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Benachteiligung bei der Begabungsidentifizierung und -förderung von begabten Behinderten

Title: Benachteiligung bei der Begabungsidentifizierung und -förderung von begabten Behinderten

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Heidi Pleger (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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„Ein Baby ist wie ein Wunder“. Den meisten Eltern mag es wie ein Wunder vorkommen, dass aus ihrem Säugling irgendwann ein erwachsener Mensch wird. Sie sind stolz über jeden Entwicklungsschritt, den das Kind macht. Der Stolz hält sich erst recht dann nicht in Grenzen, wenn bei dem eigenen Kind eine Begabung diagnostiziert wird. Wie verhält es sich aber, wenn das Kind behindert ist? Behinderung und Begabung – sind das zwei Begriffe, die nicht zueinander passen? Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Benachteiligung bei der Begabungsidentifizierung und –förderung von begabten Be hinderten. Dazu wird zuerst auf die Merkmale von Begabungen eingegangen. Im weiteren werden Merkmale von begabten, hochbegabten und teilbegabten Behinderten dargestellt. Abschließend werden Fördermöglichkeiten erwähnt, die sehr lohnend sind, wie das Beispiel Stephen Hawking zeigt. Im zweiten Teil der Hausarbeit wird eine empirische Untersuchung zum Thema "Künstlerische Teilleistungsbegabung bei lernbehinderten Schülern", die 1999 von Catty Kind im Rahmen ihres ersten Staatsexamens durchgeführt wurde, vorgestellt. Der theoretische Teil der Hausarbeit wird somit durch ein Beispiel aus der Praxis ergänzt, um so die Theorie mit der Praxis zu verknüpfen und der oft gestellten Frage nachzugehen, ob Behinderung und Begabung sich gegenseitig ausschließen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Merkmale von Begabungen

1.1. Begabte, hochbegabte und teilbegabte Behinderte

1.1.1. Begabte Blinde

1.1.2. Hochbegabte Körperbehinderte

1.1.3. Teilbegabungen bei lernbehinderten Kindern

1.2. Förderungsmaßnahmen für Begabte

1.3. Elterliche Wünsche nach Förderung ihrer Kinder

2. Begabte Behinderte- Empirische Untersuchung zur künstlerischen Teilbegabung

2.1. Vorstellung der Untersuchung

2.1.1. Vorstellung der einzelnen Schüler

2.1.2. Fragestellungen

2.1.3. Untersuchungsmethodik

2.2. Ergebnisse und Analyse der Untersuchung

2.2.1. CFT 20

2.2.2. Mann- Zeichen - Test

2.2.3. Zeichnungen

2.2.4. Analyse

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Benachteiligung bei der Identifizierung und Förderung von begabten behinderten Kindern. Sie beleuchtet, ob sich Behinderung und Begabung gegenseitig ausschließen und wie pädagogische Ansätze aussehen können, um individuelle Talente trotz bestehender Handicaps zu mobilisieren.

  • Merkmale von Begabungen bei behinderten Kindern
  • Herausforderungen in der sonderpädagogischen Begabungsdiagnostik
  • Künstlerische Teilbegabung bei lernbehinderten Schülern
  • Förderansätze und die Rolle des pädagogischen Klimas
  • Empirische Fallstudien zur Leistungsfähigkeit bei Lernbehinderungen

Auszug aus dem Buch

1.1.3. Teilbegabungen bei lernbehinderten Kindern

Die Lernbehinderung bei einem Kind fällt meistens schon vor der Einschulung auf. Aber erst in der Schule werden die Entwicklungsverzögerungen im kognitiven und motorischen Bereich für das Kind belastend und zur Behinderung. Lernbehinderte Kinder weisen Merkmale wie z.B. reduzierte Sprachleistungen, weniger gegliederte Wahrnehmungs- und Vorstellungsfähigkeit, mangelnde Konzentrationsfähigkeit und erschwerte soziale Anpassungsfähigkeit auf.

Unter den lernbehinderten Schülern gibt es Kinder, die aufgrund besonderer Fähigkeiten auffallen. Diese Fähigkeiten werden als Teilbegabungen definiert. Teilbegabungen sind nicht im gleichen Umfang und in gleicher Weise entwickelt wie bei nicht-Behinderten. Die vorhandene Leistungsminimierung bewirkt eine stereotype Handlungs- und Verhaltensregulation. Dadurch sind Handlungen auf den einzelnen Begabungsbereichen eingeschränkt. Außerdem werden Fähigkeiten zur adäquaten Dekodierung von Informationen eingeengt und die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Informationen beeinträchtigt.

Lernbehinderte Schüler weisen Teilbegabungen häufig in den Fächer Mathematik, Musik und bildnerischer Kunst auf. Häufig sind sie in einem Bereich innerhalb des Begabungsgebietes begrenzt. Teilbegabungen werden an den Schulen wenig beachtet, was nicht fördernd für die Persönlichkeitsentwicklung ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Merkmale von Begabungen: Dieses Kapitel definiert theoretische Grundlagen von Begabung, Intelligenz und Kreativität und diskutiert spezifische Herausforderungen bei der Identifizierung von Begabungen bei behinderten Kindern.

2. Begabte Behinderte- Empirische Untersuchung zur künstlerischen Teilbegabung: Hier wird eine spezifische Untersuchung an einer Förderschule vorgestellt, die mittels standardisierter Tests und künstlerischer Analysen die Existenz von Teilbegabungen bei lernbehinderten Schülern belegt.

3. Schlussbemerkung: Die Autorin fasst zusammen, dass sich Behinderung und Begabung nicht ausschließen und plädiert für eine stärkere Berücksichtigung individueller Talente im sonderpädagogischen Kontext.

Schlüsselwörter

Begabung, Behinderung, Hochbegabung, Teilbegabung, Lernbehinderung, Sonderpädagogik, Begabungsidentifizierung, Begabungsförderung, Persönlichkeitsentwicklung, Intelligenztest, CFT 20, künstlerische Begabung, Inklusion, pädagogisches Klima, Leistungsdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Problematik der Begabungsidentifizierung und -förderung bei behinderten Kindern und setzt sich kritisch mit der Annahme auseinander, dass Behinderung und Begabung einander ausschließen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Merkmale von Begabungen, die Schwierigkeiten in der Diagnose bei behinderten Schülern, sowie die Bedeutung einer individuellen Förderung für die Persönlichkeitsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, nachzuweisen, dass auch lernbehinderte Schüler spezifische, insbesondere künstlerische, Teilbegabungen besitzen können, die unabhängig von ihrer allgemeinen intellektuellen Leistungsfähigkeit existieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung und einer empirischen Untersuchung verwendet, welche den CFT 20 Intelligenztest, den Mann-Zeichen-Test sowie eine qualitative Analyse von Schülerzeichnungen umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über verschiedene Formen der Behinderung und Begabung sowie einen empirischen Teil, der durch Fallbeispiele lernbehinderter Schüler die Existenz künstlerischer Teilbegabungen belegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Begabungsförderung, Lernbehinderung, Teilbegabung, Sonderpädagogik, Leistungsdiagnostik und Persönlichkeitsentwicklung.

Wie unterscheidet sich die künstlerische Teilbegabung von der allgemeinen Begabung bei den untersuchten Schülern?

Die Untersuchung zeigt, dass bei den begabten Schülern eine höhere Differenzierung und visuelle Organisation in den Zeichnungen erkennbar ist, selbst wenn ihre Intelligenzquotienten laut CFT 20 unter dem Durchschnitt liegen.

Warum ist das Beispiel Stephen Hawking für diese Arbeit relevant?

Das Beispiel verdeutlicht, dass auch bei schwerwiegenden körperlichen Behinderungen außergewöhnliche intellektuelle Leistungen möglich sind, wenn das Begabungspotential erkannt und durch entsprechende Rahmenbedingungen gefördert wird.

Welche Rolle spielt das "pädagogische Klima" für die Entwicklung begabter behinderter Kinder?

Ein förderliches pädagogisches Klima, das über den reinen Unterrichtsinhalt hinausgeht, ist essenziell, um die Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, statt Kinder einseitig auf ihre Defizite zu reduzieren.

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Details

Title
Benachteiligung bei der Begabungsidentifizierung und -förderung von begabten Behinderten
College
University of Rostock
Grade
1,5
Author
Heidi Pleger (Author)
Publication Year
2002
Pages
18
Catalog Number
V38957
ISBN (eBook)
9783638378727
Language
German
Tags
Benachteiligung Begabungsidentifizierung Behinderten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heidi Pleger (Author), 2002, Benachteiligung bei der Begabungsidentifizierung und -förderung von begabten Behinderten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/38957
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