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Relevanz von Elternarbeit am Beispiel einer Kurzzeitwohneinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Title: Relevanz von Elternarbeit am Beispiel einer Kurzzeitwohneinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

Project Report , 2016 , 40 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Verena Morfeld (Author)

Social Work
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In sozialpädagogischen Einrichtungen gibt es viele unterschiedliche Prozesse, die entscheidend und aussagekräftig über die Qualität der Einrichtung sind.
Daher möchte ich einen Prozess genauer betrachten. Den Prozess der Elternarbeit in einer Kurzzeitwohneinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche.
Warum gerade die Elternarbeit?
Um diese Frage zu beantworten, möchte ich die Einrichtung kurz vorstellen:
Die Einrichtung xxx ist eine Kurzzeitwohneinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwei und 21 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen können dort von wenigen Tagen bis zu einer Woche „Urlaub“ machen, wobei sie während ihres Aufenthaltes weiterhin Schulen, Kindergärten oder Werkstätten besuchen. Im xxx steht die Freizeitgestaltung mit verschiedensten Unternehmungen im Vordergrund.
Die Einrichtung soll vor allem den Eltern eine Chance bieten eine Auszeit vom oft stressigen Alltag zu nehmen, Zeit mit Geschwisterkindern zu verbringen oder wichtige Dinge zu erledigen, die mit ihrem Kind nur schwer zu bewältigen sind. Aber auch die Kinder haben die Möglichkeit eine Auszeit von zu Hause zu nehmen, etwas Neues kennenzulernen und neue Kontakte zu anderen Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu knüpfen.

Die Elternarbeit habe ich gewählt, da meiner Meinung nach besonders hier eine gute Interaktion zwischen Eltern und Pädagogen erforderlich ist.
Vielen Eltern fällt es schwer, den Schritt zu gehen, eine Einrichtung dieser Art in Anspruch zu nehmen. Sie haben ihr Kind oft rund um die Uhr gepflegt und betreut. Gerade bei der ersten Übernachtung schwingen Angst und Sorge mit. Geht es meinem Kind gut? Meldet die Einrichtung sich wenn etwas nicht stimmt?
Viele können erst nach einer Weile entspannt ihre kinderfreie Zeit genießen.

Das Team ist also vor die Herausforderung gestellt, den Eltern das Gefühl zu vermitteln, dass ihr Kind auch während ihrer Abwesenheit gut versorgt ist und das sie der Einrichtung, sowie deren Personal, vertrauen können. So schreibt auch das xxx auf der Homepage: „Zwischen Kindern und MitarbeiterInnen, als auch zu den Eltern und Familien soll eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut werden“. Vertrauensvolle Beziehungen aufbauen zu können, erscheint vor diesem Hintergrund als Qualitätsmerkmal der Einrichtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Annahmen zur Elternarbeit im Elfenland

2.1 Elternarbeit – Eine „allgemeine“ Definition?

2.2 Besonderheiten in der Arbeit mit Eltern mit Kindern mit Behinderung – familiäre Belastungen

2.3 Unterstützung durch Familienentlastende Dienste

2.4 Elternarbeit mit Eltern von Kindern mit Behinderung

3. Professionelle Beziehungen als Qualitätsmerkmal der Zusammenarbeit mit Familien von Kindern mit Behinderung

3.1 Die professionelle Arbeitsbeziehung

3.2 Kompetenzen für einen professionellen Beziehungsaufbau

3.3 Aufbau von Vertrauen

3.4 Handlungsmodell zum Vertrauensaufbau nach Petermann

4. Darstellung des Erhebungsverfahrens

4.1 Darstellung des Fragebogens

4.2 Darstellung der Auswertungsmethode

5. Auswertung der Erhebung

5.1 zentrale Ergebnisse

5.2 Ausblick

6. Persönliches Fazit

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Prozessqualität der Elternarbeit in einer Kurzzeitwohneinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung. Zentral ist die Forschungsfrage, welche Faktoren für den Aufbau einer vertrauensvollen und professionellen Arbeitsbeziehung zwischen dem Fachpersonal und den Eltern relevant sind, um eine wirksame Entlastung der Familien zu gewährleisten.

  • Prozessqualität in sozialpädagogischen Einrichtungen
  • Elternarbeit als unterstützendes Leistungsangebot
  • Professionelle Beziehungsgestaltung und Vertrauensaufbau
  • Theoretische Grundlagen nach Petermann und Arnold
  • Empirische Evaluation mittels Elternfragebogen

Auszug aus dem Buch

3.4 Handlungsmodell zum Vertrauensaufbau nach Petermann

Zum Aufbau von Vertrauen hat Franz Petermann ein generelles Phasenmodell erstellt, welches er in seinem Buch „Psychologie des Vertrauens“ beschreibt. Dieses ist in drei Phasen unterteilt (vgl. Petermann 1985, S.119). Nach Petermann kann ein gezielter Aufbau von Vertrauen vor allem dann wirksam sein, wenn eine „subjektiv empfundene Bedrohung“ (ebd., S.119) gefühlt wird. Es ist davon auszugehen, dass für den Vertrauenden ein gewisses Risiko besteht.

Das Drei-Phasen-Modell des Vertrauensaufbaus ist in Abbildung 1 zu sehen.

Phase eins hat den Titel das „Herstellen einer verständnisvollen Kommunikation“ (ebd., S.119). Dabei teilt Petermann vor allem dem Einfühlvermögen eine bedeutsame Rolle zu (vgl. ebd., S.120). Um dieses zu ermöglichen geht es in erster Linie darum, die Konzentration auf den Partner zu richten, Blickkontakt zu halten und zuzuhören (vgl. ebd., S.120).

Das wird als Voraussetzung genannt um „Ängste, Befürchtungen, Wünsche und Forderungen sensibel wahrnehmen zu können“ (ebd., S.120).

Phase zwei ist nach Petermann der „Abbau von bedrohlichen Handlungen“ (ebd., S.120). Als eine Bedrohung kann bereits eine Desorientierung durch nicht verstandene Informationen verstanden werden (vgl. ebd. S.120).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Kurzzeitwohneinrichtung und Darlegung der Relevanz von Elternarbeit als zentraler Prozess der Einrichtung.

2. Theoretische Annahmen zur Elternarbeit im Elfenland: Definition des Begriffs Elternarbeit und Erörterung der familiären Belastungssituationen bei Eltern von Kindern mit Behinderung sowie Entlastungsangebote.

3. Professionelle Beziehungen als Qualitätsmerkmal der Zusammenarbeit mit Familien von Kindern mit Behinderung: Theoretische Auseinandersetzung mit Vertrauen als Konstrukt und Darstellung eines handlungsorientierten Modells für den Beziehungsaufbau.

4. Darstellung des Erhebungsverfahrens: Beschreibung der quantitativen Erhebungsmethodik mittels Elternfragebogen und der gewählten Auswertungskriterien.

5. Auswertung der Erhebung: Präsentation und Analyse der empirischen Ergebnisse bezüglich der Elternzufriedenheit und der Beziehungsqualität.

6. Persönliches Fazit: Zusammenfassende Reflektion der Praxiserfahrungen und der empirischen Befunde.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Elternarbeit, Kurzzeitwohneinrichtung, Prozessqualität, Vertrauensaufbau, Soziale Arbeit, Familienbelastung, Fachkompetenz, Kommunikation, Beziehungsgestaltung, Familienentlastende Dienste, Empowerment, Bedürfnisorientierung, empirische Evaluation, Erziehungspartnerschaft, professionelle Arbeitsbeziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prozessqualität der Elternarbeit in einer Kurzzeitwohneinrichtung für behinderte Kinder und Jugendliche mit dem Fokus auf den Aufbau einer vertrauensvollen Arbeitsbeziehung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Elternarbeit, den Belastungsfaktoren pflegender Eltern, der Bedeutung professioneller Beziehungsgestaltung und der empirischen Untersuchung von Elternerfahrungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die den Aufbau von Vertrauen zwischen Fachkräften und Eltern in der Kurzzeitbetreuung ermöglichen, um eine effektive Entlastung der Familien zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine quantitative Befragung mittels eines schriftlichen Elternfragebogens, dessen Ergebnisse anschließend ausgewertet und mit theoretischen Modellen abgeglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (inkl. Petermanns Drei-Phasen-Modell) sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Erhebung in der Einrichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Elternarbeit, Vertrauensaufbau, Kurzzeitbetreuung, Prozessqualität, Belastungsbewältigung und professionelle Handlungskompetenz.

Wie bewerten die Eltern die Zusammenarbeit mit der Einrichtung?

Die Ergebnisse zeigen eine hohe Zufriedenheit; Eltern fühlen sich durch das Fachpersonal ernst genommen, was maßgeblich zum Vertrauensaufbau beiträgt.

Welche Bedeutung hat das Modell von Petermann in diesem Kontext?

Petermanns Modell dient dazu, den Vertrauensaufbau als aktiven Prozess zu strukturieren, wobei Kommunikation und das Schaffen von Sicherheit als essenzielle Phasen für die Entlastung der Eltern fungieren.

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Details

Title
Relevanz von Elternarbeit am Beispiel einer Kurzzeitwohneinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Grade
1,0
Author
Verena Morfeld (Author)
Publication Year
2016
Pages
40
Catalog Number
V388593
ISBN (eBook)
9783668624887
ISBN (Book)
9783668624894
Language
German
Tags
relevanz elternarbeit beispiel kurzzeitwohneinrichtung kinder jugendliche behinderung Vertrauen Aufbau von Vertrauen Kinder und Jugendliche mit Behinderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Morfeld (Author), 2016, Relevanz von Elternarbeit am Beispiel einer Kurzzeitwohneinrichtung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388593
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