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Die betriebliche und private Altersvorsorge in Deutschland ab dem Jahre 2002

Title: Die betriebliche und private Altersvorsorge in Deutschland ab dem Jahre 2002

Diploma Thesis , 2001 , 86 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Wagener (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

„Unter „Altersvorsorge“ wird der reine Sparvorgang mit dem Ziel der Alterssicherung verstanden.“(1) Somit hat die Altersvorsorge etwas mit der zeitlich späteren Versorgung oder Sicherung des Lebensunterhalts zu tun und „dient im Kern dazu, den mit Erreichen eines bestimmten Alters Typischerweise sinkenden Chancen zu begegnen, seinen gewohnten Lebensunterhalt aus Erwerbsarbeit zu bestreiten. Dieser Fall kann jedoch schon dann eintreten, wenn aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen die Erwerbschancen vorzeitig deutlich herabgesetzt werden. Zusätzlich besteht in Abhängigkeit von der familiären Situation der Bedarf nach einer finanziellen Sicherung der Hinterbliebenen im Fall des Todes. Es geht also immer darum, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass Umstände eintreten, die zu einer Reduzierung oder einem gänzlichen Wegfall des Erwerbseinkommens führen. In diesem Fall sollte sichergestellt sein, dass der erreichte Lebensstandard hierunter nicht wesentlich leidet.“(2)
Obwohl die häufig in der Praxis synonym verwendeten Worte „Altersvorsorge“ und „Altersversorgung“ zwar beide das Ziel der Lebensstandardsicherung verfolgen, so sind sie dennoch nicht miteinander gleichzusetzen.(3)
[...]
_____
1 Dommermuth T./Mayerhofer W., Betriebliche und private Altersversorgung, 2000, S.3; vgl. auch Puskàs G., Was ist Altersversorgung, in: BetrAV, Nr.1, 2001, S.2.
2 BfA (Hrsg.), Altersvorsorge, 2001, S.5.
3 Vgl. Puskàs G., Was ist Altersversorgung, in: BetrAV, Nr.1, 2001, S.2.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Der Begriff „Altersvorsorge“

1.2 Abgrenzung der privaten von der betrieblichen Altersvorsorge

1.3 Notwendigkeit der privaten und betrieblichen Altersvorsorge

1.4 Gang der Untersuchung

2 Die neue staatliche Förderung

2.1 Geförderter Personenkreis

2.2 Altersvorsorgebeiträge

2.3 Höhe und Gewährung der Förderbeträge

2.3.1 Altersvorsorgezulage

2.3.2 Sonderausgabenabzugsbetrag

2.3.3 Ablauf der Zulagengewährung und des Sonderausgabenabzugs am Beispiel eines Altersvorsorgevertrages

2.4 Zwischenentnahme zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums

2.5 Schädliche Verwendung von Altersvorsorgevermögen

3 Private Altersvorsorge

3.1 Neuerungen durch das Altersvermögensgesetz

3.2 Ausgewählte Versicherungsprodukte zur privaten Altersvorsorge

3.2.1 Lebensversicherungen zur Altersvorsorge

3.2.1.1 Kapitallebensversicherung

3.2.1.2 Private Rentenversicherung

3.2.1.3 Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen

3.2.2 Risikoversicherungen zur Absicherung biometrischer Risiken

3.2.2.1 Risikolebensversicherung

3.2.2.2 Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung

3.2.2.3 Unfallzusatzversicherung

3.2.3 Die Besteuerung der Versicherungsprodukte

3.3 Investmentfonds zur Vermögensbildung

3.3.1 Verschiedene Fondstypen

3.3.2 Besteuerung der Investmentfonds

3.4 Vergleich der Renten- und Kapitallebensversicherung mit Fonds

4. Betriebliche Altersvorsorge

4.1 Neuerungen durch das Altersvermögensgesetz

4.2 Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung

4.2.1 Direktzusage

4.2.1.1 Finanzierung der Direktzusage

4.2.1.2 Sozialversicherungsabgaben und Einkommensbesteuerung der Beiträge

4.2.2 Unterstützungskasse

4.2.2.1 Finanzierung der Unterstützungskasse

4.2.2.2 Sozialversicherungsabgaben und Einkommensbeteuerung der Beiträge

4.2.3 Direktversicherung

4.2.3.1 Finanzierung der Direktversicherung

4.2.3.2 Sozialversicherungsabgaben und Einkommensbesteuerung der Beiträge

4.2.4 Pensionskasse

4.2.4.1 Finanzierung der Pensionskasse

4.2.4.2 Sozialversicherungsabgaben und Einkommensbesteuerung der Beiträge

4.2.5 Pensionsfonds

4.2.5.1 Finanzierung des Pensionsfonds

4.2.5.2 Sozialversicherungsabgaben und Einkommensbesteuerung der Beiträge

4.3 Der neue Anspruch auf Entgeltumwandlung

4.3.1 Bereits bestehende arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersversorgung

4.3.2 Tarifvertragliche Entgeltzahlung

4.3.3 Kein tarifvertragliches Entgelt

4.3.4 Auswahl des Durchführungsweges bei Entgeltumwandlung

4.4 Neue Unverfallbarkeitsvorschriften

4.4.1 Unverfallbarkeit dem Grunde nach

4.4.2 Unverfallbarkeit der Höhe nach

5. Entscheidungshinweise zur Altersvorsorge

5.1 Zusammenfassender Vergleich der Anlageformen

5.2 Möglichkeit zur optimalen Nutzung der neuen staatlichen Förderung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, als Entscheidungshilfe für die Optimierung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge in Deutschland unter Berücksichtigung der durch die „Riester-Reform“ und das Altersvermögensgesetz geänderten Rahmenbedingungen ab 2002 zu dienen.

  • Staatliche Förderung der Altersvorsorge durch Zulagen und Sonderausgabenabzug
  • Vergleich von Versicherungsprodukten (Kapitallebens-, Renten- und fondsgebundene Versicherungen)
  • Analyse von Investmentfonds als Instrumente zur privaten Vermögensbildung
  • Betriebliche Altersversorgung und Durchführungswege (Direktzusage, Pensionskasse, Pensionsfonds etc.)
  • Rechtliche Anforderungen wie Entgeltumwandlung und Unverfallbarkeitsvorschriften

Auszug aus dem Buch

1.1 Der Begriff „Altersvorsorge“

„Unter „Altersvorsorge“ wird der reine Sparvorgang mit dem Ziel der Alterssicherung verstanden.“ Somit hat die Altersvorsorge etwas mit der zeitlich späteren Versorgung oder Sicherung des Lebensunterhalts zu tun und „dient im Kern dazu, den mit Erreichen eines bestimmten Alters Typischerweise sinkenden Chancen zu begegnen, seinen gewohnten Lebensunterhalt aus Erwerbsarbeit zu bestreiten. Dieser Fall kann jedoch schon dann eintreten, wenn aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen die Erwerbschancen vorzeitig deutlich herabgesetzt werden. Zusätzlich besteht in Abhängigkeit der familiären Situation der Bedarf nach einer finanziellen Sicherung der Hinterbliebenen im Fall des Todes. Es geht also immer darum, Vorsorge für den Fall zu treffen, dass Umstände eintreten, die zu einer Reduzierung oder einem gänzlichen Wegfall des Erwerbseinkommens führen. In diesem Fall sollte sichergestellt sein, dass der erreichte Lebensstandard hierunter nicht wesentlich leidet.“

Obwohl die häufig in der Praxis synonym verwendeten Worte „Altersvorsorge“ und „Altersversorgung“ zwar beide das Ziel der Lebensstandardsicherung verfolgen, so sind sie dennoch nicht miteinander gleichzusetzen. Denn Altersversorgung beinhaltet im Gegensatz zur Altersvorsorge, als Sparvorgang, immer mindestens die Absicherung eines biometrischen Risikos (Tod, Erwerbsunfähigkeit, Langlebigkeit). Sie wurde bisher als Aufgabe staatlicher und betrieblicher Organisationen verstanden. Auf Ebene der betrieblichen Organisationen wird im Sinne des Betriebsrentengesetzes unter betrieblicher Altersversorgung Leistungszusagen zugunsten eines Arbeitnehmers „der Alters-, Invaliditäts oder Hinterbliebenenversorgung aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses“ verstanden. Bei näherer Betrachtung der Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung wird allerdings deutlich, das neben der Abdeckung eines biometrischen Risikos auch ein Sparvorgang zur Alterssicherung (=Altersvorsorge) vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Altersvorsorge und Altersversorgung, grenzt diese gegeneinander ab und erläutert die Notwendigkeit der ergänzenden privaten und betrieblichen Absicherung durch das Drei-Säulen-System.

2 Die neue staatliche Förderung: Hier werden die ab 2002 geltenden Bedingungen für die staatliche Förderung erläutert, insbesondere der geförderte Personenkreis, die Zulagen, das Zwischenentnahmemodell für Wohneigentum und das Anbieterverfahren.

3 Private Altersvorsorge: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene private Vorsorgeprodukte, vergleicht Lebensversicherungen mit Investmentfonds und beleuchtet die jeweiligen steuerlichen Auswirkungen.

4. Betriebliche Altersvorsorge: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung, die steuerliche Behandlung und den neuen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung sowie die geänderten Unverfallbarkeitsregeln.

5. Entscheidungshinweise zur Altersvorsorge: Abschließend werden die Anlageformen vergleichend gegenübergestellt und Hinweise zur optimalen Nutzung der staatlichen Förderung gegeben.

Schlüsselwörter

Altersvorsorge, Altersvermögensgesetz, Riester-Reform, betriebliche Altersversorgung, private Rentenversicherung, Kapitallebensversicherung, Investmentfonds, Entgeltumwandlung, Unverfallbarkeit, staatliche Zulage, Sonderausgabenabzug, Drei-Säulen-System, biometrische Risiken, betriebliche Altersversorgung, steuerliche Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der betrieblichen und privaten Altersvorsorge in Deutschland vor dem Hintergrund der gesetzlichen Änderungen durch das Altersvermögensgesetz ab dem Jahr 2002.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die neuen staatlichen Fördermaßnahmen, verschiedene Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung sowie der Vergleich privater Anlageformen wie Versicherungen und Investmentfonds.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, als Entscheidungshilfe zur Optimierung der individuellen Altersvorsorge zu dienen und den Anleger über die verschiedenen Möglichkeiten der staatlichen Förderung und steuerlichen Behandlung zu informieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und vergleichende Analyse der bestehenden Rahmenbedingungen, Anlageprodukte und der relevanten Gesetzestexte (wie EStG und BetrAVG).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der staatlichen Förderung, die Analyse privater Versicherungsprodukte und Investmentfonds sowie eine umfassende Betrachtung der betrieblichen Altersvorsorge mit ihren Durchführungswegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Altersvorsorge, das Altersvermögensgesetz, Entgeltumwandlung, staatliche Zulagen, betriebliche und private Altersversorgung sowie die steuerliche Förderung.

Was zeichnet den Pensionsfonds als neuen Durchführungsweg aus?

Der Pensionsfonds zeichnet sich laut Arbeit durch eine flexiblere Kapitalanlage im Vergleich zur klassischen Pensionskasse aus, unterliegt aber einer strengen aufsichtsrechtlichen Regulierung.

Wie wirkt sich das „Zwischenentnahmemodell“ auf die Altersvorsorge aus?

Es ermöglicht die förderunschädliche Entnahme von Kapital zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum, wobei das entnommene Kapital bis zum 65. Lebensjahr in den Altersvorsorgevertrag zurückgezahlt werden muss.

Excerpt out of 86 pages  - scroll top

Details

Title
Die betriebliche und private Altersvorsorge in Deutschland ab dem Jahre 2002
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Grade
2,3
Author
Christian Wagener (Author)
Publication Year
2001
Pages
86
Catalog Number
V3909
ISBN (eBook)
9783638124256
Language
German
Tags
Altersvorsorge Deutschland Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Wagener (Author), 2001, Die betriebliche und private Altersvorsorge in Deutschland ab dem Jahre 2002, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3909
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