Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik um Wissen in der globalen Ökonomie, wissenschaftlich-Technisches Wissen und die Wissensgesellschaft.
Da Wissen im Zentrum steht, soll zunächst die Verbindung zum Umfeld der Wirtschaftsgeographie hergestellt werden: Wo liegt also der Zusammenhang zwischen Wissen und der Wirtschaftsgeographie? Von dieser Grundlage aus wird zum Wissen in der globalen Ökonomie übergegangen und diesbezüglich der Wissensbegriff ausdifferenziert. Das heißt, verschiedene Herangehensweisen zum Verständnis vom Konzept Wissen werden erläutert. Research & Development (R&D), oder Forschung und Entwicklung, ist unter anderen eine dieser Interpretationen von Wissen, die in der globalen Ökonomie eine bestimmte Rolle einnimmt. Um nachvollziehen zu können, welche Bedeutung der Forschung und Entwicklung in der globalen Ökonomie und im heutigen Zeitgeist beizumessen ist – was hier die Leitfrage darstellen soll – , legt die Arbeit den stattgefundenen Wandel zu einer Wissensgesellschaft nahe. Abschließend sollen die Ergebnisse in einem Fazit zusammengefasst werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wissen im wirtschaftsgeographischen Kontext
3. Wissen in der globalen Ökonomie
4. Interpretationen von Wissen
4.1. Wissen als Ware
4.2. Wissen als Ressource
4.3. Wissen als Kapital
4.4. Star of Knowledge and Interpretation
5. Der Wandel zur Wissensgesellschaft
6. Die Bedeutung von R&D
7. Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die zentrale Rolle von Wissen in der globalen Ökonomie und analysiert insbesondere die Bedeutung von Forschung und Entwicklung (R&D) als treibende Kraft für wirtschaftliche Prozesse und Innovationen.
- Verhältnis zwischen Wissen und Wirtschaftsgeographie
- Differenzierung des Wissensbegriffs (Ware, Ressource, Kapital)
- Die Entstehung der Wissensgesellschaft im historischen Kontext
- Bedeutung von Forschung und Entwicklung für die Wettbewerbsfähigkeit
- Räumliche Aspekte und Disparitäten durch ungleiche Wissensverteilung
Auszug aus dem Buch
3. Wissen in der globalen Ökonomie
In der Ökonomie ist wirtschaftliches Wachstum von zentraler Bedeutung. Doch wie kommt es zu Wirtschaftswachstum? Die traditionelle Annahme ist zunächst, dass es durch zusätzliche Investitionen zu einer Produktivitätssteigerung kommt, die wiederum eine Einnahmeerhöhung zur Folge hat (vgl. Meusburger 2013, S. 3). Es wird ebenso unterstellt, dass seit jeher Wissen eine treibende Kraft für Wirtschaftswachstum und soziale Entwicklung ist (Fuchs 2014, S. 17). Es wird also ein Zusammenhang zwischen dem Erlangen von Wissen und dem wirtschaftlichen Handeln gesehen (vgl. Meusburger 2013, S. 3). Wenn man die Bedeutung sowohl von Investition, als auch von Wissen heranzieht, kristallisiert sich in diesem Kontext die Erkenntnis heraus, dass Wissen als eine wertvolle wirtschaftliche Investition verstanden werden darf. Marshall unterstreicht mit folgender Aussage die Wichtigkeit von Wissen für die wirtschaftliche Produktion: „Knowledge is our most powerful engine of pruduction; it enebles us to subdue nature and force her to satisfy our wants” (Marshall 1890/1920, S. 115).
Es stellt sich nun die Frage, welcher Zusammenhang zwischen den jeweiligen Wirtschaftsakteuren und dem Thema Wissen besteht. Wer sind diese Wirtschaftsakteure? Fuchs spricht diesbezüglich von multinationalen Firmen, wie zum Beispiel der Automobil- oder Elektronikindustrien (vgl. Fuchs 2014, S. 17). Diese haben Interesse daran, ihre Produktion anspruchsvoll zu gestalten und ihre Mitarbeiter gut auszubilden (ebd., S. 3). Man kann also annehmen, dass eine gut ausgebildete Arbeitskraft das Fundament für die Qualitäts- und/oder Produktionssteigerung bildet, was wiederum zu der Annahme führt, dass für eine gut ausgebildete Arbeitskraft die Bereitstellung von Wissen von hoher Bedeutung ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Der Autor erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Wissen als zentralen Faktor in der globalen Ökonomie und innerhalb der Wirtschaftsgeographie zu untersuchen.
2. Wissen im wirtschaftsgeographischen Kontext: Dieses Kapitel betrachtet Wissen als Resultat sozialer Handlungen und räumlicher Relationen zwischen verschiedenen Akteuren wie Unternehmen und Individuen.
3. Wissen in der globalen Ökonomie: Es wird die ökonomische Relevanz von Wissen als Investitionsgut und die Dynamik zwischen multinationalen Firmen und ihren Standorten analysiert.
4. Interpretationen von Wissen: Hier werden unterschiedliche theoretische Konzepte vorgestellt, die Wissen als Ware, Ressource oder Kapital definieren.
5. Der Wandel zur Wissensgesellschaft: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel hin zu einer serviceorientierten Wirtschaft, in der Wissen als primärer Wettbewerbsvorteil fungiert.
6. Die Bedeutung von R&D: Forschung und Entwicklung werden als kognitive Wissenskonzepte identifiziert, die für die globale Wettbewerbsfähigkeit und Innovation essenziell sind.
7. Zusammenfassung/Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Wissen differenziert betrachtet werden muss und warnt vor zunehmenden Disparitäten zwischen Wissenszentren und Peripherien.
Schlüsselwörter
Wissen, Wirtschaftsgeographie, Globale Ökonomie, Forschung und Entwicklung, R&D, Wissensgesellschaft, Innovation, Wissenskapital, Kodifiziertes Wissen, Tacit Knowledge, Wissensressource, Räumliche Disparitäten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit befasst sich mit der Rolle von Wissen als zentralem Faktor für wirtschaftliche Entwicklung in der globalen Ökonomie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Einordnung von Wissen in die Wirtschaftsgeographie, dessen verschiedene Formen (Kapital, Ressource, Ware) sowie die Bedeutung von Forschung und Entwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von Wissen für das Wirtschaftswachstum zu klären und zu analysieren, warum Forschung und Entwicklung heute eine so entscheidende Rolle für Unternehmen und Nationen spielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Literaturanalyse wirtschaftsgeographischer Fachbegriffe und Theorien basiert.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Wissen, die Interpretation von Wissen durch verschiedene Konzepte und die Analyse des Wandels zur Wissensgesellschaft.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit besonders?
Besonders prägend sind die Begriffe Wissensgesellschaft, Forschung und Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und räumliche Dynamik.
Wie unterscheidet sich Wissen von materiellen Ressourcen laut dem Autor?
Der Autor argumentiert, dass Wissen nicht durch Horden oder Ansammeln wächst, sondern durch Weitergabe und Interaktion, wodurch es eine evolutionäre Dynamik erfährt.
Welches Risiko sieht der Autor in Bezug auf den Wissensvorsprung?
Der Autor warnt davor, dass durch den Wettbewerbsvorteil durch R&D Wissenszentren zunehmend von Peripherien entkoppelt werden, was zu räumlichen Disparitäten führt.
- Citation du texte
- Patrick Ubik (Auteur), 2015, Wissen in der globalen Ökonomie und die Bedeutung von Forschung und Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388215