Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie des médias

"Me, Myself and I". Identitätsarbeit im Internet in Form von Moto-Vlogs

Titre: "Me, Myself and I". Identitätsarbeit im Internet in Form von Moto-Vlogs

Thèse de Bachelor , 2017 , 89 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Nagler (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie des médias
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die zentrale Fragestellung dieser Bachelorarbeit ist, wie Identitätsarbeit generell und speziell im Internet in Form des Moto-Vlogs vonstatten geht, welche Strategien hierbei angewandt werden und was mögliche Grunde für diese Entwicklungen sein könnten. Um dies bewerkstelligen zu können, wird zuerst die Entstehung einer „Kultur des Selbst“ und des Individualismus zeitgeschichtlich eingeordnet, die Bedingungen dafür geklärt und Zusammenhänge aufgezeigt. Darauf aufbauend werden Voraussetzungen, Mechanismen und Strategien im Bezug auf das Errichten eines Identitätskonstruktes im und abseits des Internets mit Fokus auf die Entwicklungsphase der Adoleszenz dargelegt sowie mögliche Probleme geschildert.

Die Präsentation der Ergebnisse dieser Konstruktionsversuche ist im darauffolgenden Abschnitt zentral. Im Sinne einer erschöpfenden Untersuchung der on- und offline praktizierten Methoden der Selbstdarstellung, wird zunächst der generelle Grad an Authentizität diskutiert, den mediale Produkte erreichen können beziehungsweise ob sich Wahrhaftigkeit und mediale Darstellung nicht per se ausschließen. Auf diese Ausführungen hin werden die unterschiedlichen Formen der Selbstdarstellung im alltäglichen sowie medialen Kontext akkumuliert, die später vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und im speziellen kapitalistischer Einflussfaktoren und deren Bedeutung für das einzelne Individuum eingeordnet werden. Da an diesem Punkt der Arbeit eine solide Basis für das Verständnis von moderner Identitätsarbeit geschaffen worden ist, kann nun die Spezialform des Vlogs näher beleuchtet werden.

Entsprechend der Etymologie vorgehend, liegt der Fokus zunächst auf den generellen Fragen, warum sich Menschen innerhalb der Blogging-Landschaft engagieren und wo Gemeinsamkeiten zwischen dem klassischen Tagebuch und dem „Web-Log“ zu erkennen sind. Dabei wird ein Bezug zur vorsätzlichen Inszenierung von Privatsphäre und dem Motiv des „Beichtstuhls“ in den Medien hergestellt. Inzwischen bei der bildlichen Komponente des Vlogs angelangt, werden genrespezifische Logiken der Plattform YouTube im Allgemeinen sowie hinsichtlich der Vlogs im Speziellen beschrieben und Zusammenhänge mit bereits Behandeltem aufgezeigt. Diese Theorien werden daraufhin anhand einer text- und teilweise auch bildhermeneutischen Untersuchung von 14 Moto-Vlogs überprüft. Die Ergebnisse werden im Anschluss diskutiert und in einem Fazit eingeordnet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. What you see is what you get – Identitätsarbeit zwischen Realität und Illusion

2. Auf der Suche nach einer eigenen Identität

2.1 Konstruktion von Identität

2.1.1 Gründe für das gesteigerte Selbstinteresse des modernen Menschen

2.1.2 Das Herausbilden einer Identität speziell in der Lebensphase Jugend

2.2 Darstellung von Identität

2.2.1 Authentizität – nur ein Mythos?

2.2.2 Gründe der Selbstdarstellung und mögliche Strategien

2.2.3 Produkt Persönlichkeit? Gründe und Strategien der Selbstvermarktung

2.3 Der Vlog als neue Form der Identitätsarbeit

2.3.1 Surfst du noch oder bloggst du schon?

2.3.2 Das Vloggen ist des YouTubers Lust

3. Hermeneutische Analyse

3.1 Herangehensweise

3.2 Untersuchung der Transkriptionen

3.2.1 Ergebnisse bezüglich der Identitätskonstruktion

3.2.2 Ergebnisse bezüglich der Inszenierung von Persönlichkeit

3.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Bachelorarbeit untersucht die moderne Identitätsarbeit im digitalen Zeitalter, mit einem spezifischen Fokus auf das Format der Moto-Vlogs auf YouTube. Ziel ist es, den Status quo der Selbstkonstruktion und -inszenierung zu analysieren, die angewandten Strategien zu deuten und die zugrunde liegenden Motive in einer zunehmend medialisierten Gesellschaft zu verstehen.

  • Die Entstehung der "Kultur des Selbst" und des Individualismus im 21. Jahrhundert.
  • Die Rolle von sozialen Medien und YouTube als Plattformen für Identitätsarbeit.
  • Strategien der Selbstdarstellung zwischen Authentizität und medialer Inszenierung.
  • Einfluss ökonomischer Faktoren und der "Ökonomie der Aufmerksamkeit" auf die Persönlichkeitskonstruktion.
  • Empirische Untersuchung der Identitätsarbeit am Beispiel von 14 Moto-Vlogs.

Auszug aus dem Buch

1. What you see is what you get – Identitätsarbeit zwischen Realität und Illusion

Was haben die postmoderne Identitätsarbeit und ein Big Mac gemeinsam? Diese Frage mag auf den ersten Blick absurd wirken, auf den zweiten Blick jedoch ergeben sich tatsächlich unerwartete Parallelen. Wenn man sich die mediale Präsentation des Burgers ansieht, ist dieser bis zum letzten Sesamkorn durchdacht, ästhetisiert und choreographiert. Nichts wird dem Zufall überlassen. Der Salat ist noch etwas grüner, das Brötchen noch etwas fluffiger, das Fleisch noch etwas zarter, als es jemals möglich wäre. Diese Bilder prasseln mit einem solchen Nachdruck auf den menschlichen Neokortex ein, dass sich dem Betrachter die Sinne vernebeln.

Die fade Realität wird zum großen Teil oder komplett von der hyperbolisch-euphemistischen, medialen Repräsentation verdrängt; „[d]as Erfahrene wirkt unabhängig von seinem Wirklichkeitsgehalt und unabhängig vom Medium, in dem es vermittelt wird, und bildet Erinnerungsspuren“ (Ermann, 2003, S. 184). Jeder Burger wird dabei als etwas Besonderes inszeniert, man denke nur an den Burger King Slogan „Have it your way“, der genau dieses Bedürfnis des Konsumenten nach Individualität anspricht. Diese mediale Ästhetisierung und Inszenierung ist zu einem festen Bestandteil moderner Identitätsarbeit geworden.

Gerade auf sozialen Netzwerken, wie YouTube, Facebook, Instagram & Co, präsentieren sich die User exakt so, wie sie von ihrer Zielgruppe, dem sozialen Umfeld, wahrgenommen werden wollen. Sie akzentuieren folglich Dinge, die diesem Bild zuträglich sind und kaschieren alles, was nicht dazu passt. Bei einer täglichen Nutzungsdauer des Internets seitens jugendlicher User von im Schnitt 200 Minuten im Jahr 2016 (GfK Media and Communication Research, 2016) und einem stetigen Bedeutungszuwachs sozialer Netzwerke, muss dem „Online-Leben“ eine entscheidende Rolle, im Bezug auf die Entwicklung der Heranwachsenden und deren Eingliederung in die Gesellschaft, beigemessen werden. Fraglich ist jedoch, wie der Einzelne als Teil eines solchen, realitätsverzerrenden Systems die Aufgabenstellungen der alltäglichen Identitätsarbeit bewältigt und wie unter diesen Umständen eine erfolgreiche und stabile Sozialisation erfolgen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. What you see is what you get – Identitätsarbeit zwischen Realität und Illusion: Die Einleitung etabliert die These der medialen Inszenierung des Selbst, die analog zur Vermarktung von Konsumgütern verläuft und stellt die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf die Sozialisation Jugendlicher.

2. Auf der Suche nach einer eigenen Identität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Identitätskonstruktion, insbesondere in der Adoleszenz, und diskutiert die Herausforderungen durch Individualisierung und mediale Einflüsse.

3. Hermeneutische Analyse: Hier erfolgt die empirische Überprüfung der Theorien anhand einer texthermeneutischen Untersuchung von 14 ausgewählten Moto-Vlogs, um Strategien der Selbstinszenierung im Internet offenzulegen.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt den fluiden Charakter der Identitätsarbeit und fordert medienpädagogische Maßnahmen zur Förderung eines reflektierten Umgangs mit der digitalen Selbstdarstellung.

Schlüsselwörter

Identitätsarbeit, Moto-Vlog, YouTube, Selbstinszenierung, Individualismus, Mediensozialisation, Adoleszenz, Authentizität, Ökonomie der Aufmerksamkeit, Selbstdarstellung, Digitale Identität, Identitätskonstruktion, Soziale Medien, Narzissmus, Hermeneutik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie junge Menschen im Internet, speziell durch das Format des Moto-Vlogs, ihre Identität konstruieren und nach außen darstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel der Identitätsarbeit im Zeitalter der Medialisierung, die Psychologie der Selbstdarstellung und die Interdependenz zwischen Individuum und sozialer Anerkennung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Status quo der Identitätsarbeit zu erfassen, die angewandten Strategien zu analysieren und zu deuten, wie Jugendliche ihre Rolle in der Gesellschaft durch digitale Medien aushandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen texthermeneutischen Ansatz, um 14 Moto-Vlog-Transkriptionen vor dem Hintergrund der erarbeiteten Theoriebasis zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Identitätsbildung und der Darstellung von Identität sowie eine praktische Analyse von Vlogs, wobei insbesondere die Inszenierung als "harter Typ" und die Nutzung des Mediums als soziales Experimentierfeld thematisiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Identitätsarbeit, Moto-Vlog, Selbstinszenierung, Medialisierung, Authentizität und die Ökonomie der Aufmerksamkeit.

Warum sind Moto-Vlogs ein interessantes Forschungsfeld für Identität?

Sie bieten eine Nische, in der sich junge Männer in einem meist informellen Rahmen "unter dem Helm" inszenieren und dabei oft unbewusst tiefgreifende Strategien der Selbstvergewisserung und Distinktion anwenden.

Welche Rolle spielt die "Ökonomie der Aufmerksamkeit" bei der Selbstdarstellung?

Die ökonomische Logik zwingt Individuen dazu, sich als "Kunstwerk" zu vermarkten, um in einem überfüllten digitalen Raum wahrgenommen zu werden, was oft zu einer Verstärkung narzisstischer Tendenzen führt.

Fin de l'extrait de 89 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
"Me, Myself and I". Identitätsarbeit im Internet in Form von Moto-Vlogs
Université
University of Passau
Note
1,0
Auteur
Alexander Nagler (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
89
N° de catalogue
V388720
ISBN (ebook)
9783668628489
ISBN (Livre)
9783668628496
Langue
allemand
mots-clé
Identität Identitätsarbeit Persönlichkeit Persönlichkeitsentwicklung YouTube Vlog Identitätskonstruktion Moto-Vlog V-Log Selbstdarstellung Selbstausdruck Selbstvermarktung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Nagler (Auteur), 2017, "Me, Myself and I". Identitätsarbeit im Internet in Form von Moto-Vlogs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388720
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  89  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint