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Habitus und Kapitalien - Bourdieus Konzepte zu Kapital, Habitus, und Feld

Title: Habitus und Kapitalien - Bourdieus Konzepte zu Kapital, Habitus, und Feld

Term Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marion Lotz (Author)

Cultural Studies - Basics and Definitions
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In dieser Hausarbeit, im Rahmen des Seminars „Einführung in die Theorie von Pierre Bourdieu“ bei Prof. Dr. Karin Holm im Fach Soziologie, beschäftigen wir uns mit dem Thema Habitus und Kapitalien. Nach einem kurzen Überblick über Bourdieus Leben, setzen wir uns mit den zentralen Begriffen Kapitalien, Habitus, Klasse und Feld auseinander. Bourdieu hat seine Forschungen und Konzeptionen aus der Kritik an herkömmlichen philosophischen und soziologischen Ansätzen und Denktraditionen entwickelt. Für Bourdieu gelten der Objektivismus und der Subjektivismus als Hauptströme der Soziologie. Er kritisiert, dass in der Soziologie immer nur die objektive oder subjektive Sichtweise berücksichtigt wird. Sein Interesse gilt nun der Überwindung der Gegensätze von Objektivismus und Subjektivismus. (vgl. Fröhlich 1994, S.33) „Soziologie ist für Bourdieu mehr als die Rekonstruktion objektiver Beziehungen. Sie orientiert sich ebenso an den subjektiven Erfahrungen und Orientierungen der Akteurinnen und Akteure in ihrem ‚Feld’.“ (Zitat: Treibel 2000, S.210) Objektivismus und Subjektivismus sollen unter Berücksichtigung ihrer gegensätzlichen Beziehung jedoch verbunden werden, da er der Meinung war, dass die soziale Welt jeweils eine objektive und subjektive Seite hat. (vgl. Treibel 2000, S.210) Auf dieser Basis hat er die Konzepte Kapital, Habitus, und Feld entwickelt. (vgl. Fröhlich 1994, S.33)

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Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. BIOGRAPHIE VON PIERRE BOURDIEU

2. DAS KAPITAL

2.1 Das ökonomische Kapital

2.2 Das kulturelle Kapital

2.2.1 Inkorporiertes Kulturkapital

2.2.2 Objektiviertes Kulturkapital

2.2.3 Institutionalisiertes Kulturkapital

2.3 Das soziale Kapital

2.4 Das symbolische Kapital

3. DER HABITUS

3.1 Geschichte des Habitus

3.2 Das Habitus-Konzept

4. DIE KLASSE

4.1 Der Klassenaufstieg

4.2 Habitus und Klasse

5. DAS FELD

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die soziologischen Kernkonzepte von Pierre Bourdieu – Kapital, Habitus, Klasse und Feld – zu erläutern und in einen theoretischen Zusammenhang zu bringen, um die Überwindung des Gegensatzes zwischen Objektivismus und Subjektivismus in der Soziologie zu verdeutlichen.

  • Die theoretische Einordnung Bourdieus im Kontext der soziologischen Strömungen
  • Differenzierte Analyse der verschiedenen Kapitalformen (ökonomisch, kulturell, sozial, symbolisch)
  • Das Konzept des Habitus als Vermittlungsinstanz zwischen Struktur und Praxis
  • Strukturierung der Gesellschaft in soziale Räume und Klassen
  • Die Dynamik des sozialen Feldes und die Machtverhältnisse der Akteure

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Inkorporiertes Kulturkapital

Inkorporiertes kulturelles Kapital ist grundsätzlich körpergebunden und setzt Verinnerlichung (Incorporation) in Form von Zeit, die investiert werden muss, voraus. Diese Zeit muss vom Individuum selbst investiert werden, und kann nicht durch eine andere Person vollzogen werden. Wer sich bildet, arbeitet an sich selber.

Die Möglichkeit der Anhäufung von inkorporiertem kulturellem Kapital ist stark von der Menge des vorhandenen inkorporiertem Kulturkapitals in einer Familie abhängig.

„[...] es hängt vielmehr auch davon ab, wie viel nutzbare Zeit (vor allem in Form von freier Zeit der Mutter) in der Familie zur Verfügung steht, um die Weitergabe des Kulturkapitals zu ermöglichen und einen verzögerten Eintritt in den Arbeitsmarkt zu gestatten.“ (Zitat: Bourdieu 1983. In Treibel 2000, S.217)

Je stärker das inkorporierte Kulturkapital einer Familie ausgeprägt ist, desto schneller und müheloser ist die Akkumulation inkorporierten kulturellen Kapitals. Das gesamte inkorporierte Kulturkapital einer Familie gibt die Vorraussetzung dafür, wie viel Zeit das Individuum von frühester Kindheit an in die Kapitalanhäufung investiert. Daraus ist unmittelbar ersichtlich, dass die zum Erwerb erforderliche Zeit stark vom familiären ökonomischen Kapital abhängig ist. Laut Bourdieu ist die Zeit das Bindeglied zwischen ökonomischen und kulturellem Kapital. Denn eine Familie mit entsprechend guter ökonomischer Ausstattung, kann die Zeit und Möglichkeiten bieten, um inkorporiertes kulturelles Kapital anzuhäufen. (vgl. Bourdieu 2001, S.116)

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Thematik und die Absicht Bourdieus, den Gegensatz zwischen Objektivismus und Subjektivismus zu überwinden.

1. BIOGRAPHIE VON PIERRE BOURDIEU: Biografischer Abriss über den Werdegang und die akademische Laufbahn von Pierre Bourdieu.

2. DAS KAPITAL: Untersuchung des Kapitalbegriffs, der über den ökonomischen Bereich hinaus auf kulturelle, soziale und symbolische Formen ausgeweitet wird.

3. DER HABITUS: Darstellung der historischen Wurzeln und der konzeptionellen Bedeutung des Habitus als strukturierendes Prinzip menschlichen Verhaltens.

4. DIE KLASSE: Analyse der sozialen Klassen und ihrer Abhängigkeit von unterschiedlichen Kapitalstrukturen sowie der Mechanismus des Klassenaufstiegs.

5. DAS FELD: Erläuterung des Feldbegriffs als sozialer Raum, in dem Akteure um Kapital und Einfluss konkurrieren.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Habitus, Kapital, Soziologie, Feld, Klassen, ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital, symbolisches Kapital, Distinktion, Sozialisation, Machtverhältnisse, Geschmack, Lebensstil.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die soziologischen Kernbegriffe von Pierre Bourdieu – Kapital, Habitus, Klasse und Feld – und untersucht, wie diese Konzepte das soziale Handeln und die gesellschaftliche Struktur erklären.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse verschiedener Kapitalformen, der Entwicklung des Habitus im Sozialisationsprozess, der Klassifizierung der Gesellschaft und der Dynamik innerhalb sozialer Felder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Bourdieus theoretisches Fundament darzustellen, das darauf abzielt, die Kluft zwischen objektiven gesellschaftlichen Strukturen und subjektiven individuellen Erfahrungen zu überbrücken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse von Bourdieus Primärschriften und sekundärer soziologischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition und Erläuterung der Begriffe Kapital, Habitus, Klasse und Feld sowie deren wechselseitige Beeinflussung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Habitus, verschiedene Kapitalformen (kulturell, sozial, symbolisch), soziale Räume (Klasse und Feld) sowie Distinktion geprägt.

Was unterscheidet das inkorporierte vom institutionalisierten Kulturkapital?

Inkorporiertes Kulturkapital ist an den Körper gebunden und durch Zeitaufwand sowie Sozialisation erworben, während institutionalisiertes Kulturkapital rechtlich garantierte Bildungstitel umfasst.

Welche Funktion hat das symbolische Kapital?

Symbolisches Kapital fungiert als Mittel zur Verschleierung der ökonomischen Machtverhältnisse und sichert dem Individuum durch Ansehen und Prestige einen sozialen Kredit.

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Details

Title
Habitus und Kapitalien - Bourdieus Konzepte zu Kapital, Habitus, und Feld
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften)
Course
Einführung in die Theorie von Pierre Bourdieu
Grade
1,3
Author
Marion Lotz (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V39294
ISBN (eBook)
9783638381024
Language
German
Tags
Habitus Kapitalien Bourdieus Konzepte Kapital Habitus Feld Einführung Theorie Pierre Bourdieu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marion Lotz (Author), 2004, Habitus und Kapitalien - Bourdieus Konzepte zu Kapital, Habitus, und Feld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39294
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