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Exportfinanzierung

Ein Überblick über kurzfristige, mittel- und langfristige und Sonderformen der Exportfinanzierung

Title: Exportfinanzierung

Seminar Paper , 2006 , 27 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Mag. Christian Schaper (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Aufgrund der zunehmenden Globalisierung kommt es in allen Ländern zu mehr Konkurrenz und härterem Wettbewerb unter den Unternehmen. Dies veranlasst viele Unternehmen, sich auch global zu betätigen, also zu expandieren, schon alleine, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Hierbei spielt der Finanzierungsaspekt eine sehr große Rolle, um im Ausland Fuß zu fassen bzw. um überhaupt Aufträge aus dem Ausland annehmen zu können. Denn der Exporteur trägt einerseits die Kosten für den Transport seiner Waren vom Inland ins Ausland und andererseits die Kosten für die Vorprodukte und die Produktion der Waren, die exportiert werden sollen. Da der ausländische Abnehmer frühestens den Kaufpreis entrichtet, wenn er die Ware vom Exporteur erhalten hat, muss dieser die soeben genannten Vorgänge vorfinanzieren. Er tritt folglich als Kreditgeber gegenüber dem Importeur auf.

Die Problematik der Vorfinanzierung ist ein zentraler Punkt der Exportfinanzierung, insbesondere wenn es sich um mittelständische Unternehmen handelt, die i.d.R. nicht über genügend Eigenmittel verfügen und sich somit erst die entsprechenden Finanzierungsmittel auf dem Kreditweg beschaffen müssen. Dabei unterstützen Banken, Verbände und Institutionen mit speziellen Finanzierungsinstrumenten die Exporteure sowie der Staat mit Exportförderungsprogrammen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft voranzutreiben.

Ziel dieser Arbeit ist es, nach Darlegung der Risiken bei Auslandsgeschäften und deren Sicherungsmöglichkeiten in Kapitel 2, die Instrumente der kurzfristigen Exportfinanzierung, wie den Bank-Fazilitäten, Akkreditivkrediten und Wechselkrediten in Kapitel 3 aufzuzeigen sowie die Sonderformen Exportleasing und Exportfactoring, mit ihren Vorteilen und Kosten für den Exporteur in Kapitel 4 darzulegen. Des weiteren wird in Kapitel 5 die Forfaitierung und die staatlich geförderten Exportfinanzierungsprogramme im Rahmen der mittel- bis langfristige Exportfinanzierung beschrieben. Im letzten Kapitel wird ein Resümee gezogen und ein Ausblick gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Risiken bei Auslandsgeschäften und deren Sicherungsmöglichkeiten

2.1 Inkassorisiko

2.2 Kurs- bzw. Währungsrisiko

2.3 Transport- und Fabrikationsrisiko

3 Kurzfristige Exportfinanzierung

3.1 Bank-Fazilitäten

3.2 Akkreditivkredite

3.3 Finanzierung mittels Wechseln

3.3.1 Finanzierung von Außenhandelsgeschäften durch Auslandswechsel

3.3.2 Rembourskredite

4 Sonderformen für die Exportfinanzierung

4.1 Exportleasing

4.2 Exportfactoring

5 Mittel- und langfristige Exportfinanzierung

5.1 Forfaitierung

5.1.1 Definition

5.1.2 Graphische Darstellung

5.1.3 Nutzen und Kosten für den Exporteur

5.1.4 Abgrenzung zum Exportfactoring

5.2 Die staatlich geförderte Exportfinanzierung

5.2.1 Institute in Österreich

5.2.1.1 Die Österreichische Exportfonds GmbH

5.2.1.2 Die Österreichische Kontrollbank AG

5.2.1.3 Die Österreichische Nationalbank

5.2.2 Voraussetzungen für die Inanspruchnahme von staatlich geförderten Exportfinanzierungen

5.2.3 Das Finanzierungsangebot

5.2.3.1 Umsatzabhängige Exportkredite

5.2.3.2 Exportfinanzierungsverfahren der österreichischen Kontrollbank AG (EFV-Kredite)

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Herausforderungen der Exportfinanzierung zu analysieren und die verschiedenen Instrumente zur Risikoabsicherung sowie zur Vorfinanzierung von Auslandsgeschäften für Unternehmen strukturiert darzustellen.

  • Analyse der spezifischen Risiken bei Auslandsgeschäften (Inkasso-, Währungs-, Transport- und Fabrikationsrisiken).
  • Darstellung kurzfristiger Finanzierungsinstrumente wie Akkreditivkredite und Wechsel.
  • Untersuchung von Sonderformen der Exportfinanzierung, insbesondere Exportleasing und Exportfactoring.
  • Vertiefende Betrachtung der Forfaitierung als Instrument der mittel- bis langfristigen Finanzierung.
  • Überblick über die staatlich geförderte Exportfinanzierung in Österreich und deren Vergabekriterien.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Definition

Forfaitierung bezeichnet den regresslosen Verkauf von mittel- bis langfristigen Forderungen gegenüber Importeuren an Banken oder Spezialinstituten (Forfaiteure). Das Wort Forfaitierung leitet sich von dem französischen Wort „a forfait“ ab, welches „in Bausch und Bogen“ heißt und den Rückgriff auf den Exporteur bei Zahlungsausfall seines Importeurs ausschließt. Dieser haftet einzig und allein für den Bestand der Forderung. Der Ablauf der Forfaitierung schließt als viertes involviertes Handelssubjekt eine Bank im Land des Importeurs mit ein, die das Aval für den Wechsel trägt bzw. eine Zahlungsgarantie erbringt. Der genaue Ablauf wird weiter unten graphisch dargestellt und erklärt. Die Bonität der Importeur-Bank bzw. die des Schuldnerlandes hat erheblichen Einfluss auf die Laufzeit. Diese beträgt bei Geschäften mit Ländern, die als politisch und wirtschaftlich sehr sicher gelten maximal fünf Jahre, ansonsten ggf. weit kürzer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung der Exportfinanzierung durch die Globalisierung und die Notwendigkeit der Vorfinanzierung für Unternehmen.

2 Risiken bei Auslandsgeschäften und deren Sicherungsmöglichkeiten: Erläuterung der verschiedenen Risikokategorien im Außenhandel wie Inkasso-, Währungs- sowie Transport- und Fabrikationsrisiken.

3 Kurzfristige Exportfinanzierung: Vorstellung der kurzfristigen Finanzierungsinstrumente, darunter Bank-Fazilitäten, Akkreditivkredite und Finanzierung mittels Wechseln.

4 Sonderformen für die Exportfinanzierung: Beschreibung von Exportleasing und Exportfactoring als spezifische Instrumente zur Finanzierung und administrativen Entlastung.

5 Mittel- und langfristige Exportfinanzierung: Detaillierte Betrachtung der Forfaitierung sowie der verschiedenen staatlich geförderten Exportfinanzierungsprogramme und -institute in Österreich.

6 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der zentralen Rolle der Exportfinanzierung bei der internationalen Expansion und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Exportfinanzierung, Außenhandel, Inkassorisiko, Währungsrisiko, Akkreditivkredit, Exportleasing, Exportfactoring, Forfaitierung, Staatliche Exportförderung, Österreichische Kontrollbank, Exportfonds, Finanzierungsinstrumente, Risikomanagement, Liquidität, Außenwirtschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit den verschiedenen Methoden und Instrumenten der Exportfinanzierung, die Unternehmen nutzen können, um internationale Aufträge sicher abzuwickeln und Liquiditätsengpässe bei Auslandsgeschäften zu überbrücken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die Risikoanalyse im Export, kurzfristige und langfristige Finanzierungsinstrumente sowie staatliche Fördermöglichkeiten für die Exportwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die Risiken bei Auslandsgeschäften zu geben und die verschiedenen Finanzierungsinstrumente mit ihren Vor- und Nachteilen für den Exporteur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, bei der Fachliteratur und offizielle Quellen der Exportförderung ausgewertet wurden, um ein strukturiertes Bild der Exportfinanzierung zu zeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Risikoabsicherung, kurzfristige Instrumente (Wechsel, Akkreditive), Sonderformen wie Leasing und Factoring sowie mittel- bis langfristige Instrumente wie Forfaitierung und staatlich geförderte Kredite.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Exportfinanzierung, Forfaitierung, Factoring, Exportleasing, Akkreditivkredit und das österreichische Fördersystem durch die OeKB.

Was unterscheidet die Forfaitierung vom Exportfactoring?

Die Forfaitierung ist meist auf Einzelforderungen bei Investitionsgütern ausgelegt, während Exportfactoring eher laufende Forderungsbestände bei kurzfristigen Geschäften abdeckt.

Warum ist eine staatliche Haftung bei Exportkrediten in Österreich oft notwendig?

Die Bundeshaftung dient der Absicherung der finanzierenden Banken, um das Kreditrisiko bei großen Exportvorhaben zu mindern und so die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft zu stärken.

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Details

Title
Exportfinanzierung
Subtitle
Ein Überblick über kurzfristige, mittel- und langfristige und Sonderformen der Exportfinanzierung
College
Klagenfurt University  (Finanzmanagement)
Grade
1,5
Author
Mag. Christian Schaper (Author)
Publication Year
2006
Pages
27
Catalog Number
V388675
ISBN (eBook)
9783668626065
ISBN (Book)
9783668626072
Language
German
Tags
Exportfinanzierung Export Forfaitierung Akkreditiv
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Christian Schaper (Author), 2006, Exportfinanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388675
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