraft die Bereitstellung von Wissen von hoher Bedeutung ist.
Die Firmen produzieren und agieren heutzutage auf internationaler Ebene, was eine große
transnationale Zusammenarbeit erfordert und ebenso grenzübergreifend starken Einfluss auf
sozialpolitische Arrangements hat (ebd., S 4). Hier wird der Raumaspekt deutlich, der sich in
diesem Kontext auch auf das Wissen in der globalen Ökonomie beziehen lässt, denn man
spricht im Sinne der weltweiten Produktion beispielsweise vom ,,Global South" und vom
,,Global North". Zwischen diesen Räumen ­ die man sowohl geographisch, als auch im Hin-
blick auf wirtschaftliche Prozesse sehen kann ­ herrschen Arbeitsdynamiken, die hinsichtlich
des Wissens eine bestimmte Charakteristik aufweisen (ebd., S. 3). Es gibt Hauptquartiere in
Kernökonomien, dessen Positionen und Beziehungen zu den Jeweiligen Tochtergesellschaften
dynamischen Veränderungen unterliegen, die auf Grund der Globalisierung neu definiert wer-
den müssen (ebd., S. 3 f.). Die Beziehungen zwischen den globalen Firmen sind zu dem von
unterschiedlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Produktionsstandorte geprägt. In Folge
dessen können sich diese Beziehungen durch ,,outsourcing" und ,,offshoring" (Verlagerung
Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Wissen in der globalen Ökonomie und die Bedeutung von Forschung und Entwicklung
Hochschule
Universität zu Köln  (Wirtschafts- und Sozialgeographisches Institut)
Veranstaltung
Seminar zur Wirtschaftsgeographie
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V388215
ISBN (eBook)
9783668624160
ISBN (Buch)
9783668624177
Dateigröße
454 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissen, Wirtschaft, Geographie, WIrtschaftsgeographie, Ware, Ressource, Kapital, Wissensgesellschaft, Knowledge, R&D, Research, Developement, Entwicklung, Ökonomie, Globalisierung, Fortschritt, Produktion, Production, Science, Star of knowledge, Interpretation, Buisness, Zulieferung, Produktionskette, Zulieferer, Fuchs, Muster, Pattern, Kulturkapital, Humankapital, Bourdieu, Industrie, Duisburg, Qualifikation, Bildung, Infrastruktur, outsourcing, offshoring, Wandel, Zukunft
Arbeit zitieren
Patrick Ubik (Autor), 2015, Wissen in der globalen Ökonomie und die Bedeutung von Forschung und Entwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388215

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