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US-Amerikanisches Wirtschaftsrecht

Title: US-Amerikanisches Wirtschaftsrecht

Term Paper , 2004 , 25 Pages , Grade: 2

Autor:in: Frederike Fürst (Author)

Business economics - Law
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In der heutigen Zeit ist es für Unternehmen, die weltweit handeln, sehr wichtig sich in den verschieden Kulturen auszukennen. Die Kultur beeinflusst nicht nur das private, sondern auch das wirtschaftliche Leben. Die verschiedenen Gesellschaftsformen, Umgangsformen, Verhandlungsstiles sowie rechtliche Rahmenbedingungen entwickelten sich aus den Kulturen und ihren unterschiedlichen Vergangenheiten. Im Rahmen dieser Arbeit soll ein kleiner Einblick zum amerikanischen Wirtschaftsrecht gegeben werden. Auch die rechtlichen Bedingungen eines Landes haben einen großen Einfluss auf das wirtschaftliche Leben. In dieser Arbeit wird darauf eingegangen was eine deutsche Firma berücksichtigen muss, wenn sie sich in den USA Geschäfte aufnehmen will oder sogar eine Niederlassung gründen möchte. Diese Arbeit wird kurz die verschiedenen Gesellschaftsformen mit ihrer Besteuerung erklären, dann auf das US-amerikanische Vertragsrecht mit seinen Bestandteilen und vor allem auf die Unterschiede zum deutschen Recht eingehen. Danach wird die Produkthaftung etwas gründlicher besprochen, mit den Faktoren, auf die deutsche Unternehmen achten sollten und sich vorbereiten sollten. Am Schluss wird auf das Arbeitsrecht eingegangen. Diese Arbeit soll nur einen Einblick geben, sie kann nicht eine vollständige Abhandlung sein. Deutsche Unternehmen müssen mehr beachten, jedoch werden hier Kernaspekte besprochen, die die Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Markterschließung in den USA sind. Abgeschlossen wird hier mit einer kurzen Synopse und einer Schlussbetrachtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen

2.1 Geschichtlicher Hintergrund

2.2 Rechtsgrundlagen

3 Gesellschaftsformen

3.1 Nichthaftungsbeschränkte Unternehmensformen

3.1.1 Sole Proprietorship

3.1.2 General Partnership

3.2 Haftungsbeschränkte Unternehmensformen

3.2.1 Limited Partnership

3.2.2 Limited Liability Company

3.2.3 Corporation

3.3 Besteuerung der Unternehmensformen

4 Vertragsrecht – Law of contracts

4.1 Vertragsbestandteile

4.1.1 Angebot und Annahme

4.1.2 Consideration

4.2 Allgemeines

4.2.1 Formvorschriften (Statute of Frauds)

4.2.2 Einrede und Einwendungen

4.2.3 Leistungsstörungen (Breach of Contacts)

5 Produkthaftung

5.1 Gesetzliche Regelung der Produkthaftung

5.1.1 Gewährleistungshaftung

5.1.2 Verschuldungshaftung

5.1.3 Gefährdungshaftung

5.2 Schutzmaßnahmen

5.3 Konsequenzen für die Wirtschaft

5.4 Bewertung

6 Arbeitsrecht

6.1 Individualarbeitsrecht

6.1.1 Gesetzliche Vorschriften

6.2 Kollektives Arbeitsrecht

7 Synopse

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit gibt einen praxisorientierten Einblick in das US-amerikanische Wirtschaftsrecht mit dem Ziel, deutschen Unternehmen die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Markterschließung oder Gründung einer Niederlassung in den USA zu verdeutlichen und auf kritische Erfolgsfaktoren hinzuweisen.

  • Struktur und Besteuerung verschiedener US-Gesellschaftsformen
  • Grundlagen des US-amerikanischen Vertragsrechts (Law of contracts)
  • Risiken und rechtliche Aspekte der Produkthaftung
  • Regelungen im Individual- und Kollektivarbeitsrecht
  • Vergleich zwischen US-amerikanischem und deutschem Recht

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Consideration

Die consideration ist nach deutschem Recht ein unbekannter Bestandteil des Vertrages. Im amerikanischen Rechtssinn müssen die versprochenen Leistungen der jeweiligen Parteien eine Gegenleistung (consideration) darstellen. Ohne eine consideration gilt ein Vertrag als illusorisch und reicht rechtlich nicht als Begründung von durchsetzbaren Verpflichtungen aus.

Consideration besteht aus zwei Elementen, dem bargain element and dem bargaining. Die Idee, die hier dahinter steckt, beruht auf gegenseitigem ‚Geben’ und ‚Nehmen’, welches als Ergebnis des Aushandelns entstehen soll.

a) bargain element

Die Parteien sollen ihr jeweiliges Leistungsversprechen mit Bezug auf und im Austausch für das Versprechen der jeweils anderen Partei abgeben.

b) bargaining

Ein bindender Vertrag soll sich auf ein Aushandeln zwischen den Parteien begründen.

Für jede Partei soll und muss ein Vorteil entstehen, aber immer im Austausch dafür auch ein Verzicht. Diese Gegenleistung muss rechtlichen Wert haben (legal value oder legal detriment). Von Gerichten wird nie geprüft ob eine Gegenleistung wirtschaftlich adäquat ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz lokaler Rechtskenntnisse für international agierende Unternehmen und umreißt die behandelten Schwerpunkte.

2 Grundlagen: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der US-Rechtsentwicklung und beschreibt die grundlegende Struktur des amerikanischen Rechtssystems sowie des Föderalismus.

3 Gesellschaftsformen: Hier werden verschiedene US-amerikanische Unternehmensformen hinsichtlich Haftung und steuerlicher Behandlung erläutert und mit deutschen Äquivalenten verglichen.

4 Vertragsrecht – Law of contracts: Dieses Kapitel behandelt die Besonderheiten des amerikanischen Vertragsrechts, insbesondere die doctrine of consideration und wichtige Vertragsbestandteile.

5 Produkthaftung: Die Arbeit analysiert hier die hohen Haftungsrisiken für Unternehmen in den USA sowie Strategien zur Risikominimierung durch Risikomanagement und Versicherungen.

6 Arbeitsrecht: Hier wird der Gegensatz zwischen dem amerikanischen „employment at will“-Prinzip und dem deutschen Kündigungsschutz sowie die vielfältigen gesetzlichen Antidiskriminierungsvorschriften dargestellt.

7 Synopse: Eine tabellarische Gegenüberstellung fasst die wesentlichen Unterschiede zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen Rechtssystem zusammen.

8 Schlussbetrachtung: Das Fazit ermutigt deutsche Unternehmer, trotz der Komplexität des US-Rechtsmarktes, sich mit fachkundiger Hilfe bei einer Expansion nicht abschrecken zu lassen.

Schlüsselwörter

US-Wirtschaftsrecht, Gesellschaftsformen, Vertrag, Consideration, Produkthaftung, Haftungsrisiken, Arbeitsrecht, Employment at Will, Antidiskriminierung, Markterschließung, Rechtsgrundlagen, Common Law, US-Prozessrecht, Unternehmensformen, Niederlassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen, die eine wirtschaftliche Betätigung oder eine Niederlassungsgründung in den Vereinigten Staaten planen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf Gesellschaftsformen und deren Besteuerung, das US-amerikanische Vertragsrecht, die Produkthaftung sowie das Arbeitsrecht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen Einblick in die Komplexität des amerikanischen Wirtschaftsrechts zu geben und aufzuzeigen, worauf deutsche Unternehmen achten müssen, um erfolgreich in den USA zu agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die einschlägige Fachliteratur auswertet und die spezifischen US-amerikanischen Rechtskonzepte systematisch darstellt und mit deutschen Rechtsgrundsätzen vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Gesellschaftsstrukturen, die doctrine of consideration im Vertragsrecht, Haftungsfragen bei Produkten und verschiedene arbeitsrechtliche Schutzgesetze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind US-Wirtschaftsrecht, Produkthaftung, Gesellschaftsformen, Consideration, Employment at Will und Markterschließung.

Warum ist die „doctrine of consideration“ so wichtig für deutsche Unternehmen?

Da das Konzept der Gegenleistung (Consideration) im deutschen Recht unbekannt ist, stellt es eine wesentliche Hürde dar, da ohne sie Verträge im US-amerikanischen Rechtsverständnis oft als nicht durchsetzbar oder illusorisch gelten.

Wie unterscheidet sich die Kündigungssituation in den USA von der in Deutschland?

In den USA herrscht überwiegend das „employment at will“-Prinzip, das ein Arbeitsverhältnis grundsätzlich unbefristet und ohne wichtigen Grund von beiden Seiten kündbar macht, was im scharfen Kontrast zum deutschen Kündigungsschutz steht.

Warum wird die Corporation von deutschen Unternehmen in den USA bevorzugt?

Die Corporation bietet den Vorteil der beschränkten Haftung und eine für Investoren attraktive Struktur, was sie zur bevorzugten Rechtsform für über 70% der deutschen Firmen mit US-Niederlassung macht.

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Details

Title
US-Amerikanisches Wirtschaftsrecht
College
University of Applied Sciences Landshut
Course
Interkulturellesmanagement
Grade
2
Author
Frederike Fürst (Author)
Publication Year
2004
Pages
25
Catalog Number
V39049
ISBN (eBook)
9783638379410
Language
German
Tags
US-Amerikanisches Wirtschaftsrecht Interkulturellesmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frederike Fürst (Author), 2004, US-Amerikanisches Wirtschaftsrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39049
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